Das Glück ist zum Greifen da
 - Sylvia Deloy - Hörbuch

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

10,99

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (Download)
Frauenromane
260 Minuten
ISBN: 978-3-8387-9229-3
Ersterscheinung: 31.01.2020

Das Glück ist zum Greifen da

Gelesen von Claudia Gahrke

(39)

Was nützt einem der schönste Ort, wenn die, die man liebt, woanders sind?
Aus und vorbei, der Job bei einem hippen Kölner Start-Up ist in letzter Minute geplatzt und damit Anas Chance, in Deutschland bleiben zu können. Der Vater ihrer Zwillinge ist unauffindbar, er tourt derweil als Hornist irgendwo durch die Weltgeschichte. An willigen Helfern fehlt es nicht, alle wollen, dass Ana und ihre Kinder bleiben. Nicht zuletzt der attraktive, aber entnervend sorglose Musiklehrer der talentierten Zwillinge, der Ana mit seinem Optimismus zur Weißglut treibt. Bis sie erkennt: Auch auf Traumtänzer ist Verlass.
Ein heiterer Roman voller Sprachwitz und großartiger Pointen

Rezensionen aus der Lesejury (39)

MerryMickler MerryMickler

Veröffentlicht am 24.02.2020

Wo bleibt die Tiefe und die Gefühle?

Cover & Titel

Das Cover ist schön bunt, macht einen fröhlichen Eindruck und unten rechts in der Ecke sehen wir die Protagonistin Ana auf ihrem Fahrrad. Ich mag das Cover und die Schriftart des Titels ... …mehr

Cover & Titel

Das Cover ist schön bunt, macht einen fröhlichen Eindruck und unten rechts in der Ecke sehen wir die Protagonistin Ana auf ihrem Fahrrad. Ich mag das Cover und die Schriftart des Titels sehr, da es verspielt wirkt. Auch der Titel verspricht, dass es um das Finden des Glücks und der Zufriedenheit mit dem eigenen Leben geht.




Geschichte & Plot

Wir ihr vielleicht auf Instagram mitbekommen habt, habe ich kurzerhand das Hörbuch gehört und mich sehr darauf gefreut. Ich habe versucht, die Geschichte zu mögen, doch ich tat es nicht. Es wird ein wichtiges Thema aufgezeigt, nämlich das Thema Abschiebung, welches vielen Menschen die nach Deutschland kommen, widerfährt und doch fehlte es mir an Gefühl und Tiefe für diese Situation. Die Ausreise ist zwischen Kuchen backen, Gesprächen mit Freunden und dem Musical verloren gegangen, wie auch die Liebesgeschichte. Natürlich muss man sein Leben und in dem Fall Ana weiterleben, aber es war alles mehr von "oben" herab und dazwischen gesetzt. Es existierte nicht viel Raum dafür.  Für mich war klar, dass Ana und ihre beiden Zwillinge eventuell gehen müssen, aber mir hat einfach die Emotionalität, aber auch Interaktion gefehlt. Die Tage der Abschiebung rückten immer näher und ich merkte bei Ana wenig davon. Ob sie nun ihre Situation so annahm oder nicht, dass weiß ich nicht, aber mir fehlte einfach etwas. Ich wäre persönlich viel aufgebrachter gewesen, wenn ich wüsste, dass ich gehen müsste. Doch sie war die Ruhe selbst und das machte den Plot und die ganze Geschichte dahinter irgendwie langweilig. Ihre Kinder wussten zudem auch von der Abschiebung, aber auch deren Gefühle plätscherten an der Oberfläche. Auch sie nahmen es hin und außer einem:"Ich will hier nicht weg!, blieben sie farblos in dem Geschichtensumpf. Nicht das der Plot schlecht wäre, ganz im Gegenteil, mir fehlte es schlichtweg einfach an der Tiefe der Geschichte und der Protagonisten und ich konnte mit keinem mitfühlen.

Protagonisten

Ana ist wie die anderen Menschen um sie herum ein wirklich hilfsbereiter Mensch, weshalb sie ihren Nachbarn gerne mal unter die Arme greift. Dennoch blieb sie für mich farblos. Es fehlten, wie auch der Geschichte die Emotionen, ein Kennenlernen auf Augenhöhe, sodass man sich in sie hätte hineinfühlen können. Und es ging mir nicht nur bei ihr so, sondern mit allen Protagonisten. Einfach schade.

