Washington Black
 - Esi Edugyan - Hörbuch

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19,99

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (Download)
Sonstige Belletristik
753 Minuten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-8387-9314-6
Ersterscheinung: 01.10.2019

Washington Black

Ungekürzt
Gelesen von Torben Liebrecht

(50)

Die Flucht ist nur der Anfang
Barbados, 1830: Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird, dem Bruder des brutalen Plantagenbesitzers. Christopher ist Erfinder, Entdecker, Naturwissenschaftler – und Gegner der Sklaverei. Das ungleiche Paar entkommt in einem selbst gebauten Luftschiff von der Plantage. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht, die die beiden um die halbe Welt führen wird. 
Eine Geschichte von Selbstfindung und Verrat, von Liebe und Erlösung. Und eine Geschichte über die Frage: Was bedeutet Freiheit? 

Rezensionen aus der Lesejury (50)

Nabura Nabura

Veröffentlicht am 02.09.2019

Eine unverhoffte Reise, die mich begeistern konnte

George Washington Black, genannt Wash, ist seit seiner Geburt auf einer Zuckerrohrplantage in Barbados ein Sklave. Im Jahr 1830 ist er elf Jahre alt und hat die Plantage noch nie verlassen. Doch dann stirbt ... …mehr

George Washington Black, genannt Wash, ist seit seiner Geburt auf einer Zuckerrohrplantage in Barbados ein Sklave. Im Jahr 1830 ist er elf Jahre alt und hat die Plantage noch nie verlassen. Doch dann stirbt sein bisheriger Master und mit seinem Nachfolger erleben die Sklaven eine neue Dimension der Gewalt. Die Dinge ändern sich für Wash, als der Bruder seines Besitzers ihn als Gehilfen für seine Forschungen einspannt. Christopher Wilde ist besessen von der Idee eines Wolkenkutters, den er vom nächstgelegenen Berg aus starten will. Nach einem verhängnisvollen Zwischenfall brechen die beiden überstürzt gemeinsam auf. Für Wash beginnt damit ein völlig neues Leben, das aufregend ist, ihn aber auch mit Fragen nach seiner Identität konfrontiert.

Der Roman ist aus der Sicht des achtzehnjährigen Wash geschrieben, der auf die letzten sieben Jahre zurückblickt, in denen sich für ihn alles geändert hat. Man erhält einige Einblicke in das harte Leben auf der Plantage und die wachsende Verzweiflung der Sklaven mit dem Einzug des neuen Masters. Einige beschließen sogar, der Gewalt durch Selbstmord zu entfliehen in der Hoffnung, in der Heimat wiedergeboren zu werden. Wie lange Wash unter diesen Bedingungen überlebt hätte? Das wird man nicht erfahren, denn stattdessen wird ausgerechnet er, ein gewöhnlicher Feldsklave, der Assistent eines Forschers.

Mit einer schnörkellosen Sprache gibt Wash Einblicke in sein Leben und gut konnte ich seinen Argwohn nachvollziehen, als er plötzlich als dem Bruder seines Besitzers assistieren soll. Ist dies vielleicht ein noch schlimmeres Schicksal als die Arbeit auf dem Feld? Doch Christopher, genannt Titch, ist kein Freund der Sklaverei. Er behandelt ihn gut und bringt ihm sogar etwas lesen und rechnen bei. Das heißt jedoch noch lange nicht, dass Titch Schwarze als den Weißen ebenbürtig sieht - ein Thema, das von Wash im Laufe der Zeit immer wieder reflektiert wird.

Das Cover verrät bereits, dass sich die Handlung nicht nur auf der Plantage abspielen wird. Die Grausamkeit der Sklaverei wird dem Leser deutlich gemacht, sie nimmt aber nur einen kleinen Teil der Handlung ein. Schnell geht es um Titchs Forschungen am Wolkenkutter und das Verhältnis zu seinem Bruder. Wash legt ein zeichnerisches Talent an den Tag, mit dem er Titch beeindrucken kann. Der Beginn der Reise kommt schließlich überraschend. Plötzlich muss rasch eine Entscheidung getroffen werden und schon ist Wash in der Luft. Doch es läuft ganz und gar nicht nach Plan.

