Someone New
 - Laura Kneidl - Hörbuch

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11,99

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (Download)
New Adult
450 Minuten
Altersempfehlung: ab 14 Jahren
ISBN: 978-3-8387-8907-1
Ersterscheinung: 28.01.2019

Someone New

Gelesen von Carolin Sophie Göbel

(266)

"Ich mache mir ständig Gedanken darum, was andere Menschen von mir denken. Wen sie in mir sehen. Aber nicht bei dir. Bei dir kann ich ganz ich selbst sein."

Als Micah auf ihren neuen Nachbarn trifft, kann sie es nicht glauben: Es ist ausgerechnet Julian, der wenige Wochen zuvor ihretwegen seinen Job verloren hat. Micah fühlt sich schrecklich, vor allem, weil Julian kühl und abweisend zu ihr ist und ihr nicht mal die Gelegenheit gibt, sich zu entschuldigen. Doch gleichzeitig fasziniert Micah seine undurchdringliche Art, und sie will ihn unbedingt näher kennenlernen. Dabei findet sie heraus, dass Julian nicht nur sie, sondern alle Menschen auf Abstand hält. Denn er hat ein Geheimnis, das die Art, wie sie ihn sieht, für immer verändern könnte …

Rezensionen aus der Lesejury (266)

Buecher_Panda Buecher_Panda

Veröffentlicht am 15.11.2019

Zu viel Graphic Novel zu wenig Handlung

Micah fällt aus allen Wolken. Ihr Nachbar ist niemand anderes als Julian, der wegen ihr seinen Job als Kellner verloren hat. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich mit allen Mitteln bei ihm zu entschuldigen. ... …mehr

Micah fällt aus allen Wolken. Ihr Nachbar ist niemand anderes als Julian, der wegen ihr seinen Job als Kellner verloren hat. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, sich mit allen Mitteln bei ihm zu entschuldigen. Gleichzeitig sucht sie nach ihrem Bruder Adrian, der von ihren reichen Eltern vor die Tür gesetzte wurde.

Das Cover von _Someone new_ sieht toll aus! Ein richtiger Eye catcher.

Der Schreibstil von Laura Kneidl ist wie aus ihren vorigen Werken fantastisch!

Leider mag ich die Protagonistin Micah überhaupt nicht. In der gesamten Geschichte konnte ich nicht mit ihr warm werden. Sie verachtet ihre Eltern für ihre Ansichten bezüglich gewisser Themen gibt aber ihr Geld mit vollen Händen aus. Sie kommt nicht auf die Idee sich einen Job zu suchen, sondern macht es sich bequem. Generell finde ich sie sehr verzogen und egoistisch. Ich kann Adrian verstehen, wieso er ihr von nichts erzählt hat. Sie respektiert auch ganz oft die Grenzen und Entscheidungen von anderen Menschen nicht. Hauptsache Micah bekommt, was sie will.

Julian fand ich als Charakter ganz gut. Er arbeitet hart und lässt sein Ziel nicht aus den Augen. Sein Geheimnis kommt erst zum Schluss ans Licht, obwohl es zahlreiche Hinweise gab.

Mir persönlich nahmen auch Micahs Graphic Novels und die Cosplay Thematik zu viel Raum ein.

Es ist auch ewig in dem Roman nichts passiert. Die ersten 150 Seiten waren deshalb ziemlich langweilig und teilweise auch sehr zäh.

Gut finde ich die Thematik des Romans an sich. Das Thema ist wichtig und wurde in der Unterhaltungsliteratur kaum genutzt.

*Fazit*

Insgesamt konnte mich _Someone new_ nicht überzeugen. Der Hype um den Roman hat mich nicht mitreißen können. Dafür mochte ich zu wenig an dem Roman.



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rosegoldandbooks rosegoldandbooks

Veröffentlicht am 13.11.2019

Eich wichtiges Thema, aber...

...an der Umsetzung scheiterte es, meiner Meinung nach, ein wenig.

