Die stumme Tänzerin
 - Helga Glaesener - Hörbuch

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20,00

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (CD)
Krimis
455 Minuten
6 CDs
ISBN: 978-3-7857-8394-8
Ersterscheinung: 27.08.2021

Die stumme Tänzerin

Gelesen von Christiane Marx

(16)

Hamburg 1928: Seit einem Jahr gibt es im Hamburger Stadthaus eine weibliche Kriminalpolizei unter Leitung der resoluten Josefine Erkens. Auch die freiheitsliebende Paula heuert dort an. Als eine Tänzerin ermordet und obszön entstellt wird, gelingt es Erkens, Paula und eine weitere Kommissarin in der bisher rein männlich besetzen Mordkommission unterzubringen. Angeführt wird diese Ermittlungsgruppe von Martin Broder, der der Hölle von Flandern entkam. Zu Beginn tut er sich schwer mit den "unfähigen Weibern", doch die Frauen arbeiten mit präziser Logik und kühlem Witz. Zunächst führen ihre Ermittlungen ins Rotlichtmilieu, als aber ein weiteres Opfer aufgefunden wird, keimt in Paula ein ungeheuerlicher Verdacht auf …

Rezensionen aus der Lesejury (16)

LauraJane LauraJane

Veröffentlicht am 21.09.2021

Spannender Krimi aus den „Goldenen Zwanzigern“ mit überraschendem Ende

Ich bin auf das Hörbuch „Die stumme Tänzerin“ von Helga Glaesener aufmerksam geworden, weil ich Literatur fast nur noch höre, Krimis mag, ich das Titelbild sehr ansprechend fand und es mich vor allem gereizt ... …mehr

Ich bin auf das Hörbuch „Die stumme Tänzerin“ von Helga Glaesener aufmerksam geworden, weil ich Literatur fast nur noch höre, Krimis mag, ich das Titelbild sehr ansprechend fand und es mich vor allem gereizt hat, daß die Geschichte in einer mir ziemlich fremden Zeit spielt.

Die Geschichte spielt in Hamburg im Jahr 1928 und handelt von Paula, einer Sekretärin, die durch einen lustigen Zufall und ihre eigene Courage auf einmal bei der Polizei landet und gleich bei der Ermittlung in einem Mordfall mithelfen darf. Leider stellt sich bald heraus, daß ihre Familie darin verwickelt sein könnte ….

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, sie ist spannend und immer interessant.
Alleine schon, wie es früher zuging … Paulas Eltern paßt es nicht, daß Paula bei der Polizei arbeitet, und als sie von alleine nicht kündigt, ruft ihr Vater mal eben ein hohes Polizeitier an, das er kennt, und kündigt für sie. Zum Glück kommt er damit nicht durch und Paula darf bleiben.

Die Charaktere sind alle gut dargestellt, man kann sie sich bildlich vorstellen.
Es sind viele interessante und individuelle Personen darunter.
Schön der Zusammenhalt unter den Kollegen und Kolleginnen, nachdem es erste Startschwierigkeiten gab – die Zusammenarbeit mit „den Weibern“ kam zuerst bei den Männern nicht wirklich gut an, und dann hat Paula sich durch eigene Ungeschicklichkeiten auch noch bei ihren Kolleginnen in die Nesseln gesetzt.
Aber das konnte sie wieder einrenken, und die Frauen konnten den Männern beweisen, daß sie „was auf dem Kasten haben“ und die Ermittlungen durch genaue Beobachtung und präzise Logik voranbringen.

Was ich persönlich etwas überzogen fand, Paula nahm sich als „Neue“ und wohlgemerkt ohne jede Ausbildung doch recht viel raus und war teilweise wagemutiger, als gut für sie war.
Und teilweise war sie auch (nett formuliert) recht gedankenlos, wenn sie in Gefahr schwebt, deshalb bei ihren Kolleginnen übernachten darf und dann ohne jede Information einfach eine Nacht weg bleibt.
Aber das war vielleicht nötig, um die Geschichte voranzubringen :-)

Das Ende hat mich dann wirklich vom Hocker gehauen, der Täter war jemand, den ich überhaupt nicht auf dem Radar hatte.
Trotzdem war alles logisch und schlüssig erklärt und nachvollziehbar.
Aber so soll ein guter Krimi ja sein.

