Ich, Eleanor Oliphant
 - Gail Honeyman - Hörbuch

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

20,00

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (CD)
Frauenromane
431 Minuten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-5473-3
Ersterscheinung: 24.04.2017

Ich, Eleanor Oliphant

Roman
Gelesen von Laura Maire
Übersetzt von Alexandra Kranefeld

(12)

Wie Eleanor Oliphant die Liebe suchte und sich selbst dabei fand
 
Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus – und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen.
 
Mit ihrem Debüt "Ich, Eleanor Oliphant" ist Gail Honeyman ein anrührender Roman mit einer unvergesslichen Hauptfigur gelungen. Ihre erfrischend schräge Sicht auf die Dinge zeigt uns, was im Leben wirklich zählt. Liebe. Hoffung. Ehrlichkeit. Und vor allen Dingen die Freundschaft.
„Absolut mitreißend.“ Jojo Moyes

 

Pressestimmen

„Die Geschichte dieser jungen, zurückgezogen lebenden Frau wird von der Sprecherin mit großer Zuneigung und grandiosem Humor erzählt. Als Hörer fiebert und schmunzelt man mit…“ 

Rezensionen aus der Lesejury (12)

MyBookChaos MyBookChaos

Veröffentlicht am 24.07.2018

Jeder sollte Eleanor und ihre Geschichte kennen!

#MEINUNG#
Dieses Buch hat mich durch ein wahres Gefühlschaos geschickt. Liefen mir anfangs die Tränen vor lauter Lachen die Wange herunter, wo wurde ich später mehr und mehr zu einem schluchzenden Haufen ... …mehr

#MEINUNG#
Dieses Buch hat mich durch ein wahres Gefühlschaos geschickt. Liefen mir anfangs die Tränen vor lauter Lachen die Wange herunter, wo wurde ich später mehr und mehr zu einem schluchzenden Haufen Elend. Dieses Buch ist weitaus mehr als "nur" eine leicht-lockere Lektüre.

Eleanor ist hochintelligent, besitzt allerdings so gut wie keine Sozialkompetenzen und ist auch generell eher weltfremd, was gerade zu Beginn des Buches zu einigen kuriosen Situationen führt. Da wird schon das Bestellen einer Pizza zu einer Herausforderung für sie, über die man nur amüsiert den Kopf schütteln kann, wobei ich vom Brazilian Waxing hier gar nicht erst anfangen will. Soziale Kontakte hat sie praktisch nur auf der Arbeit und auch dort geht sie so ziemlich jedem aus dem Weg, der ihr zu nahe kommt, was anders herum aber auch der Fall ist, denn Eleanor ist einfach seltsam. Ihre Ansichten und auch ihre Ausdrucksweisen könnten direkt aus dem 19. Jahrhundert entsprungen sein und gerade dieser Widerspruch ist so groß, denn einerseits ist sie so wortgewandt und intelligent, andererseits ist sie so naiv wie ein Kind. Kommt dieses Anfangs noch sehr lustig herüber (wobei die Autorin auch sehr geschickt viele lustige Passagen in die ersten Kapitel eingebaut hat) so ändert sich der Ton doch nach und nach.

Denn, wie man sich schon denken kann, ist Eleanor nicht so geboren, sie wurde erst zu der (gemacht), die sie ist. Nach und nach wird enthüllt, was passiert ist und wie sie zu ihren körperlichen und seelischen Narben gekommen ist und warum sie so einsam ist. Und diese kleinen Enthüllungen, die häppchenweise eingestreut werden, haben mir mehr als einmal die Tränen in die Augen getrieben. Eleanor trägt ein riesiges Päckchen mit sich herum und tat mir einfach nur unendlich leid. Hier habe ich mich auch selbst dabei ertappt, dass ich, obwohl ich es nicht möchte, doch dazu tendiere, Menschen in Schubladen zu stecken. Und in einer dieser Schubladen ist auch Eleanor zu Beginn des Buches gewandert. Man "bewertet" Menschen viel zu schnell, ohne sich die Mühe zu machen, hinter die Fassade zu sehen.

Und gerade das macht Raymond, der eigentlich nur Eleanors Arbeitscomputer reparieren sollte, sich dann aber still und leise in ihr Leben schleicht und dort dann tatsächlich beginnt, hinter die Fassade zu sehen. Die Beziehung der Beiden zueinander ist wunderbar beschrieben und kommt dabei ganz ohne großen Pathos oder Klischees aus.

