Zeitenzauber - Die magische Gondel
 - Eva Völler - Hörbuch

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10,00

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (MP3-CD)
Erzählendes Jugendbuch
595 Minuten
ISBN: 978-3-7857-5101-5
Ersterscheinung: 16.04.2015

Zeitenzauber - Die magische Gondel

1. Teil
Gelesen von Annina Braunmiller-Jest

(40)

Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen – und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen ... 

Pressestimmen

„Ein Zeitreise-Roman vom Feinsten."

Rezensionen aus der Lesejury (40)

Buechergarten Buechergarten

Veröffentlicht am 11.09.2018

Alles beginnt mit einer Katzenmaske...

*INHALT:*
Venedig 2009: Durch die Berufung ihres Vaters als Archäologe verbringt die 17jährige Anna ihre Sommerferien zusammen mit ihren Eltern in Venedig. Auf einem ihrer Streifzüge durch die Stadt bemerkt ... …mehr

*INHALT:*
Venedig 2009: Durch die Berufung ihres Vaters als Archäologe verbringt die 17jährige Anna ihre Sommerferien zusammen mit ihren Eltern in Venedig. Auf einem ihrer Streifzüge durch die Stadt bemerkt sie zu ihrer Verwunderung eine rote Gondel. Sollten diese besonderen Boote in den Wasserstraßen der Stadt nicht alle schwarz sein? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht wird sie durch das Gedränge in den Kanal vor ihr gestoßen und von einem gutaussehenden Jungen in eben DIE rote Gondel gezogen. Doch noch bevor Anna der peinlichen Situation entfliehen, oder genauer darüber nachdenken kann, beginnt die Luft zu flimmern und die ihr bekannte Welt verschwimmt vor ihren Augen…

*EIGENE MEINUNG:*
Klar, dass bei diesem Reihenstart das Cover Erwähnung finden wird. Jedes der drei Einzelteile dieser Trilogie ist in einer Grundfarbe gehalten, hier also in Blau. Im Mittelpunkt steht Anna in ihrem hellblauen Kleid. Sie trägt eine Laterne und steht Ausschau haltend und mit wehenden Locken in der besagten roten Gondel. Im Hintergrund sind bedeutungsschwanger ein riesiger Vollmond und die Kulisse von Venedig zu sehen. Umgeben wir dieses Bild von einem historisch anmutenden Zifferblatt und goldenen Sternen. Die weiteren beiden Teile sind dann in Rot bzw. Grün gehalten und wechseln jeweils nur die Szene die sich in der Mitte darstellt. So passen sie im Regal wunderbar zusammen!
Die Zeitenzauber-Trilogie ist nach diesen drei Bänden abgeschlossen, allerdings sollte erwähnt werden, dass mittlerweile die weiterführende Time School-Trilogie gestartet ist.

Die Geschichte ist wohl vor allem für jüngere Leserinnen gedacht, konnte aber auch mich durchaus noch begeistern. Anna ist ein sympathischer Charakter, mutig und nicht duckmäuserisch. Zu Beginn wirkt sie klar etwas naiv, aber sie wächst an ihren Aufgaben! Auch Sebastiano entwickelt sich gut, nachdem ich ihn am Anfang für seine magere Informationsweitergabe hätte würgen können. ;) Die vielen Nebencharaktere bereichern die Erzählung sehr und halten sie spannend, da erst nach und nach einige Hintergründe klar werden. Es bleiben aber auch genug Fragen für den Anschlussteil! Weiter ist etwas Humor und natürlich eine feine Liebesgeschichte mit an Bord, die jedoch nicht zu aufdringlich ist. Im Mittelpunkt steht das Thema „Zeitreisen“, verknüpft mit spannenden Ereignissen und Aufgaben, die die Protagonisten meistern müssen. Hier muss man keine Angst vor einem „Edelstein-Trilogie“-Abklatsch haben. Zeitenzauber hat hier durchaus eine ganz eigene Idee und kann für mich auch mit Venedig, als Handlungsort, punkten! Dort befinden wir uns im Jahr 1499 und lernen auch historisch gesehen (es gibt teilweise sogar Fußnoten) durchaus dazu. Gerade die Lebensumstände stehen im Mittelpunkt, wenn die Handlung langsamer voran schreitet. Die Atmosphäre war für mich toll und absolut realistisch ausgestaltet!

Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen. Erwähnungen wie „Schüler-VZ“ machen den Roman für seine Zeit authentisch, allerdings wirkt es mittlerweile etwas unmodern. Für den nächsten Band erhoffe ich mir noch etwas mehr Tiefgang und weitere Informationen. Dieser spielt bereits 1,5 Jahre in der Zukunft, was mich besonders in Bezug auf die Liebesbeziehung (die dann wohl nicht mehr zu kindlich sein wird) und das Erwachsenwerden der Protagonisten freut! Die Idee der Zeitreisen kann noch um einiges ausgebaut werden und interessante Details für ein rundes Bild liefern.

*FAZIT:*
Ein schöner Zeitreiseroman für Jugendliche in der wundervollen Kulisse von Venedig. Die Charaktere sind gut ausgestaltet und es gibt Humor, Spannung, einen fiesen Gegenspieler, Geheimnisse, viele historische Details und natürlich eine feine Liebesgeschichte.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

myfriendsarefiction myfriendsarefiction

Veröffentlicht am 23.08.2018

Ein toller Reiseführer durch Venedig um 1499 ❤

Beschreibung:

Anna verbringt ihre Sommerferien mit ihren Eltern in Venedig, ist jedoch zu sehr mit der Technik des 21. Jahrhunderts beschäftigt, als ihren Eltern zuzuhören. Doch dann geschieht das Unmögliche. ... …mehr

Beschreibung:

Anna verbringt ihre Sommerferien mit ihren Eltern in Venedig, ist jedoch zu sehr mit der Technik des 21. Jahrhunderts beschäftigt, als ihren Eltern zuzuhören. Doch dann geschieht das Unmögliche. Anna landet nach ihrem Sturz ins Wasser in einer roten Gondel, die sie ins Venedig von 1499 bringt und somit ihr gesamtes Leben auf den Kopf stellt.

Die Thematik der Zeitreise fasziniert mich schon von jeher, deshalb war dieses Buch für mich ein Muss. Ebenso gefiel mir die Idee, ins Venedig von 1499 zu reisen, weshalb ich sofort nach dem Kauf des Buches in die Geschichte eintauchte.

Die Spannung in dieser Geschichte war im oberen Bereich, denn Anna stolperte irgendwie von einer Katastrophe, so dass ich immer mitfieberte und hoffte, dass sie aus dieser brenzligen Situation wieder herauskäme. Allerdings war das meistens einfach gelöst. Ich hätte mir da mehr Spannung und mehr Action erhofft.

Die Liebesbeziehung zwischen Anna und Sebastiano kam mir irgendwie zu plötzlich. Ich habe zwar Annas Schwärmerei für Sebastiano vom ersten Augenblick ihrer Begegnung an mitbekommen. Doch von Sebastiano kam rein gar nichts. Entweder war er verschwunden, mit der heißen Marietta zusammen, war irgendwie pampig zu Anna oder wollte sie zurück nach Hause bringen, was zu seiner Pflicht gehörte. Ich spürte da gar keine Anziehung zwischen den beiden. Zumindest nicht bis Sebastiano im Fieber lag. Ich dachte, dass er nach seiner Genesung plötzlich umschwenken würde und behaupte, es wäre nur im Fieber gewesen. Aber dem war zum Glück nicht so. Dennoch hatte ich nicht das tiefe Gefühl gehabt, dass da zwischen Anna und Sebastiano irgendetwas lief. Hier hätte ich mir Sätze wie „Er warf mir heiße Blicke zu.“ oder „Er beobachtete mich aus seinen Augenwinkeln.“ oder dergleichen gewünscht. Aber da war rein gar nichts. Deshalb war ich sehr überrascht, als er plötzlich auch Gefühle für die Hauptprotagonistin hegte und ich fragte mich ernsthaft seit wann das so war und wie das überhaupt kam. Liebe auf den ersten Blick??? Das empfand ich anfangs als wenig glaubwürdig. Dies änderte sich jedoch mit Sebastianos Rückkehr ins Jahr 1499 als sie sich wiederfanden.

Der Schluss gefiel mir gut, denn er ließ keine Fragen offen über die ich mir wahrscheinlich den Kopf zerbrochen hätte. Es gab keinen direkten Cliffhanger, das Buch ist in sich abgeschlossen und kann als Einzelband gelesen werden. Ich fand es gut, dass für jeden (noch so kleinen Neben-)Charakter eine Lösung gefunden wurde, die mich als Leser im Großen und Ganzen zufriedenstellte. Ich fand zwar schade, dass Matthias nicht das wurde, was er wirklich erhofft hatte, aber diese Lösung hatte auch etwas Positives.

