Ich, Eleanor Oliphant
 - Gail Honeyman - Hörbuch

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20,00

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (CD)
Frauenromane
431 Minuten
6 CDs
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-5473-3
Ersterscheinung: 24.04.2017

Ich, Eleanor Oliphant

Roman
Gelesen von Laura Maire
Übersetzt von Alexandra Kranefeld

(16)

Wie Eleanor Oliphant die Liebe suchte und sich selbst dabei fand
 
Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus – und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen.
 
Mit ihrem Debüt "Ich, Eleanor Oliphant" ist Gail Honeyman ein anrührender Roman mit einer unvergesslichen Hauptfigur gelungen. Ihre erfrischend schräge Sicht auf die Dinge zeigt uns, was im Leben wirklich zählt. Liebe. Hoffung. Ehrlichkeit. Und vor allen Dingen die Freundschaft.
„Absolut mitreißend.“ Jojo Moyes

 

Pressestimmen

„Die Geschichte dieser jungen, zurückgezogen lebenden Frau wird von der Sprecherin mit großer Zuneigung und grandiosem Humor erzählt. Als Hörer fiebert und schmunzelt man mit…“ 

Rezensionen aus der Lesejury (16)

ZuHaLiKo ZuHaLiKo

Veröffentlicht am 05.07.2019

Kann ich nur weiterempfehlen

Ich habe selten so ein tolles Buch gelesen.

Eleanor Oliphant konnte mich richtig begeistern. Die Entwicklung, die in diesem Buch beschrieben wird, ist mitreißend und sehr einfühlsam erzählt, wobei ... …mehr

Ich habe selten so ein tolles Buch gelesen.

Eleanor Oliphant konnte mich richtig begeistern. Die Entwicklung, die in diesem Buch beschrieben wird, ist mitreißend und sehr einfühlsam erzählt, wobei sehr viel Wert darauf gelegt wird, Eleanor nicht als sonderbar dastehen zu lassen. Sie ist mir gleich sympathisch gewesen, obwohl gleich zu Beginn klar ist, dass sie nicht den Normen entspricht. Sie entwickelt sich während des Handlungsstrangs, ohne verzerrt und fiktiv zu wirken.

Ich fand dieses Buch wirklich großartig und kann es daher nur jedem empfehlen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

lauri2001 lauri2001

Veröffentlicht am 02.07.2019

Was genau heißt eigentlich normal?

Diese Frage stellt man sich immer öfter, während man das Buch ließt. Zunächst scheint es, dass Eleanor Oliphant ein ganz "normales" Leben führt. Sie hat einen festen Job, geht regelmäßig einkaufen ... …mehr

Diese Frage stellt man sich immer öfter, während man das Buch ließt. Zunächst scheint es, dass Eleanor Oliphant ein ganz "normales" Leben führt. Sie hat einen festen Job, geht regelmäßig einkaufen und ärgert sich über andere Menschen. Doch im Laufe der Geschichte merkt man, das es da eine Sache gibt, die eben nicht "normal" ist und Eleanors komplettes Leben beeinflusst. Sie versucht damit klar zu kommen und merkt, dass es vielleicht besser ist, doch Freunde zu haben, die einem dabei helfen...
Ich habe es sehr genossen, das Buch zu lesen, da man längere Zeit unwissend bleibt und das Ende der Geschichte somit nicht vorhersehbar ist. Der Schreibstil ist sehr schön und hilft dabei, sich mit der Figur zu identifizieren und ihre Gedanken zu verstehen. Sehr schön fand ich auch die Entwicklung von Eleanor, welche man beim lesen verfolgen konnte.
Ich würde das Buch auf jeden Fall weiterempfehlen, da viel mehr darin steckt, als man zunächst vermutet.

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Tynes Tynes

Veröffentlicht am 18.04.2019

Wortgewaltige Geschichte

Wow - ein so wortgewaltiges Buch habe ich lange nicht mehr gelesen.
Es ist eine wahre Wonne, von der Autorin mit dieser einzigartigen Schreibweise in die Welt von Eleanor Oliphant hinein gezogen zu werden ... …mehr

Wow - ein so wortgewaltiges Buch habe ich lange nicht mehr gelesen.
Es ist eine wahre Wonne, von der Autorin mit dieser einzigartigen Schreibweise in die Welt von Eleanor Oliphant hinein gezogen zu werden - man kann sich diesem Sog kaum entziehen.
Es ist spannend zu sehen, wie sich Eleanor im Laufe der Seite entwickelt und zu sich selbst findet.
Die zu Beginn angedeutete traumatische Kindheit ist immer wieder Thema, wird aber erst zum Ende in seiner Gänze aufgedeckt und erklärt im nachhinein so einiges.
Man merkt - sprachlich und thematisch ist das Buch eine echte Wucht, ich hätte mir nur gewünscht, dass einfach ein bisschen mehr passiert - das ist allerdings auch mein einziger Kritikpunkt.

