Das Fundament der Ewigkeit
 - Ken Follett - Hörbuch

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

36,00

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch
Historische Romane
955 Minuten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-5522-8
Ersterscheinung: 12.09.2017

Das Fundament der Ewigkeit

Historischer Roman
Gelesen von Joachim Kerzel
Übersetzt von Dietmar Schmidt, Rainer Schumacher

(14)

Nach DIE SÄULEN DER ERDE und DIE TORE DER WELT der neue große historische KINGSBRIDGE-Epos des internationalen Bestsellerautors
 
1558. Noch immer wacht die altehrwürdige Kathedrale von Kingsbridge über die Stadt. Doch die ist im Widerstreit zwischen Katholiken und Protestanten zutiefst gespalten. Freundschaft, Loyalität, Liebe ... nichts scheint mehr von Bedeutung zu sein. Die wahren Feinde sind dabei nicht die rivalisierenden Konfessionen. Der eigentliche Kampf wird zwischen denen ausgefochten, die an Toleranz und Verständigung glauben, und den Tyrannen, die ihre Ideen den anderen aufzwingen wollen – koste es, was es wolle.
Ned Willard wünscht sich nichts sehnlicher, als Margery Fitzgerald zu heiraten. Doch der Konflikt entzweit auch sie, und Ned verlässt Kingsbridge, um für die protestantische Prinzessin Elizabeth Tudor zu arbeiten. Als diese wenig später Königin wird, wendet sich ganz Europa gegen England. Um in dieser heiklen Situation früh vor Mordkomplotten, Aufständen und Angriffen der konkurrierenden Mächte gewarnt zu sein, baut die scharfsinnige Monarchin mit Neds Hilfe den ersten Geheimdienst des Landes auf. Die kleine Gruppe geschickter Spione und mutiger Geheimagenten ermöglicht es Elizabeth I. in den nächsten fünfzig Jahren, an ihrem Thron und ihren Prinzipien festzuhalten. Die Liebe zwischen Ned und Margery scheint jedoch verloren zu sein, denn von Edinburgh bis Genf steht ganz Europa in Flammen ...

Dieses Produkt bei Ihrem lokalen Buchhändler bestellen:

Rezensionen aus der Lesejury (14)

Isar-12 Isar-12

Veröffentlicht am 26.10.2017

Das Europa des 16. Jahrhunderts unter dem Joch der Religionen

"Das Fundament der Ewigkeit" ist der dritte Band der Kingsbridge-Reihe von Ken Follett. Obwohl die beiden Vorgängerbände schon lange in meinem Buchregal schlummern, war dies mein erster gelesener Roman ... …mehr

"Das Fundament der Ewigkeit" ist der dritte Band der Kingsbridge-Reihe von Ken Follett. Obwohl die beiden Vorgängerbände schon lange in meinem Buchregal schlummern, war dies mein erster gelesener Roman aus dieser Reihe. Das stellt aber keinerlei Problem dar, denn er spielt auch in einer anderen Epoche als die Vorgänger. Die Kathedrale von Kingsbridge spielt ebenfalls eine untergeordnete Rolle, viel mehr geht es um die Glaubenskonflikte in Europa zwischen Katholiken und Protestanten im 16. Jahrhundert. Dabei startet Follett mit mehreren Handlungssträngen innerhalb Europas und führt diese nach und nach zusammen. Im Mittelpunkt dabei steht Ned Willard, mit dessen Erinnerung im Prolog auch die Geschichte startet. Schnell hatte mich diese dann auch eingefangen und ich tauchte ab in die fiktive Welt des Autors. Und dabei mischt er sehr geschickt echte Historie wie zum Beispiel die "Barthalomäusnacht" mit reiner Fiktion. Mir gefällt dieser Schreibstil sehr gut und nicht umsonst sind Autoren wie Ken Follett oder Rebecca Gablé hier Meister ihres Faches. Man muss als Leser kein großer Historiker sein, aber die lebendige Handlung nimmt einen mit auf die Zeitreise. Die Figuren sind alle gut beschrieben, so konnte ich mir diese alle sehr gut bildlich während des Lesens in meiner Phantasie vorstellen. Und auch die Spannung kommt nicht zu kurz, immer wieder fiebert man mit den Protagonisten mit. Dies ist zwar nicht wirklich notwendig, denn bei Follett gewinnen eigentlich immer letztendlich die Guten. Trotzdem ist es so, dass man nur so von Seite zu Seite weiterlesen möchte. Daher ist für mich dieses Buch eines der Lesehighlights von 2017. Die Geschichte nahm mich immer mit und es ist für mich unerheblich wieviel wahre Historie eingeflochten ist. Fakt ist, das Ken Follett einen spannenden Roman geschrieben hat, der mich auf seine Zeitreise eingeladen hat.

