Neon Birds
 - Marie Graßhoff - Hörbuch

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16,99

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (Download)
Science Fiction Romane
826 Minuten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8387-9313-9
Ersterscheinung: 27.12.2019

Neon Birds

Ungekürzt
Gelesen von Louis Friedemann Thiele

(58)

Es ist das Jahr 2101. Ein außer Kontrolle geratener technischer Virus verwandelt Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. In Sperrzonen eingepfercht, werden sie von Supersoldaten bekämpft, die man weltweit als Stars feiert. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln. Sekten beten KAMI als Maschinengott an. Und während der Kampf zwischen Menschheit und Technologie hin und her wogt, versuchen vier junge Erwachsene, den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern ...

Rezensionen aus der Lesejury (58)

Sioux Sioux

Veröffentlicht am 26.01.2020

Konnte mich total begeistern

Jetzt kommen wir aber zum heutigen Buch: „Neon Birds“ von Marie Graßhoff. Ein Buch, das mich schon beim bloßen Anblick begeistern konnte. Das Highlight war es dann noch, dass ich das Glück hatte, Bookish-Merch ... …mehr

Jetzt kommen wir aber zum heutigen Buch: „Neon Birds“ von Marie Graßhoff. Ein Buch, das mich schon beim bloßen Anblick begeistern konnte. Das Highlight war es dann noch, dass ich das Glück hatte, Bookish-Merch zu dem Buch zu bekommen. Dadurch bin ich jetzt stolze Besitzerin mehrerer wunderschöner Charakterkarten, deren Bilder auch teilweise im Buch abgebildet sind. Wenn ihr das Buch mal irgendwo seht, blättert einfach mal durch:) Es wird sich lohnen!

Der Klappentext:
Es ist das Jahr 2101. Ein außer Kontrolle geratener technischer Virus verwandelt Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. In Sperrzonen eingepfercht, werden sie von Supersoldaten bekämpft, die man weltweit als Stars feiert. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln. Sekten beten KAMI als Maschinengott an. Und während der Kampf zwischen Menschheit und Technologie hin und her wogt, versuchen vier junge Erwachsene, den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern …

Der Schreibstil:
Der Schreibstil der Autorin hat mir wirklich sehr gefallen. Er passt mit seiner schnörkellosen, unspektakulären Art zum Genre und der Geschichte allgemein. Dazu war er aber auch einfach wirklich schön zu lesen. Flüssig und irgendwie gewichtig. Ich hatte stets den Eindruck, die Autorin verwendet nicht ein Wort zu viel. Stattdessen ist sie präzise und nutz rhetorische Mittel wie Anaphern, um die Bedeutung einiger Passagen zu betonen. Dieses konstruierte, poetische erkannte man dann auch besonders gut an den „Ich“-Kapiteln. Kapitel, die dem Leser zunächst willkürlich schienen.

Meine Meinung:
Die Geschichte, die dieses Buch erzählt, erfährt der Leser durch fünf verschiedene Perspektiven. Vier davon sind eindeutig zuordbare Protagonisten. Anfangs sind die Wechsel regelmäßig angeordnet, später erzählt ein Protagonist auch mal länger, wenn bei ihm gerade was Spannendes passiert. Das hat mir gut gefallen, da es am Ende wirklich super passte und die Geschichte so gut und spannend verlagert hat. Generell gefiel es mir, dass die Wechsel nicht rabiat und zusammenhanglos erfolgten, sondern thematische Zusammenhänge hatten. Im Gegensatz zu anderen Büchern, die diese Methode verwenden, fand ich es hier sehr sehr gut gemacht. Ich hatte nie das Gefühl, schon zu lange nicht mehr bei einer Figur gewesen zu sein und mich deshalb erstmal wieder besinnen zu müssen, was bei ihr überhaupt passiert ist. Ebenso gab es auch keine Perspektiverzählungen, die mich langweilten, weil bei den anderen doch viel Spannenderes passierte. Einfach eine gute Verteilung, die den Leser sehr schön flüssig und mit einem guten Spannungsverlauf durch die Handlung führt:)