Der Schreibstil hat mir großartig gefallen. Eleanor war absolut glaubhaft als Ich-Erzählerin und gerade das hat dazu beigetragen, dass ich erst mit ihr gelacht und dann mit ihr und für sie geweint habe.

#FAZIT#
Dieses Buch hat mich auf so ziemlich jeder emotionalen Eben berührt. Jeder sollte Eleanor und ihre Geschichte kennen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Luthien_Tinuviel Luthien_Tinuviel

Veröffentlicht am 18.05.2018

Eleanor kann anstrengend sein, ist aber doch etwas Besonderes!

#"Ich, Eleanor Oliphant" von Gail Honeyman
Sprecherin: Laura Maire
Gekürzte Hörfassung, 434 min#

Hätte mich jemand nach der ersten Stunde nach meiner Meinung zu Eleanor Oliphant, der Protagonistin und ... …mehr

#"Ich, Eleanor Oliphant" von Gail Honeyman
Sprecherin: Laura Maire
Gekürzte Hörfassung, 434 min#

Hätte mich jemand nach der ersten Stunde nach meiner Meinung zu Eleanor Oliphant, der Protagonistin und ich-Erzählerin des gleichnamigen Romans gefragt, wäre sie so ausgefallen: _"Ein verstockter, arroganter, sozial völlig inkompetenter Geizhals."_

In der Tat, Eleanor ist definitiv alles andere als normal. Sie hat schreckliche Schrullen, die ganze Zeit vergleicht sie Essen im Restaurant preislich mit Tesco (Englische Supermarktkette) und beschwert sich, dass die Leute insgesamt doch so verschwenderisch sind. Alle anderen sind ungebildet und wie kann ein alter Mann, den sie im Krankenhaus extra besucht, auch noch die Frechheit haben, Verwandtschaft zu besitzen, die sich um ihn kümmert, sodass Eleanor ihn eben nicht alleine gesund pflegen kann.

Kurz, man merkt es schon: Eleanor ist sehr speziell und ich habe lange gebraucht, mit ihrer Art klarzukommen.

#Inhalt (Klappentext):#

Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus - und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen.

#Meine Meinung:#

Wie schon angemerkt, ich konnte Eleanor lange wirklich nicht ausstehen. Ihre ganze Art, ihr Geiz, ihre Taktlosigkeit und Direktheit- das war mir einfach zu viel. Die ersten 2 Stunden des Hörbuchs habe ich wirklich wortwörtlich jedes Mal, wenn Eleanor zum Sprechen angesetzt hat, die Luft angehalten und gebetet, sie möge doch den Mund wieder schließen, ohne etwas zu sagen- häufig leider vergebens.
Doch im Laufe des Werkes änderte sich meine Einstellung zu Eleanor. Wenn man sich einmal an sie gewöhnt hatte und auch das Leid, wenn sie den Mund öffnet, dann kann man beginnen, hinter die Fassade zu blicken und lernt mehr und mehr, warum sie so ist, wie sie ist. Auch wenn man sich über ihr fehlendes Taktgefühl aufregen kann, kann man doch an manchen Stellen Mitleid für sie empfinden und mit ihr leiden oder herzlich über ihre gutmütige Unbedarftheit lachen (z.B. als sie im Kaufhaus mit Smokey Eyes gestylt wird, gefragt wird, wie sie es findet und darauf antwortet: (Gedankenprotokoll) " Ich sehe aus wie eine südamerikanische Primatenart oder wie ein nordamerikanischer Waschbär. Einfach herrlich.")

Trotz aller Anstrengung zu Beginn, mit Eleanor klarzukommen, schließt man sie doch irgendwann einfach ins Herz. Man freut sich mit und für sie, wenn sie es schafft, über ihren Schatten zu springen, und übersieht dabei auch geflissentlich die verbliebenen Marotten.

Eleanor ist anders- aber das ist auch gut so. Sie eröffnet eine ganz andere Perspektive auf die, für manche normale, Welt und ein gewisses Verständnis für Menschen, die nicht dem Durchschnitt entsprechen. Natürlich- nicht jeder Mensch ist gleich, aber dennoch enttarnt Eleanor mit ihrer Geschichte die Oberflächlichkeit, die man manchmal durch den ersten Eindruck von einer Person gewinnt.

