Washington Black
 - Esi Edugyan - Hörbuch

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19,99

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (Download)
Sonstige Belletristik
753 Minuten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8387-9314-6
Ersterscheinung: 01.10.2019

Washington Black

Ungekürzt
Gelesen von Torben Liebrecht

(50)

Die Flucht ist nur der Anfang
Barbados, 1830: Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird, dem Bruder des brutalen Plantagenbesitzers. Christopher ist Erfinder, Entdecker, Naturwissenschaftler – und Gegner der Sklaverei. Das ungleiche Paar entkommt in einem selbst gebauten Luftschiff von der Plantage. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht, die die beiden um die halbe Welt führen wird. 
Eine Geschichte von Selbstfindung und Verrat, von Liebe und Erlösung. Und eine Geschichte über die Frage: Was bedeutet Freiheit? 

Rezensionen aus der Lesejury (50)

Alice3412 Alice3412

Veröffentlicht am 27.08.2020

Washington Black

"Washington Black"

Inhalt:

Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohr Plantage unter unmenschlichen Bedingungen. Als Christopher Wilder ihn als seinen Leibdiener auswählt ... …mehr

"Washington Black"

Inhalt:

Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohr Plantage unter unmenschlichen Bedingungen. Als Christopher Wilder ihn als seinen Leibdiener auswählt beginnt ein neues Leben für Washington. Christopher ist Erfinder, Entdecker und Naturwissenschaftler und führt ihn in eine völlig neue Welt ein. Außerdem ist er Gegner der Sklaverei. Beide entkommen auf einem Luftschiff von der Plantage und eine abenteuerliche Flucht durch die Welt beginnt.

Meinung:

Der Einblick in diese Zeit und vor allem das Leben eines Sklaven war hervorragend herausgearbeitet, detailreich beschrieben und ging mir unter die Haut. Grausame Momente werden aus Kinderaugen, des 13 - jährigen Washington Black beschrieben, kurz und nüchtern, doch detailliert und für mich als Erwachsenen umso grausamer.

Der Schreibstil ist sehr interessant, oft sehr einfach Sätze und doch so tiefgreifende Worte. Die Autorin schreibt aus Sicht von Washington Black und da er eine gute Beobachtungsgabe hat erhält der Leser einen guten Einblick. Nicht nur Orte werden beschrieben, sondern auch Gerüche und diese sind nicht immer angenehm. Gefühle sind sehr wichtig und werden wunderbar in den Text eingeflochten an mich übertragen.

Das Leben des Washington nimmt eine ganze Menge spannender Wendungen und birgt immer wieder neue Erkenntnisse zu Menschen, Ereignissen oder Orten. Auch trifft Washington auf Liebe und doch bleibt das Wichtigste die Freiheit und wie sie definiert wird

Ich kann diesen Roman jedem Empfehlen, der gerne in eine andere Zeit und in das Leben aus Sicht eines Sklaven eintauchen möchte.

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magische_farbwelt magische_farbwelt

Veröffentlicht am 09.10.2019

Eine abenteuerliche Reise im 19. Jahrhundert

Mein geschichtliches Interesse ist sehr groß. Und wenn die Vergangenheit auch noch in eine tolle Geschichte mittels eines Romans verpackt wird, umso besser. Im Roman „Washington Black“ der Autorin Esi ... …mehr

Mein geschichtliches Interesse ist sehr groß. Und wenn die Vergangenheit auch noch in eine tolle Geschichte mittels eines Romans verpackt wird, umso besser. Im Roman „Washington Black“ der Autorin Esi Edugyan spielt ein Sklavenjunge – gleichnamig mit dem Buchtitel – die zentrale Rolle. Das Buch beginnt für den Leser gleich schonungslos mit abscheulichen Gräueltaten. Denn mit aller Offenheit werden die Brutalitäten gegenüber den Sklaven auf der Faith-Plantage in Barbados detailliert beschrieben. Und ich denke, dass nicht allzu selten diese unmenschlichen Parallelen zu den tatsächlichen Geschehnissen zur Zeiten der Sklaverei zu sehen sind. Die Autorin beschreibt im Endeffekt das Erwachsenwerden des Jungen Washington Black. Auch wenn er von der Plantage entkommen kann und als frei gilt, scheint er ständig auf der Flucht. Denn Gleichberechtigung auf dem Papier ist eben noch lange keine echte Gleichberechtigung im wahren Leben. Und auch diese moralischen Verwerflichkeiten pickt die Autorin Esi Edugyan in ihrem Roman „Washington Black“ wunderbar heraus. Die Geschichte des Protagonisten ist abenteuerlich, manchmal herzzerreißend, manchmal grausam. Und irgendwie auch manchmal widersprüchlich. Als Leser leidet man mit ihm, man freut sich mit ihm und man zieht mit ihm beinah um die ganze Welt des 19. Jahrhunderts. Esi Edugyan schafft es, uns in eine andere Welt zu entführen, den Blick auch zu öffnen. Und indirekt zu appellieren, dass wir es nicht wieder soweit kommen lassen dürfen.