Wohin es Wash verschlagen wird sollte jeder Leser selbst herausfinden. Er findet sich an völlig unterschiedlichen Orten auf verschiedenen Kontinenten wieder. Dabei stehen verschiedene Themen im Fokus: Seine Beziehung zu Titch, die Angst, von seiner Vergangenheit eingeholt zu werden und vor allem die Frage, was er aus seinem Leben machen kann und will. Auch Liebe und Verlust spielen im späteren Verlauf eine wichtige Rolle.

Mir hat Wash als kluger Charakter, der von seiner Erfahrung als Sklave tief geprägt ist, sehr gut gefallen. Ihn auf seinem Abenteuer hinaus in die Welt zu begleiten hat mir großen Spaß gemacht. Er ließ mich durch seine Augen blicken, die viel Wundersames entdecken und ihn staunen lassen. Immer wieder gibt es aber auch Momente, die nachdenklich stimmen, denn als ehemaligem Sklaven steht Wash nicht jede Tür offen. Ein absolut gelungener Roman über eine unverhoffte Reise in die Freiheit, der mich sehr begeistern konnte und den ich deshalb uneingeschränkt weiterempfehle!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

littlesparrow littlesparrow

Veröffentlicht am 30.08.2019

Ein zutiefst berührender Roman

Washington Black
Roman
Eichborn Verlag
Autorin: Esi Edugyan
ISBN 978-3-8479-0665-0
510 Seiten
erscheint am 30. August 2019





Inhalt und Personen

Washington Black handelt von einem 11jährigen Jungen ... …mehr

Washington Black
Roman
Eichborn Verlag
Autorin: Esi Edugyan
ISBN 978-3-8479-0665-0
510 Seiten
erscheint am 30. August 2019





Inhalt und Personen

Washington Black handelt von einem 11jährigen Jungen namens George Washington "Wash" Black. Bereits in Sklavenhaltung geboren, wird er von einer Sklavin namens Big Kit beschützt, die ihn mit immer widersprüchlichen Aussagen durch die ersten Jahre begleitet.
1830 stirbt der Plantagenbesitzer und sein Neffe Erasmus Wilde übernimmt als neuer Master die Plantage auf Barbados. Seitdem sind tätliche Übergriffe auf die Sklaven an der Tagesordnung. Als Überleben und dabei unversehrt zu bleiben aussichtslos erscheint und auch eine Flucht unmöglich ist, beginnen die Sklaven sich selbst das Leben zu nehmen, in der Hoffnung, frei und in der Heimat wiedergeboren zu werden.


Zu dieser Zeit trifft Erasmus jüngerer Bruder Christopher "Titch" Wilde auf der Plantage ein. Titch hält nichts von Sklaverei. Für ihn sind alle Menschen gleichwertig und gleichberechtigt. Er wird auf den 11jährigen Wash aufmerksam und bittet seinen Bruder, ihm den Jungen für seine wissenschaftlichen Studien als Assistent zur Verfügung zu stellen. Titch arbeitet gerade daran, einen Wolkenkutter erstmals in die Luft zu bringen.

Mit diesem Wolkenkutter machen sich Titch und Wash auf zu einer Reise in die Freiheit.
Und so beginnt für Wash eine Reise in eine nie auch nur zuvor erahnte Welt voller neuer Eindrücke.

"Und so starben wir also nicht. Der kräftige Mann mit der Axt stellte sich als der Schiffskapitän heraus, ein in Deutschland geborener, zufällig zum Engländer gewordener Seefahrer namens Benedikt Kinast." - Seite 171



Meine Meinung

Esi Edugyan schreibt, was manche nur in Bildern auszudrücken vermögen. Sie findet Worte, die mit einer Liebe zum Detail angefüllt sind, dass das Geschehen vor meinem geistigen Auge zum Leben erwacht. Ich genieße die Beschreibungen und werde Teil dieser Geschichte. Während sich die Charaktere unterhalten, streiten, diskutieren und sich erklären, fühlt es sich fast so an, als könnte ich das Geschehen greifen.

