Tulpengold
 - Eva Völler - Hörbuch

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20,00

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (CD)
Historische Romane
458 Minuten
6 CDs
ISBN: 978-3-7857-5677-5
Ersterscheinung: 23.02.2018

Tulpengold

Roman
Gelesen von Stephan Benson

(63)

Amsterdam, 1636. Pieter, der neue Lehrling von Rembrandt van Rijn, ist ein Sonderling. Vor allem seine Begeisterung für höhere Mathematik weckt Befremden. Seine Begabung kann er indessen unverhofft anwenden, als auf einmal die Preise für Tulpenzwiebeln in schwindelnde Höhen steigen und Pieter gewisse Gesetzmäßigkeiten erkennt. Doch dann werden mehrere Tulpenhändler tot aufgefunden, und Pieters Meister gerät selbst in den Sog dieser rätselhaften Mordserie. Denn alle Opfer wurden von Rembrandt porträtiert ...

Rezensionen aus der Lesejury (63)

MartinaSuhr MartinaSuhr

Veröffentlicht am 03.12.2019

Spannend bis zum Schluss

Durch Zufall bin ich über die Leseprobe gestolpert und einmal angefangen, konnte ich einfach nicht mehr aufhören.
Der Einstieg fiel mir unglaublich leicht. Dank des stimmungsvollen und atmosphärischen ... …mehr

Durch Zufall bin ich über die Leseprobe gestolpert und einmal angefangen, konnte ich einfach nicht mehr aufhören.
Der Einstieg fiel mir unglaublich leicht. Dank des stimmungsvollen und atmosphärischen Schreibstils wird man direkt in die damalige Zeit katapultiert. Eva Völler beschreibt die Szenerie und die Figuren so detail- und facettenreich, dass man das Gefühl hat, die Story als stiller Beobachter mitzuerleben.
Die beschriebenen Charaktere sind eigenwillig. Ich glaube, das trifft es ganz gut, denn sie sind allesamt geheimnisvoll und voller Ecken und Kanten. Vor allem der talentierte Pieter erweckt mit seinen Eigenheiten bei mir gemischte Gefühle. Er hat das „Asperger Syndrom“ und vereint dadurch geniale wie auch anstrengende Eigenschaften, die sehr authentisch dargestellt sind. Aber für mich liegt genau darin die Faszination, denn nichts wird künstlich romantisiert, im Gegenteil, man hat das Gefühl einen echten Einblick in die damalige Gesellschaft zu erhaschen.
Das Thema „Tulpenfieber“ war mir bis zu diesem Buch vollkommen unbekannt. Tulpenzwiebeln als Spekulationsobjekte, deren Preise regelrecht explodiert sind – für mich fast unvorstellbar und doch die perfekte Grundlage für diesen Kriminalfall.
Generell ist zu sagen, dass die Autorin eine gelungene Mischung aus historischem Ambiente, einer spannenden und geheimnisvollen Handlung und facettenreichen Charakteren geschaffen hat. Mich hat dieser Roman fasziniert, begeistert und von der ersten bis zur letzten Seite gefangen genommen. Ich kann diesen historischen Kriminalroman wirklich nur wärmstens empfehlen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

SpindelFluch SpindelFluch

Veröffentlicht am 21.05.2019

Langatmiger historischer Roman

Amsterdam, 1636.
Pieter, der neue Lehrling von Rembrandt van Rijn, ist ein Sonderling.
Heutzutage würden wir ihn als Autisten bezeichnen. Pieter kann gut mit Zahlen, aber nicht mit Menschen. Pieter erkennt ... …mehr

Amsterdam, 1636.
Pieter, der neue Lehrling von Rembrandt van Rijn, ist ein Sonderling.
Heutzutage würden wir ihn als Autisten bezeichnen. Pieter kann gut mit Zahlen, aber nicht mit Menschen. Pieter erkennt Zusammenhänge, die sonst keiner sieht, hat aber überhaupt keinen Sinn für Sarkasmus und Scherze. Er nimmt alles wörtlich und versteht die Reaktionen seiner Mitmenschen oft nicht.
Seine Andersartigkeit macht ihm auch das Leben als Lehrling bei dem Maler Rembrandt schwer, besonders zu Beginn, als ihn seine Mitlehrlinge am liebsten wieder loswerden würden und das Küchenpersonal seine Schwächen ausnutzt, um ihn auszunutzen und ihn diverse Haushaltsaufgaben erledigen lassen.
Seine Begeisterung für höhre Mathematik hilf ihm jedoch bald, gewise Gesetztmäßigkeiten bezüglich der extrem Steigenden Preise für Tulpenzwiebeln zu erkennen.
Plötzlich werden Tulpenhändler tot aufgefunden. Vergiftet.
Pieter macht sich zusammen mit einem befreundeten Artz Rembrandts auf die Suche nach dem Täter.