Mein erster Eindruck vom Buch war einer, den ich öfters bei Sci-Fi Büchern habe: unheimlich viele Informationen, die man erst einmal verarbeiten muss, während man sich in der gänzlich fremden Welt zurecht zu finden versucht.
Alt und neu in einer Symbiose, überall Technik, flirrende Tafeln, Lautsprecherdurchsagen, Metallkatzen, die über die Straße tollen, vorbei an Menschen, die vielleicht Chips in ihrem Körper haben, die das ein oder andere verbessern. Die Einwohner bewegen sich auf mindestens zwei Etagen, laufen über Glasfußböden oder beamen sich von Brasilien in die Antarktis. Weiß, blau, pink, grün sind ihre Haare. Ihre Kleidung angepasst an ihre Stadt, seine Arme aus Metall. Schutzschilde über allem. Schützen unter anderem vorm sauren Regen, während überall Pflanzen zu sehen sind. Sie schlängeln sich durch Straßen, an Häusern hinauf, auf Balkonen, in Häusern… Mehr als fünfzig Prozent der Welt ist Sperrzone – für Menschen nicht zugänglich, es sei denn sie wollen sterben…
Neben den sinnvoll angeordneten Perspektiven, gibt es auch vier sinnvolle Hauptprotagonisten, was mich sehr gefreut hat, denn oft hat man ja das Gefühl, eine(r) könne besser weggelassen werden oder man empfindet so gar keine Sympathie ihm/ihr gegenüber. Das hatte ich hier nicht. Alle tragen sehr effektiv zur Handlung bei und sind alle auf ihre Weise interessant.
Was man wissen sollte: Das Buch enthält wenige, ausführliche Innensichten und ebenso wenige Beschreibungen der Protagonisten aus der Sicht anderer – abgesehen von dem, was allgemein bekannt ist . So tappt man einfach auf eine Art und Weise bei allen immer ein wenig im Dunklen, auch wenn im Verlauf der Geschichte einige Geheimnisse gelüftet werden.

Da der Klappentext es ausnahmsweise mal ganz gut trifft, nehme ich ihn mal teilweise als Einleitung:)
Ein Supersoldat, der seine glorreichen Tage hinter sich hat…
…und mein kleiner Liebling, wie ich zugeben muss:) Okijen ist einfach ein rundweg ehrlicher und sehr gewissenhafter Ex-Soldat. Für den Leser wird er zu einer Art tragischem Held, was ihn unheimlich interessant macht. Man weiß irgendwie, dass er ein sehr guter Soldat, intelligent und besonders ist, gleichzeitig hat man ihn aber als katzenliebenden Mechaniker vor Augen, der alles andere lieber möchte, als zur Armee zurückzukehren. Besonders besonders macht ihn seine Verbindung zu Andra und seine Gefühle ihr gegenüber. Es ist ein kleiner Kitzel, der den Leser gut mitnimmt.
Ein Träumer mit einem düsteren Geheimnis…
…und vielleicht derjenige, den ich noch am wenigsten interessant finde bzw. fand, denn zum Ende hin erfährt er nochmal eine ganz andere Bedeutung. Luke würde ich als kleinen Mitläufer beschreiben, jemand, der still im Hintergrund bleibt und beobachtet. Allerdings hat er ein Geheimnis, für das er um jeden Preis kämpft. Mir gefiel an ihm besonders, dass er sich so um Flover kümmert. Das gibt der Geschichte an dieser Stelle eine tiefere Ebene, die die Umstände deutlicher macht.
Ein Untergrundkämpfer mit Todeswunsch…
…und da ist Flover auch schon. Mit Andra der spannendste Charakter. Während ich Okijen gut finde, weil ich ihn mag, finde ich Flover interessant, weil er für den Leser unberechenbar bleibt, geradezu lethargisch. Dennoch ist da etwas in ihm, dass ihn zu einem wichtigen Teil der Geschichte macht. Ich habe oft Mitleid mit ihm gefunden, hätte ihn aber manchmal auch gerne getreten. Flover muss man zwiegespalten betrachten, er bringt aber auf jeden Fall eine interessante Perspektive in die Geschichte.
Eine Kriegerin mit Verbindung zu einer dunklen Macht…
…vielleicht sollte man das nicht ganz zu wörtlich nehmen, denn es spoilert eher. Bei Andra hat man aber schon als Leser die ganze Zeit über das Gefühl, dass sie sehr viel versteckt und keineswegs unbeteiligt an der ganzen Geschichte ist. Sie ist der Charakter in dieser Geschichte, der jede Menge Theorien provoziert, weil er so leer bleibt. Ich bin wirklich gespannt, wie sie sich im zweiten Band weiterentwickelt. Ihre klare, strukturierte Art gefällt mir auf jeden Fall sehr.
Mit diesen vier Charakteren haben wir es im Handlungsverlauf zu tun. Die Idee der Geschichte: Es gibt Moja und Menschen. Ganz einfach – schwarz und weiß. Oder nicht? Denn die Moja werden immer undurchschaubarer und die Regierung im fiktiven Jahr 2101 muss schnell handeln….