Der Schreibstil war wunderbar leicht und flüssig und gespickt mit einem Hauch Humor, der mir sehr gut gefiel und mich ein ums andere Mal zum Schmunzeln brachte, da es in der Ich-Perspektive aus Sicht von Anna geschrieben wurde. So konnte ich mich von Anfang an auch gleich gut in die Geschichte hineinversetzen und ins Venedig des Jahres 1499 abtauchen. Auch gab es einige überraschende Wendungen, die ich so nicht erwartet hatte. Besonders aber gefielen mir die Beschreibungen Venedigs im Jahr 1499. Ich konnte mir alles dank der detailreichen Erläuterungen sehr gut vorstellen, angefangen von den Gebäuden, Kleidungsstücken bis hin zu den widerwärtigen Gerüchen, wobei ich bei letzterem froh bin, dass es weder Geruchsfernsehen noch Geruchsbücher gibt *g* Selbst wie ein Gebäude in der Lagune erbaut wird, wurde super erklärt und damit eine meiner Fragen beantwortet, wie Häuser gebaut werden. Man erfuhr aber auch so einiges über Heilkräuter und Wundheilung vor 500 Jahren, was mich begeisterte. Hier wurde sehr gut recherchiert.

Auch gefielen mir die Charaktere. Anna war gut durchdacht und mutig, hatte einen tollen Humor, ich konnte in ihren Kopf und ihr Gefühlsleben kucken und ich lernte einiges über sie und auch die Autorin (besonders über ihre Lieblingsfernsehserien). Ich mochte Anna und ihre Denkweise sehr. Matthias mochte ich auch sehr gern und hätte mir ein anderes Schicksal für ihn erhofft. Mir gefiel die Freundschaft zwischen Anna und Matthias/Matteo sehr. Schade, dass sie nur kurzflächig auftrat.

Anna hatte die Tiefe, die ich bei einigen anderen Charakteren leider vermisste. Ich hätte z. B. gern viel mehr über Sebastiano erfahren und über Clarissa und verstehe noch immer nicht den Sinneswandel von Dorothea. Wieso war sie am Ende plötzlich wie ausgewechselt? Was führte sie auf diesen Weg? Irgendwie fehlt mir hierfür noch die wirkliche Erklärung, denn mit „Sie hatte sich in den falschen Mann verliebt.“ Reicht mir dafür nicht. Die Eigenschaften wurden zwar gut beschrieben, aber es fehlte mir an richtiger Tiefe, wie es eben bei Anna der Fall war. In sie konnte ich mich am Besten hineinversetzen.

Das Cover ist wunderbar verspielt. Es zeigt eine rote Gondel, die bei Vollmond durch die Kanäle Venedigs fährt. Auf diese Weise wird dem Betrachter schon ein wichtiger Hinweis gegeben, wie die Zeitreisen von Statten gehen.

Fazit:

Der Zeitreise-Roman „Die magische Gondel“ um Anna und Sebastiano ist eine gelungene Mischung aus Reiseführer, Geschichte, Fantasie, Freundschaft und Romanze und ein toller Auftakt der Trilogie von der ich mehr lesen werde. Man erhält als Leser einen wunderbaren Einblick in die Lagunenstadt Venedigs um 1499, was ein absolutes Muss für jeden Venedig-Fan ist, der mehr über diese Stadt samt ihrer majestätischen Gebäude, die Bauart und das Leben in der Vergangenheit erfahren möchte.

Es ist im wahrsten Sinne des Wortes eine Zeitreise in die Vergangenheit und ich mochte sie sehr gern. Deshalb vergebe ich gute 4 von 5 Punkten für „Zeitenzauber – Die magische Gondel“.

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BiancaTallerica BiancaTallerica

Veröffentlicht am 28.07.2018

Spannend, actiongeladen und mega witzig

Alleine dadurch, dass dieses Buch in Venedig spielt, ist es schon absolut wundervoll, aber es ist auch noch so schön geschrieben und die Geschichte stimmt ebenfalls, denn Anna und Sebastiano sind tolle ... …mehr

Alleine dadurch, dass dieses Buch in Venedig spielt, ist es schon absolut wundervoll, aber es ist auch noch so schön geschrieben und die Geschichte stimmt ebenfalls, denn Anna und Sebastiano sind tolle Charaktere. Wie Zeitreisen hier beschrieben und eingefädelt werden, finde ich auch sehr toll und ganz anders als in anderen Büchern dieser Art. Wirklich eine sehr schöne Unterhaltung für super Leseabende, -morgende und dazwischen natürlich auch.

