Washington Black
 - Esi Edugyan - Hardcover

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24,00

inkl. MwSt.

Eichborn Verlag
Hardcover
Sonstige Belletristik
512 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8479-0665-0
Ersterscheinung: 30.08.2019

Washington Black

Roman
Übersetzt von Anabelle Assaf

(41)

Die Flucht ist nur der Anfang

Barbados, 1830: Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird, dem Bruder des brutalen Plantagenbesitzers. Christopher ist Erfinder, Entdecker, Naturwissenschaftler – und Gegner der Sklaverei. Das ungleiche Paar entkommt in einem selbst gebauten Luftschiff von der Plantage. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht, die die beiden um die halbe Welt führen wird. 

Eine Geschichte von Selbstfindung und Verrat, von Liebe und Erlösung. Und eine Geschichte über die Frage: Was bedeutet Freiheit? 

Pressestimmen

Buch des Jahres 2018: New York Times Book Review, The Boston Globe, The Washington Post, Time, Entertainment Weekly, San Francisco Chronicle, Financial Times, Minneapolis Star Tribune, NPR, The Economist, Bustle, The Dallas Morning News, Slate, Kirkus Review
Lieblingsbuch von Barack Obama 2018
"Ergreifend und atemberaubend. Die Figur des Washington Black ist eine Naturgewalt."
COLM TOIBIN, THE NEW YORK TIMES BOOK REVIEW 
"Wunderbar aufregend. Eine fabelhafte Mischung aus Abenteuerroman und Tiefgang. Edugyan ist eine magische Autorin."
RON CHARLES, THE WASHINGTON POST
"Ein beglückender Reisebericht, der an Jules Verne erinnert. Edugyan malt unvergessliche Szenen."
LAURA MILLER, THE NEW YORKER

Rezensionen aus der Lesejury (41)

LeseLisi LeseLisi

Veröffentlicht am 13.09.2019

Washs hartes Leben hautnah

"Washington Black" von Esi Edugyan ist ein spannender, mitreißender, tragischer und wachrüttelnder Roman.
Der Sklavenjunge Wash wird auf der Faith-Plantage auf Barbados geboren, seiner Mutter weggenommen ... …mehr

"Washington Black" von Esi Edugyan ist ein spannender, mitreißender, tragischer und wachrüttelnder Roman.
Der Sklavenjunge Wash wird auf der Faith-Plantage auf Barbados geboren, seiner Mutter weggenommen und von seinem Besitzer ironisch George Washington genannt, den Nachnamen Black erhält er vom Besizer. Er muss mit seinen jungen Jahren schon viel mitansehen und miterleben. Vermutlich führt er das ganz normale Sklavenleben auf einer Zuckerrohrplantage. Er erlebt schwere Bestrafungen und Tötungen von anderen mit, erleidet selbst schwere Verletzungen bei der Arbeit. Doch all das bessert sich, als der erfinderische Bruder des neuen Plantagenbesitzers einen Gehilfen braucht. Da er eine Art Luftschiff entwickelt muss der Gehilfe vor allem klein und leicht sein - die Wahl fällt auf Wash. Sein neuer Herr Titch behandelt Wash sehr viel besser als vorher: er darf im Haus schlafen, sich waschen, bekommt normale Kleidung und lernt. Dabei kommt sein verborgenes Talent zum Vorschein: er kann sehr gut und sehr realistisch zeichnen. Als dann die Katastrophe ausbricht, ein Cousin der zu Besuch ist, erschießt sich selbst, Wash findet ihn und wird wegen Mordes gesucht, bleibt den beiden nur die Flucht mit dem neu gebauten "Wolkenkutter". Sie kommen nicht weit und müssen auf einem Schiff notlanden. Von da an beginnt eine Reise um die halbe Welt, bis sein Herr Wash schließlich zurücklässt. Der immer noch kleine Junge, er ist noch kein Teenager, muss sich von nun an alleine durchschlagen.
Ich will nicht mehr verraten. Die Geschichte ist hat und spannend, aber auch gefühlvoll und herzlich. Die Autorin schafft es meisterhaft all diese verschiedenen Gefühle zu vermitteln und dabei genau den Anschein zu erwecken, wir würden Washs eigene Gedanken und Worte lesen. Sie beschreibt vieles ganz besonders, was Wash zum ersten Mal erlebt und wofür er noch keine Worte kennt. Das macht das ganze umso intensiver und es geht einem dadurch umso näher.
Ich bin sehr froh, dass ich das Buch lesen und Washs Geschichte miterleben durfte. Obwohl ich normal keine Bücher lese, bei denen nicht klar ist, ob es ein Happy End gibt oder nicht, bin ich von diesem doch harten Stoff sehr begeistert.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