Die Idee finde ich schonmal total klasse. Sie zieht sich logisch und spannend durch den gesamten Handlungsverlauf, der keineswegs linear und einsträngig abläuft. Stattdessen geschahen immer wieder unerwartete Dinge und das Puzzle setzt sich nur langsam zusammen. Mir hat es sehr gefallen, dass diese „Zukunftsperspektive“ so gut durchdacht war. Es gibt eine organisierte Regierung mit einem sehr komplexen Militärsystem und es stellt Bezug zu heutigen Zukunftsüberlegungen her, indem beispielsweise sehr auf Nachhaltigkeit und die Natur geachtet wird.
Der Handlungsverlauf war für mich nachvollziehbar und logisch. Es war interessant zu sehen, wie immer wieder Kleinigkeiten zu enormen Veränderungen führten. Etwas irritiert war ich nur an einigen Stellen, an denen etwas übersprungen zu sein schien. So blieben Beschreibungen manchmal etwas vage, da sie so kurz waren und ich hatte einmal auch das Gefühl, dass Okijens Anliegen ein wenig vergessen wurde. Aber im Grunde hatte es keinen Einfluss auf die Geschichte, da es sich trotzdem alles ineinanderfügte.
Außerdem musste ich mich sehr lange an das Alter der Protagonisten gewöhnen, da alle so jung sind^^ – aber das sorgt natürlich gleichzeitig auch für mehr Tragik und findet auch seine Begründung in der erzählten Welt.
Versüßt haben mir das Lesen schließlich die eingefügten Zeichnungen, Charakterakten und offiziellen Dokumente. Die Zeichnungen sind wirklich sehenswert.

Fazit:
Mir hat dieses Buch super gefallen. Es gab die ein oder andere Kleinigkeit, die perfekter hätte sein können, aber ich kann mich damit gut abfinden:) Der Schreibstil ist wunderbar, es ist leicht zu lesen und durchweg spannend. Die konstruierte Welt hielt viel Komplexität bereit und hat mich zum Mitdenken angeregt. Ich bin wirklich wirklich gespannt, wie es weitergeht und kann nur eine absolute Leseempfehlung für jeden Sci-Fi-Leser aussprechen!

5 von 5 Sterne von mir.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

lucnavi lucnavi

Veröffentlicht am 23.01.2020

Verdammt guter Auftakt zu einer verdammt guten Reihe

Buch Infos

Buch: 463 Seiten
Autorin: Marie Grasshoff
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-20000-9



Neon Birds Reihe

1. Band: Neon Birds
2. Band: Cyber Trips (Erscheint am 29.05.2020)
3. Band: Beta ... …mehr

Buch Infos

Buch: 463 Seiten
Autorin: Marie Grasshoff
Verlag: Bastei Lübbe
ISBN: 978-3-404-20000-9



Neon Birds Reihe

1. Band: Neon Birds
2. Band: Cyber Trips (Erscheint am 29.05.2020)
3. Band: Beta Hearts (Erscheint am 30.09.2020)












Klappentext

Es ist das Jahr 2101. Ein außer Kontrolle geratener technischer Virus verwandelt Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. In Sperrzonen eingepfercht, werden sie von Supersoldaten bekämpft, die man weltweit als Stars feiert. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln. Sekten beten KAMI als Maschinengott an. Und während der Kampf zwischen Menschheit und Technologie hin und her wogt, versuchen vier junge Erwachsene, den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern ...

