NSA - Nationales Sicherheits-Amt
 - Andreas Eschbach - Hörbuch

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16,99

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (Download)
Sonstige Belletristik
688 Minuten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8387-8915-6
Ersterscheinung: 28.09.2018

NSA - Nationales Sicherheits-Amt

Gelesen von Laura Maire

(97)

Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien - und deren totale Überwachung?

Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im NSA, dem Nationalen Sicherheits-Amt, und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, widersetzt Helene sich. Dabei muss sie nicht nur gegen das Regime kämpfen, sondern auch gegen ihren Vorgesetzten.

Rezensionen aus der Lesejury (97)

franzis-booklife franzis-booklife

Veröffentlicht am 11.04.2019

Die totale Überwachung zu Zeiten des Holocaust

nsa - Nationales Sicherheits - Amt

Dies war mein erster Roman von Andreas Eschbach. Und damit habe ich gleich einen Volltreffer gelandet. Diese Mischung aus Dystopie, Historie und Science Fiction, hat ... …mehr

nsa - Nationales Sicherheits - Amt

Dies war mein erster Roman von Andreas Eschbach. Und damit habe ich gleich einen Volltreffer gelandet. Diese Mischung aus Dystopie, Historie und Science Fiction, hat mich wirklich begeistert.
Aber mir auch gezeigt, wie gut es doch ist, wenn die Technik nicht noch schneller vorankommt, als sie es sowieso schon tut.

Weimar, 1942....
Komputer, Handys, Internet.... bargeldlos bezahlen, Termine buchen und sich über das Weltnetz mit Deutschen Mitbürgern unterhalten. Alles scheint möglich... und noch viel mehr. Denn im Nationalen Sicherheits - Amt werden alle Daten, über jeden Menschen, gespeichert. Alles was man jemals eingekauft, im deutschen Forum geschrieben hat oder wo man wann gewesen ist... alles wird gespeichert und stichprobenhaft auf verräterische Aktivitäten durchsucht.
Und da im nsa, arbeitet unsere Hauptprotagonistin Helene. Ihre Eltern glauben fest an Hitler, sind dem deutschem Reich treu und erziehen ihre Tochter dementsrechend.
Helene wird zu einer talentierten Programmstrickerin, die im handumdrehen die kniffligsten Programme entwerfen kann. Sie leistet ordentliche Arbeit, bis sie selbst Zweifel an dem System bekommt. Es liegt in ihrer Hand, ihr Leben und das ihres Geliebten, zu verändern.

Eugen Lettke ist der Sohn eines Kriegshelden. Und das war auch schon alles, was mir an positiven Dingen zu ihm einfällt. Er ist eine unsympathische und verachtenswerte Person, mit der man sich kein bisschen identifizieren kann. Meine Wut und Verachtung für diese Person wuchs rasch heran und man wünschte ihm nur das schlechteste. Aber natürlich muss man auch das Herrn Eschbach anrechnen. Denn immerhin hat er diese Empfindung in mir geweckt.

Helene und Eugen.... beide teilen sich die Rolle der Hauptprotagonisten. Auch wenn Helene einen etwas größeren teil einnimmt. Man erfährt auch viel aus ihrer Kindheit und kann ihre Entwicklung sehr gut nachvollziehen und verstehen.

Wie wäre der zweite Weltkireg verlaufen, wenn es damals schon die Technik von heute gegeben hätte? So erkläre ich jedem kurz und knackig, das Thema des Buches. So wurde auch mein Interesse geweckt.
Wir begegnen Menschen, die es natürlich wirklich gegeben hat. Mengele, Himmler und Hitler. Heisenberg, Kurt Diebner, Wilhelm Groth.
Für mich war es auch erschreckend, wie Juden durch die Technik aufgespürt wurden.

Die 800 Seiten haben sich wirklich wunderbar weggelesen. Ein lockerer Schreibstil und die Spannung in jedem einzelnen Kapitel, hat dieses Buch zu meinem ersten Jahreshighlight gemacht.
Ein geniales Werk, dass uns Andread Eschbach hier beschert hat. Ich kann es absolut empfehlen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Ronjalein Ronjalein

Veröffentlicht am 02.04.2019

Wissen ist Macht

„Wissen ist Macht – Und so etwas wie unwichtige Daten gibt es nicht!“

Diese Daten zu sammeln ist Aufgabe des Nationalen Sicherheits-Amtes, das NSA.