Aber erst einmal zum Inhalt: Micah lebt ein Leben von dem viele träumen. Ihre Eltern sind wohlhabend und würden ihr jeden Wunsch erfüllen, ... …mehr

...an der Umsetzung scheiterte es, meiner Meinung nach, ein wenig.

Aber erst einmal zum Inhalt: Micah lebt ein Leben von dem viele träumen. Ihre Eltern sind wohlhabend und würden ihr jeden Wunsch erfüllen, würde sie sich nur ihren Wünschen anpassen. Doch genau das will sie nicht.
Als sie schließlich in ihre neue Wohnung zieht, will sie sich von all diesen Altlasten befreien. Doch ihr Nachbar ist ausgerechnet Julian, der auf einer Feier ihrer Eltern seinen Job wegen Micah verloren hat.
Julian ist kalt und abweisend zu ihr, auch als sie sich zu entschuldigen versucht. Doch Micah lässt nicht locker, zu sehr ist sie von seiner unterkühlten und undurchdringbaren Art fasziniert. Sie will hinter seine Maske blicken - etwas, das Julian um jeden Preis verhindern will.

Das Cover ist der absolute Wahnsinn. Ich habe selten ein so schönes Buch gesehen.
Auch der Schreibstil gefällt mir. Ich bin ein großer Laura Kneidl Fan und mag ihre Art Geschichten in Wörter zu verpacken wirklich gerne. Ich habe mich leicht in die Geschichte eingefunden. Aber...

Ab jetzt möchte ich eine Warnung aussprechen: es gibt *Spoiler* !

Das Thema ist wichtig. So unglaublich wichtig. Ich finde es gut und schon längst überfällig, dass mehr Diversität in die Welt der New Adult Romane gebracht wird. Denn vielleicht kann man so dazu beitragen, dass auch unsere Welt ein wenig toleranter und offener wird.
Hier kommt nun aber mein großes Aber. Ich bin der festen Überzeugung, dass Liebe Grenzen überwinden kann und dass Micah Julians Enthüllung akzeptieren und tolerieren und ihn lieben kann. Dennoch ist das eine Enthüllung, die auch für Micah einiges verändert. Eine Enthüllung, die auch ein wenig Verdauungszeit braucht. Und davon hätte ich mir mehr gewünscht. Ich hätte gerne mehr von Micahs Gedanken gehabt. Mir war der Sprung einfach zu schnell. Ich hätte es gerne ein wenig reflektierter gehabt, die Entscheidung. Ich denke, dann hätte sie auch noch mehr gewogen.

Mir waren auch einige andere Beziehungen etwas zu stereotyp, wie zum Beispiel Cassie und Auri. Die erste Darstellung war mir einfach ein bisschen zu aufgezwungen und gewollt. (Aber ich lasse mich gerne eines besseren belehren und werde Someone Else eine Chance geben ;-) ). Das gilt auch ein wenig für die Eltern.

Mein Fazit:

Das Buch thematisiert wichtige Aspekte. Es ist eine Liebesgeschichte, die über das klassische Bild hinausgeht und eine wunderschöne Moral von Toleranz und Liebe in sich trägt. An mancher Stelle hätte ich aber gerne mehr Reflexion gehabt, um der Geschichte noch mehr Gewicht zu geben.

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wortmacht wortmacht

Veröffentlicht am 12.11.2019

überraschend

niemals hätte ich gedacht, dass dieses buch ein so wichtiges thema behandelt! ohne spoilern zu wollen, aber habt ihr jemals ein buch gelesen, was dieses thema in sich hat? ich nicht.
ab und zu habe ich ... …mehr