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foreverandgrace foreverandgrace

Veröffentlicht am 21.01.2019

Toll erzählt - aber nichts, das länger im Gedächtnis bleibt

Mit „Ich, Eleanor Oliphant“ hat man ein Buch vor sich, das eines dieser Sorte ist, in das man schnell hineinfindet. Es wird von der im Titel Genannten erzählt, eine junge Frau, in Glasgow lebend. ... …mehr

Mit „Ich, Eleanor Oliphant“ hat man ein Buch vor sich, das eines dieser Sorte ist, in das man schnell hineinfindet. Es wird von der im Titel Genannten erzählt, eine junge Frau, in Glasgow lebend. Sie geht, wie die meisten Menschen ihres Alters, einer geregelten Arbeit nach, wohnt in einer kleinen Wohnung und ihr Leben findet – dieser Gedanke kommt wohl so manchem hier und da – einzig zwischen Einkaufen, Bus, Arbeit und ihrem Zuhause statt. Ziemlich normal, möchte man glauben, aber tatsächlich lassen einen schon auf den ersten Seiten Kleinigkeiten erahnen, dass es ganz und gar nicht so ist. Dass nicht dieses „Normal“, über das man gar nicht mehr so richtig nachdenkt, ihr „Normal“ ist.

Gail Honeyman hat einen sehr erfrischenden, mit unterschwelligem Humor versehenen Schreibstil, und auch wenn das wohl mehr eine Floskel als eine wirkliche Feststellung ist, schreibt sie tatsächlich eigen. Was mir hauptsächlich einfallen würde, müsste ich ihren Schreibstil charakterisieren, sind scharfe, kleine Beobachtungen, die sie einbindet, auch solche, die man gar nicht mehr zu machen gedenkt, weil man – ohne dieser Tatsache etwas Negatives anhaften zu lassen – sich nur auf die wichtigen Dinge konzentriert. Von einem „abgefrorenen Hintern“ ist da die Rede, während sich die Protagonistin fragt, warum man denn nicht klipp und klar sagt, dass man kalte Hände hat; dass das Tanzen zu Musik heute kaum mehr als „unchoreografiertes Herumhüpfen“ ist. Da sind aber auch Bemerkungen, die eindeutig drauf schließen lassen, mit diesem negativen Aspekt, den ich zuvor nicht beimessen wollte, dass etwas nicht so richtig zu „stimmen“ scheint mit Eleanor. An vielen Stellen des Buches führt dieser Umstand meiner Meinung nach darauf zurück, dass die Autorin hier versucht, ungute Emotionen in das Gegenteil zu verwandeln, und ich glaube nicht, dass es Mitleid mit der Protagonistin sein soll. Vielmehr möchte sie durch die Einsicht, etwas ziemlich Unfaires zu denken, ein Be- und Umdenken anregen, das über das Buch gesehen definitiv passieren kann, wenn man nur offen dafür ist.

„Ich, Eleanor Oliphant“ ist ein lebensnahes Buch, flüssig geschrieben und angenehm zu lesen, nichtsdestotrotz schien es mir gleichzeitig das genaue Gegenteil zu sein. Obwohl die angewandte Erzählperspektive aus Sicht Eleanors absolut schlüssig ist und für mich eine kleine Meisterleistung darstellt, hat es die Autorin doch geschafft, sich für mein Gefühl perfekt in jemanden wie ihre Protagonistin hineinzuversetzen. Das Thema, das Gail Honeyman behandelt, ist einem irgendwo fremd, weil man es nicht sieht, weil Menschen die Eigenschaft, die mit dem Hauptthema des Buches verbunden ist, nicht öffentlich zeigen, sondern im Verborgenen damit leben. Gleichzeitig, obwohl ich während des Lesens keine Abscheu gegen es empfunden habe, wurde ich das Gefühl nicht los, etwas zur Belustigung zu lesen, belustigt sein zu sollen über das Leid einer liebenswerten jungen Frau. Diese Tatsache kann – wahrscheinlich ist es so – genau so von der Autorin gewollt gewesen sein, so offensichtlich gemacht, dass man sich über die darin liegende Absurdität klar wird und, wie schon zuvor erwähnt, ein Denkprozess angestoßen wird. Allerdings fand ich das, was Eleanor umtreibt, hier und da zu sehr romantisiert, zu sehr als etwas dargestellt, das Außenstehende mit selbstgefälliger Ader gut und gerne ein Grinsen ins Gesicht bringen kann.

