Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte
 - Anna Basener - Hörbuch

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13,99

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (Download)
Sonstige Belletristik
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8387-8352-9
Ersterscheinung: 16.03.2017

Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte

Gelesen von Gerburg Jahnke

(46)

„Rotzig und respektlos, sexy und sentimental, spannend und politisch unkorrekt.“ FRANK GOOSEN
Die Omma ist eine Ruhrpottikone. Sie war mal Wirtschafterin im Puff, bis sie den brutalen Zuhälter nicht mehr ertragen und ihn kurzerhand mit einer Flasche Korn erschlagen hat. Als die Mitzi, ehemalige Prostituierte und enge Vertraute der Omma, plötzlich stirbt, bricht die Omma alle Zelte in Essen ab und zieht zu ihrer Enkelin Bianca. Nach Berlin-Kreuzberg. Bianca wundert sich sehr, dass die vitale Mitzi plötzlich tot sein soll und die Omma ihr geliebtes Essen verlässt. Bianca stellt immer mehr Fragen – bis sie eine Antwort erhält, die sie nicht hören wollte ...
Anna Basener ist ein todkomischer Roman mit zwei unerschrockenen Heldinnen gelungen, die erst dann wirklich zur Familie werden, als sie gezwungenermaßen zusammenziehen.

Pressestimmen

„Herz meets Schnauze. Niemand schreibt komischer und berührender über den Pott, Berlin, Huren, Luden, Taubenzüchter, Seidenschlüppis, Puffs, Hipster, Hobbyflecken, Mord und eine Omma, die so richtig austeilen kann. Eine wundervolle Liebeserklärung ans Ruhrgebiet, und Schlag auf Schlag eine herrlich turbulente Begründung, warum wir immer wieder scheitern müssen, damit am Ende alles gut werden kann.“
„Rotzig und respektlos, sexy und sentimental, spannend und politisch unkorrekt.“

 

Rezensionen aus der Lesejury (46)

kristall kristall

Veröffentlicht am 09.04.2017

Omma

Das Buch hat mich von Anfang an fasziniert. Ich fand es witzig, aber durchaus mit Tiefgang, dramatisch und doch leicht. Man kam sehr gut in die Handlung hinein dank eines schönen Schreibstils, mit dem ... …mehr

Das Buch hat mich von Anfang an fasziniert. Ich fand es witzig, aber durchaus mit Tiefgang, dramatisch und doch leicht. Man kam sehr gut in die Handlung hinein dank eines schönen Schreibstils, mit dem man sofort einen roten Faden hatte. Mir hat auch das Cover sehr gut gefallen, weil es ungewöhnlich und ein Hingucker ist. Die Figuren waren interessant und authentisch, mit der einen oder anderen konnte man sich sehr gut identifizieren. Insgesamt ist das Buch sehr lesenswert und ich werde es auf alle Fälle meinen Freunden empfehlen.

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Kathaflauschi Kathaflauschi

Veröffentlicht am 07.04.2017

Humorvoll und spannend

Der Titel dieses Buches fand ich schon ansprechend und lustig, so auch das Cover, das wie eine Zigarettenschachtel aussieht. Beides hat mich schon sehr angesprochen und hat mich nicht enttäuscht.

Die ... …mehr

Der Titel dieses Buches fand ich schon ansprechend und lustig, so auch das Cover, das wie eine Zigarettenschachtel aussieht. Beides hat mich schon sehr angesprochen und hat mich nicht enttäuscht.

Die Story war ganz lustig und die Omma Änne mit ihrem Dialekt, war erfrischend zu lesen. Ich finde die Omma ja richtig tough und sie musste sich schon früher durchsetzen. Sie setzt sich meistens durch, aber kann auch bei notfällen, mal zurückschlagen. Sie ist Hauswirtschafterin in einem Bordell, das eigentlich ein Hotel ist. Doch diese Zeit endet, nachdem das Bordell abbrennt und der Besitzer mit dem Bordell stirbt. Die Omma baut sich mit ihrer besten Freundin die Mitzi eine neue Existenz auf. Die beiden eröffnen gemeinsam eine Frühstückspansion, doch als die Mitzi stirbt, zieht die Omma von der Ruhrpottstadt Rellinghausen, zu ihrer Enkelin Bianca nach Berlin.