*Auch wenn ich lange gebraucht habe, mit Eleanors Art klar zu kommen, zeichnet genau diese doch dieses Werk aus und macht es und seine Geschichte zu etwas Besonderem.

Die Geschichte an sich, sowie der beobachtende Erzählstil aus Eleanors Sicht erhalten von mir 4 Sterne.*

#Die Hörfassung:#

Laura Maire ist einfach nur eine geniale Sprecherin. Dies ist mein erstes Hörbuch mit ihr und ich kann wirklich überhaupt keinen noch so kleinen Kritikpunkt finden.
Sie hat eine sehr angenehme Stimme, liest in angemessener Geschwindigkeit und mit einer Lebhaftigkeit, die wirklich schwer zu toppen ist. Jeder Charakter erhält seine ganz persönlich, auf deren Charakter abgestimmte Stimme. Ob das nun Eleanors etwas roboterhafte Aussprache ist, oder ein alter Mann mit eher gemessenem Sprachtempo und leicht rauher Stimme.... Die Charaktere werden lebendig und man vergisst beinahe, dass dies nur ein Hörbuch und nicht ein Hörspiel ist.

*Einfach nur brilliant und ich hoffe, noch einige Hörbücher mit ihr zu hören!! 5 Sterne.*

#Fazit:#

Ich habe lange gebraucht, um mich mit Eleanor anzufreunden, doch wenn man sie kennengelernt hat, ist das Werk wirklich einzigartig und wertvoll auf seine Art. Der Einstieg ist mir persönlich schwer gefallen, aber die Geschichte an sich ist warmherzig und berührend zugleich.
Durch die absolut geniale Hörfassung mit Laura Maire wird die Geschichte lebendig und zu etwas wahrhaft Besonderem.

Von mir gibt es insgesamt 4,5 Sterne.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Cocolina1988 Cocolina1988

Veröffentlicht am 10.05.2018

Gefühlvolle und ergreifende Geschichte über eine außergewöhnliche Protagonistin

Inhaltsangabe:


'Ich wusste nicht, wann ich mich zuletzt so gut gefühlt hatte - so leicht, so wach, so lebendig. Vielleicht fühlte Glück sich so an?

Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Auf ... …mehr

Inhaltsangabe:


'Ich wusste nicht, wann ich mich zuletzt so gut gefühlt hatte - so leicht, so wach, so lebendig. Vielleicht fühlte Glück sich so an?

Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Auf Äußerlichkeiten legt sie wenig Wert, erledigt seit Jahren klaglos einen einfachen Verwaltungsjob und verbringt ihre Freizeit grundsätzlich allein. Ein Leben ohne soziale Kontakte oder nennenswerte Höhepunkte - Eleanor kennt es nicht anders.

Doch das ändert sich schlagartig, als Eleanor sich verliebt. Veränderungen müssen her! Nur wie? Der neue Kollege Raymond erweist sich als unerwartete Hilfe - und plötzlich findet sich Eleanor mittendrin im Leben.'




Mir fällt es sehr schwer, zu diesem Buch eine Rezension zu verfassen, denn es ist ein sehr eindrückliches Buch, das mich noch nicht wieder losgelassen hat, obwohl ich nun schon eine Nacht darüber geschlafen habe.


Eleanor Oliphant, 30 Jahre, Buchhalterin, ist ein sehr außergewöhnlicher Charakter. Sie ist äußerst intelligent, jedoch mangelt es ihr an Sozialkompetenz. Sie legt ein teilweise sehr seltsames Verhalten an den Tag, wodurch sie bei anderen Leuten stets aneckt. Sie hat keine Freunde, ja, eigentlich überhaupt keine sozialen Kontakte, wenn man von der Sozialarbeiterin und dem Mitarbeiter der Stadtwerke absieht, die zwei Mal im Jahr vorbeischauen. Ach ja, und einmal in der Woche spricht sie mit "Mummy". Doch diese Gespräche sind nicht sehr erbaulich und schaden Eleanor mehr als alles andere. Am Wochenende ertränkt sie ihren Kummer in Wodka.

