Café Engel - Schicksalhafte Jahre
 - Marie Lamballe - Hörbuch

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11,99

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (Download)
Saga
436 Minuten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8387-9054-1
Ersterscheinung: 28.06.2019

Café Engel - Schicksalhafte Jahre

Teil 2
Gelesen von Irina Scholz

(7)

Wiesbaden, 1951. Das Café Engel hat Konkurrenz bekommen. Neben dem Traditionscafé der Familie Koch hat sich das modernere Café König niedergelassen. Während Hilde Koch vergeblich versucht, ihre Eltern von einer Modernisierung des Cafés zu überzeugen, droht auch ihre hart erkämpfte große Liebe zu scheitern. Um das Glück ihres Bruders August steht es nicht besser. Nach seiner Rückkehr aus russischer Kriegsgefangenschaft fällt seine Wahl ausgerechnet auf eine junge Russin, deren Ankunft die Familie zu spalten droht …

Rezensionen aus der Lesejury (7)

tigerbea tigerbea

Veröffentlicht am 05.09.2019

Einfach empfehlenswert

Im Jahre 1951 wird in ganz Wiesbaden gebaut und modernisiert. Auch Hilde möchte das Café Engel moderner und heller gestalten, denn direkt nebenan hat die Konkurrenz ein modernes Café eröffnet und die Kunden ... …mehr

Im Jahre 1951 wird in ganz Wiesbaden gebaut und modernisiert. Auch Hilde möchte das Café Engel moderner und heller gestalten, denn direkt nebenan hat die Konkurrenz ein modernes Café eröffnet und die Kunden sind begeistert. Nur die Eltern wollen in ihren Plan nicht einwilligen. Heinz und Else Koch hängen an der "guten alten Zeit". Dabei könnte alles so schön sein: Hildes Brüder sind aus dem Krieg zurückgekommen. Wilhelm sucht seinen Weg als Schauspieler und feiert dabei große Erfolge - besonders bei den Frauen. Sein Bruder August hat mit den Erinnerungen aus dem Krieg zu kämpfen. Er verliebt sich ausgerechnet in Swetlana, eine junge Russin. Daß diese Liebe seine Familie in Konflikte bringen wird, ist ihm sofort klar. Er ist bereit, für seine Liebe zu kämpfen. Auch Hilde muß für ihre Liebe kämpfen, denn ihr Ehemann Jean-Jacques ist mit seiner Rolle in der Familie und im Cafe unzufrieden. Er hat eigene Pläne und will sie unbedingt in die Tat umsetzen.

So steht den Mitgliedern der Familie Koch eine turbulente Zeit bevor. Werden sie auch diese Prüfungen gemeinsam überstehen?

Der zweite Teil der Serie um die Familie Koch und ihr Cafe Engel ist wieder sehr unterhaltsam. Das Buch ist ein Fenster in die Nachkriegszeit. Die Aufbruchstimmung der 50er Jahre ist deutlich spürbar. Es ist wenig Platz für Leute, die an den alten Zeiten hängen. Da sind Konflikte vorprogrammiert. Die Geschichte zeigt aber auch, wie wichtig es ist, eine intakte Familie und gute Freunde zu haben. Da kann man streiten und auseinander gehen, Hauptsache man findet später wieder einen Weg zurück und kann vergeben.
Dieses Buch ist in einer so herzlichen Art geschrieben, da kann man keiner Person böse sein. Selbst wenn sie noch so im Unrecht ist, man findet immer eine Seite an ihr, die dann auch wieder Verständnis beim Leser auslöst. Am Ende hat man die ganze Familie und ihre Freunde ins Herz geschlossen und ist gespannt, was die Zukunft für sie alle bringen wird.

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leseratte1310 leseratte1310

Veröffentlicht am 18.08.2019

Familie Koch und ihr Café Engel

Inzwischen haben wir das Jahr 1951. In Deutschland geht es langsam wieder voran. Das spürt auch die Familie Koch, doch dann wird nebenan das Café König eröffnet. Die Kundschaft wandert zur Konkurrenz ab. ... …mehr

Inzwischen haben wir das Jahr 1951. In Deutschland geht es langsam wieder voran. Das spürt auch die Familie Koch, doch dann wird nebenan das Café König eröffnet. Die Kundschaft wandert zur Konkurrenz ab. Hilde möchte auch gerne modernisieren, aber ihre Mutter will nicht. Da braucht es Überzeugungsarbeit. Dazu gibt es auch noch Spannung zwischen Hilde und ihrem Mann Jean Luc. August, Hildes Bruder, verliebt sich ausgerechnet in eine Russin und das obwohl er in russischer Kriegsgefangenschaft war. Auch Wilhelm, der andere Bruder, hat die Kriegserfahrungen noch nicht verarbeitet und auch er verliebt sich.