Das Buch ist in vier Abschnitte unterteilt und handelt von den verschiedenen Lebensabschnitten des jungen Wash. Dadurch sind die 510 Seiten sehr angenehm zu lesen. Jedes dieser Abschnitte ist zusätzlich in Kapitel unterteilt, die in der Länge variieren.

Während des Lesens beschäftige ich mich immer mehr mit den Aussagen von Wash, die durch eine Vielzahl von geschilderten Wahrnehmungen unterstrichen werden. Da ist die Stimme, sein Schweigen, seine Blicke. Die Verbundenheit, die er sucht, wird beim Lesen spürbar.

Wie fühlt man sich, wenn man plötzlich zu niemanden gehört und zuvor in Besitz von jemanden aufwächst? Das ist die Frage, die sich mir immer wieder stellt.

In Washington Black geht es um Freiheit. Körperliche Freiheit.
Und die sich daraus ergebenden Möglichkeiten der persönlichen Freiheiten.

Dieses Abenteuer, zu Überleben und in Freiheit zu gelangen, konnte ich an der Seite von Wash erleben. Ein zutiefst berührender Roman.


Fazit

Ein zutiefst berührender Roman. Washington Black ist für alle, die mit Wash das Abenteuer zu Überleben, die Gefahren der Freiheit und das Leben bestehen wollen.

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Mightynina Mightynina

Veröffentlicht am 01.11.2019

Suche nach Freiheit.

Angst. Die ersten 80 Seiten umtreibt mich schlicht die Angst, denn Grausamkeit und Willkür bestimmen nahezu körperlich spürbar das Leben des elfjährigen Sklavenjungen Washington Black auf Barbados im Jahre ... …mehr

Angst. Die ersten 80 Seiten umtreibt mich schlicht die Angst, denn Grausamkeit und Willkür bestimmen nahezu körperlich spürbar das Leben des elfjährigen Sklavenjungen Washington Black auf Barbados im Jahre 1830. Er ist Feldsklave auf einer Zuckerrohr-Plantage in den britischen Kolonien, wo man immer mehr afrikanische Sklaven unter härtesten Bedingungen heranschafft, um den steigenden Zuckerkonsum der reichen Oberschicht im Britischen Empire zu decken.

Die Plantagenbesitzer haben die Macht über alles und jeden auf der Insel, und nach dem Ableben des alten Masters stellt sich der neue als das personifizierte Böse heraus: Erasmus Wilde, so blass und weiß, dass er fast durchscheinend wirkt und so unglaublich grausam, dass man mit dem Schlimmsten rechnet, sobald er auf den Plan kommt. Wash, wie George Washington Black gerufen wird, ist mittendrin, nur leidlich geschützt von der mütterlichen Sklavin Big Kit. Und so überträgt sich sein Gefühl, jede Sekunde wachsam bleiben zu müssen, und wird erst allmählich erträglicher, als des Masters Bruder die Plantage besucht:

Christopher Wilde, seit Kindertagen Titch genannt, verkörpert als Entdecker und Erfinder den Freigeist eines Alexander von Humboldt und setzt sich genau wie dieser für die Abschaffung der Sklaverei ein. Als der kauzige, aber rechtschaffene Mann den Sklavenjungen zu seinem Assistenten ernennt, bringt er ihn damit erst einmal in relative Sicherheit – und entreißt ihn der einzigen Welt, die der auf der Plantage geborene Junge bislang kannte. Zum ersten Mal ist Wash, der von nun an wissenschaftliche Illustrationen anfertigen darf, mehr als eine Kreatur ohne Persönlichkeit.

„Und in dieses Leben war Titch hereinspaziert, hatte mich mit seinen ruhigen Augen angesehen und an mir etwas erkannt, eine Neugier für die Welt, eine Intelligenz, ein Talent für Bilder, von dem ich selbst bis dahin nichts gewusst hatte.“

Als sich aber zwei Unglücksfälle ereignen und Wash zum Spielball zwischen den subtil verfeindeten Brüdern zu werden droht, fliehen der Entdecker und sein Schützling in einem selbst gebauten Luftschiff. Sie brechen auf in ein jahrelanges Abenteuer, das sie bis in die Arktis und in aller Herren Länder führt.