Noch ein paar kurze Worte zur Hardcover-Ausgabe: Der Druck des Umschlags gefällt mir sehr gut. Das Erfühlen des Emblems und der Buchstaben ist gelungen. Auch die Landkarte und die Zeichnungen im Buch finde ich sehr schön. Einzig die Preisgestaltung des Verlages empfinde ich ein wenig übertrieben. Natürlich lässt sich mit Autoren wie Ken Follett gutes Geld verdienen, aber 36 Euro ist schon mal ein Brocken. Daher kann ich auch viele Leser verstehen, die bewusst auf die Taschenbuchausgabe warten. Hier hätte ein wenig Augenmaß seitens des Lübbe-Verlags sicherlich gut getan und ich wäre mir sicher, dass dann einige Leser mehr zur Hardcover-Ausgabe greifen würden.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

moni2506 moni2506

Veröffentlicht am 26.10.2017

Königin Elizabeth I und ihr Geheimdienst

„A Column of Fire“ oder auf Deutsch „Das Fundament der Ewigkeit“ von Ken Follett ist der 3. Kingsbridge-Roman. Diesmal werden wir ins 16. Jahrhundert und die Welt des ersten Geheimdienstes der Welt entführt. ... …mehr

„A Column of Fire“ oder auf Deutsch „Das Fundament der Ewigkeit“ von Ken Follett ist der 3. Kingsbridge-Roman. Diesmal werden wir ins 16. Jahrhundert und die Welt des ersten Geheimdienstes der Welt entführt. Erschienen ist der Roman im September 2017 bei Viking bzw. im deutschen Raum bei Lübbe.

Kingsbridge, 1558: England ist gespalten als Königin Elizabeth I. an die Macht kommt. War bis vor kurzem noch der Katholizismus die vorherrschende Religion, so übernahm mit dem Beginn ihrer Herrschaft der Protestantismus diese Rolle. Ihr Ziel: Niemand soll mehr aufgrund seiner Religiongetötet werden. Ein nobles Ziel, das jedoch nicht von jedem im Land mitgetragen wird. Es gibt Mächte im Land, die wieder zum alten Glauben zurückkehren wollen und so muss die Königin dauernd um ihr Leben fürchten. Unter der Leitung von Sir Francis Walsingham gründet sie den ersten Geheimdienst. Ned Willard, ein Kingsbridger Bürger, ist einer seiner Spione. Seine Reise führt ihn an viele Orte innerhalb Europas, in denen genau wie in England, um Toleranz und die religiöse Freiheit gekämpft wird.