Schreibstil

Der Schreibstil war gut und somit flüssig zu lesen.

Fazit

Leider hat mich das Buch überhaupt nicht gepackt. Zwischen Abschiebung, Kuchen backen und mehr fehlt es einfach an emotionaler Tiefe. Die gesamte Story plätschert vor sich hin, mal wird hier und da abgebogen, aber dennoch bleibt es glanzlos und das fröhliche Cover eine Täuschung.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

bookreviewsat bookreviewsat

Veröffentlicht am 23.02.2020

Ein Roman mit Charme

Ana ist eine extrem sympathische und authentische Romanfigur, mit der man sich großartig anfreunden kann und sie gerne ein Stück ihres Weges begleitet. Sie hat so ein offenes und angenehmes Wesen, dass ... …mehr

Ana ist eine extrem sympathische und authentische Romanfigur, mit der man sich großartig anfreunden kann und sie gerne ein Stück ihres Weges begleitet. Sie hat so ein offenes und angenehmes Wesen, dass man gerne mit ihr befreundet sein möchte und ihr nur das Allerbeste wünscht. Sie steht vor einigen großen Herausforderungen und ihr Leben nimmt in diesem Buch einige spannende Wendungen. Und natürlich darf auch die Liebe hier nicht zu kurz kommen. Eine tolle Geschichte, mit ganz viel Herz und Charme. Traumhaft schön geschrieben!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

marie12luise marie12luise

Veröffentlicht am 09.02.2020

Leider nicht nach meinem Geschmack.

Ana ist Mutter von Zwillingen und lebt bereits seit vielen Jahren in Köln. Als geborene Serbin hat sie nur ein befristetes Aufenthaltsrecht, welches nun enden soll, da sie arbeitslos sind. Fast hätte sie ... …mehr

Ana ist Mutter von Zwillingen und lebt bereits seit vielen Jahren in Köln. Als geborene Serbin hat sie nur ein befristetes Aufenthaltsrecht, welches nun enden soll, da sie arbeitslos sind. Fast hätte sie einen Job in der Tasche gehabt, welche dann doch geplatzt ist. Der Vater der Zwillinge ist unauffindbar. Bei der Suche nach einer Möglichkeit in Deutschland zu bleiben stehen ihr vorallem ihre Nachbarn Freunde und besonders Peter, Nachbar und Musiklehrer der Zwillinge, zur Seite.
Das Buch hat einen sehr amüsanten aber leichten Schreibstil. Wer sowas mag, ist hier genau richtig. Für mcih persönlich war der Schrreibstil zu einfach. Ich bin es von anderen Büchern einfach anders gewohnt und mag es, wenn sich ein Buch nicht so einfach daher liest.
Außerdem ist meiner Meinung nach das Grundthema um Anas Abschiebung nach Serbien etwas untergangen. Es hat natürlich immer eine Rolle gespielt, aber trotzdem lebte sie mir einfach zu unbeschwert, als wenn das alles garnicht passieren würde. Man hätte das ganze einfach mehr aufgreifen können.
Wer in diesem Buch auf große Überraschungen hofft, ist hier ebenfalls falsch. Es ist von Anfang an doch sehr absehbar, wie das Buch enden wird. Ich persönlich mag es einfach lieber, wenn ein Buch mich schockt, überrascht etc. Aber das ist natürlcih auch nur Geschmackssache.

Fazit: Ich muss sagen, dass dieses Buch einfach nichts für mich ist. Ich verstehe, was meine Mitteilnehmer hier auf Lesejury an dem Buch mochten, allerdings gefiel es mir einfach nicht.
Abschließend kann ich nur sagen: Schaut euch das Buch einfach an und entscheidet dann selbst, ob es etwas für euch ist oder nicht.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Buecherwurm-Elena Buecherwurm-Elena

Veröffentlicht am 09.02.2020

Heiter und tiefgründig

Ana Aboviczs Leben scheint ganz gut zu laufen, sie hat viele Freunde, reizende und musikalisch begabte, elfjährige Zwillinge und sie fühlt sich wohl in Köln-Nippes, auch wenn eigentlich Serbien ihr Heimatland ... …mehr