BuecherwurmNZ BuecherwurmNZ

Veröffentlicht am 13.09.2019

Besonderer Schreibstil mit Sogwirkung

Das Buch zieht einen von Anfang an in seinen Bann. Zum einen ist es um den Sklavenjungen Washington Black eine spannende Geschichte. Auf der Zuckerrohrplantage herrschen unmenschliche Bedingungen, die ... …mehr

Das Buch zieht einen von Anfang an in seinen Bann. Zum einen ist es um den Sklavenjungen Washington Black eine spannende Geschichte. Auf der Zuckerrohrplantage herrschen unmenschliche Bedingungen, die jegliche Aspekte des Lebens betreffen. Die Autorin schildert, wie Washington aufwuchs, wie die Sklaven sich untereinander verhalten, wie der Master der Plantage mit Angst und Schrecken über die Sklaven herrscht. Als Washington von Christopher Wilde, dem Bruder des Plantagenbesitzers, ausgewählt wird, um ihm beim Bau seines Luftschiffs zu helfen, verändert sich zum ersten Mal sein Leben umfassend.

Zum anderen ist die Geschichte unglaublich gut und eindrucksvoll geschrieben. Der besondere Schreibstil Esi Edugyans ist mit seinen vielen Vergleichen klar und anschaulich. Nicht nur die Bilder sind klar umrissen, sondern auch was Washington hört und riecht. Dadurch ergibt sich ein umfassendes Bild der Situation und ich tauchte völlig in die lebendig wirkende Geschichte ein. Oft hatte ich das Gefühl, ich wäre direkt hinter Washington und begleitete ihn als stiller Beobachter. Als Leser befindet man sich mit allen Sinnen mitten in der Geschichte und fühlt die Atmosphäre, die Angst der Sklaven und die Faszination für die Natur und das Abenteuer.

In den jungen Washington konnte ich mich gut hineinversetzen und seine Gedanken sehr gut nachvollziehen. Aber nicht nur er, sondern auch die anderen Charaktere und sogar die Nebenfiguren sind tiefergehend ausgearbeitet und lebendig. Es gibt die verschiedensten Personen, die jede für sich interessant ist und ein Leben zu erzählen hat.

Mir gefällt auch der Mix aus dem ernsten Thema der Sklaverei sowie dem aufregenden Abenteuer um den Bau und der Fahrt mit dem Wolkenkutter. Der Schreibstil ist von Anfang bis Ende außergewöhnlich gut und eine ganz besondere Art, Washingtons Kindheit und Jugend zu erzählen. Kurzzeitig dachte ich, dass dieses Buch mein Jahreshighlight werden wird, weil ich so begeistert war. Aber nach der Hälfte lässt die Geschichte leider nach. Die Handlung wird dürftiger, die Verhaltensweisen von Charakteren sind nicht immer nachvollziehbar. Das letzte Viertel wird wieder besser, wenn auch nicht mehr so gut wie der Beginn.

Auch vom Ende bin ich enttäuscht. Es kam mir so vor, als ob die Autorin einfach zwischen zwei Kapiteln aufgehört hat. Es fühlt sich nicht so an, als ob Washingtons Geschichte zu Ende erzählt ist. Ich würde gerne noch mehr über ihn lesen und erfahren, wie sein weiteres Leben verlaufen ist.