Wieder einmal ein historischer Roman aus der Feder Folletts, der mir gut gefallen hat. Der Schreibstil ist gewohnt gut und flüssig zu lesen und da ich Ken Follett schon von Beginn an auf englisch gelesen habe, habe ich auch diesmal zur englischen Version gegriffen. Mittlerweile höre ich Ken Follett schon in meinem Kopf beim Lesen seiner Bücher, da ich schon so viele Videos von Interviews oder zu Büchern von ihm gesehen habe. Auch zu diesem Buch gibt es ein Video, das schon vorab wahnsinnig Lust auf das Buch macht.
Das große Thema dieses Buches ist Toleranz. Der Konflikt zwischen Katholiken und Protestanten spielt eine große Rolle. Auf beiden Seiten gab es viele, die nur eine Religion als die einzig wahre anerkennen wollten und so gab es auch einige sehr extreme Menschen, die für dieses Ideal gekämpft haben. Toleranz für beide Religionen war schwer herzustellen.
Ich habe einen ganz neuen Blick auf den Protestantismus erhalten und muss zugeben, dass ich ein wenig geschockt war. Protestantismus habe ich bisher immer mit den Worten modern und fortschrittlich in Zusammenhang gebracht und das halt jeder das Recht haben sollte, das Wort Gottes zu verstehen und ich hatte immer das Gefühl, dass es eine Religion ist, die tolerant ist. Dieses Bild wurde doch sehr auf den Kopf gestellt und ich habe viel Neues dazu gelernt. Man sollte allerdings nicht aus den Augen verlieren, dass in diesem Roman verschiedene Strömungen beider Religionen gezeigt werden, u.a. auch die sehr extremen Ausprägungen oder die gemäßigten, die die Religionsfreiheit durchsetzen wollten.
Ein neues Element in diesem Buch waren kursive Einschübe, die uns einen Einblick in das Denken eines Spions, in diesem Fall Ned Willard, gegeben haben. Dies hat mir sehr gut gefallen, da man so noch näher an dieser Person dran war. Insgesamt haben mir die Charaktere in dem Buch sehr gut gefallen, auch wenn man für Follett typisch, recht schnell weiß, wer gut und wer böse ist. Einige Charaktere konnte mich mit ihrer Wandlung im Laufe der Zeit zumindest ein wenig überraschen, auch wenn das Buch an sich nicht viele Überraschungen für mich bereithielt.
Das gehört dann auch zu den Kleinigkeiten, die ich ein bisschen zu bemängeln habe. Nach ein paar Romanen von Ken Follett weiß man wie der Hase läuft und wie Ken Follett das Drama setzt. In diesen Momenten merkt man sehr, dass er für die Massen schreibt, was er selber ja auch zugibt. Teils war mir die Geschichte ein bisschen zu langatmig. Es gab Momente, in denen ich tatsächlich gehofft habe, dass das Buch bald mal zu Ende ist. Als ich dann wirklich am Ende des Buches angelangt war, war ich dann aber doch wieder traurig.
Schade finde ich, dass es kein wirkliches Nachwort gibt, in dem der Autor Fiktion von Wahrheit trennt. Wenn man weiß, wie er arbeitet, kann man dies aber dennoch gut unterscheiden und das Video zum Buch ersetzt das Nachwort in gewisser Weise. Ein Personenverzeichnis zu den historischen Persönlichkeiten gibt es aber. In der englischen Ausgabe ist es am Ende zu finden, während es im deutschen Roman am Anfang steht, was ich persönlich bevorzuge. Aber nun gut, das Wichtigste ist, dass es überhaupt vorhanden ist.
Dies ist nun das dritte Buch, dass ich über diese Zeit lese und es wird mir immer noch nicht langweilig, etwas über diese Zeit zu lesen. Jedes Buch, das ich zu dieser Zeit gelesen habe, hatte einen anderen Fokus, auch wenn es in allen Büchern natürlich Überschneidungen gab. Aber das macht diese Bücher wiederum authentischer, da man gewisse Ereignisse eben schon kennt.

Fazit: Wie immer ein empfehlenswerte historischer Roman von Ken Follett, der einem Geschichte näher bringt und wie immer gut recherchiert ist. Wenn man schon mehrere Bücher des Autors gelesen hat, setzen aber auch gewisse Ermüdungserscheinungen ein, die das Leseerlebnis ein wenig trüben.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Dirk74 Dirk74

Veröffentlicht am 23.10.2017

37 Stunden spannende Geschichte

HINWEIS: Meine Rezension bezieht sich auf die ungekürzte Fassung

Lange hat es gedauert, doch nun folgt nach Die Säulen der Erde und Die Tore der Welt der dritte Teil der Kingsbridge-Reihe.

Dieses mal ... …mehr

HINWEIS: Meine Rezension bezieht sich auf die ungekürzte Fassung

Lange hat es gedauert, doch nun folgt nach Die Säulen der Erde und Die Tore der Welt der dritte Teil der Kingsbridge-Reihe.

Dieses mal entführt uns Ken Follett in das Jahr 1558. Vorrangig geht es um den Streit zwischen den Protestanten und den Katholiken. Trotz des großen Umfangs schafft es der Autor eine spannende und kurzweilige Geschichte um den jungen Ned Willard zu konstruieren. Dabei begegnen uns u.a historische Persönlichkeiten wie Maria Stuart, Elizabeth Tudor oder der Seefahrer Francis Drake. Wir erleben Verschwörungen und Glaubenskämpfe, Liebe und Hass, Folter und Versöhnung.