Was wie ein andersartiger historischer Krimi mit sympathischem Hauptcharakter klingt, entpuppt sich ziemlich schnell als langatmiges Werk der totalen Langeweile.
Im Prinzip passiert nichts und davon sehr viel, bis endlich überhaupt mal etwas passiert.
Dass Pieters autistische Störung ständig im Fokus steht, war zu Beginn noch recht amüsant, fängt aber schnell an zu nerven.
Allein der flüssige Schreibstil der Autorin, hilft dem Leser dieses Buch zu Ende zu lesen; die Handlung trägt eher nicht dazu bei.

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Eliza Eliza

Veröffentlicht am 27.09.2018

Der blühende Tulpenhandel

Ich liebe die Romane von Eva Völler, aka Charlotte Thomas, sie haben in mir damals das Fieber für die historischen Romane ausgelöst. Mit „Die Madonna von Murano“ fing für mich damals alles an und auch ... …mehr

Ich liebe die Romane von Eva Völler, aka Charlotte Thomas, sie haben in mir damals das Fieber für die historischen Romane ausgelöst. Mit „Die Madonna von Murano“ fing für mich damals alles an und auch dieses Buch habe ich nicht bereut. Allein schon das Cover finde ich wunderschön, es ist sehr schlicht gehalten und wirkt nicht überladen. Die Farbgebung gibt dem Cover etwas Edles.
Der Klappentext macht Lust auf mehr, man möchte am liebsten anfangen zu ermitteln, wer und was hinter den Morden steckt. Dies tut Pieter, der Lehrjunge, von Rembrandt für uns. Pieter ist nicht nur ein außergewöhnliches Talent, nein er ist auch für seine Zeit ein Sonderling, heute würde man sagen er leidet unter dem Asperger-Syndrom, denn zum einen fällt es im schwer mit seinen Mitmenschen zu kommunizieren, sowie Gestik und Mimik richtig einzuordnen, zum anderen hat er eine große Schwäche für die Mathematik und versucht so z.B. den Tulpenhandel in mathematische Formeln zu packen. Im Mittelpunkt neben Pieter stehen der Meister Rembrandt und seine Frau Saskia. Auch Rembrandt beteiligt sich an den Tulpenspekulationen, die zur Zeit in aller Munde sind, er hofft so seiner Frau Saskia endlich das ersehnte Haus kaufen zu können.
In dem Roman geht es in erster Linie neben den Tulpenzwiebelspekulationen um die Aufklärung der Morde. Zwar bekommt man auch einen Eindruck, welches Leben die Maler zu dieser Zeit geführt haben, dies ist aber nachrangig angesiedelt. Der Roman wird chronologisch ohne Rückblenden erzählt. Pieter ist die zentrale Figur des Romans, aus seiner Sich wird der Roman geschildert. Die mathematischen Berechnungen waren für mich nur im Ansatz nachvollziehbar, viel wichtiger ist aber die Logik des Kriminalfalls und hier beweist die Autorin ihr vollstes Können, geschickt führt sie ihre Leser in die Irre und präsentiert zu Schluss einen logischen und doch überraschenden Mörder. Der Schreibstil der Autorin ist gut zu lesen, allerdings sei erwähnt, dass beschreibende Passagen die Überhand haben, wer kurze knackige Dialoge sucht, ist hier falsch. Wobei einige Wortwechsel von Pieter mit anderen Nebenfiguren mich das eine oder andere Mal zum Schmunzeln gebracht haben.
Zum Schluss finden wir ein Nachwort, in dem die Autorin die Hintergründe des Romans darlegt.
Ein spannender historischer Roman, welchen ich sehr gerne an allen Leserinnen und Leser weiterempfehle, die Tulpenblase oder auch das Tulpenfieber gilt als der erste „Börsencrash“ in der Weltgeschichte und beschreibt daher ein wichtiges Kapitel europäischer Geschichte.
Vielen Dank an Eva Völler für die gelungene Unterhaltung, an NetGalley Deutschland und dem Lübbe Verlag für die Bereitstellung des Rezensions- und Leseexemplars.

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eulenmatz eulenmatz

Veröffentlicht am 26.07.2018

Toller historischer Roman!

INHALT:
Amsterdam, 1636. Pieter, der neue Lehrling von Rembrandt van Rijn, ist ein Sonderling. Vor allem seine Begeisterung für höhere Mathematik weckt Befremden. Seine Begabung kann er indessen unverhofft ... …mehr

INHALT:
Amsterdam, 1636. Pieter, der neue Lehrling von Rembrandt van Rijn, ist ein Sonderling. Vor allem seine Begeisterung für höhere Mathematik weckt Befremden. Seine Begabung kann er indessen unverhofft anwenden, als auf einmal die Preise für Tulpenzwiebeln in schwindelnde Höhen steigen und Pieter gewisse Gesetzmäßigkeiten erkennt. Doch dann werden mehrere Tulpenhändler tot aufgefunden, und Pieters Meister gerät selbst in den Sog dieser rätselhaften Mordserie. Denn alle Opfer wurden von Rembrandt porträtiert ...