niemals hätte ich gedacht, dass dieses buch ein so wichtiges thema behandelt! ohne spoilern zu wollen, aber habt ihr jemals ein buch gelesen, was dieses thema in sich hat? ich nicht.
ab und zu habe ich dieses buch echt liegen gelassen, weil mich der schreibstil und die handlung bis zu einem bestimmten punkt einfach nicht gepackt hat.. nachdem aber etwas von julian und micah abgewichen und ein klitzekleines bisschen mehr fokus auf die mitbewohner gelegt wurde, hat sich irgendwas geändert - und ich war gefangen! die orte und die entsprechenden szenarien (die szene vom geburtstag im wald!!!!) wurden so farbenprächtig und mit wenig worten aussagekräftig beschrieben, dass ich mich sofort dort wiedergefunden habe. der kleine twist (neben dem GROSSEN!) mit micahs bruder war dramatisch, aufregend und ergreifend. auch gefielen mir die charaktere ausgesprochen gut, sie waren sehr unterschiedlich, passten aber dennoch perfekt zueinander - die autorin hatte es am ende geschafft, dass man sich wie ein teil dieser clique fühlte.

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Stephie2309 Stephie2309

Veröffentlicht am 08.11.2019

überaus empfehlenswert, allerdings nichts für ignorante oder engstirnige Leute

Someone New ist ein ungewöhnlicher New Adult Roman, den man beim noch Lesen großartig findet, der einen im Nachhinein dann jedoch etwas zwiegespalten zurücklässt, je länger man über verschiedene Aspekte ... …mehr

Someone New ist ein ungewöhnlicher New Adult Roman, den man beim noch Lesen großartig findet, der einen im Nachhinein dann jedoch etwas zwiegespalten zurücklässt, je länger man über verschiedene Aspekte der Geschichte nachdenkt.
Das Buch beschäftigt sich zweifellos mit einer sehr wichtigen Thematik und man bewundert Laura Kneidl dafür, dass sie sich diesem schwierigen Thema angenommen hat. Insgesamt kommt es am Ende aber leider viel zu kurz und wird auf einigen wenigen Seiten abgehandelt, obwohl es viel mehr Raum benötigt und verdient hätte. Unglücklicherweise wäre bereits die bloße Benennung ein massiver Spoiler, sodass man an dieser Stelle verschweigen muss, worum es eigentlich geht, was überaus schade ist. Doch man kann wohl zumindest verraten, dass die Autorin damit für mehr Vielfalt und Toleranz wirbt.

Die selbstbewusste, Graphic Novel liebende Protagonistin Micah löst beim Leser ebenfalls zwiespältige Gefühle aus, wodurch man so seine Probleme mit ihr hat. Dank der Ich-Perspektive kann man Micahs Gedanken und Gefühle in der Regel zwar nachvollziehen und ihre Reaktionen verstehen, auch wenn man selbst vielleicht völlig anders mit bestimmten Situationen umgehen würde, das führt aber nicht zwingend dazu, dass man ihr Verhalten gutheißt oder für gerechtfertigt hält.

Einerseits ist sie durchaus sympathisch, obschon sie in gewisser Weise eine verwöhnte, reiche Prinzessin ist, die sich bis zum Verschwinden ihres Bruders nie über irgendetwas ernsthaft Sorgen machen musste, vor allem nicht in finanzieller Hinsicht. Doch in Wahrheit verabscheut sie diese oberflächliche High Society Welt und nimmt nur ihren Eltern zuliebe notgedrungen an einigen Veranstaltungen teil. In ihrer Freizeit trägt sie lieber Jeans und Shirts mit Comic-Aufdrucken statt teurer Designer-Kleider und studiert trotz ihrer Yale-Zusage gern am örtlichen College, um in der Nähe von Adrian zu bleiben, den sie weiterhin in ihrer Heimatstadt vermutet. Sie erhält nie eine Antwort, dennoch schreibt sie ihrem Bruder jeden Tag Nachrichten und hält an seinen Lieblingsplätzen immer wieder Ausschau nach ihm.