Anfangs war ich etwas enttäuscht, als ich gemerkt habe, dass es keine Fortsetzung im klassischen Sinne ist. Es gibt vereinzelt Verweise auf frühere Charaktere, aber unter einer Fortsetzung verstehe ich etwas anderes. Betrachtet man den Roman aber als Einzelwerk, ist es ein gelungenes geschichtliches Meisterwerk.

Ich habe mich für die ungekürzte Hörbuchfassung von Lübbe Audio entschieden, welche exklusiv bei Audible angeboten wird. Mit einer Gesamtspielzeit von über 37 Stunden wird einem hier ein von Tobias Kluckert meisterlich vertonter historischer Roman geboten. Lediglich die musikalischen Einspielungen nach mehreren Buchabschnitten hätten manchmal etwas dezenter ausfallen können. So kann es schonmal passieren, dass man beim Hören in die Story vertieft ist und statt des nächsten Kapitels ertönt plötzlich eine dramatische Musik, das einem der Schreck in die Glieder fährt.

Liebhaber der englischen, französischen und spanischen Geschichte sollten diesen Roman nicht verpassen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

SillyT SillyT

Veröffentlicht am 22.10.2017

Es geht weiter in Kingsbridge

Kingsbridge, England, wir schreiben das Jahr 1558, doch die Katholiken und die Protestanten des Landes befinden sich in einem Widerstreit. Es entsteht ein regelrechter Kampf zwischen den Religionen und ... …mehr