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Schnuffelchen Schnuffelchen

Veröffentlicht am 27.07.2018

eine toller jugend-Fantasy-Roman

Die Geschichte ist mal was ganz anderes, zumindest für mich. Anne ist so typisch Teenie, das ich das grinsen selbst jetzt noch nicht verkneifen kann. Allerdings hat die Autorin Anna nicht überzeichnet ... …mehr

Die Geschichte ist mal was ganz anderes, zumindest für mich. Anne ist so typisch Teenie, das ich das grinsen selbst jetzt noch nicht verkneifen kann. Allerdings hat die Autorin Anna nicht überzeichnet sondern wunderbar die Realität im Auge behalten.

Sebastiano wiederum ist gerade am Anfang fast sowas wie ein Geist, nicht wirklich greifbar und erst in der 2. Hälfte kommt so etwas wie sympatische Gefühle meinerseits für diese Person auf. Das empfand ich allerdings gerade zu als Pluspunkt, da mir die ganzen netten, flauschigen Kerle langsam auf den Keks gehen.
Was die anderen Protas angeht, bin ich ehrlich gesagt angenehm überrascht. Normalerweise werden Nebenfiguren recht einfach gehalten, nicht so hier. Jede Figur ist von Anfang bis Ende interessant und facettenreich. Dafür gibt es eine 1+.

Doch wirklich gelungen ist ist der ganze Hintergrund. Venedig heute und vor allem, das des 15 Jh. mit allen positiven und auch negativen Seiten. Zusammen mit der recht rätselhaften Geschichte rund um Zeitreisen und politischen Ränkespielen hat die Autorin einen wirklich gelungen Roman abgeliefert, den man vielleicht auch gern öfter zur Hand nimmt. Rätsel, Mystik, Humor und ein Schuss Romantik – lasst euch nicht von der Altersempfehlung von 14-17 abschrecken, den dann entgeht euch wirklich gelungener Fantasyroman.

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AiHaninozuka AiHaninozuka

Veröffentlicht am 16.07.2018

Positiv überrascht!

Enthält Spoiler!

"Zeitenzauber - Die magische Gondel" ist das zweite Buch, das ich von Eva Völler lese. Bisher hatte ich leider nicht sonderliche gute Erfahrungen mit ihren Büchern, aber da diese Reihe ... …mehr

Enthält Spoiler!

"Zeitenzauber - Die magische Gondel" ist das zweite Buch, das ich von Eva Völler lese. Bisher hatte ich leider nicht sonderliche gute Erfahrungen mit ihren Büchern, aber da diese Reihe so beliebt ist, habe ich sie mir mal näher angesehen. Und ich muss sagen: Zum Glück!

Nach der Edelsteintrilogie stoße ich immer wieder auf Bücher über Zeitreisen und bin froh, wenn sie sich stark von der Trilogie abheben. Ich will nicht sagen, dass die Edelsteintrilogie schlecht war - aber ich möchte eigene Geschichten lesen, keinen Abklatsch. Und was eigenes ist Zeitenzauber definitiv.

Ich finde das Cover wunderschön gestaltet. Zeitenzauber ist eine Jugendbuchreihe und dementsprechend finde ich den Stil unheimlich passend. Die rote Gondel spielt in dem Buch eine wichtigere Rolle. Denn eigentlich sind alle Gondeln in Venedig schwarz. Auch der Mond im Hintergrund passt gut zur Handlung und ich mag es sehr, wenn das Cover nach dem Lesen des Buches noch mehr Sinn ergibt.