Es ist das Jahr 1942 und in Weimar entwickelt ... …mehr

„Wissen ist Macht – Und so etwas wie unwichtige Daten gibt es nicht!“

Diese Daten zu sammeln ist Aufgabe des Nationalen Sicherheits-Amtes, das NSA.

Es ist das Jahr 1942 und in Weimar entwickelt das NSA immer neue Programme um die gesammelten Daten ihrer Bürger zu analysieren. Und Möglichkeiten Daten zu sammeln gibt es genug. Bargeld wurde abgeschafft, jeder hat eine Bürgernummer und ein Volkstelephon mit dem man Nachrichten verschicken kann und Zugriff auf das „Deutsche Forum“ im Weltnetz hat.
Doch das NSA kämpft um seine Existenz, denn es steht in Konkurrenz zum Reichssicherheits-Hauptamt in Berlin, das von der Reichsführung favorisiert wird. Ein Programm, das anhand des Lebensmittelverbrauches versteckte Juden aufspürt, soll den Fortbestand des Amtes sichern. Andere Programme folgen.

Die Programmstrickerin Helene Bodenkamp und der Analyst Eugen Lettke arbeiten zusammen an diesen Programmen.
Andreas Eschbach erzählt die Geschichte der beiden von Kindheit an und man erlebt den Aufstieg der Nationalsozialisten praktisch durch ihre Augen.

Helene, Tochter überzeugter Anhänger Hitlers, entdeckt schon früh ihre Vorliebe für Komputer. Sie ist schüchtern, unsicher, ein bisschen naiv aber eine überaus talentierte Programmstickerin und weckt deshalb schon früh das Interesse des NSA. Erst als sie ihren Geliebten, ein Deserteur der sich vor den Nazis versteckt, durch ihre Programme in Gefahr bringt, erkennt sie, an was sie da in Wirklichkeit mitarbeitet.

Eugen Lettke, Sohn eines Kriegshelden und mit Arier-Status AAA, ist beim NSA um dem Kriegsdienst zu entgehen. Er entdeckt schnell, wie er die Möglichkeiten dieses Amtes für seine eigenen Interessen nutzen lassen. Hauptsächlich um sich an den vier Frauen zu rächen, die in vor langer Zeit einmal gedemütigt haben.

Beide Charaktere sind gut gelungen, wenn auch manchmal zu sterotyp. Auf der einen Seite etwas zu gut und zu naiv, auf der anderen Seite wiederum zu böse.

Die Frage „Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien - und deren totale Überwachung?“
beantwortet der Autor in diesem Roman auf bemerkenswerte Weise. Reale Geschichte wird mit Fiktion gemischt. Moderne Begriffe werden nationalsozialistisch eingedeutscht. Das Internet wird zum Weltnetz, Computer werden zu Komputern, Programme werden „gestrickt“. Übrigens nur von Frauen, den Programmieren ist Frauenarbeit. Das passende Lehrbuch dazu hat einen rosafarbenen Einband und erklärt das Programmieren mit Hilfe von Koch- und Backrezepten. Am Frauenbild der Nazis, hat Eschbach also nicht gerüttelt.
Erschreckend ist das Buch allemal. Die Gräueltaten und Schrecken der Nazis sind natürlich bekannt, aber durch diese technischen Möglichkeiten, wird das Ganze noch sehr viel bedrohlicher. Und natürlich zieht man zwangsläufig die Parallelen ins „Heute“.

Insgesamt ein wirklich gut gemachter Roman, der trotz seiner fast 800 Seiten, zu keinem Zeitpunkt langweilig war. Auf jeden Fall ein Buch, das ich nicht so schnell vergessen werde.

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Bodo12 Bodo12

Veröffentlicht am 19.02.2019

Ein beängstigendes Szenario

Die Idee dieser Geschichte finde ich einfach grandios.

In der Zeit während dem zweiten Weltkrieg gibt es schon Computer und Handy und sehr gute Programmiererinnen die die Möglichkeit haben Juden auf ... …mehr

Die Idee dieser Geschichte finde ich einfach grandios.

In der Zeit während dem zweiten Weltkrieg gibt es schon Computer und Handy und sehr gute Programmiererinnen die die Möglichkeit haben Juden auf unterschiedliche Weise aufzuspüren. Dank diesen Maschinen werden Programme gebastelt, wo ersichtlich ist, z. Bsp. wieviel Lebensmittel eine Familie kauft/bezieht etc.