Manchmal denkt Micah mehr an andere als an sich selbst und versucht deshalb es Menschen recht zu machen, die gar nicht merken, was für ein Opfer sie damit bringt. Sie hängt sehr an ihrem Bruder und macht sich große Sorgen um ihn, gleichzeitig ist sie allerdings auch wütend auf ihn, weil er sich ihr nicht anvertraut und zu ihr ebenfalls den Kontakt abgebrochen hat. Sie ist hin und her gerissen zwischen der Liebe zu ihren Eltern, deren Verhalten sie natürlich ablehnt, die sie aber trotzdem liebt, und der Liebe zu Adrian und hat ein schlechtes Gewissen, weil sie das Geld ihrer Eltern nach wie vor annimmt. Sie versucht ihre Eltern zum Umdenken zu bewegen und die Familie wieder zu vereinen, so hoffnungslos dieses Unterfangen dem Leser erscheinen mag. Sie steht sogar zu ihren finstersten Gedanken bzw. scheut sie sich nicht davor diese offen zuzugeben, wenngleich sie sich dafür schämt.

Die gleiche, schonungslose Offenheit verlangt sie mitunter jedoch von den Menschen, die ihr etwas bedeuten. Da sie selbst keine Geheimnisse vor ihnen haben will, gesteht sie ihnen nicht zu welche vor ihr zu haben. Diese Einstellung ist überaus problematisch. Auch in einer Beziehung sollte man noch Geheimnisse haben dürfen, insbesondere wenn man sich erst seit ein paar Wochen kennt.

Andererseits ist Micah dadurch also gelegentlich sehr aufdringlich und kann es in bestimmten Situationen einfach nicht gut sein lassen. Sie meint es zwar nur gut, ist aber zu verbissen, bohrt zu viel nach und versteift sich viel zu sehr auf eine Theorie, für die es allenfalls vage Anhaltspunkte gibt. Ihre Ungeduld ist irgendwo verständlich, führt jedoch zu völlig überzogenen Reaktionen und Schlussfolgerungen. Sie setzt Julian mehrfach stark unter Druck und gibt ihm nicht die Zeit, die er ganz offenkundig braucht. Dass sie Gefühle für einander haben, ist unverkennbar, doch darüber sollte man nicht vergessen, dass sie sich im Grunde noch gar nicht so lange kennen und echtes Vertrauen nun einmal nicht von heute auf morgen entsteht.

Jeder hat sein eigenes Tempo, aber Micah respektiert Julians weniger rasantes Tempo nicht und verkennt, dass Vertrauen nicht mit hundertprozentiger Ehrlichkeit gleichzusetzen ist. Außerdem unterstellt sie Julian, dass seine Angst davor sein Geheimnis zu enthüllen größer sei als seine Gefühle für sie, dabei hat das eine nicht zwingend etwas mit dem anderen zu tun. Seine Befürchtungen sind zudem mehr als nachvollziehbar, schließlich hat er diesbezüglich in der Vergangenheit nur schlechte Erfahrungen gemacht. Seine Gefühle für Micah sind deshalb jedoch nicht weniger aufrichtig.

Julian ist zu Beginn sehr verschlossen. Man weiß anfangs nur, dass er viel arbeitet, für sein Architektur-Studium brennt und irgendein Geheimnis hat bzw. etwas aus seiner Vergangenheit ihn stark belastet. Er hat viele, hohe Mauern um sich herum errichtet, die Micah mit der Zeit langsam zum Einsturz bringt, wodurch man ihn letztlich besser kennen lernt und lieb gewinnt. Er ist kein Mann der vielen Worte, macht aber mit sehr liebenswerten Gesten deutlich, wie viel er trotz seiner Geheimnisse für Micah empfindet.

Die beiden sind im Grunde ein wirklich tolles Paar und ergänzen sich gut. Micah bringt eine neue Seite an Julian zum Vorschein, was seine Mitbewohner Cassie und Auri sofort bemerken. Man sieht gern dabei zu, wie sie einander näher kommen und die langsame Entwicklung ihrer Beziehung wirkt sehr authentisch. Aus Nachbarn werden erst Freunde, dann Liebende und der dazugehörige Prozess ist stets nachvollziehbar. Zu Problemen kommt es erst als Micah Julian, wie schon beschrieben, zu sehr bedrängt sich ihr zu öffnen, worauf er mit Flucht reagiert.