Quelle: Bastei Lübbe




Meine Meinung

Das Buch habe ich öfters bei den anderen Blogs oder Instagram Accounts gesehen. Des hat mich nicht ganz so angesprochen am Anfang. Muss ich jetzt mal zu geben. Aber bei einer Blogger Aktion habe ich mal bei einem Blog das Buch gesehen. Da habe ich das Buch mal näher angeschaut. Und den Klappentext gelesen. Die Bloggerin er Blog gehört hat über das so begeistert geschrieben. Dann war ich schon etwas neugierig auf das Buch geworden. Bei einem Bücher Laden hatte ich das Buch auch gesehen. Erst wollte erst ein anders Buch nehmen aber ich habe dann doch das "Neon Birds" Cover gesehen. Und dann habe das Buch einfach gekauft.

Die ersten Seiten der Handlung bin sofort in der Handlung rein gekommen. Und seitdem konnte ich das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen. Und das habe ich schon lange nicht mehr gehabt.

Die Handlung spielt in 81 Jahren in der Zukunft. Also in dem Jahr 2101. Die Handlung könnte unsere Zukunft sein. Wer weißt das schon?
Der Handlungsort spielt in einer Welt in der Klima Wandel leider noch schlimmer geworden ist. Und die Menschen haben auch noch ein Virus entwickelt. Dadurch entstehen die Mojas sogenannten hyperfunktionale Cyborges.

In der Handlung sind vier junge Protagonisten. Einmal der Soldat Veterans Van Dire Okijen er ist erst 21 Jahre alt. Obwohl ich erst gedacht habe das er zwischen 30 und 40 Jahre alt müsste. Aber er hat sich schon mit Teenager Alter in das Militär eingeschrieben.
Und der Flover Nakamura ist auch erst 19 Jahre ist auch ein Soldat. Er hat sich auch mit Teenager Alter in das eingeschrieben. Aber nebenbei ist er ein Student.
Luke Bible ist der Mitbewohner von Flover. Luke ist an der gleichen Uni wie der Flover.
Und die Andra wohnt in einem Dorf. Andra ist auch erst 19 Jahre alt.

Der Schreibstil von Marie Grasshoff hat mir wirklich sehr gut gefallen. Mit ihrer Schreibweise hat sich mich richtig in die ihre Neon Birds Welt rein gezogen.


Mein Fazit

Ich verstehe der ganzen Hype über das Buch richtig gut. Das Buch ist mein erstes Jahres Highlight dieses Jahr. Ab der ersten Seite ist mein Kopf Kino auf hoch Touren gefahren. Wie schon in meiner Meinung geschrieben habe. Ich konnte das Buch gar nicht aus der Hand legen. Ich kannst wirklich jeden Leser und Leserinnen weiter empfehlen.

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marcello marcello

Veröffentlicht am 19.01.2020

Sci-Fi-Entdeckung

In der Regel benenne ich immer nur Fantasy als das Genre, bei dem es für mich wirklich passen muss, dass ich es lese. Aber eigentlich müsste ich Sci-Fi immer mitnennen. In diesem Genre ist so unwahrscheinlich ... …mehr

In der Regel benenne ich immer nur Fantasy als das Genre, bei dem es für mich wirklich passen muss, dass ich es lese. Aber eigentlich müsste ich Sci-Fi immer mitnennen. In diesem Genre ist so unwahrscheinlich viel möglich, was meine Vorstellungskraft übersteigt, oft auch, weil es sehr technologisierte Themen, da fühle ich mich dann einfach nicht so zu Hause, weil mir nicht alles logisch erscheint. Daher war der Griff zu Marie Grasshoffs „Neon Birds“ schon ein großes Risiko für mich. Aber die Leserstimmen waren alle so durchweg positiv, dass ich einfach ins kalte Wasser gesprungen bin.

Ins kalte Wasser springt man auch gleich mit dem Einstieg in den Roman, denn es geht gleich kräftig zur Sache. Für mich wie gesagt oftmals gefährlich, weil ich mich dann überhaupt nicht zurechtfinden kann. Aber hier war es auch der Anfang, für alle Mitleser galt also das gleiche, sie wissen ebenso wenig über das Geschehen wie ich. Das hat mich dann erst recht motiviert weiterzulesen und es hat sich gelohnt. Die Informationen über die Welt, die weit in der Zukunft liegt, werden nach und nach bereit gestellt und das geschieht so im Fluss, dass man weiterlesen will, da man ja ständig Neues erfährt.