Ab da wird das Buch zu einem lustigen Abenteuer, wodurch man so einige Pausen machen muss um vom Lachen rauszukommen. Die Autorin hat es hierbei geschafft, mich ab der ersten Zeile an zu fesseln, wodurch ich nicht aufhören konnte, das Buch aus den Händen zu legen. Anna Basener hat einen wunderbaren leichten und unkonventionellen Schreibstil und ihre Sprache ist kess und aufmüpfig. Auch der Ruhrpott Jargon ist erfrischend, es ist definitv mal was anderes, als immer in diesem Hochdeutsch zu lesen.

Mir war die Omma gleich von Anfang an sehr symphatisch, den sie war immer mit Herz dabei, auch wen sie manchmal derb und aufmüpfig ist. Auch die anderen Charakter passen super zu dem Buch und gehören dementsprechend auch zum Mittelpunkt der Geschichte. Ich finde, der Autorin sind hier die Sprache und die Dialoge super geglückt.

Dieses Buch gehört definitiv in den Bücherregal für die, die auf Humor wert legen und gerne mal einen lustigen lese Abend verbringen möchte.

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Josia-Jourdan Josia-Jourdan

Veröffentlicht am 03.04.2017

Aussergewöhnlicher könnte ein Buch nicht sein!

Charaktere
Omma, hart im nehmen, selbstbewusst und nicht gerade zimperlich. Sie hat in ihrem Leben nicht nur die Bewirtschaftung eines Puffs, sondern auch einen Mord vorzuweisen. Sympathisch kann ich sie ... …mehr

Charaktere
Omma, hart im nehmen, selbstbewusst und nicht gerade zimperlich. Sie hat in ihrem Leben nicht nur die Bewirtschaftung eines Puffs, sondern auch einen Mord vorzuweisen. Sympathisch kann ich sie wirklich nicht nennen, aber trotzdem gefiel mir ihr aussergewöhnliches Leben und ihr Verhalten. Mitzi ist mir zu Beginn sehr sympathisch, auch wenn sie nicht mehr lebt, so machen die Erzählungen über sie sympathisch, aber je mehr man über die erfährt, desto unsympathischer wird die ehemalige Prostituierte einem.
Bianca will Schlüppis nähen und verkaufen. Sie will unabhängig sein. Auch sie ist übertrieben unsympathisch.
Die Charaktere sind alle cool und vollkommen überzeichnet, dass ich Spass hatte Zeit mit ihnen zu verbringen.

Handlung
Ein plötzlicher Todesfall, welcher Biancas Familie überrumpelt. Bianca wohnt in Berlin. Sie braucht Abstand von ihrer Familie. Nachdem man als Leser zuerst ziemlich viele Einblicke in die düstere Vergangenheit von Omma und Mitzi bekommt, erleben wir den Umzug der Omma zu Bianca nach Berlin. Bianca will eigentlich bloss ihre eigene «Schlüppis» verkaufen, aber alles kommt anders. Ihr Leben wird komplett auf den Kopf gestellt. Sie macht sich viele Gedanken über ihre Zukunft und überlegt tatsächlich in das Prostitutions-Geschäft einzusteigen. Zukunft beschäftigt und alle und in diesem Buch ist es besonders interessant zu sehen, was für Gedanken sich eine junge Frau, welche aus einer nicht gerade der Norm entsprechenden Familie stammt, für ihre Zukunft macht.
Anna Basener schreibt aussergewöhnlich. So benutzt sie für die Sprache der Protagonisten Ruhrdeutscher Dialekt. Das klingt sehr witzig und es ist interessant zu sehen, dass jeder verschieden stark den Dialekt spricht. Das klang manchmal so «Datt is getz aber genug!» und das zu lesen, hat mir persönlich Spass gemacht. Auch der ungewöhnliche Blickwinkel im Bezug aufs Thema Prostitution, verleiht dem Buch eine Individualität, welche wir so noch nicht kannten. Sie muss sehr viel recherchiert haben und hat dies zu einem tollen Buch umgesetzt.