Handlungstechnisch bin ich leider der Meinung, dass der Spannungsbogen etwas fehlt, ich habe rückblickend das Gefühl, nur von Eleanors tragischer Geschichte gelesen zu haben, nicht von ihrer Zukunft. Immer dieselben Szenen, Begegnungen mit einem Arbeitskollegen, dessen Mutter und anderen schmiegen sich unbedeutend und nicht wirklich mit einer Veränderung, die die Geschichte maßgeblich weiterbringt, aneinander. Auch wenn eine Handlung besteht, wurde der Roman für mich dadurch zu etwas Langatmigem. Es fehlt der Aha- oder Wow-Effekt, der es besonders macht, ihm etwas Eigenes verleiht, das man, zumindest glaubt, noch nie gesehen zu haben. Der Schreibstil, gespickt mit Wörtern, die trotz aller Rechtfertigung und Schönheit der Sprache niemand heute so nutzen würde, aber wahrhaftig zu Eleanors Sichtweise passen, kann diesen Umstand leider nicht wettmachen. Darüber hinaus empfinde ich die Charaktere als nicht stark – klischeehafte, übliche Charaktere sind es; der gutmütige Greis, der etwas schmuddelige, ungepflegte IT-Spezialist, das Modepüppchen, das sich offenbar Männer am laufenden Band anlacht und in einem Friseursalon arbeitet. Sobald die Charaktere im Buch eingeführt wurden, hatte ich von Anfang an ein zu klares Bild von ihnen im Kopf, in Bezug auf das ich leider im weiteren Verlauf nicht mehr zum Umdenken gezwungen wurde. Schade finde ich auch, dass man als Dritter, als Leser, irgendwie dazu verleitet wird, seine eigenen Diagnosen abzugeben und sich über eine negative Abgrenzung von Eleanor zu distanzieren; dieser Punkt lässt den Roman manchmal zu einer Art Krankheitsfalldiagnose verkommen.

Wie sich das Buch über die 525 Seiten aufbaut, muss ich resümierend leider sagen, dass ich nicht finde, dass Anfang und Ende zusammenpassen, beziehungsweise mich zufrieden zurücklassen. Was zu einem sehr großen Teil, wenn nicht sogar vollkommen, dafür verantwortlich ist, dass Eleanors Leben sich so gestaltet, wie es sich gestaltet, wird für mich nicht befriedigend aufgelöst, erklärt, mit einem Ende beendet, das Hoffnung birgt, was im Kontext der Story aber sehr wichtig wäre. Bis zum Ende des Buches ist für mich keine ersichtliche Wendung passiert, die aus der Protagonistin selbst kommt, wo sie doch eine unverwechselbare sein soll, wie Jojo Moyes über das Buch gesagt haben soll. Viele Fragen bleiben unbeantwortet und während die Autorin mit ihrem Ende wohl das vielzitierte offene haben wollte, ist es für mich eines mit zu vielen offenen Fragen, die ein regelrecht überhastetes Finale ergeben, das dem Buch nicht gerecht wird und es mir nicht möglich macht, es uneingeschränkt weiterzuempfehlen.

Ich kann leider nicht mit Überzeugung behaupten, dass mir „Ich, Eleanor Oliphant“ länger im Gedächtnis bleiben wird, dafür fehlen mir Stellen, an die ich mich bewusst erinnern würde, wenn ich mir den Titel oder das Cover vor Augen halte.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

MyBookChaos MyBookChaos

Veröffentlicht am 24.07.2018

Jeder sollte Eleanor und ihre Geschichte kennen!