Doch durch einen Zufall lernt Eleanor Raymond kennen, einen neuen Arbeitskollegen, und ganz langsam und zaghaft entwickelt sich eine - im Laufe des Buches sehr tiefe - Freundschaft zwischen den beiden. Zeitgleich trifft Eleanor jedoch auch auf die vermeintliche Liebe ihres Lebens. Mit zweifelhaften Methoden versucht sie, sich innerlich und äußerlich zum Positiven zu verändern, um eine Chance bei diesem Herrn zu haben.


Die Geschichte wird von Eleanor selbst erzählt, sodass man stets Einblick in ihre Gedanken- und Gefühlswelt hat. Diese Welt war für mich selten bis nie nachvollziehbar, sie ist definitiv kein Charakter mit dem ich mich identifizieren konnte. Dennoch mochte ich sie sofort und hätte gern noch mehr von ihr gelesen. Sie hat so viele verschiedene Seiten, und jede davon haben wir zumindest kurz kennengelernt. Allerdings hat sie – geprägt durch „Mummy“ – eine sehr kultivierte Art zu sprechen, die ab und zu etwas übertrieben wirkt. Auch Raymond ist ein toller Charakter, der Eleanor ebenfalls zu mögen lernt und der ihr ein wenig von der Welt zeigt, die ihr bisher stets verschlossen geblieben ist.


Eleanor durchlebt eine starke Entwicklung und Raymond ist stets an ihrer Seite und hilft, wo er nur kann. Diese Entwicklung war für mich jederzeit nachvollziehbar und passte einfach in den Rahmen – auch zeitlich gesehen.

Was man am Ende über Eleanors Kindheit erfährt ließ mich sprachlos und betroffen zurück.


Gail Honeyman hat meiner Meinung nach einen tollen Schreibstil, der hier einfach perfekt zur Art von Eleanor passte. Zu weiteren Büchern der Autorin werde ich auf jeden Fall greifen. Allerdings bin ich froh, das Buch als Hörbuch gehört zu haben, denn die Sprecherin Laura Maire hat ihre Sache einfach grandios gemacht. Sie ist für diese Rolle wirklich die perfekte Besetzung und lebt die Rolle der Eleanor geradezu. Das war wirklich fantastisch vorgelesen. Sie hat Eleanor so richtig Leben eingehaucht<3-) Ich könnte mir vorstellen, dass ich es für mich selbst anders gelesen hätte und dadurch viel verpasst hätte.


Von mir gibt es 5 Sterne für diese humor-, aber auch gefühlvolle und berührende Geschichte. Ich glaube, Eleanor ist eine Protagonistin, mit der man entweder gleich warm wird oder überhaupt nicht, viel dazwischen gibt es wahrscheinlich nicht. Aber ich kann nur jedem empfehlen, sie zumindest mal kennenzulernen :-)



Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

MoniqueO_76 MoniqueO_76

Veröffentlicht am 21.02.2018

Schräg, humorvoll, tiefgründig ... einfach gut

Als erstes angesprochen hat mich das doch schlichte aber eindrucksvolle und farbenfrohe Cover. Im oberen Bereich noch eine leichte Düsternis ausstrahlend, wird es im Verlaufe immer vielfältiger, was sich ... …mehr

Als erstes angesprochen hat mich das doch schlichte aber eindrucksvolle und farbenfrohe Cover. Im oberen Bereich noch eine leichte Düsternis ausstrahlend, wird es im Verlaufe immer vielfältiger, was sich auch in der Geschichte widerspiegelt.
Mein zweiter Blick galt dann dem Klappentext, welcher lautet:

Wie Eleanor Oliphant die Liebe suchte und sich selbst dabei fand.
Eleanor Oliphant ist anders als andere Menschen. Eine Pizza bestellen, mit Freunden einen schönen Tag verbringen, einfach so in den Pub gehen? Für Eleanor undenkbar! Und das macht ihr Leben auf Dauer unerträglich einsam. Erst als sie sich verliebt, wagt sie sich zaghaft aus ihrem Schneckenhaus - und lernt dabei nicht nur die Welt, sondern auch sich selbst noch einmal neu kennen.