Zum Glück ist dieses Buch nur eine Geschichte aber sie regt zum Nachdenken an. Auch wir leben heute in einem Überwachunsstaat und viele sind sich dessen gar nicht bewusst.

Das Cover ist schlicht gehalten, sticht aber sofort ins Auge. Der Schreibstil finde ich super und die Spannung ist hoch.

Ein Buch das ich jedem empfehlen kann.

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Gavroche Gavroche

Veröffentlicht am 05.02.2019

NSA

Ich liebe die Bücher von Andreas Eschbach, die Geschichten sind immer etwas ganz Besonderes und auch hier gibt es wieder eine Geschichte im Stile von "was wäre, wenn..." wie schon beim Jesus-Video. Dieses ... …mehr

Ich liebe die Bücher von Andreas Eschbach, die Geschichten sind immer etwas ganz Besonderes und auch hier gibt es wieder eine Geschichte im Stile von "was wäre, wenn..." wie schon beim Jesus-Video. Dieses Mal führt uns der Autor ins Jahr 1942, ins Nazideutschland. Doch in dieser Parallelwelt, wenn ich es mal so nennen darf, ist die Technik weiter als wir immer gedacht hätten. Und was für eine gruselige Vorstellung, die Nazis hatten schon Komputer (bei den Nazis ist es natürlich eine deutsche Schreibweise) und ein Weltnetz und Helene arbeitet beim Nationalen Sicherheits Amt als "Programmstrickerin". Mit Hilfe der neuen Technik sollen die Bürger besser überwacht werden und unliebsame Personen einfacher aufgespürt werden.
Eine erschreckende Vision, eine, die sehr zum Nachdenken anregt und ein Schmöker, mit dem man viele Stunden in diese Vision eintauchen kann.

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Estrelas Estrelas

Veröffentlicht am 26.01.2019

Komputer als Kriegsgerät

Helene arbeitet im Nationalen Sicherheitsamt im Weimar des Jahres 1942 als „Programmstrickerin“. Die Behörde ist für die Überwachung der Bürger und das Aufspüren von unliebsamen Personen zuständig.
Wir ... …mehr

Helene arbeitet im Nationalen Sicherheitsamt im Weimar des Jahres 1942 als „Programmstrickerin“. Die Behörde ist für die Überwachung der Bürger und das Aufspüren von unliebsamen Personen zuständig.
Wir befinden uns mitten im 2. Weltkrieg, jedoch ist in der Realität des Romans die Technologie so weit fortgeschritten, dass es bereits „Komputer“ und ein „Weltnetz“ gibt.
Neben der Eindeutschung uns bekannter technischer Begriffe ist es amüsant, dass sich auch Figuren im Buch fragen, wie die Welt ohne diese Technologie aussehen würde. „Hätte es keine Komputer gegeben, wäre Hitler vielleicht niemals an die Macht gekommen. Was sagst du zu dieser These?“
Die Geschichten der Protagonisten, Helenes und ihres Vorgesetzten, in dieser Welt voller Unsicherheit spielen eine große Rolle und bilden einen Brückenschlag zwischen dem fiktiven und dem realen Deutschland der 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.
Eschbach hat damit ein einfallsreiches und zugleich beklemmendes Szenario geschaffen, das für spannende Lesestunden sorgt.

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Autor

Andreas Eschbach

Andreas Eschbach - Autor
© Olivier Favre

Andreas Eschbach, geboren am 15.09.1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Von 1993 bis 1996 war er geschäftsführender Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma. Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung "für schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs" schrieb er seinen ersten Roman "Die Haarteppichknüpfer", der 1995 erschien und für den er 1996 den …

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Sprecherin

Laura Maire

Laura Maire - Sprecher
© Olivier Favre

Laura Maire arbeitet als Schauspielerin, Hörbuch- und Synchronsprecherin. Sie hat u. a. die Rolle der Alice Cullen in Twilight synchronisiert und in dem prämierten Hörspiel Der Krieg der Knöpfe mitgewirkt. Bekannt wurde sie 2001 durch die ARD-Serie Verdammt verliebt. Seitdem stand sie für verschiedenste TV-Produktionen vor der Kamera. 2011 und 2014 gewann sie den Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie „Beste Interpretin“.

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