Dünengeister
 - Nina Ohlandt - Hörbuch

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16,00

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (CD)
Krimis
452 Minuten
6 CDs
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-5743-7
Ersterscheinung: 29.03.2019

Dünengeister

John Benthiens sechster Fall
Gelesen von Reinhard Kuhnert

(31)

Auf Sylt werden in einer Düne, die zum Besitz der reichen Industriellenfamilie Melander gehört, zwei Leichen gefunden – ein Kind und eine junge Frau, beide der Kleidung nach seit Jahrzehnten tot. Wenig später gibt es in der Familie einen weiteren Todesfall. Kommissar John Benthien glaubt nicht an einen Zufall und nimmt die Ermittlungen auf. Dabei stößt er auf ein uraltes Familiengeheimnis, von dem auch heute noch eine tödliche Gefahr auszugehen scheint ...

Rezensionen aus der Lesejury (31)

Bibliomarie Bibliomarie

Veröffentlicht am 01.07.2019

Familienfluch

Die Familie Melander gehört zu den alteingesessenen Familien auf Sylt. Bereits im 18. Jahrhundert war Vorfahr Haie Deichgraf und ein wohlhabender, einflussreicher Mann. Seine Nachkommen haben als Industrielle ... …mehr

Die Familie Melander gehört zu den alteingesessenen Familien auf Sylt. Bereits im 18. Jahrhundert war Vorfahr Haie Deichgraf und ein wohlhabender, einflussreicher Mann. Seine Nachkommen haben als Industrielle den Besitz und den Einfluss weiter vermehrt. Aber schon immer scheint ein Fluch auf der Familie zu lasten. Immer wieder kommt es zu unglücklichen Todesfällen. Jetzt ist die Witwe Adeline die Matriarchin der Familie und hütet Namen und Einfluss.
John Benthien von der Kripo Flensburg verbringt zusammen mit seiner neuen Liebe Lilly unbeschwerte Urlaubstage im Reethaus seines Vaters, die höchstens mal durch die Kochexperimente seines Vaters getrübt werden.


Da findet Tristan Melander in der großen Düne Knochen und bittet Bentien um seine Hilfe. Schnell stellt sich heraus, dass es sich um Handknochen handelt und wahrscheinlich schon viele Jahrzehnte im Sand vergraben liegen. Als kurz danach Yvonne Melander und ihr kleiner Sohn Nicky vergiftet werden, fürchtet Benthien zu Recht, dass es mit dem Familienfluch etwas auf sich hat.


John Benthien darf hier in seinem 6. Fall ermitteln und ich war – trotz Kenntnis einiger früherer Bände – froh, dass es ein ausführliches Personenregister gibt. Der Krimi hat durch seine Rückblenden in die Vergangenheit und die Geschichte Sylts ein ganz besonderes historisches Flair, das mich sehr angesprochen hat. Der Krimi ist sehr raffiniert gesponnen und ich habe mich mit den verschiedenen Spuren und Verdachtsmomenten sehr zum Mitermitteln angespornt gefühlt. Allerdings hat sich die Autorin einige perfide Wendungen einfallen lassen, so dass ich bis zum Schluss im Dunkeln tappte. Die Spannung blieb dadurch auch sehr hoch. Die verzweigte Familie Melander bietet auch eine Menge an unterschiedlichen Charakteren, die Nina Ohlandt fein charakterisiert hat.


Gut gefallen haben mir auch wohldosierten kleinen Ausflüge ins Privatleben, wobei Ben Benthien, der agile Senior mit seinem Kochblog ein gelungener Sidekick ist.


Immer wieder lässt die Autorin kleine Hinweise auf Agatha Christie einfließen, sei es ein Buchtitel oder eine Anspielung auf einen Fall. Diese Hommage an die große alte Dame des Kriminalromans hat mir großen Spaß gemacht.

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Kruems Kruems

Veröffentlicht am 18.06.2019

Eine tragische Geschichte

Das Buch Dünengeister hat mir sehr gut gefallen. Generell finde ich heimische Krimis toll weil ich die Orte der Handlungen gut vor Augen habe, und gerade auch die Krimis die an der Küste spielen bieten ... …mehr

Das Buch Dünengeister hat mir sehr gut gefallen. Generell finde ich heimische Krimis toll weil ich die Orte der Handlungen gut vor Augen habe, und gerade auch die Krimis die an der Küste spielen bieten dank der tollen Landschaften und Besonderheiten einen tollen Unterhaltungsfaktor. Der Autorin ist es gelungen, mich von der ersten bis zur letzten Seite mit dem Krimi zu fesseln - eine Familiengeschichte die so niemand braucht und deren Geheimnisse auch noch nach vielen Jahren den Weg aus den Dünen in das aktuelle Geschehen finden. Super geschrieben, sehr spannend - dafür gibt es von mir die volle Sternchenzahl!