Dies ist der zweite Teil einer Trilogie um das Café Engel. Wir lernen die Geschichte aus unterschiedlichen Perspektiven kenne. Die Kapitel sind entsprechend beschriftet und mit der zeit versehen.

Der Schreibstil ist sehr schön und flüssig zu lesen.

Die Charaktere sind gut und individuell ausgearbeitet. Zu den bekannten Personen kommen neue hinzu. Hilde liebt das Café und setzt sich wirklich dafür ein. Sie möchte aber auch bestimmen, wo es lang geht, und trifft manchmal auf Widerstand. Ich werde immer noch nicht wirklich warm mit ihr. Jean Luc hat eigene Pläne, was Hilde nicht besonders gefällt.

Mir hat die Fortsetzung der Geschichte um das Café Engel gut gefallen.

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Dreamworx Dreamworx

Veröffentlicht am 20.07.2019

Die Familienbande des Café Engel

1951 Wiesbaden. Nachdem der Zweite Weltkrieg kehrt in Deutschland langsam wieder Normalität ein. Das schließt auch das Café Engel im Kurviertel mit ein, denn nach und nach füllt es sich wieder mit Gästen, ... …mehr

1951 Wiesbaden. Nachdem der Zweite Weltkrieg kehrt in Deutschland langsam wieder Normalität ein. Das schließt auch das Café Engel im Kurviertel mit ein, denn nach und nach füllt es sich wieder mit Gästen, die sich dort wohl fühlen. Hilde Koch, der das Café Engel gehört, bekommt mit dem Café König unmittelbare Konkurrenz, was sie unter Druck setzt. Es muss unbedingt eine Modernisierung her, damit die Gäste nicht fernbleiben. Aber ihre Eltern sind davon gar nicht begeistert, und ihr Ehemann Jean Luc hat eigene Pläne, die in der Ehe für einigen Zündstoff sorgen. Währenddessen müssen die beiden Koch-Brüder August und Wilhelm erst einmal ihre Kriegserfahrungen verdauen. Gleichzeitig wandern sie auf Freiersfüßen, denn beide haben sich verliebt. Wird es ihnen gelingen, in den Hafen der Ehe einzulaufen, oder macht die Familie ihnen einen Strich durch die Rechnung?
Marie Lamballe hat mit „Café Engel – Schicksalhafte Jahre“ den zweiten Band ihrer Café Engel-Serie vorgelegt, der den Leser nun in die 50er Jahre entführt, um erneut im Café Platz zu nehmen und den Protagonisten bei ihren unterschiedlichen Aktivitäten zuzusehen. Der Schreibstil ist flüssig-locker, die Seiten fliegen dahin, während der Leser sich innerhalb der Koch-Familie bewegt und alles in sich aufsaugt. Mit kleinen Hinweisen aus dem ersten Band füllt die Autorin Erinnerungslücken des Lesers auf, um schnell die Zusammenhänge kombinieren zu können. Die Geschichte wird durch wechselnde Perspektiven der Protagonisten erzählt, so bekommt der Leser einen guten Gesamteindruck über die jeweilige Gedanken- und Gefühlswelt sowie in die jeweiligen Lebenspläne. Die Autorin lässt mit geschickter Hand die Familienmitglieder nebst Anhang miteinander agieren und zeichnet das Bild einer typischen Unternehmerfamilie, wobei die älteren nicht loslassen können und die jüngeren den Kopf voller Pläne haben, alles zu verändern. Natürlich lässt die Autorin den Leser auch diesmal mit den Protagonisten einige Reisen antreten, die sie sehr farbenfroh und bildreich zu beschreiben weiß und die Lektüre zudem kurzweilig wirken lässt, was in diesem Band im Vergleich zum Vorgänger wesentlich besser gelungen ist.
Das Zusammentreffen mit den Charakteren fühlt sich sofort vertraut an, wobei sie sich natürlich aufgrund der Zeitspanne weiterentwickelt haben. Sie wirken realitätsnah und strahlen diesmal mehr Wärme aus. Else ist zusammen mit Ehemann Heinz die graue Eminenz des Cafés, sie lässt sich nicht so gern das Heft aus der Hand nehmen, aber die neue Generation hat andere Vorstellungen, was ihr ganz schön zu schaffen macht. Hilde ist immer noch eine recht unnahbare Frau, die sehr ehrgeizig ist und wenig Rücksicht nimmt auf andere, wenn es um die Ausführung ihrer Vorstellungen geht. Aber dann wieder gibt es Momente, wo sie einem mit ihrer offenen Art und einer Warmherzigkeit regelrecht ans Herz wächst. Auch August, Wilhelm, Jean Luc und einige andere tragen mit ihren Episoden zur Handlung bei und hinterlassen beim Leser ein familiäres Gefühl.
„Café Engel – Schicksalhafte Jahre“ ist ein gelungenes Wiedersehen mit altbekannten Protagonisten sowie der weiteren Entwicklung in Bezug auf das Café vor der Kulisse Nachkriegsdeutschlands. Dieser Band ist wesentlich kompakter und unterhaltsamer als Teil eins, so dass man als Leser nun sehr neugierig auf den Abschluss ist. Verdiente Leseempfehlung für alle, die Familiengeschichten vor historischer Kulisse lieben.