Ana Aboviczs Leben scheint ganz gut zu laufen, sie hat viele Freunde, reizende und musikalisch begabte, elfjährige Zwillinge und sie fühlt sich wohl in Köln-Nippes, auch wenn eigentlich Serbien ihr Heimatland ist. Das Einzige, was ihr noch fehlt ist ein Job, doch eines Morgens findet sie einen gelben, amtlichen Brief in ihrem Briefkasten, der ihrem jetzigen Leben innerhalb von 28 Tagen ein jähes Ende bereiten würde.
Nach einem Gespräch bei der Ausländerbehörde ist klar, die Abschiebung von ihr und ihren Söhnen Vally und Olly nach Serbien ist rechtmäßig, wenn, …
Ja, wenn sie nicht schnellstmöglich einen Job findet, aber bei schon siebenundsiebzig erfolglosen Bewerbungen schwindet auch diese Hoffnung.
Die zweite Möglichkeit wäre, den Vater der Zwillinge, Udo, finden und zu einem Vaterschaftstest bewegen, aber auch dies gestaltet sich als schwierig, da Udo seit der Geburt der Zwillinge als Hornist durch die Welt reist und Ana nicht weiß, wo genau er steckt.
Die dritte und letzte Möglichkeit wäre ein Mann, doch in der letzten Zeit sah es bei Ana eher mau aus, was dieses Thema betrifft.
Doch Ana lässt sich nicht unterkriegen und kämpft, für sich, die Zwillinge und für ihr Leben in Köln, und dann gibt es da ja noch die echte kölsche Nachbarschaft, die ihr mit Rat und Tat zu Seite steht.

Sylvia Deloy lebt mit ihrer Familie in Köln und bringt mit der Geschichte auch ihre eigene Liebe zu Köln zum Ausdruck. Zeitgleich hat sie es aber auch geschafft, ein sehr vielschichtiges Buch zu schreiben, welches den Leser unterhält und gleichzeitig das Thema Abschiebung und seine Folgen behandelt und dem Leser vor Augen führt, wie dies, gerade für gut integrierte Familien, wie Ana und die Zwillinge, eine existenzbedrohende Tatsache ist.

Die Protagonistin Ana habe ich sofort ins Herz geschlossen, denn sie ist ein sehr fröhlicher, offener und hilfsbereiter Mensch, den man gernhaben muss. Zudem wusste und weiß sie immer was sie will und kämpft dafür. In ihrer Mietergemeinschaft ist sie sehr beleibt und engagiert sich, zum Beispiel bei gemeinsamen Fußballabenden im Garten des Hauses.
Die Zwillinge Vally und Olly mag ich persönlich sehr gerne, sie sind zwei aufgeweckte Jungs, die gerne mit ihren Freunden Fußball spielen, aber auch das Klavierspielen über alles lieben. Darüber hinaus besitzen die beiden ein Talent, auch so mancher ernsten Situation Humor zu verleihen.
Unbedingt erwähnt werden muss auch die Vasa-Torte nach dem Rezept von Oma Liljana, die eine nicht ganz Unwichtige Rolle in der Geschichte einnimmt. Beim Lesen wächst das Verlangen nach einem leckeren Stück Vasa-Torte zum Buch definitiv.

Sylvia Deloys Schreibstil ist sehr ansprechend und unterhaltsam, außerdem möchte man gar nicht mehr aufhören zu lesen, wenn man einmal angefangen hat. Man fiebert mit Ana, durchlebt sowohl Höhen und Tiefen mit ihr, auch gerade, weil ihre Gedanken und Emotionen sehr detailreich beschrieben werden.
Zum Ende hin gibt es auch noch die ein oder andere kleine, überraschende Wendung, die vorher nicht abzusehen war, dem Roman fehlt es nicht an Spannung.

Ein besonderes Merkmal des Romans ist sein Bezug zu Köln. Viele kölsche Traditionen und Gewohnheiten sind in die Geschichte eingebaut, wie kölsche Lieder, der Karneval und die Kölner Lichter. Gerade für Leser aus der Region, die mit alle dem vertraut sind, macht es Spaß den Roman zu lesen und sich vielleicht an der ein oder anderen Stellen wiederzuentdecken.