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LeseLisi LeseLisi

Veröffentlicht am 13.09.2019

Washs hartes Leben hautnah

"Washington Black" von Esi Edugyan ist ein spannender, mitreißender, tragischer und wachrüttelnder Roman.
Der Sklavenjunge Wash wird auf der Faith-Plantage auf Barbados geboren, seiner Mutter weggenommen ... …mehr

"Washington Black" von Esi Edugyan ist ein spannender, mitreißender, tragischer und wachrüttelnder Roman.
Der Sklavenjunge Wash wird auf der Faith-Plantage auf Barbados geboren, seiner Mutter weggenommen und von seinem Besitzer ironisch George Washington genannt, den Nachnamen Black erhält er vom Besizer. Er muss mit seinen jungen Jahren schon viel mitansehen und miterleben. Vermutlich führt er das ganz normale Sklavenleben auf einer Zuckerrohrplantage. Er erlebt schwere Bestrafungen und Tötungen von anderen mit, erleidet selbst schwere Verletzungen bei der Arbeit. Doch all das bessert sich, als der erfinderische Bruder des neuen Plantagenbesitzers einen Gehilfen braucht. Da er eine Art Luftschiff entwickelt muss der Gehilfe vor allem klein und leicht sein - die Wahl fällt auf Wash. Sein neuer Herr Titch behandelt Wash sehr viel besser als vorher: er darf im Haus schlafen, sich waschen, bekommt normale Kleidung und lernt. Dabei kommt sein verborgenes Talent zum Vorschein: er kann sehr gut und sehr realistisch zeichnen. Als dann die Katastrophe ausbricht, ein Cousin der zu Besuch ist, erschießt sich selbst, Wash findet ihn und wird wegen Mordes gesucht, bleibt den beiden nur die Flucht mit dem neu gebauten "Wolkenkutter". Sie kommen nicht weit und müssen auf einem Schiff notlanden. Von da an beginnt eine Reise um die halbe Welt, bis sein Herr Wash schließlich zurücklässt. Der immer noch kleine Junge, er ist noch kein Teenager, muss sich von nun an alleine durchschlagen.
Ich will nicht mehr verraten. Die Geschichte ist hat und spannend, aber auch gefühlvoll und herzlich. Die Autorin schafft es meisterhaft all diese verschiedenen Gefühle zu vermitteln und dabei genau den Anschein zu erwecken, wir würden Washs eigene Gedanken und Worte lesen. Sie beschreibt vieles ganz besonders, was Wash zum ersten Mal erlebt und wofür er noch keine Worte kennt. Das macht das ganze umso intensiver und es geht einem dadurch umso näher.
Ich bin sehr froh, dass ich das Buch lesen und Washs Geschichte miterleben durfte. Obwohl ich normal keine Bücher lese, bei denen nicht klar ist, ob es ein Happy End gibt oder nicht, bin ich von diesem doch harten Stoff sehr begeistert.

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grellpastell grellpastell

Veröffentlicht am 13.09.2019

Herzergreifend und abenteuerlich!

Gleich zu Anfang: dies ist ein wirklich wundervolles Buch!

Schon die Leseprobe hat mir große Lust gemacht, das gesamte Buch zu lesen. Hätte ich nicht das Glück gehabt, ausgewählt zu werden, ich hätte ... …mehr

Gleich zu Anfang: dies ist ein wirklich wundervolles Buch!

Schon die Leseprobe hat mir große Lust gemacht, das gesamte Buch zu lesen. Hätte ich nicht das Glück gehabt, ausgewählt zu werden, ich hätte mir das Buch auf jeden Fall sowieso gekauft.

Von Anfang an hat mir der Erzählstil der Autorin gefallen. Mit einfühlsamen Worten und viel Gefühl schildert sie, wie der kleine Wash als Sklave auf einer Plantage aufwächst.