#MEINUNG#
Dieses Buch hat mich durch ein wahres Gefühlschaos geschickt. Liefen mir anfangs die Tränen vor lauter Lachen die Wange herunter, wo wurde ich später mehr und mehr zu einem schluchzenden Haufen ... …mehr

#MEINUNG#
Dieses Buch hat mich durch ein wahres Gefühlschaos geschickt. Liefen mir anfangs die Tränen vor lauter Lachen die Wange herunter, wo wurde ich später mehr und mehr zu einem schluchzenden Haufen Elend. Dieses Buch ist weitaus mehr als "nur" eine leicht-lockere Lektüre.

Eleanor ist hochintelligent, besitzt allerdings so gut wie keine Sozialkompetenzen und ist auch generell eher weltfremd, was gerade zu Beginn des Buches zu einigen kuriosen Situationen führt. Da wird schon das Bestellen einer Pizza zu einer Herausforderung für sie, über die man nur amüsiert den Kopf schütteln kann, wobei ich vom Brazilian Waxing hier gar nicht erst anfangen will. Soziale Kontakte hat sie praktisch nur auf der Arbeit und auch dort geht sie so ziemlich jedem aus dem Weg, der ihr zu nahe kommt, was anders herum aber auch der Fall ist, denn Eleanor ist einfach seltsam. Ihre Ansichten und auch ihre Ausdrucksweisen könnten direkt aus dem 19. Jahrhundert entsprungen sein und gerade dieser Widerspruch ist so groß, denn einerseits ist sie so wortgewandt und intelligent, andererseits ist sie so naiv wie ein Kind. Kommt dieses Anfangs noch sehr lustig herüber (wobei die Autorin auch sehr geschickt viele lustige Passagen in die ersten Kapitel eingebaut hat) so ändert sich der Ton doch nach und nach.

Denn, wie man sich schon denken kann, ist Eleanor nicht so geboren, sie wurde erst zu der (gemacht), die sie ist. Nach und nach wird enthüllt, was passiert ist und wie sie zu ihren körperlichen und seelischen Narben gekommen ist und warum sie so einsam ist. Und diese kleinen Enthüllungen, die häppchenweise eingestreut werden, haben mir mehr als einmal die Tränen in die Augen getrieben. Eleanor trägt ein riesiges Päckchen mit sich herum und tat mir einfach nur unendlich leid. Hier habe ich mich auch selbst dabei ertappt, dass ich, obwohl ich es nicht möchte, doch dazu tendiere, Menschen in Schubladen zu stecken. Und in einer dieser Schubladen ist auch Eleanor zu Beginn des Buches gewandert. Man "bewertet" Menschen viel zu schnell, ohne sich die Mühe zu machen, hinter die Fassade zu sehen.

Und gerade das macht Raymond, der eigentlich nur Eleanors Arbeitscomputer reparieren sollte, sich dann aber still und leise in ihr Leben schleicht und dort dann tatsächlich beginnt, hinter die Fassade zu sehen. Die Beziehung der Beiden zueinander ist wunderbar beschrieben und kommt dabei ganz ohne großen Pathos oder Klischees aus.

Der Schreibstil hat mir großartig gefallen. Eleanor war absolut glaubhaft als Ich-Erzählerin und gerade das hat dazu beigetragen, dass ich erst mit ihr gelacht und dann mit ihr und für sie geweint habe.

#FAZIT#
Dieses Buch hat mich auf so ziemlich jeder emotionalen Eben berührt. Jeder sollte Eleanor und ihre Geschichte kennen.

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Autorin

Gail Honeyman

Gail Honeyman - Autor
© Philippa Gedge Photography

Gail Honeyman lebt und arbeitet in Glasgow. Sie bekam bereits mehrere Preise für ihr Schreiben. Ich, Eleanor Oliphant ist ihr erster Roman.

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Sprecherin

Laura Maire

Laura Maire - Sprecher
© Olivier Favre

Laura Maire arbeitet als Schauspielerin, Hörbuch- und Synchronsprecherin. Sie hat u. a. die Rolle der Alice Cullen in Twilight synchronisiert und in dem prämierten Hörspiel Der Krieg der Knöpfe mitgewirkt. Bekannt wurde sie 2001 durch die ARD-Serie Verdammt verliebt. Seitdem stand sie für verschiedenste TV-Produktionen vor der Kamera. 2011 und 2014 gewann sie den Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie „Beste Interpretin“.

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