Wer ist Eleanor Oliphant?
Zu Anfang habe ich sie als etwas schräge Person empfunden. Sie lebt zurückgezogen und geht völlig allein durchs Leben. Ihr Verhalten beruht auf einem Erlebnis in ihrer Kindheit, das dem Leser aber erstmal noch verborgen bleibt.
Eleanor ist strukturiert und intelligent. Sie geht einer Arbeit als Buchhalterin nach, ihre Pause verbringt sie allein mit einem Kreuzworträtsel und einem Sandwich, ihren Feierabend verbringt sie jeden Tag aufs Neue mit Pasta und Pesto, einem Buch oder Fernsehen, mittwochs telefoniert sie mit ihrer Mutter. Die einzigen Personen, die ihre Wohnung betreten sind die Sozialarbeiterin und der Mitarbeiter der Stadtwerke. Freitags erledigt sie ihren Wocheneinkauf und füllt ihre Wodka-Ration auf. Aber Eleanor ist zufrieden. Wie vermisst nichts, weil sie es nicht anders kennt.
Doch alles gerät in den Wandel, als sie sich in diesen Musiker verliebt. Für sie ist er der perfekte Mann, so ist er doch eine "aufgeräumte und kultivierte" Erscheinung und ihr Plan nimmt Form an, sie will ihr Äusseres und Inneres der neuen Situation anpassen. Durch dieses Ziel vor Augen, erlebt Eleanor plötzlich jeden Tag neue Kleinigkeiten, die ihr vorher völlig frend waren und doch nun so normal erscheinen. Auch Raymond, der Kollege aus der IT-Abteilung, trägt seinen Teil an ihrer Verwandlung bei.

Gail Honeyman hat einen wunderbaren und zwischendurch recht anspruchsvollen Schreibstil, was mich total begeistert hat und die Protagonistin sehr authentisch rüberbringt. Insofern war es für mich auf jeden Fall ein Leseerlebnis.
Etwas gestört hat mich zwischendurch jedoch, dass einige Kapitel durch zu viele Banalitäten recht lang waren. Ab und an war ich geneigt einfach weiterzublättern.
Alles in allem war es aber ein durchaus humorvoller, tiefgründiger und vielseitiger Roman, der zum Nachdenken anregt. Es hat mir viel Freunde bereitet Eleanor auf ihrem Weg zu begleiten!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Lesegirl07 Lesegirl07

Veröffentlicht am 31.10.2017

Eleanor ist anders

Wie Eleanor Oliphant die Liebe suchte und sich selbst dabei fand.


Es ist schön geschrieben wie Eleanor sich im Laufe des Romans stetig weiter entwickelt. Wie aus dem wahren Leben erzählt. Das gefällt ... …mehr

Wie Eleanor Oliphant die Liebe suchte und sich selbst dabei fand.


Es ist schön geschrieben wie Eleanor sich im Laufe des Romans stetig weiter entwickelt. Wie aus dem wahren Leben erzählt. Das gefällt mir richtig gut.
Gail Honeyman hat uns hier ganz tolle, leicht zu lesende 530 Seiten beschert.
Das Cover passt total zur Geschichte : Eleanor geht von ihrem anfänglich einsamen Wesen was nur aus Schwarz bestand in die weite Bunte Welt ! So empfinde ich das Cover nach dem lesen. Selten so ein passendes und treffendes gesehen.

Geht mit Gail Honeyman auf Eleanors Reise. Ich kann es empfehlen :-)

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Gail Honeyman

Gail Honeyman - Autor
© Philippa Gedge Photography

Gail Honeyman lebt und arbeitet in Glasgow. Sie bekam bereits mehrere Preise für ihr Schreiben. Ich, Eleanor Oliphant ist ihr erster Roman.

Mehr erfahren

Sprecherin

Laura Maire

Laura Maire - Sprecher
© Olivier Favre

Laura Maire arbeitet als Schauspielerin, Hörbuch- und Synchronsprecherin. Sie hat u. a. die Rolle der Alice Cullen in Twilight synchronisiert und in dem prämierten Hörspiel Der Krieg der Knöpfe mitgewirkt. Bekannt wurde sie 2001 durch die ARD-Serie Verdammt verliebt. Seitdem stand sie für verschiedenste TV-Produktionen vor der Kamera. 2011 und 2014 gewann sie den Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie „Beste Interpretin“.

Mehr erfahren
Alle Verlage