Kingsbridge, England, wir schreiben das Jahr 1558, doch die Katholiken und die Protestanten des Landes befinden sich in einem Widerstreit. Es entsteht ein regelrechter Kampf zwischen den Religionen und selbst Familien und Freunde sind zerstritten. In dieser Zeit leben Ned Willard und Margery Fitzgerald, die sich eigentlich sehr einander zugetan sind. Als Ned nach einem Jahr aus Calais zurückkehrt, muss er genau diesen Widerstreit erfahren, denn er gehört zu den Protestanten und Margery zu den Katholiken. Zunächst glauben beide, dass es doch noch dazu kommt, dass sie einander heiraten dürfen, doch Margerys Eltern haben dem ganzen schon einen Riegel vorgeschoben und Margery soll Bart Shiring, den Sohn des Grafen und Katholik, heiraten. Ned verlässt Kingsbridge und ist der späteren Königin Elizabeth Tudor als einer der ersten Geheimagenten zu Diensten, denn die protestantische Königin bringt ganz Europe gegen sich auf. Doch was ist mit Neds Liebe zu Margery? Ist diese für immer verloren?
Meine Meinung:
Ich muss ja zugeben, dass ich an diesem dicken Wälzer eine ganze Zeit lang gelesen habe, was aber auch wirklich mit an dem Umfang liegt und ich nicht, wie sonst, alles in einem Rutsch gelesen habe, sondern doch immer mal wieder pausieren musste. Das liegt hier allerdings nicht an dem Schreibstil Ken Folletts, denn der ist wirklich großartig. Er schafft es, hier mit passenden Bildern und Details die damalige Zeit einzufangen und auch sprachlich kann man spüren, in welcher Zeit man sich befindet. Trotzdem lässt sich das Buch angenehm lesen, da es nicht so sehr hochgestochen erscheint, sondern eigentlich recht modern.
Auch sonst ist es dem Autor wieder einmal sehr gut gelungen, seine fiktive Geschichte in das wirkliche Zeitgeschehen zu integrieren. Wobei es für mich hier doch so einige Momente gab, die Längen hatten, es ist zwar vieles sehr spannend und immer wieder war ich mitten in der Zeit gefangen, doch ich benötigte auch immer wieder Pausen, wenn es zu weiten Ausschweifungen kam.
Auch wenn Das Fundament der Ewigkeit wieder in Kingsbridge spielt, ist es keine direkte Fortsetzung, denn allein in der Zeit sind wir nun viel weiter als zuvor. Wir befinden uns kurz nach der Reformation und es herrscht eine sehr bedrohliche Stimmung, allein schon, weil sich die Protestanten gegen die Katholiken wenden und sich gegenseitig bekriegen, dabei spielen weder Familie noch Freundschaft eine Rolle.
Follett setzt auch in diesem Buch wieder sehr viele, verschiedene Handlungsstränge ein und gerade zu Beginn musste ich immer mal wieder schauen, wer gerade handelte. Wobei der Autor dem Leser durchaus genügend Zeit einräumt, seine Protagonisten kennenzulernen und einschätzen zu können. Wir können den Charakteren bei den Reisen zusehen und bekommen hier durchaus einen sehr guten Eindruck vom Geschehen der Zeit und das nicht nur in England.
Allerdings gibt Follett, wie so oft, hier seinen Lesern ein klares Bild, wer und was hier zu den Guten gehört und wer oder was hier Böse ist. Man befindet sich hier also in einer sehr festgefahrenen Schiene und bleibt ein Beobachter des Geschehens. Dieses ist, zu einem großen Teil jedoch, äußerst spannend zu verfolgen, es gibt Intrigen, Mord und noch vieles mehr. All das in das aktuelle Zeitgeschehen integriert, bilden hier Fiktion und Realität nahtlose Übergänge und genau diese Kunst beherrscht der Autor einfach perfekt.
Ned Willard ist hier einer der Protagonisten der Geschichte und mir äußerst sympathisch. Man verfolgt sein Leben und dieses wurde durchaus durchdacht und stimmig aufgebaut. Aber auch den weiteren Charakteren haucht er Leben ein und lässt die fiktiven Personen so mit den realen Persönlichkeiten agieren, dass man als Leser hier keine Zweifel hat.
Mein Fazit:
Wer Ken Folletts Bücher kennt und liebt, kommt auch an Das Fundament der Ewigkeit nicht drum herum. Es fordert durchaus Interessa an dem damaligen Geschehen in Europa und man muss auch damit rechnen, dass Follett den Leser in seine Richtung des Denkens lenkt, sprich Gut/Böse oder schwarz/weiß sind hier klar vorgegeben. Trotzdem sorgt das Buch für gute Unterhaltung und gerade seine Hauptfigur Ned ist eine tolle und gut ausgearbeitete Persönlichkeit. Es gab hier zwar auch die ein oder andere Länge, aber im Großen und Ganzen ist es wieder ein großes Werk des Autors, auf das es ich zu warten gelohnt hat.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Weltenwanderer Weltenwanderer

Veröffentlicht am 21.10.2017

Tolle Fortsetzung - nur den Schreibstil fand ich stellenweise gar nicht gut

Ich hab mich riesig über die Fortsetzung gefreut, denn die beiden vorherigen Romane über Kingsbridge haben mich total gefesselt. Bei historischen Romanen bin ich ja etwas eigen, bei manchen fliegt man ... …mehr

Ich hab mich riesig über die Fortsetzung gefreut, denn die beiden vorherigen Romane über Kingsbridge haben mich total gefesselt. Bei historischen Romanen bin ich ja etwas eigen, bei manchen fliegt man regelrecht durch die Seiten, bei anderen komme ich nicht so wirklich rein. Leider muss ich gestehen, dass ich hier ein klein bisschen enttäuscht war.

Die Handlung ist sehr abwechslungsreich und entwickelt sich auf verschiedenen Ebenen weiter, denn es wird aus der Sichtweise von verschiedenen Figuren erzählt. Dadurch erhält man einen weitreichenden Überblick über alle Ereignisse, die mit den Protagonisten zusammenhängen, aber auch mit den umwälzenden Entwicklungen, die im Königshaus und vor allem in den Glaubensfragen zu dieser Zeit für große Veränderungen sorgen.
Der Schreibstil, also das war hier mein großes Manko. Vielleicht liegt es an den beiden Übersetzern, denn manche Stellen waren sehr kurzweilig und unterhaltsam, andere hingegen hätte ich gerne übersprungen, weil es doch etwas langatmig war. Vor allem empfand ich aber die Art und Weise sehr einfach, teilweise nicht zur Epoche passend und viel zu lapidar geschrieben, fast schon wie ein Aufsatz. Das hat mich echt überrascht, weil ich das bei diesem Autor überhaupt nicht gewohnt bin!
Außerdem waren die Wiederholungen recht zäh, wenn auf vorhergehende Situationen hingewiesen wurde, das kam doch recht oft vor.