Fazit
Ein Buch, welches mir beim Lesen viel Spass gemacht hat und die Handlung überzeugte mit ihrer Individualität. Auch wenn mir die Charaktere nicht sympathisch waren, so passten sie doch ideal zur Handlung. Ein Schreibstil, welcher nicht zu vergleichen ist und mir persönlich gut gefallen hat. Unerwartete Wendungen und jede Menge schwarzer Humor runden das Buch ab. Das Thema Prostitution wurde anders umgesetzt, als ich erwartet hätte. Respekt spielt eine grosse Rolle und trotzdem ist für Humor genug Platz.
Das Buch bekommt von mir ⭐⭐⭐⭐⭐ von 5 Sterne.

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witchblade witchblade

Veröffentlicht am 02.04.2017

Ein Hoch auf die Omma!

Dieses Buch war für mich ein absolutes Muss! Eine Geschichte, die im Ruhrpott spielt, mitten in Essen, und dazu noch gespickt ist mit Ruhrdeutsch - wenn man in dieser Gegend aufgewachsen ist, wird man ... …mehr

Dieses Buch war für mich ein absolutes Muss! Eine Geschichte, die im Ruhrpott spielt, mitten in Essen, und dazu noch gespickt ist mit Ruhrdeutsch - wenn man in dieser Gegend aufgewachsen ist, wird man auf ein solches Buch sofort aufmerksam. Oder vielleicht auch durch das Zigarettenschachtel-Cover? Wobei der Titel ja allein auch schon neugierig macht...

Kurz zum Inhalt: die Bianca versucht ihren Lebensunterhalt damit zu bestreiten, dass sie Seidenschlüppis näht und an die Frau bringt. Sie ist die Enkelin von der Omma, die in jungen Jahren als Wirtschafterin im Puff gearbeitet hat. Entsprechend kennt Bianca die Rotlichtszene ganz gut - neben der Omma gibt es als wichtige Figur im Buch noch die Mitzi, die früher in demselben Puff, in dem die Omma gearbeitet hat, angeschafft hat. Als die Mitzi dann stirbt, taucht die Omma plötzlich in Berlin vor Biancas Tür auf und allmählich entwickelt sich eine wirklich verrückte Geschichte, von der ich allerdings gar nicht viel mehr verraten möchte, um niemandem etwas vorweg zu nehmen.

Die Omma ist mir sehr sympathisch, vor allem mit ihrem unverwechselbaren Ruhrpottdialekt. Ich hatte selber auch eine Omma aus Essen und habe beim Lesen ähnliche Charakterzüge entdeckt - scheinbar sind solche Ommas immer sehr rigoros und mit ihren Enkelinnen sehr verbunden.

Die Entwicklung von Bianca habe ich mit großem Interesse verfolgt - ihre "Flucht" von Essen nach Berlin war ja nicht von großem Erfolg gekrönt, da ja plötzlich halb Essen vor ihrer Tür auftaucht. Da sie aber dieses Chaos dazu nutzt, zu sich selbst zu finden, erhält das Buch dadurch auch immer interessante Wendungen.

Insgesamt hat mir das Buch sehr gut gefallen, vor allem sprachlich war es mal was ganz anderes. Ich habe geschmunzelt, gelacht und mit den Protagonisten gelitten - was will man von einem Buch mehr? Auch wenn man vielleicht besser in das Buch eintauchen kann, wenn man mit dem Schauplatz und dem Menschenschlag vertraut ist, so dürfte eigentlich auch jeder "Nicht-Ruhrpottler" seine Freude an diesem absolut außergewöhnlichen Buch haben.

Dafür von mir beide Daumen hoch und natürlich 5 Sterne!

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AnnaMagareta AnnaMagareta

Veröffentlicht am 01.04.2017

Außergewöhnlich, anders, amüsant !