Was mir außer der hochwertigen Ausstattung der CD-Hülle sehr gut gefallen hat, war die Sprecherin – wieder einmal eine 1A-Leistung von Christiane Marx, die jederzeit den richtigen Ton trifft und Leben in die Geschichte bringt.
Und auch sehr gut fand ich, daß jeder Track nur ungefähr 3 Minuten lang war.
Super, wenn man gerade wenig Zeit zum Hören hat, dann schafft man immerhin zwischendurch mal 2 oder 3 Tracks, ohne daß man beim nächsten Mal erst einmal ein ganzes Stück nochmal hören muß, weil die Tracks so lang sind (ich kenne auch Hörbücher mit 10 Minuten-Tracklänge, schrecklich).

Alles in allem ein super Krimi, der Spaß macht und einen mitfiebern läßt – und nebenbei gewinnt man noch viele interessante Einblicke in das Leben um 1928.
Ich hoffe sehr, daß Frau Glaesener noch weitere Krimis mit Paula schreiben wird.
Und ich möchte doch so gerne wissen, ob sie und ihr Kollege vielleicht irgendwann noch ein Paar werden – ein bißchen hat sich das schon abgezeichnet.

Rezension auch eingestellt bei Amazon, Buecher.de, Weltbild, Jokers, Bol,de und Thalia

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BookWorld91 BookWorld91

Veröffentlicht am 11.09.2021

Hochgenuss

Das Hörspiel „Die stumme Tänzerin“ von Helga Glaesener dreht sich um Unternehmerstochter Paula, die erst als Protokollantin zur weiblichen Polizei geht, ehe sie zur gemischten Mordkommission kommt.
Die ... …mehr

Das Hörspiel „Die stumme Tänzerin“ von Helga Glaesener dreht sich um Unternehmerstochter Paula, die erst als Protokollantin zur weiblichen Polizei geht, ehe sie zur gemischten Mordkommission kommt.
Die Geschichte spielt in der Weimarer Republik. Bordelle sind offiziell geschlossen. Dennoch gibt es in Hamburg betriebene Bordelle und es kommt zu Morden an Prostituierten. Lange wird der Mörder gesucht- ehe es Überraschungen gibt.
Das Hörbuch zeichnet sich durch Spannung, wie die verschiedenen Ermittlungsansätze und Verdächtigungen, und durch komplexe Dynastien der Männerwelt , wie die Skepsis gegenüber der weiblichen Ermittlerinnen, aus. Dabei wird es nie langweilig.
Ich fand das Hörbuch sehr fesselnd und interessant. Die Stimme der Sprecherin war stets passend und angebracht. Auf Hintergrundgeräusche wurde bewusst verzichtet, was ich sehr positiv fand. Insgesamt ein klarer Hörgenuss.

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Magnolia Magnolia

Veröffentlicht am 09.09.2021

Spannender Hörgenuss

Der Auftakt einer historischen Kriminalreihe – „Die stumme Tänzerin“ aus der Feder von Helga Glaesener - spielt auf St. Pauli im Jahre 1928. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen, gejagt wird er von der ... …mehr

Der Auftakt einer historischen Kriminalreihe – „Die stumme Tänzerin“ aus der Feder von Helga Glaesener - spielt auf St. Pauli im Jahre 1928. Ein Serienmörder treibt sein Unwesen, gejagt wird er von der ersten weiblichen Kriminalpolizei, der WKP. Paula, so heißt sie - die unangepasste, fortschrittliche Protagonistin. Trotz vieler Widerstände gibt sie nicht auf, ihr analytisches Denken kommt ihr zugute, sie zeigt Durchhaltevermögen. Eine Leiche wird gefunden, obszön drapiert. Eine Spur führt ins Zuhältermilieu, viel Feinarbeit ist erforderlich und bald entsteht ein ungeheuerlicher Verdacht.

Helga Glaesener hat hier einen aufregenden ersten Band vorgelegt, der die Anfänge der weiblichen Kriminalpolizei beleuchtet. Gut gefallen hat mir, dass vor beinahe hundert Jahren die Frauen aufbegehrten, in Männerdomänen eindrangen. Der sehr verzwickte Fall, die erste Leiche, war zunächst mysteriös bis hin zum spannungsgeladenen, ja dramatisch anmutenden und sehr überraschenden Ende.

Als Hörbuch habe ich diese unterhaltsamen 455 Minuten genossen, erzählt von der brillanten Sprecherin Christiane Marx. Durch ihre ausdrucksstarke Stimme, ihre sprachliche Vielfalt durchlebte ich hörend diese schrecklichen Gräueltaten, war mittendrin im Geschehen. Eine spannende Kriminalgeschichte, ein kurzweiliger Hörgenuss vom Feinsten. Gerne und immer wieder werde ich ihr lauschen.