Sehr gelungen sind dabei auch die Zwischenkapitel, die entweder militärische Akten, Dokumente oder Charakterporträts oder Infos zu ihnen sind. Da habe ich ehrlich gesagt irgendwann regelrecht drauf hingefiebert, denn diese haben prägnant alles Wichtige Preis gegeben. Klar, manche Sachen wie die Recherchen zum Impfstoff gegen KAMI kamen erst sehr spät vor, aber vorher konnte man sich zumindest Einzelheiten denken, die dann nur noch wissenschaftlich oder wie in einem Lexikon aufgeführt wurden

Die Charakterporträts waren ein wirkliches Highlight, aber auch ohne sie haben die vier Hauptcharaktere wunderbar funktioniert. Mit Luke und Flower und Andra und Okijen gibt es jeweils Zweiergrüppchen, die auch nicht wirklich etwas miteinander zu tun haben, die aber von zwei Seiten die Welt retten wollen. Auch jeder für sich funktioniert wunderbar, da sie höchst unterschiedliche Personen sind, aber sehr scharf gezeichnet und dadurch authentisch. Das ist sogar so gelungen, dass es schwer ist, Lieblinge herauszupicken. Alle haben traurige Schicksale hinter sich, alle haben dem Bösen ins Auge geguckt und trotzdem machen sie alle für etwas Besseres weiter. Vor allem sind sie alle empathische Menschen, was mir erst recht entgegenkommt und ich würde ihnen alle mein Leben anvertrauen, wodurch ich dann mit ihnen auch emotional verbunden bin.

Inhaltlich wird uns ebenfalls ein rasantes Erlebnis beschert. Durch die vier Perspektiven erleben wir das Geschehen jeweils durch andere Augen. Sie sind auch so geschickt aneinandergesetzt, dass sich Inhalte nicht immer doppeln, sondern dass sie einfach weitergehen und ständig etwas Neues passiert. Es passieren immer wieder spannende, neue Dinge, die ergründet werden wollen, es gibt Überraschungen, es gibt unerwartete Details, es ist wirklich ein Leseerlebnis ohne Atempause. All das ist dann auch noch angereichert durch einen wunderbaren Erzählstil, er ist weder zu einfach, noch zu schnörkelig. Er hält sich nicht an unwichtigem auf, sondern geht stetig in die Vollen. Das ist für eine Autorin, die zwar viel schreibt, aber noch recht wenig veröffentlicht hat, schon ungewöhnlich, sollte ihr aber Motivation sein, genauso weiterzumachen, denn dann ist sie auf einem meisterlichen Weg!

Fazit: „Neon Birds“ ist für mich eine absolut positive Überraschung. Es ist wirklich kaum mein Genre, aber hiernach sehe ich das einfach gänzlich anders. Denn, wenn Sci-Fi immer so ist, dann habe ich wirklich etwas verpasst. Eine faszinierende Welt, extrem sympathische Figuren und ein Rausch an Lesestunden. Top!

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Annalena2703 Annalena2703

Veröffentlicht am 18.01.2020

Ein absolutes Jahres-Highlight

Meinung

Der Schreibstil der Autorin ist unheimlich gut und flüssig gewesen. Die Seiten sind wirklich nur so dahingeflogen und ich hatte unheimlich viel Spaß. Dies ist mein erstes Buch von Marie Grasshoff ... …mehr

Meinung

Der Schreibstil der Autorin ist unheimlich gut und flüssig gewesen. Die Seiten sind wirklich nur so dahingeflogen und ich hatte unheimlich viel Spaß. Dies ist mein erstes Buch von Marie Grasshoff und ich weiß zu 100%, dass es nicht mein letztes sein wird.
Alle Charaktere haben mir ausnahmslos gut gefallen. Gerade Flover, Luke, Okijen und Andra haben mir es besonders angetan.
Generell fand ich es toll, dass man die Geschichte aus 4 verschiedenen Perspektiven verfolgen konnte und so dementsprechend auch eine engere Beziehung zu jedem der Charaktere aufbauen konnte.
Was mich bei den Charakteren ebenfalls begeistert hat, waren deren Tiefgang und die Gefühle, die Sie in mir hervorgerufen haben. Ich habe mit Ihnen gekämpft, gelitten und gelacht. Die ganze Bandbreite an Gefühlen war vorhanden und hat mich auf eine Achterbahnfahrt geschickt. Alle Charaktere machen Entwicklungen in diesem Buch durch und ich bin von jeder dieser Entwicklungen mehr als begeistert. Jeder Charakter hat das ein oder andere mit sich zu schleppen, aber Ihren Teams halten Sie zusammen, geben nicht auf und sind unfassbar stark.
Zudem hat mir der Humor unfassbar gut gefallen und ich musste mehrmals laut loslachen - einfach nur herrlich!