Dafür, dass sie Julian in einer schweren Zeit ohne zu zögern beisteht sowie für ihre Reaktion auf sein Geständnis, muss man sie wiederum lieben. Etwas enttäuschend ist insofern allerdings die eher unrealistische Umsetzung. Mit dem Ergebnis ist man absolut einverstanden – die große Enthüllung ändert nichts an dem Bild, das man als Leser von Julian hat – Micah gelangt jedoch viel zu schnell zu dieser Erkenntnis und bleibt unwahrscheinlich gelassen. Auch ein toleranter Mensch dürfte wohl mehr als ein paar Minuten und einige wenige Antworten brauchen, um dieses neue Wissen zu verarbeiten.

Ob oder wie schnell man Julians Geheimnis als Leser durchschaut, hängt vermutlich davon ab, wie gut man sich mit gewissen Umständen auskennt. Das Lesevergnügen wird aber selbst dann nicht getrübt, wenn man von Anfang an Bescheid weiß. Viel wichtiger ist nämlich Micahs Reaktion darauf und darüber kann man lediglich Vermutungen anstellen. Unerfreulich ist hingegen, dass der Roman mehr oder weniger mit der Lüftung des Geheimnisses bzw. der Bestätigung des bis dahin gefassten Verdachts endet, danach also nur noch wenige Seiten folgen. An dieser Stelle wurde eindeutig Potenzial verschenkt und nicht genug auf ein ausgewogenes Verhältnis geachtet. Etwas versöhnlich stimmt einen hingegen der schöne Epilog, der knapp ein halbes Jahr später spielt und einen kleinen Ausblick auf die Zukunft der liebgewonnenen Protagonisten und Nebencharaktere gewährt.

Apropos Nebencharaktere: Alle Figuren sind total unterschiedlich und vielseitig – bei Laura Kneidl wird Diversität auf jeden Fall großgeschrieben. Darüber hinaus bleiben sie nicht nur blasses Beiwerk, sondern man lernt sie alle, im Rahmen des Möglichen, etwas besser kennen. Damit zeigt die Autorin auf wunderbare Weise wie facettenreich Menschen eben sind. Da der Roman hauptsächlich von Micah und Julian handelt, geht sie im Hinblick auf die Nebenfiguren natürlich nicht zu sehr auf deren Probleme ein, doch sie sind nicht völlig unwichtig. Im wahren Leben kümmert man sich immerhin auch nicht ständig nur um sich selbst, wenn man Freunde oder Verwandte hat, in deren Leben ebenso wenig alles glatt läuft wie im eigenen.

Leider sind, was erneut der Realität entspricht, nicht alle Menschen so liebenswert und verständnisvoll wie Julians Mitbewohner Auri und Cassie. Micahs und Adrians Eltern sind herablassend, snobistisch, furchtbar starrköpfig und überaus rückständig in ihrem Denken. Das Ansehen ihrer Familie scheint ihnen wichtiger zu sein als das Wohl ihrer Kinder, die sie von einem Tag auf den anderen aus ihrem Leben verbannen, wenn sie sich nicht so verhalten, wie sie es von ihnen erwarten bzw. verlangen. Im Vergleich zu Julians Mutter sind sie aber tatsächlich noch harmlos – traurigerweise. Julians Mutter verhält sich ihrem Sohn gegenüber unfassbar grausam und herzlos. Dafür fehlt einem als Leser jedes Verständnis und man fragt sich ernsthaft, wie man seinem eigenen Kind nur so viel Hass entgegen bringen kann und warum sie sich dann überhaupt die Mühe macht Julian am Telefon über bestimmte Ereignisse in Kenntnis zu setzen.