Und doch ist der imposante Roman der Kanadierin Esi Edugyan, die selbst afrikanische Vorfahren hat, nicht nur ein Abenteuerroman: Er ist eine Geschichte, die als Flucht beginnt und als Suche ihren Lauf nimmt. Anfangs gejagt sucht der langsam erwachsen werdende Wash nach einem Leitbild, einer inneren und äußeren Heimat, die für ihn aber scheinbar nie zu erreichen ist. Auch der rastlose Tish vermag ihm diese Heimat nicht zu geben, und so bleibt die Erinnerung an Big Kits raue Hand auf Washs kindlicher Wange lange Zeit der einzige weiche Anflug von Geborgenheit in einem harten Leben.

Auch nach der Abschaffung der Sklaverei, die im Buch fast nebensächlich erwähnt wird, wendet sich nicht alles zum Guten, denn mit den abwandernden Sklaven beginnen die sozialen Probleme, und Ausgrenzung und Erniedrigung lösen sich keinesfalls in Luft auf. Doch Wash ist ein Ziehkind der Wissenschaft, und letztendlich ist es immer diese Faszination, die ihm eine Richtung gibt. Der Funke, den Titch im Inneren des elfjährigen Jungen gezündet hat, erweist sich auch als Leitstern im Erwachsenenleben.

„Und plötzlich wusste ich, was ich wollte – was ich unbedingt wollte: genau das. Ich wollte mit meinen Händen eine Welt erschaffen können.“

Washington Black ist ein sprachlich beeindruckender Roman, der mich von Anfang an sehr gefesselt hat – aufgrund seiner gelungenen Übersetzung, des krassen Gegensatzes von Grausamkeit und poetischer Sprache, der Lebendigkeit der Gedanken sowie der Orte und fast versessen detailreicher Figuren.

Es fällt mir trotzdem schwer, ein Fazit zu ziehen, ohne das Ende des sehr lesenswerten und übrigens schon von außen bildschönen Romans vorweg zu nehmen. Daher ein paar Fragen, die ich mir nach dem Zuklappen gestellt habe: Ist Freiheit möglich ohne Einsamkeit? Hat ein Mensch nicht immer mehr als nur ein menschliches Motiv für seine Taten? Und: Ist das Leben eine Reise oder eine Landkarte? Auf jeden Fall lesen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

letsreviewthisshit letsreviewthisshit

Veröffentlicht am 06.09.2019

Washington Black - Esi Edugyan

_Inhalt_
Washington Black ist ein junger Sklave, der davon träumt mit seiner Freundin Big Kit sich umzubringen und dann in ihrem Heimatdorf ein neues Leben zu beginnen, denn ihre Lebensumstände sind grausam. ... …mehr

_Inhalt_
Washington Black ist ein junger Sklave, der davon träumt mit seiner Freundin Big Kit sich umzubringen und dann in ihrem Heimatdorf ein neues Leben zu beginnen, denn ihre Lebensumstände sind grausam. Doch daraus wird nichts, denn eines Abends müssen sie beim Essen kellnern (sie sind sonst eigentlich auf dem Feld tätig) und Wash wird von Titch, dem Bruder seines Sklaventreibers ausgesucht ihm beim Bau eines Wolkenkutters zu helfen. Und so beginnt für Wash ein neuer Lebensabschnitt, etwas ferner der Sklaverei

_Meinung_
Es wurde sehr hart und eindrücklich die Sklaverei und das damit verbundene Leid von Washington beschrieben, was mir auf einer Seite echt gut gefallen hat. Auf der anderen Seite war es echt hart zu lesen, wie schwer dieses Leben ist.
Die Geschichte an sich ist super spannend, durch die vielen Reisen die Wash unternimmt. Man fiebert jedoch auf nichts wirklich hin, fand ich..