Zu Beginn lernt man die 17-jährige Anna kennen, die mit ihren Eltern in Venedig Urlaub macht. Ihr Vater arbeitet in einem Bereich, der unheimlich viel mit Geschichte zutun hat. Erst vor Kurzem hat er einen alten Brief gefunden, der mit den Worten "Hallo" beginnt. Sehr untypisch für die Zeit, aus die der Brief stammt...
In Venedig besuchen sie ein Gondelfest und Anna stolpert gleich mal in diese mysteriöse rote Gondel und in den größten Fluss Italiens - dem Canal Grande. Weißes Licht - flackern - dieses seltsame Jucken im Nacken - zack: Sie findet sich im Jahre 1499 wieder. Immer noch in Italien. Allerdings ohne ein einziges Kleidungsstück. Von dort beginnt die Geschichte erst richtig und mir hat richtig gut gefallen, dass man sehr schnell an diesen Punkt kommt, ohne viel Gerede zuvor. Anna realisiert, dass irgendwas nicht stimmt und macht sich auf den Weg um raus zu finden, was passiert ist. Sie erinnert sich zwar an alles, aber ganz zusammen reimen kann sie sich damit nichts. Auf ihrem Weg lernt sie zu verstehen, dass sie eine Aufgabe in dieser Zeit hat und wie genau sie dazu kam und auch, wie sie diese lösen kann. Außerdem trifft sie auf Sebastiano, der ihr doch irgendwie bekannt vorkommt..

Besonders gut gefiel mir die Sprachbarriere, wenn es darum ging, Wörter zu benutzen, die untypisch für diese Zeit war. Anachronismen sind Wörter, die nicht in eine gewisse Zeitepoche passen und so wird aus "iPod" ein "Spiegel" und aus dem "Klo" der "Abtritt". Der "intergalaktische Translator" verändert Wörter, die verraten würden, dass man nicht in diese Zeit gehört einfach zu Wörtern, die damals üblich waren. Nur mit Zeitreisenden aus der gleichen Zeit, oder aus einer Zeit, die noch weiter in der Zukunft liegt, kann man ohne diese Änderungen sprechen. Auch wenn man etwas aufschreiben möchte, wird das Geschriebene verändert. Der "intergalaktische Translator" macht es jedoch möglich mit jedem Menschen zu kommunizieren, auch wenn man eigentlich nicht deren Sprache sprach. So kann sie plötzlich mit einer weiteren Zeitreisenden sprechen, obwohl diese aus Frankreich stammt und versteht sie einwandfrei.

Anna wird zeitweise leider sehr kindisch und naiv dargestellt, obwohl ich sie doch sehr mochte. Manchmal möchte man sie allerdings einfach nur durchschütteln. Nachdem sie im Jahr 1499 gelandet ist, wird sie von Sebastiano bei einer älteren Dame untergebracht.

Sebastiano ist so ein Fall für sich. Er ist mehr oder weniger daran Schuld, dass Anna, allein auf sich gestellt, in einer anderen Epoche landet und will sich zu Beginn nicht um sie kümmern, sondern lädt sie nur bei der Dame ab und verschwindet gleich wieder. Allerdings verändert auch sein Verhalten sich im Laufe der Handlung.

Es gab einige "Aha!" - Momente, spannende Wendungen und Höhepunkte in der Geschichte. Man erfährt sehr viel, die Zeit damals wird sehr genau beschrieben und gibt dem Leser die Möglichkeit gut in die Geschichte hineinfühlen zu können.

Die Charaktere wirken zwar ein wenig schwach/blass, aber darüber kann ich hinwegsehen. Der Schreibstil war angenehm gut. Unbekannte Begriffe werden mittels Sternchen erklärt, was ich sehr hilfreich finde, weil es den Lesefluss mehr stört, wenn man erstmal recherchieren muss, was denn nun genau gemeint ist.

Ich hatte eine Menge Spaß dabei, Anna und Sebastiano bei ihrem Abenteuer zu begleiten und kann das Buch auf jeden Fall empfehlen, wenn man gerne über Zeitreisen liest und in andere Epochen eintaucht.

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Autorin

Eva Völler

Eva Völler - Autor
© Olivier Favre

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht." Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

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Sprecherin

Annina Braunmiller-Jest

Annina Braunmiller-Jest - Sprecher
© Chris Hirschäuser

Annina Braunmiller-Jest, 1985 in Augsburg geboren, absolvierte eine Musicalausbildung an der Stage School Hamburg und arbeitet als Sprecherin und Schauspielerin. Bekannt ist sie vor allem als die Stimme von Kristen Stewart aus den Twilight-Verfilmungen. Im Fernsehen hört man sie in Serien wie How I Met Your Mother und Suburgatory. Parallel zu ihrem Wirken als Synchronsprecherin spricht Annina Braunmiller regelmäßig Hörbücher ein, u. a. von Stephenie Meyer, Maggie Stiefvater oder Lauren …

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