MEINUNG:
Bisher habe ich von Eva Völler nur ihre Romane rund um Anna und Sebastiano (Zeitenzauber Trilogie und Time School Reihe) gelesen. Tulpengold war also mein erster historischer Roman der Autorin für Erwachsene. Das Cover ist wunderschön und strahlt genau das aus, was die Geschichte auch beinhaltet: Die goldenen Jahre des Tulpenzeitalters in den Niederlanden.

Mit Pieter hat die Autorin für mich einen der besten Protagonisten geschaffen, den ich je in einem Roman erlebt habe. Pieter kann man in zwei Worten zusammenfassen: Anders und besonders. Pieter wird von seinem Leumund nach dem Tod seines Vaters in die Lehre bei dem berühmten Maler Rembrandt van Rijn geschickt. Pieter ist wie gesagt anders. Er denkt vor allem anders. Ohne dass es genau so genannt wird, aber mir erschien es als hätte er möglicherweise den ein oder anderen autistischen Zug an sich. Pieter hat einen messerscharfen Verstand, der auch die ein oder andere lustige, manchmal aber auch für Pieter prekäre Situation hervorruft. Es gibt viele gesellschaftliche Normen und ungeschriebene Gesetze, nach denen wir leben und die für uns selbstverständlich sind, aber Pieter denkt da anders. Oft habe ich mich beim Lesen erwischt, dass er recht hat und vieles auch gar keinen wirklichen Sinn macht.

Mir gefiel, dass man Pieter aber nicht ausgrenzte auf Grund seiner Besonderheiten. Seine Umgebung fand ich ihn zwar manchmal seltsam, aber man schätzte ihn auch für seine künstlerische Begabung, für seine Loyalität und Zuverlässigkeit. Es gab da auch die eine oder andere kleine Liebesgeschichte, aber keine davon hat die Geschichte völlig überlagert. Das Setting war großartig gewählt und ich konnte richtig in dieses Zeitalter abtauchen beim Lesen. Ich weiß, dass Rembrandt van Rijn als berühmter Maler tatsächlich existiert hat, aber die Geschichte ist an sich frei erfunden.

Um Pieter herum geschehen einige mysteriöse Morde, die Pieter dann aufklären möchte und zwar auf seine Art und Weise. Ich würde das Buch aber nicht unbedingt als Krimi bezeichnen wollen, dass es meiner Meinung hier mehr um die Beziehungen und Verflechtungen der Protagonisten geht. Da kommen auch einige Personen zusammen. Ich musste mich da auch erstmal zurechtfinden.

FAZIT:
Pieter war für mich der absolute Top-Charakter, der das Buch und die ausgefeilte Geschichte getragen hat. Ich muss auch sagen, dass mir das Buch deutlich besser gefallen hat als die Jugendromane von Eva Völler. Es wirkte alles viel ausgereifter und durchdachter. Für mich ist es das Highlight des Monats. Freue mich auf das nächste Buch der Autorin!

Ich vergebe 5 von 5 Sternen.

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Gavroche Gavroche

Veröffentlicht am 06.05.2018

Toller historischer Krimi

Amsterdam im Tulpenwahn. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde mit Tulpen gehandelt und die Preise stiegen bis ins Unermessliche bis sie eine Talfahrt aufnahmen. Zu dem Thema habe ich schon einiges ... …mehr

Amsterdam im Tulpenwahn. In der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde mit Tulpen gehandelt und die Preise stiegen bis ins Unermessliche bis sie eine Talfahrt aufnahmen. Zu dem Thema habe ich schon einiges in Sachbüchern gelesen, aber Eva Völler verbindet diese Geschichte mit einem sehr gelungenen historischen Krimi.
Protagonist ist Pieter van Winkel, der neue Lehrling des Malers Rembrandt. Als mehrere mögliche Auftraggeber jedoch eines gewaltsamen Todes sterben, versucht Pieter mit mathematischen Berechnungen hinter die Methode zu kommen. Er ist ein mathematisches Genie, hat jedoch Probleme im Umgang mit Menschen und fühlt sich in der Welt der Zahlen wohler.
Tulpenwahn, Rembrandt und ein Blick ins Amsterdam des 17. Jahrhunderts, kombiniert mit einem spannenden Kriminalfall - dieses Buch hat alles, was man für gute Unterhaltung braucht.

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Autorin

Eva Völler

Eva Völler - Autor
© Olivier Favre

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht." Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

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Sprecher

Stephan Benson

Stephan Benson - Sprecher
© Kathrin Weick

Stephan Benson lebt nach Theaterengagements u.a. am Staatstheater Stuttgart, am Schauspielhaus Zürich und am Hamburger Thalia Theater als freischaffender Künstler in Hamburg. Seither ist er als Schauspieler in Serien, Krimi-Reihen und Fernsehfilmen ebenso zu sehen wie in Film- und Theaterproduktionen. Er ist außerdem ein renommierter Hörbuch- und Synchronsprecher.

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