Der Schreibstil der Autorin lässt sich wie gewohnt angenehm und flüssig lesen. Trotz der vielen Seiten findet man die Geschichte nie langatmig und hat das Buch relativ schnell gelesen, weil man es einfach nicht aus der Hand legen mag, selbst als man der Enthüllung von Julians Geheimnis anfangs noch nicht so entgegen fiebert wie zum Schluss. Die gesamte Handlung wird ausschließlich aus der Sicht von Micah geschildert, sodass es leider keine Szenen aus Julians Perspektive gibt, was vermutlich dazu dienen sollte sein Geheimnis zu wahren. Der Roman enthält zahlreiche, tolle Popkultur-Anspielungen und oftmals zweideutige, um nicht zu sagen anzügliche, Dialoge zwischen Julian und Micah, wenn sie gerade miteinander flirten. Dem Genre entsprechend gibt es zum Ende hin zwei erotische Szenen, von denen eine gut gelungen ist, die andere in genau dem Moment allerdings ein wenig überstürzt wirkt.

Die Geschichte von Julian und Micah ist am Ende abgeschlossen, das Warten auf die Fortsetzung fällt einem daher nicht ganz so schwer. Lesen wird man sie aber auf jeden Fall, denn sowohl Auri als auch Cassie sind unheimlich liebenswert und genau wie Micah ist man als Leser der Meinung, dass sie einfach zusammen gehören.

*FAZIT*
Someone New ist zwar nicht perfekt und weist hier und da ein paar Schwächen auf, die sich auf die Bewertung auswirken, im Ergebnis überwiegen die positiven Aspekte jedoch die negativen. Die einmalige Liebesgeschichte von Micah und Julian ist daher trotz aller Kritikpunkte überaus empfehlenswert, allerdings nichts für ignorante oder engstirnige Leute.

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katharia katharia

Veröffentlicht am 01.11.2019

Positive Überraschung!

Bei Someone New war ich anfangs echt skeptisch, wegen des Hypes und all den unterschiedlichen Meinungen.
Letztendlich war es ein wunderbares Leseerlebnis mit authentischen und sympathischen Charakteren ... …mehr

Bei Someone New war ich anfangs echt skeptisch, wegen des Hypes und all den unterschiedlichen Meinungen.
Letztendlich war es ein wunderbares Leseerlebnis mit authentischen und sympathischen Charakteren sowie unheimlich wichtigen Thematiken.
Auf den Plottwist bin ich nicht bis zum Ende hereingefallen, aber das hat das Leseerlebnis nicht weniger schön gemacht.

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Autorin

Laura Kneidl

Laura Kneidl - Autor
© Olivier Favre

Laura Kneidl schreibt Romane über alltägliche Herausforderungen, phantastische Welten und die Liebe. Sie wurde 1990 in Erlangen geboren und studierte Bibliotheks- und Informationsmanagement in Stuttgart. Inspiriert von ihren Lieblingsbüchern begann sie 2009 an ihrem ersten eigenen Roman zu arbeiten. Nach einem längeren Aufenthalt in Schottland lebt die Autorin heute in Leipzig, wo ihre Wohnung einer Bibliothek ähnelt. Sie ist auf Instagram und Twitter (@laurakneidl) aktiv und tauscht sich …

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Sprecherin

Carolin Sophie Göbel

Carolin Sophie Göbel - Sprecher
© Patrick Dollmann

Die gebürtige Koblenzerin Carolin Sophie Göbel ist Schauspielerin sowie Synchron- und Hörbuchsprecherin. Ihre Schauspielengagements führten sie nach Stuttgart, Leipzig und Frankfurt, wo sie u. a. als »Luise« in Kabale und Liebe und als »Hermia« im Sommernachtstraum zu sehen war. Als Sprecherin leiht sie ihre Stimme regelmäßig der Augsburger Puppenkiste, 3sat und dem ZDF. 2016 wurde sie für ihre Arbeit von Audible mit dem Hörbuch-Nachwuchssprecher-Preis ausgezeichnet.

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