*Fazit*

Von der Erzählweise und der Schreibtechnik ist dieses Buch außergewöhnlich und lässt den Leser fasziniert mit jeder Faser in die Geschichte eintauchen. Von Anfang bis Ende macht es das Buch besonders. Leider lässt der Roman nach der Hälfte nach, was die Handlung und die Charaktere betrifft. Das Ende ist für mich nicht zufriedenstellend.

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grellpastell grellpastell

Veröffentlicht am 13.09.2019

Herzergreifend und abenteuerlich!

Gleich zu Anfang: dies ist ein wirklich wundervolles Buch!

Schon die Leseprobe hat mir große Lust gemacht, das gesamte Buch zu lesen. Hätte ich nicht das Glück gehabt, ausgewählt zu werden, ich hätte ... …mehr

Gleich zu Anfang: dies ist ein wirklich wundervolles Buch!

Schon die Leseprobe hat mir große Lust gemacht, das gesamte Buch zu lesen. Hätte ich nicht das Glück gehabt, ausgewählt zu werden, ich hätte mir das Buch auf jeden Fall sowieso gekauft.

Von Anfang an hat mir der Erzählstil der Autorin gefallen. Mit einfühlsamen Worten und viel Gefühl schildert sie, wie der kleine Wash als Sklave auf einer Plantage aufwächst.

Als er dann von Christopher Wilde sozusagen "adoptiert" wird, hat er unglaubliches Glück, denn dieser nimmt ihn mit auf seine Reisen und rettet ihn damit vor dem Tode.

Von Kapitel zu Kapitel wird ein super guter Spannungsbogen aufgebaut, und ich konnte es jedes Mal gar nicht abwarten, weiter zu lesen. Die Personen wachsen einem richtig ans Herz, man fiebert richtig mit und möchte wissen, wie es weitergeht. Ich liebe solche abenteuerlichen Lebensgeschichten!

Das Ende fand ich ein bisschen traurig, zwei gebrochene Menschen, die trotz allem nicht aus ihrer Haut können und deren tragisches Schicksal. Trotz allem denke ich, dass Christopher Wash wirklich geliebt hat wie einen Sohn und sich nur nicht eingestehen konnte, dass es so war.

Als das Buch zu Ende ging, war ich noch ein paar Tage lang von den Eindrücken darin gefesselt, dachte viel darüber nach. Eines der wenigen Bücher, bei denen man es bedauert, dass sie zu Ende sind.

Jedenfalls werde ich die Autorin Esi Edugyan weiterhin im Auge behalten und möchte auch die beiden vorherigen Bücher von ihr lesen. "Washington Black" jedenfalls ist zu Recht preisgekrönt. Ich empfehle es uneingeschränkt. Leute, lest dieses Buch!

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coala coala

Veröffentlicht am 13.09.2019

Das Leben verläuft nicht immer wie erwartet

Wir begleiten in diesem Buch das spannende Leben vom Sklavenjungen Washington Black, der auf einer Zuckerrohrplantage in der Karibik Barbados aufwächst. Sein Leben nimmt eine Wendung, mit der er wohl ... …mehr

Wir begleiten in diesem Buch das spannende Leben vom Sklavenjungen Washington Black, der auf einer Zuckerrohrplantage in der Karibik Barbados aufwächst. Sein Leben nimmt eine Wendung, mit der er wohl nie gerechnet hätte, als ihn der Bruder des Plantagenbesitzers als Assistenten für seien wissenschaftlichen Experimente zur Hilfe nimmt.