Das Cover des Buches „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ von Anna Basener ist ein echter Eyecatcher und ausgesprochen gut ausgesucht. Es zeigt eine Zigarettenschachtel der Marke Eve, die Lieblingssorte ... …mehr

Das Cover des Buches „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ von Anna Basener ist ein echter Eyecatcher und ausgesprochen gut ausgesucht. Es zeigt eine Zigarettenschachtel der Marke Eve, die Lieblingssorte der Omma.

Das Buch wird aus der Perspektive der 26-jährigen Bianca erzählt. Sie lebt in Berlin und designt – bisher leider recht erfolglos - Seiden-Schlüpfer. Ihre Familie lebt eigentlich im Ruhrpott. Aber nach dem Tod von Mitzi einer guten Freundin von Biancas Omma taucht diese plötzlich bei Bianca in Berlin auf und zieht bei ihrer Enkelin ein. Bianca' s Omma war früher Wirtschafterin in einem Puff und hat sich mit einer Pension zusammen mit der Mitzi in Essen-Rellinghausen selbstständig gemacht. Bianca hat die Mitzi auch sehr gemocht und ist mit der Situation – dem plötzlichen Tod der Mitzi und dem Einzug der Omma - total überfordert. Außerdem stellt sich die Frage, woran die Mitzi überhaupt gestorben ist und warum die Omma sich dazu nicht äußert.

Der Schreibstil der Autorin Anna Basener ist flüssig und im Ruhrpott-Dialekt geschrieben, woran man sich erst einmal gewöhnen muss. Nachdem ich mich eingelesen hatte, fand ich ihn umso amüsanter, da er wunderbar zu der Geschichte und ihren Protagonisten passt.

Im Laufe des Buches erfährt man so einiges über die Hintergründe der Charaktere und während die Erlebnisse in der Gegenwart mich größtenteils zum Schmunzeln gebracht haben, musste ich bei den Rückblenden einige Male ganz schön schlucken. So richtig warm geworden bin ich mit den Protagonisten nicht. Ich fand ihr turbulentes Leben unterhaltsam, würde aber lieber ein wenig Abstand wahren.

Ich kann mich nicht erinnern jemals ein Buch mit derart vielen verschiedenen Ansätzen gelesen zu haben. Da war irgendwie alles enthalten Humor, Tragik, Emotionen, Schräges, Ergreifendes, Spannung, Liebe, Sex und ein überraschendes Ende. Eine sehr unterhaltsame und ungewöhnliche Mischung an der ich Spaß beim Lesen hatte.

Insgesamt ist das Buch „Als die Omma den Huren noch Taubensuppe kochte“ ausgesprochen ungewöhnlich und erfrischend, ein Roman der einfach einmal anders ist als andere Bücher. Von mir gibt es eine Leseempfehlung für alle, die gerne Außergewöhnliches und Unterhaltsames mögen.

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Autorin

Anna Basener

Anna Basener - Autor
© Jens Oellermann

Anna Basener hat ihr Studium in Hildesheim mit Romanheften finanziert. Sie hat Dutzende Fürstenheftchen geschrieben und war laut ZEIT die »erfolgreichste deutsche Groschenromanautorin«. Sie ist die Adelsexpertin der Podcast-Welt und Moderatorin der GALA Royals. Ihr Debütroman ALS DIE OMMA MIT DEN HUREN NOCH TAUBENSUPPE KOCHTE gewann den Putlitzer Preis, ist im Schauspiel Dortmund auf der Bühne zu sehen und wird fürs Kino verfilmt.

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Sprecher

Gerburg Jahnke

Gerburg Jahnke - Sprecher
© Harald Hoffmann

Gerburg Jahnke war 20 Jahre lang die eine Hälfte des legendären Kabarettduos Missfits. Seit 2005 ist sie allein unterwegs: als Kabarettistin, u. a. in Ladies Night, als Theater-Regisseurin, z.B. im Hamburger St. Pauli Theater, und als Schauspielerin im Fernsehen.

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