Insgesamt würde ich das Buch unbedingt weiterempfehle, da es auf der einen Seite sehr gut unterhält, aber auf der anderen Seite auch tiefgründig ist und ein mitunter aktuelles Thema gekonnt aufbereitet.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Samtpfote Samtpfote

Veröffentlicht am 08.02.2020

Unterhaltsam und kurzweilig aber eher vorhersehbar

Inhalt:
Anas drohende Abschiebung nach Serbien hängt wie ein Damoklesschwert über ihr und ihren Zwillingen. Die kleine Familie, die doch in Köln so wunderbar integriert ist, wird wohl bald des Landes verwiesen, ... …mehr

Inhalt:
Anas drohende Abschiebung nach Serbien hängt wie ein Damoklesschwert über ihr und ihren Zwillingen. Die kleine Familie, die doch in Köln so wunderbar integriert ist, wird wohl bald des Landes verwiesen, weil Ana einfach keinen Job findet. Der Kindsvater, der als Hornist durch die ganze Welt reist und sich seit jeher aus jeglicher Verantwortung gezogen hat, ist auch keine grosse Hilfe. Doch der Klavierlehrer der Zwillinge, Anas beste Freundin Ella und die vielen Nachbarn aus ihrem Wohnblock nehmen Anas Glück in die Hand und stehen mit Rat und Tat zur Seite.

Meine Meinung:
Der Februar ist bei mir buchtechnisch nicht ganz so gut gestartet und ich kam bei vielen Büchern - ich lese ja immer parallel - nicht so richtig vom Fleck, weshalb ich dann schliesslich "Das Glück ist zum Greifen da" als leichte Lektüre zwischengeschoben habe. Das hat wunderbar geklappt und das humorvolle - wenn auch total vorhersehbare Buch - hat mich gut unterhalten. Besonders gut gefallen haben mir der lockere Schreibstil, die Dialoge und der liebevolle Bezug zu Köln, sowie die Verarbeitung einiger eher ernster Themen. Weniger toll fand ich, dass so gar keine Überraschungen anzutreffen waren und dass dieses Buch ohne grosse Umschweife zum Ziel führt. Dass es dabei aber sehr kurzweilig ist, relativiert diesen Aspekt wieder ein wenig.

Schreibstil:
Das Buch liest sich nur so weg und es werden auch ernste Themen intensiv verarbeitet. Obwohl handlungsmässig für keinerlei Überraschungen gesorgt worden ist, wird mit liebevollen Details erzählt. Deloys Liebe zu Köln und zum Erzählen ist in jedem Abschnitt spürbar. Die schrägen und auch sehr charmanten Nebenfiguren sorgen für eine Wohlfühlatmosphäre, Anas Angst vor der Abschiebung, ihre gesamten Existenzängste und die enge Beziehung zu ihren Kindern werden einfühlsam geschildert. Genau so wie die Hilfsbereitschaft der Nachbarn und Freunde, was mir persönlich sehr gut gefallen hat.

Meine Empfehlung:
Wer sich nicht daran stört, dass ein Buch vor allem mit der Atmosphäre und der liebevollen Erzählsprache punktet, inhaltlich aber nicht sehr originell daherkommt, ist mit "Das Glück ist zum Greifen da" sicher sehr gut beraten. Aus der Masse an unterhaltsamer Literatur herauszustechen vermag das Buch aber nicht wirklich, weshalb es in den offenen Bücherschrank wandern und sicher bei weiteren Leser*innen für kurzweilige Lesestunden sorgen wird.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Sylvia Deloy

Sylvia Deloy - Autor
© Sergej Maingardt

Sylvia Deloy, Jahrgang 1967, wuchs in einer kleinen Stadt in Niedersachsen auf. Sie studierte Kommunikationswissenschaft, Germanistik und Marketing und arbeitete danach als Redakteurin und Autorin für unterschiedliche TV-Sendungen. Sie schrieb Drehbücher und Skripte für Comedy-Serien und erhielt 1999 gemeinsam mit einer Co-Autorin den zweiten Preis des Sat.1-Drehbuch-Wettbewerbs. 2011 veröffentlichte sie ihren ersten Liebesroman für Jugendliche mit dem Titel Sterne, Stress und …

Mehr erfahren

Sprecherin

Claudia Gahrke

Claudia Gahrke - Sprecher
© Christian Beier

Claudia Gahrke blickt auf zahlreiche Hörbücher und Hörspielrollen zurück. Lesungen mit Transitraum Else führten sie nach Stockholm, London, New York und Los Angeles. 2017 war sie für den Deutschen Kinderhörbuchpreis nominiert.

Mehr erfahren
Alle Verlage