Die Handlung war ebenfalls mehr als toll. Bereits die ersten Seiten konnte mich in den Bann ziehen und fesseln. Von Anfang an war die Spannung greifbar und es hat Spaß gemacht in die Welt einzutauchen und alles kennenzulernen.
Die Idee einer künstlichen Intelligenz, die Menschen Ihren Willen aufzwingt finde ich mehr als spannend. Marie Grasshoff hat das Ganze richtig gut erklärt und dem Leser immer und immer wieder neue Informationen gegeben, bis sich letztendlich ein großes Ganzes gebildet hat.
Ganz besonders gut gefallen haben mir die Kampf- & Actionszenen. Es war ein ständiges mitfiebern und miträtseln vorhanden und ich wollte das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen.
Das Ende war der Wahnsinn!
Es gab so viele rasante und erschreckende Wendungen, dass ich jetzt immer noch davon geschockt bin. Ich habe ehrlich gesagt gar keine Ahnung, wie ich die Zeit bis "Cyber Trips" überstehen soll. So viele Fragen und auch Ängste spuken gerade in meinem Kopf herum - ich freue mich einfach sehr darauf wenn es weitergeht. Außerdem bin ich auch gespannt auf die weiteren Entwicklungen bezüglich KAMI und was uns noch erwarten wird, denn ich denke, dass es einiges sein wird. Zudem freue ich mich auf die Charaktere, denn Marie Grasshoff hat es geschafft, dass Sie sich in mein Herz geschlichen haben und mich nicht mehr loslassen.



Fazit

Absolute 5 von 5 Sterne für mich und ein grandioser Reihenauftakt! Zudem ein absolutes Jahres-Highlight für mich.
Auch wenn Ihr normalerweise kein Science Fiction lest, solltet Ihr Euch das Buch auf jeden Fall mal anschauen. Marie Grasshoff hat einen unglaublich guten Schreibstil und hat eine unfassbar geniale und fesselnde Welt erschaffen. Sobald ich das Buch in die Hand genommen habe konnte ich der Realität entfliehen und mich mitreißen lassen.

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Manja1982 Manja1982

Veröffentlicht am 17.01.2020

dieser Auftakt macht Lust auf mehr

Kurzbeschreibung
Ein Supersoldat, der seine glorreichen Tage hinter sich hat.
Ein Träumer mit einem düsteren Geheimnis.
Ein Untergrundkämpfer mit Todeswunsch.
Eine Jägerin mit Verbindung zu einer dunklen ... …mehr

Kurzbeschreibung
Ein Supersoldat, der seine glorreichen Tage hinter sich hat.
Ein Träumer mit einem düsteren Geheimnis.
Ein Untergrundkämpfer mit Todeswunsch.
Eine Jägerin mit Verbindung zu einer dunklen Macht.
Es ist das Jahr 2101. Ein außer Kontrolle geratener technischer Virus verwandelt Menschen in hyperfunktionale Cyborgs, die dem Willen der künstlichen Intelligenz KAMI gehorchen. In Sperrzonen eingepfercht, werden sie von Supersoldaten bekämpft, die man weltweit als Stars feiert. Doch die Mauern beginnen zu bröckeln. Sekten beten KAMI als Maschinengott an. Und während der Kampf zwischen Menschlichkeit und Technologie hin und her wogt, versuchen vier junge Erwachsene, den Untergang ihrer Zivilisation zu verhindern.
(Quelle: Lübbe)

Meine Meinung
Von Marie Graßhoff kannte ich bisher nur einen Roman. Nun stand mit „Neon Birds“ ein weiteres Buch von ihr auf meinem Leseplan und ich war wirklich gespannt darauf.
Das Cover und der Klappentext haben mich sehr angesprochen und so habe ich das eBook nach dem Laden auch flott gelesen.