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KimVi KimVi

Veröffentlicht am 18.07.2019

Interessante Fortsetzung, die durch deutlich lebendigere Charaktere überzeugt

Wiesbaden, 1951: Nach dem Ende des Krieges beginnt das Leben sich auch im Café Engel langsam wieder zu normalisieren. Doch leider hat das Café Konkurrenz bekommen. In unmittelbarer Nähe befindet sich nun ... …mehr

Wiesbaden, 1951: Nach dem Ende des Krieges beginnt das Leben sich auch im Café Engel langsam wieder zu normalisieren. Doch leider hat das Café Konkurrenz bekommen. In unmittelbarer Nähe befindet sich nun das deutlich modernere Café König. Hilde Koch erkennt die Gefahr, die von der Konkurrenz ausgeht und drängt die Eltern, auch das Café Engel endlich zu modernisieren. Doch die wollen davon nichts hören. Hilde erhofft sich für ihre Pläne Unterstützung von ihrem Ehemann. Doch der möchte nicht nur der Handlanger im Café sein, sondern hat eigene Zukunftsträume. Da Hilde davon nichts hält, geraten die beiden in eine Krise. Auch das Liebesglück der beiden Koch-Brüder lässt auf sich warten...

Es handelt sich bei diesem Roman um den zweiten Band der "Café Engel-Saga". Im Zentrum der Handlung steht die Familie Koch, die das Café Engel im Wiesbadener Kurviertel führt. Das Geschehen wird aus wechselnden Perspektiven betrachtet. Da diese immer mit dem Namen des Protagonisten, der gerade im Zentrum der Ereignisse steht und dem entsprechenden Datum gekennzeichnet sind, fällt es leicht, den Überblick zu behalten. Der erneute Einstieg in die Reihe gelingt relativ mühelos. Die Autorin streut kleine Details aus dem ersten Band in die Handlung ein, sodass die Erinnerung an die damaligen Ereignisse und die Akteure schnell wieder lebendig wird. Das Wiedersehen mit den altbekannten Charakteren und einigen neuen Protagonisten ist wirklich gelungen, denn man fühlt sich im Café Engel sofort wieder heimisch.

Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich Handlungsorte und Protagonisten lebhaft vorstellen und wieder ganz ins Geschehen eintauchen. Dieses Mal wirken die Charaktere deutlich lebendiger. Im letzten Band hatte man gelegentlich das Gefühl, sie etwas distanziert zu betrachten, doch in diesem Teil der Saga konnte man sich mehr auf sie einlassen und mit ihnen mitfiebern.

Ich habe bereits den ersten Band mit großem Interesse gelesen und mich nun über ein Wiedersehen mit der Familie Koch gefreut. Dieser Teil der Saga hat mir besser gefallen als der vorherige, da die Charaktere auf mich lebendiger wirkten und ich mich so leichter auf die Handlung einlassen konnte. Ich bin jedenfalls gespannt, wie es weitergeht und freue mich bereits jetzt auf die Fortsetzung.