Kurz und gut: Die Story hatte Biss, war interessant und fesselnd, das Hörerlebnis sowieso. Genau richtig für Krimifans und ich hoffe, dass Paulas zweiter Fall nicht allzu lange auf sich warten lässt.

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Denise89 Denise89

Veröffentlicht am 09.09.2021

Begeisterung

Ich suche Bücher und Hörbücher als erstes nach dem Cover aus, dieses ist sehr ansprechend. Danach kommt der Klappentext, spannend und macht neugierig.

Nach den ersten 3 Kapiteln hat mich dieses Hörbuch ... …mehr

Ich suche Bücher und Hörbücher als erstes nach dem Cover aus, dieses ist sehr ansprechend. Danach kommt der Klappentext, spannend und macht neugierig.

Nach den ersten 3 Kapiteln hat mich dieses Hörbuch gefesselt.
Mit Paula kann man sich gut identifizieren.

Hier wird das Frauen Bild in früherer Zeit gut gezeigt, als sie zur Polizei geht zum Beispiel. Entsetzen bei Mutter und Vater.

Eine junge Frau ist, nach einem nicht gelungenen Abend, durch unglückliche Umstände mit anderen auf der Polizeistation gelandet. Sie möchte sich gehör verschaffen und sich rechtfertigen doch genau dass bringt ihr einen neuen Job als Sekretärin bei der Frauenmordkommision ein.

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misterh misterh

Veröffentlicht am 06.09.2021

Ein wahrer Hörgenuss

In Hamburg wird in einer Kapelle auf dem Friedhof eine Frauenleiche gefunden, übel zugerichtet.
Die Ermittlungen übernimmt Martin Broder.
Gegen seine Überzeugung muss er die weibliche Kriminalpolizei an ... …mehr

In Hamburg wird in einer Kapelle auf dem Friedhof eine Frauenleiche gefunden, übel zugerichtet.
Die Ermittlungen übernimmt Martin Broder.
Gegen seine Überzeugung muss er die weibliche Kriminalpolizei an den Ermittlungen teilhaben lassen.
Die Abteilung der Frauen bei der Polizei ist recht neu und muss sich erst noch etablieren.
Paula Haydorn die neu als Sekretärin bei der Polizei arbeitet bekommt ihre Chance sich im Ermittlerteam zu bewähren.
Paula stürzt sich voller Eifer in die Ermittlungen.
Doch diese bringen sie in einen Gewissenskonflikt.


„Die Stumme Tänzerin“ ist der erste Teil einer historischen Krimireihe von Helga Glaesener.

Die Geschichte spielt 1928 in Hamburg
Das Entstehen der weiblichen Polizei ist interessant mitzuerleben.
Von den Männern werden die Frauen nicht respektiert. Man glaubt nicht an ihre Fähigkeiten.

Die Protagonisten gefallen mir gut.
Vor allem die junge Paula die ihren Weg finden muss.
Sie setzt sich gegen den Willen ihrer Eltern durch und arbeitet bei der weiblichen Kriminalpolizei.
Man merkt an ihrem Verhalten, dass sie noch recht jung und naiv ist aber mit mehr Erfahrung wird sich das geben.

Auch der Fall ist spannend geschrieben.
Ich habe lange gerätselt wer der Täter ist und lag bis zum Ende falsch.
Das Ende war dann sehr überraschend für mich.

Der Schreibstil von Helga Glaesener ist flüssig und gut verständlich.

Ich habe die Hörbuchversion und möchte mich noch lobend über die Sprecherin Christiane Marx äußern.
Sie hat der Geschichte und den Protagonisten Leben geschenkt.
Es war ein Genuss zuzuhören.

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Autorin

Helga Glaesener

Helga Glaesener - Autor
© privat

Helga Glaesener wurde in Niedersachsen geboren und studierte in Hannover Mathematik. 1990 begann die Mutter von fünf Kindern mit dem Schreiben historischer Romane, von denen gleich das Debüt, DIE SAFRANHÄNDLERIN, zum Bestseller avancierte. Seitdem hat sie zahlreiche weitere erfolgreiche Romane geschrieben, darunter auch diverse Krimis sowie zuletzt DAS ERBE DER PÄPSTIN. Heute lebt Helga Glaesener in Oldenburg.

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Sprecher

Christiane Marx

Christiane Marx - Sprecher
© Andreas Biesenbach

Christiane Marx absolvierte ihre Ausbildung an der Freiburger Schauspielschule im E-Werk. Seit einigen Jahren widmet sie sich verstärkt ihrer großen Leidenschaft, dem Sprechen. Ihre kristallklare Stimme ist in zahlreichen Hörbüchern und Hörspielen zu hören.

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