Von dramatisch bis entspannt unterwegs, überzeugt das Buch durch seine breite thematische Spanne. Von der Geschichte der Sklavenhaltung und Kopfgeldjägern bis zur Kunst und Wissenschaft; es geht um Familie und Freundschaft, um Vertrauen und Loslassen. Bedeutende Entdeckungen und politische Entwicklungen der Geschichte kommen genauso zur Sprache wie spannende Reisen in ferne Länder. Ein sehr dichter Roman, der dennoch fesseln und begeistern kann. Washington zieht den Leser unwiderruflich in seinen Bann, gerade auch durch die Ich-Perspektive, in der man das Handeln und Denken von Wash direkt miterleben und nachvollziehen kann. In vielen Bereichen hätte man gerne so viel mehr Erfahren, doch irgendwie ist es auch faszinierend, dass man sich so selber seine Gedanken machen muss, was war und sein wird.

Eine mehr als positive Überraschung für mich, mit der ich nicht gerechnet hatte. Ein thematisch sehr starker Roman, der überrascht, aufklärt, schockiert, begeistert und fesselt. Zu Recht hochgelobt.

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FloraMa FloraMa

Veröffentlicht am 11.09.2019

Zum davon fliegen...

Vollständige Rezension: https://floramattenklott.wordpress.com/2019/09/08/washington-black/


Vielen lieben Dank an eichborn für die Möglichkeit dieses Buch zu lesen…

Mal ganz ehrlich, dieses Cover ... …mehr

Vollständige Rezension: https://floramattenklott.wordpress.com/2019/09/08/washington-black/


Vielen lieben Dank an eichborn für die Möglichkeit dieses Buch zu lesen…

Mal ganz ehrlich, dieses Cover ist einfach nur wunderschön. Es sieht so edel aus, obwohl es nicht immer so hergeht. Dann gibt es noch diese Prägungen in „Gold“, welche einfach nur super zu dem Charme und der Farbkombination passen ❤

Washington Black ist ein Sklave auf einer Plantage und entdeckt dann mit seinem Freund die Welt außerhalb dieser… Den Ideenansatz finde ich unglaublich spannend und schön, da das Buch auch in der Vergangenheit spielt. Somit hat man auch ein ganz andere Umgebung mit diesem altbekannten alten Charme. Auch viele, für uns normale, Dinge existieren in der Vergangenheit noch nicht und deswegen ist es fast so als würde man in eine andere Welt abtauchen, die unserer extrem ähnelt. Es macht einfach nur Spaß in diese Zeit einzutauchen… Und dann gibt es auch noch die schlechte Seite der alten Zeit, die ziemlich gut rüber gebracht wurde. Dieser brutale Umgang mit Sklaven, die Verachtung für Dunkelheutige… All das hat die Autorin extrem gut vermittelt und dargestellt. Auch die Geschichte rund um Washington hat mir echt gut gefallen und war mal etwas anderes.

Esi Edugyan’s Schreibstil ist nichts außergewöhnliches, hat sich dennoch gut lesen können. Jedoch war die Geschichte so gut, dass es den außergewöhnlichen Schreibstil gar nicht braucht…

Cover ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ (5/5)

Charaktere ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ (5/5)

Gefühl ❤ ❤ ❤ (3/5)

Schreibstil ❤ ❤ ❤ ❤ (4/5)

Geschichte ❤ ❤ ❤ ❤ ❤ (5/5)

Fazit ❤ ❤ ❤ ❤ (4/5)

„Washington Black“ ist ein wunderschönes Buch „aus“ einer anderen Zeit, das eine unglaublich Geschichte eines Sklavenjungen und eines Forschers erzählt. Es zeigt alle Seiten des 19. Jahrhunderts und hat ein Eigenstellungswert…

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Esi Edugyan

Esi Edugyan - Autor
© Tamara Poppit of Poppy Photography

Esi Edugyan lebt in Victoria, der Hauptstadt der kanadischen Provinz British Columbia. Washington Black ist ihr dritter Roman und wurde von Publikum und Kritik gefeiert. Er stand auf der Shortlist für den Man Booker Prize 2018 und wurde mit dem Giller Prize ausgezeichnet.

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