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MarySophie MarySophie

Veröffentlicht am 14.07.2019

Café Engel -Schicksalhafte Jahre

Handlung:
Wiesbaden, 1951:
Einige Jahre nach dem Kriegsende normalisiert sich schrittweise wieder das Leben in Deutschland. Auch für das Café Engel geht es langsam wieder aufwärts, auch wenn dem Kaffeehaus ... …mehr

Handlung:
Wiesbaden, 1951:
Einige Jahre nach dem Kriegsende normalisiert sich schrittweise wieder das Leben in Deutschland. Auch für das Café Engel geht es langsam wieder aufwärts, auch wenn dem Kaffeehaus erstmal aufregende Zeiten bevorstehen. Hilde Koch, die einzige Tochter und Erbin des Cafés, will das Geschäft modernisieren. Sie spürt deutlich den Druck des Nachbarn, welcher mit moderner Technik aufwartet und will ihr möglichstes tun, um dem Café Engel zu neuen Ruhm und Gästen zu verhelfen. Doch werden die Eltern und Besitzer des Traditionscafés den Veränderungen zustimmen?
Auch für die beiden Brüder stehen aufregende Zeiten bevor. Beide kämpfen noch mit den Nachwirkungen des Krieges, einer mehr als der andere...
Und auch in der Liebe sammeln beide Brüder einige Erfahrungen. Beide haben Damen gefunden, an denen ihr Herz hängt. Wird die Familie Koch die Frauen mit offenen Armen empfangen?

Meinung:
Das Cover erinnert sofort an den ersten Teil, mir gefällt die Ähnlichkeit, die darauf hindeutet, dass es sich um eine Reihe handelt. Gleichzeitig hat das Cover auch etwas sehr eigenes und besonderes, was mir gut gefällt. Wie auch schon beim ersten Teil wirkt es auch hier so, als würde man eine alte, vergilbte Postkarte betrachten. Die Farben sind ausgewaschen, nur die Dame hat deutliche Konturen, alles andere wirkt leicht verblasst. Besonders interessant finde ich den Kleidungsstil der Dame. Natürlich wird hier die Mode der damaligen Zeit gezeigt, es wirkt aber auch etwas willkürlich. Mir gefällt das Nostalgische Aussehen des Covers richtig gut, es passt einfach zu der Handlung und der ganzen Geschchte.

Vor einigen Monaten habe ich den ersten Teil des Café Engels gelesen und die Geschichte hatte mich damals sofort eingenommen. Bis auf Kleinigkeiten war ich sehr angetan von dem Buch und ich habe auf die Fortsetzung hingefiebert. Vor dem Lesen hatte ich mir schon einige Gedanken gemacht und mir wieder ins Gedächtnis gerufen, was bisher passiert ist. Außerdem ist es noch nicht so lange her und vieles ist mir noch im Hinterkopf geblieben und nach wenigen Seiten wieder eingefallen.

Nach wenigen Seiten war ich wieder in der Geschichte drin, habe mich an die Figuren erinnert und an einige Zusammenhänge. Auch diesmal fand ich die Schreibweise wieder sehr angenehm und gut zu lesen. Es wurde diesmal einige humoristische Stellen eingefügt, wo ich immer mal schmunzeln musste und die die Handlung aufgelockert haben. So war die Schreibweise locker und einfach gehalten, ab und an kamen Situationen vor, in denen mal kein Blatt vor den Mund genommen wurde, woher die Charaktere auch u.a. ihre Lebendigkeit erhalten.
Am besten haben mir die Stellen gefallen, in denen ein Großteil der Familie Koch anwesend war und miteinander agiert hat. Dann enstanden wunderbare Situationen, außerdem war eine Familiendynamik zu spüren, die Spaß gemacht hat. Oftmals erschien es mir dann auch so, nicht nur als Leser anwesend zu sein, sondern mit im Raum zu stehen und alles hautnah mitzuerleben.

Auf den 559 Seiten kommen unterschiedliche Personen zu Wort. Die Kapiel werden von unterschiedlichen Charakteren erzählt, seien es die drei Koch-Kinder, Hildes Ehemann oder andere. Eine Person taucht unerwartet in der Handlung auf und längere Zeit lässt sie sich nicht genau zuordnen. Ich hatte zwar einen Verdacht, der sich auch bestätigt hat, doch nicht von Anfang an war klar, welche Rolle die Person einnehmen wird. Bei ihr gebe ich auch den Hinweis, genau auf die Jahreszahl zu achten, die stets am Kapitelanfang angegeben wird. Ich hatte dies anfangs wenig beachtet und musste dann ein paar Seiten zurückblättern, um nicht verwirrt zu sein. Mir hat es richtig gut gefallen, dass man verschiedene Sichtweisen auf die Ereignisse bekommt und anhand dieser Erzählweise tiefere Einblicke in die Charaktere bekommt.