Als er dann von Christopher Wilde sozusagen "adoptiert" wird, hat er unglaubliches Glück, denn dieser nimmt ihn mit auf seine Reisen und rettet ihn damit vor dem Tode.

Von Kapitel zu Kapitel wird ein super guter Spannungsbogen aufgebaut, und ich konnte es jedes Mal gar nicht abwarten, weiter zu lesen. Die Personen wachsen einem richtig ans Herz, man fiebert richtig mit und möchte wissen, wie es weitergeht. Ich liebe solche abenteuerlichen Lebensgeschichten!

Das Ende fand ich ein bisschen traurig, zwei gebrochene Menschen, die trotz allem nicht aus ihrer Haut können und deren tragisches Schicksal. Trotz allem denke ich, dass Christopher Wash wirklich geliebt hat wie einen Sohn und sich nur nicht eingestehen konnte, dass es so war.

Als das Buch zu Ende ging, war ich noch ein paar Tage lang von den Eindrücken darin gefesselt, dachte viel darüber nach. Eines der wenigen Bücher, bei denen man es bedauert, dass sie zu Ende sind.

Jedenfalls werde ich die Autorin Esi Edugyan weiterhin im Auge behalten und möchte auch die beiden vorherigen Bücher von ihr lesen. "Washington Black" jedenfalls ist zu Recht preisgekrönt. Ich empfehle es uneingeschränkt. Leute, lest dieses Buch!

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coala coala

Veröffentlicht am 13.09.2019

Das Leben verläuft nicht immer wie erwartet

Wir begleiten in diesem Buch das spannende Leben vom Sklavenjungen Washington Black, der auf einer Zuckerrohrplantage in der Karibik Barbados aufwächst. Sein Leben nimmt eine Wendung, mit der er wohl nie ... …mehr

Wir begleiten in diesem Buch das spannende Leben vom Sklavenjungen Washington Black, der auf einer Zuckerrohrplantage in der Karibik Barbados aufwächst. Sein Leben nimmt eine Wendung, mit der er wohl nie gerechnet hätte, als ihn der Bruder des Plantagenbesitzers als Assistenten für seien wissenschaftlichen Experimente zur Hilfe nimmt.

Von dramatisch bis entspannt unterwegs, überzeugt das Buch durch seine breite thematische Spanne. Von der Geschichte der Sklavenhaltung und Kopfgeldjägern bis zur Kunst und Wissenschaft; es geht um Familie und Freundschaft, um Vertrauen und Loslassen. Bedeutende Entdeckungen und politische Entwicklungen der Geschichte kommen genauso zur Sprache wie spannende Reisen in ferne Länder. Ein sehr dichter Roman, der dennoch fesseln und begeistern kann. Washington zieht den Leser unwiderruflich in seinen Bann, gerade auch durch die Ich-Perspektive, in der man das Handeln und Denken von Wash direkt miterleben und nachvollziehen kann. In vielen Bereichen hätte man gerne so viel mehr Erfahren, doch irgendwie ist es auch faszinierend, dass man sich so selber seine Gedanken machen muss, was war und sein wird.

Eine mehr als positive Überraschung für mich, mit der ich nicht gerechnet hatte. Ein thematisch sehr starker Roman, der überrascht, aufklärt, schockiert, begeistert und fesselt. Zu Recht hochgelobt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Esi Edugyan

Esi Edugyan - Autor
© Tamara Poppit of Poppy Photography

Esi Edugyan lebt in Victoria, der Hauptstadt der kanadischen Provinz British Columbia. Washington Black ist ihr dritter Roman und wurde von Publikum und Kritik gefeiert. Er stand auf der Shortlist für den Man Booker Prize 2018 und wurde mit dem Giller Prize ausgezeichnet.

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Sprecher:in

Torben Liebrecht

Torben Liebrecht - Sprecher
© Pascal Bünning

Torben Liebrecht, geboren 1977, steht seit seinem 15. Lebensjahr vor der Kamera und hinter dem Mikrofon. Der vielseitige Schauspieler spielte u. a. Rudolf Dassler in dem vielbeachteten Biopic „Duell der Brüder“ und wurde für seine Rolle in der kanadischen Weltkriegsserie „X Company“ mit dem Canadian Screen Award als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Torben Liebrecht ist u. a. die deutsche Feststimme von Tom Hardy („Venom“), Richard Armitage („Der Hobbit“) und Chiwetel …

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