Ihre Charaktere hat die Autorin wirklich gut gezeichnet und in ihre Geschichte platziert. Ich empfand sie alle als sehr gut beschrieben und die Handlungen waren auch zu verstehen.
Als Leser lernt man hier 4 Protagonisten kennen. Sie alle sind gut ausgearbeitet und jeder hat so seine Eigenheiten.
Luke ist sehr aufopferungsvoll und seine Loyalität ist wirklich klasse. Andra wirkte verloren auf mich. Kein Wunder, immerhin hat sie ihre komplette Familie verloren und muss sich in einer neuen Welt zurecht finden. Dann ist da noch Okijen, den ich besonders am Anfang rein gar nicht mochte. Er schien eher arrogant und eingebildet zu sein. Doch er kann ganz anders und ich habe bemerkt, er ist ein richtig toller Kerl. Der letzte Protagonist ist Flower. Er ist eher der ruhige Typ, er macht alles mit sich selbst aus.

Der Schreibstil der Autorin ist locker und flüssig. So bin ich dann auch sehr gut durch die Seiten hindurch gekommen, konnte ohne Probleme folgen und alles verstehen.
Die Handlung beginnt ganz ohne Umschweife. Die Autorin schafft es sehr gut Spannung zu erzeugen. Hinzu kommt einiges an Action und es gibt Wendungen, somit wird es auch nicht langweilig.
Allerdings mir waren es gerade zu Anfang zu wenig Informationen. Diese kommen erst nach und nach, wir persönlich war es doch etwas zu wenig.
Die von der Autorin geschaffene Welt, wir befinden uns im Jahr 2101, wird leider auch zunächst nur spärlich beschrieben. Hier hätte ich mir gerne doch mehr Erklärungen gewünscht. Als diese dann kamen war einiges viel schlüssiger. Die Idee dahinter hat mir jedoch richtig gut gefallen. Da gibt es mit Sicherheit in den Fortsetzungen noch so einiges zu erfahren.

Das Ende ist ein ziemlich großer Cliffhanger. Als Leser bleibt man neugierig zurück und möchte gerne erfahren wie es mit jedem der Charaktere weitergeht. Band 2 wird Emde März 2020 erscheinen.

Fazit
Insgesamt gesagt ist „Neon Birds“ von Marie Graßhoff ein wirklich guter Auftakt der Reihe, der mich auch gut für sich gewinnen konnte.
Gut beschriebene interessante Charaktere, ein angenehm flüssig zu lesender Stil der Autorin und eine Handlung, die zwar spannend und abwechslungsreich gehalten ist, in der mir aber doch ein paar Informationen gefehlt haben, haben mir unterhaltsame Lesestunden beschert.
Durchaus lesenswert!

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Autorin

Marie Graßhoff

Marie Graßhoff, geboren 1990 in Halberstadt/Harz, studierte in Mainz Buchwissenschaft und Linguistik. Anschließend arbeitete sie einige Jahre als Social-Media-Managerin bei einer großen Agentur, mittlerweile ist sie als freiberufliche Autorin und Grafikdesignerin tätig und lebt in Leipzig. Mit ihrem Fantasy-Epos Kernstaub stand sie auf der Shortlist des SERAPH Literaturpreises 2016 in der Kategorie „Bester Independent-Autor“.

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Sprecher

Louis Friedemann Thiele

Louis Friedemann Thiele - Sprecher
© Niklas Berg

Louis Friedemann Thiele ist professioneller Sprecher und leiht zahlreichen Synchronprojekten u.a. Schauspielern wie Ed Westwick und Andrew Garfield seine Stimme. Einem breiten Publikum ist er vor Allem aus der Serie "Game of Thrones" bekannt, in der er die Rolle „Gendry“ spricht. Eigentlich ist er täglich im TV und Radio zu hören, sei es in der Werbung oder als Kommentarstimme in Dokumentationen. In seiner Freizeit ist er leidenschaftlicher Surfer und findet in der Natur die nötige Ruhe …

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