Es tritt wieder eine Vielzahl an Protagonisten auf, manche waren neue Gesichter, einige alte Bekannte aus dem ersten Teil.Im Mittelpunkt steht natürlich wieder die Familie Koch mit den Eltern Heinz und Else, sowie den drei Kindern August, Wilhelm und Hilde. Die Familie wurde durch eine Heirat und Kinder von Hilde erweitert und taucht zusammen stets als bunter, unterhaltsamer Haufen auf. Ihre Charaktere haben mir am besten gefallen, sie wirkten durchdacht und ausgefeilt. Auch wenn mir viele Handlungen und Aussagen nicht so gefallen haben, waren sie meine Lieblinge im Buch. Hilde fand ich fast am schwierigsten, sie hat manchmal wenig auf die Bedürfnisse und Wünsche anderer geachtet und wirkte zu bestimmend. Schon im ersten Teil hatte sie etwas mechanisches und teilweise gefühlsloses, was sich auch hier fortgesetzt hat. Dann kamen aber auch wieder Textstellen, in denen sie ihre Herzlichkeit gezeigt hat und sie mir richtig gut gefallen hat. Auch wenn mir ihre Art manchmal nicht so gefallen hat, war sie ein besonderer Charakter, den man einfach mögen muss.

Ich war überrascht, was diesmal für Handlungorte gewählt wurden und in welche Länder es den Leser verschlägt. Ein Großteil der Handlung findet in Wiesbaden, besonders im Café Engel statt. Fast alle Szenen mit der Familie Koch finden im Café Engel statt. Dort wirken sie am Lebendigsten und in ihrem Element, man merkt deutlich, wie viel ihnen das Café bedeutet. Ich fand es auch interessant zu sehen, wie sie das Café verbessern wollen und mit welchen Vorschlägen Hilde um die Ecke kommt.
Auch hier gibt es wieder einen Ausflug nach Frankreich und die beschriebenen Landschaften waren ein Träumchen. Sie haben so viel Charme versprüht und haben zum Träumen eingeladen. Dazu kommt diesmal noch ein drittes Land, über das ich nichts verraten möchte, um Interessierten nicht zu viel preiszugeben. Auf jeden Fall wurde auch das Land stimmungsvoll beschrieben und es entstanden einige Bilder vor Augen. Hier wirkte vieles hoffnungsvoll und ärmlich, was ein großer Unterschied zu Frankreich, aber auch zu Deutschland ist.

Fazit:
Auch dieser Teil hat mich nicht enttäuscht, lediglich an Hildes Charakter könnte noch etwas gefeilt werden, dass sie lebendiger und menschlicher wirkt und nicht immer sofort ihre leidenschaftliche Seite zeigt. Ansonsten habe ich absolut nichts zu meckern, mir hat die Handlung gefallen, wie durchweg spannend und interessant beschrieben wurde und auch die Schreibweise hat zu meinem Interesse an den Geschehnissen beigetragen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Marie Lamballe

Marie Lamballe - Autor
© fotostudio marlies, Bad Camberg

Marie Lamballe  studierte Französisch und Russisch auf Lehramt, wurde dann aber durch absoluten Einstellungsstopp vor einer Karriere als Gymnasiallehrerin bewahrt. Stattdessen widmete sie sich ihrem Mann und den beiden Kindern und begann zu schreiben. Zuerst ganz vorsichtig für die Schublade, später kleine Geschichten für Literaturzeitschriften, und schließlich gelangten die ersten Bücher zur Veröffentlichung. Inzwischen ist das Schreiben ihr Beruf geworden, der zwar viel Zeit und …

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Sprecherin

Irina Scholz

Irina Scholz - Sprecher
© Annika Fußwinkel

Irina Scholz ist Sprecherin für Hörbücher, Radio- und Fernsehbeiträge. Sie ist die Station-Voice des Deutschlandfunks und regelmäßig bei Arte, 3sat, dem WDR und ZDF zu hören. Ihre Stimme hat eine seltene Qualität: reiner Klang in mittleren Lagen und leichte Vibration in den tieferen.

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