_Fazit_
Ein Buch was zum nachdenken anregt, über die Sklaverei, Rassismus und generell den Umgang miteinander. Mir hat es gut gefallen, wobei ich mit dieser Art des Endes schon gerechnet hatte..

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Sams_Wonderland Sams_Wonderland

Veröffentlicht am 04.09.2019

Eine tolle Geschichte

Klappentext:
Die Flucht ist nur der Anfang
Barbados, 1830: Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher ... …mehr

Klappentext:
Die Flucht ist nur der Anfang
Barbados, 1830: Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird, dem Bruder des brutalen Plantagenbesitzers. Christopher ist Erfinder, Entdecker, Naturwissenschaftler - und Gegner der Sklaverei. Das ungleiche Paar entkommt in einem selbst gebauten Luftschiff von der Plantage. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht, die die beiden um die halbe Welt führen wird.
Eine Geschichte von Selbstfindung und Verrat, von Liebe und Erlösung. Und eine Geschichte über die Frage: Was bedeutet Freiheit?

Mein Meinung:
Der Klappentext hat mich sehr Neugierig auf das Buch gemacht. Ich fand es toll das die ganze Story aus Washs Sicht Erzählt wurde. Einen Sklaven aus seiner Sicht erzählen zu lassen war sehr interessant. Der Schreibstil an sich war toll und hat mich das ganze Buch über gepackt.
Durch den Klappentext hatte ich eine Liebesgeschichte zwischen Christopher und Wash erwartetet, leider war dem nicht so. Das ganze Buch über, bis zu einer gewissen Stelle, hatte ich die Zeit das Gefühl zwischen den beiden könnte bald etwas passieren, dann passierte eine Sache und mir war klar, diese Liebe war nicht gemeint, was mir etwas das Herz gebrochen hat, aber das Buch nicht schlechter.
Ich fande auch das Luftschiff spielte eine viel zu kurze, wenn auch essentielle, Rolle.
Ich fande die ganze Story sehr spannend geschrieben, es gab nur eine Passage, in der zwar Wash als Person gewachsen ist und man seinen Werdegang gut miterleben konnte, aber es etwas zäh war und man sich aus dem Abschnitt wieder raus kämpfen musste bis dann wieder etwas mehr los war.

Fazit:
Der Schreibstil und die Thematik der Sklaverei und später auch die beginnende Zeit als die Sklaverei abgeschafft wurde, fande ich toll und interessant. Das Buch konnte mich gut unterhalten und ich wollte es nicht aus der Hand legen, ich hatte nur etwas andere Erwartungen, was meine Euphorie gegen Ende etwas geschmälert hat. Trotzdem kann ich die Geschichte von Wash nur allen, vom ganzen Herzen, ans Herz legen. Das Buch ist einfach so gut geschrieben und beinhaltet ein wichtiges Thema, ich hoffe das es ganz viele Leser findet. Ich gebe 4,5 von 5 Sterne.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Esi Edugyan

Esi Edugyan - Autor
© Tamara Poppit of Poppy Photography

Esi Edugyan lebt in Victoria, der Hauptstadt der kanadischen Provinz British Columbia. Washington Black ist ihr dritter Roman und wurde von Publikum und Kritik gefeiert. Er stand auf der Shortlist für den Man Booker Prize 2018 und wurde mit dem Giller Prize ausgezeichnet.

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Sprecher

Torben Liebrecht

Torben Liebrecht - Sprecher
© Pascal Bünning

Torben Liebrecht, geboren 1977, steht seit seinem 15. Lebensjahr vor der Kamera und hinter dem Mikrofon. Der vielseitige Schauspieler spielte u. a. Rudolf Dassler in dem vielbeachteten Biopic „Duell der Brüder“ und wurde für seine Rolle in der kanadischen Weltkriegsserie „X Company“ mit dem Canadian Screen Award als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Torben Liebrecht ist u. a. die deutsche Feststimme von Tom Hardy („Venom“), Richard Armitage („Der Hobbit“) und Chiwetel …

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