Von den Charakteren gibt es bei so einem großen Werk natürlich einige, dafür gibt es vorne im Buch auch ein Personenregister, auf das ich aber nicht zugreifen musste. Man kann jeden sehr gut und schnell einordnen und ich hatte keine Probleme, den Überblick zu behalten.
Die Handlung spielt ja über einen Zeitraum vieler Jahre und die Charaktere entwickeln sich dabei teilweise vorhersehbar, manche aber auch überraschend anders. Gerade was auch die Problematik der Religion zu dieser Zeit angeht, haben einige ganz strikte Ansichten, während die anderen etwas auf verlorenem Posten stehen die hoffen, dass Katholiken und Protestanten irgendwann ihren Glauben auch friedlich nebeneinander leben können.
Ein leider immer noch aktuelles Thema zu unserer Zeit, unglaublich dass die Menschen nach so vielen Jahrhunderten nicht gelernt haben, in Frieden zu leben ohne anderen vorzuschreiben, welcher Glaube der richtige und wahre ist.

Auf dieses Thema ist Ken Follett auch teilweise sehr detailliert eingegangen was ich total interessant fand. Dabei hat er jeder "Seite" ihre Art des Denkens zugestanden und man kann es auch irgendwie nachvollziehen - der Fanatismus von einigen ist zwar für mich völlig unverständlich, wie in jedem anderen Bereich auch, aber man sieht sehr deutlich, wie sich das alles immer hochgeschaukelt hat und dadurch Gemetzel und Kriege entstanden sind.

Ebenfalls sehr schön ist die Kulisse der damaligen Zeit, man reist durch verschiedene Länder wie England, Frankreich, Spanien und nach Übersee, erlebt die Ränkeschmiede am Königshof aber auch die vielen kleineren in den Kaufmannsfamilien, die oft auch ein ganzes Leben zerstören konnten.

Insgesamt eine facettenreiche und gut strukturierte Handlung über einen weitreichenden Zeitraum mit interessanten Charakteren und vielen Hintergründen zu den damaligen Beweggründen aus vielen Bereichen. Durch den Schreibstil hab ich leider nicht so richtig eintauchen können und es wechselte zwischen spannenden Momenten und etwas zähflüssigen Stellen; vor allem die oft etwas einfallslose und fast schon unbeholfene Art der Schreibweise hat mir nicht so gefallen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Video

"Das Fundament der Ewigkeit" von Ken Follett - ab 12.09.2017 im Handel

Abspielen

Autor

Ken Follett

Ken Follett - Autor
© Olivier Favre

Ken Follett, Autor von über zwanzig Bestsellern, wird oft als „geborener“ Erzähler gefeiert. Betrachtet man jedoch seine Lebensgeschichte, so erscheint es zutreffender zu sagen, er wurde dazu „geformt“. Ken Follett wurde am 5. Juni 1949 im walisischen Cardiff als erstes von drei Kindern des Ehepaares Martin und Veenie Follett geboren. Nicht genug, dass Spielsachen im Großbritannien der Nachkriegsjahre echte Mangelware waren – die zutiefst religiösen Folletts erlaubten ihren …

Mehr erfahren

Sprecher

Joachim Kerzel

Joachim Kerzel - Autor
© Studioline, Berlin

Stephen King, Ken Follett, Philipp Vandenberg ...Was er auch interpretiert, er macht es grandios. Die Rede ist von Joachim Kerzel, dem in Berlin lebenden Schauspieler, Synchronsprecher, Regisseur und seit 1996 auch Hörbuch-Interpreten bei Lübbe Audio.Der 1941 in Oberschlesien geborene Kerzel wuchs in Augsburg auf, besuchte ab 1963 die Hochschule für Musik und Theater in Hannover und hatte seine ersten großen Theaterrollen Ende der sechziger Jahre (u. a. in Wilhelm Tell oder Von Mäusen und …

Mehr erfahren
Alle Verlage