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Syltliebe Syltliebe

Veröffentlicht am 27.04.2019

Dünengeister

Liebe Nina Ohlandt,

seit Beginn der Krimiserie um John Benthin und seinem Ermittlerteam fiebere ich jeder Neuerscheinung entgegen und freue mich wie ein kleines Kind, wenn ich wieder in einer spannenden ... …mehr

Liebe Nina Ohlandt,

seit Beginn der Krimiserie um John Benthin und seinem Ermittlerteam fiebere ich jeder Neuerscheinung entgegen und freue mich wie ein kleines Kind, wenn ich wieder in einer spannenden Folge ein Teil der Familie werden kann, bei der Aufklärung der Mordfälle miträtseln darf und natürlich jede Menge Lokalkolorit von meiner Lieblingsinsel Sylt erfahre.
Besonders gut gefällt mir dabei die detaillierte und liebevolle Beschreibung der Hauptcharaktere und deren persönliche Entwicklung im Laufe der bisherigen sechs Bände. Hierfür ein großes Lob.
Ich freue mich schon jetzt auf eine Fortsetzung, es wird einfach nicht langweilig.
Einen kleinen Kritikpunkt habe ich allerdings auch und der bezieht sich auf das Cover. Der hier abgebildetes Strandkorb ist leider ein „Ostseekorb“, zu erkennen an den geschwungenen Seitenholmen. Es mag sich vielleicht pingelig und übertrieben anhören, aber mir ist es sofort aufgefallen und ich hoffe nicht, dass mir diese Anmerkung übel genommen wird.
Ich wünsche Ihnen jedenfalls weiterhin viele kreative Ideen und freue mich schon auf spannende Stunden mit neuen Büchern.

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ChrischiD ChrischiD

Veröffentlicht am 16.04.2019

Der Fluch

Auf der Familie Melander, die bereits seit Jahrhunderten auf Sylt heimisch ist, scheint ein außerordentlicher Fluch zu lasten, der damals wie heute nicht so recht zu fassen ist, aber immer neue Opfer ... …mehr

Auf der Familie Melander, die bereits seit Jahrhunderten auf Sylt heimisch ist, scheint ein außerordentlicher Fluch zu lasten, der damals wie heute nicht so recht zu fassen ist, aber immer neue Opfer fordert. John Benthien wollte mit Lilly eigentlich nur ein paar ruhige Tage genießen, wird aber aus Gründen hinzugezogen, was durchaus richtig erscheint, denn der Fall nimmt Ausmaße an, mit denen niemand gerechnet hätte. Neben den Knochen einer jahrzehntealten Leiche inmitten einer Düne sind leider auch aktuelle Todesfälle zu beklagen, die den Ermittlern einiges abverlangen...

Die Geschichte startet weit in der Vergangenheit, so dass der Leser zunächst einen ersten Einblick in die Familienstruktur erhält, auch wenn man später feststellen wird, dass man lange nicht alles verstanden hat. Nichtsdestotrotz wird dadurch eine Grundlage erschaffen, so dass man mit der ein oder anderen Fragestellung im Kopf in die Gegenwart eintaucht und unterbewusst nach Antworten sucht.

Schnell wird klar, warum es Gerüchte um einen Fluch rund um die Familie Melander gibt. Doch handelte es sich tatsächlich ausschließlich um Zu- und unvermeidbare Unfälle oder hatte da doch jemand anders seine Finger im Spiel? Sicherlich kann es sich über Jahrhunderte hinweg nicht um dieselbe Person handeln, an eine höhere Macht mag man allerdings auch nicht so recht glauben. Zumal in der Gegenwart einige Kapitel aus einer anderen Perspektive erzählt werden. Betitelt mit „Er“ scheint man die gesuchte Person schnell gefunden zu haben, fehlen nur noch konkrete Hinweise auf das Motiv.

Das zu Anfang hohe Tempo kann nicht lange gehalten werden, beim Umbruch von der Vergangenheit in die Gegenwart gibt es auch dahingehend einen Schnitt, so dass das Geschehen im weiteren Verlauf deutlich ruhiger vonstatten geht. Zwar wird die Spannungskurve immer wieder befeuert, dennoch verläuft die Erzählung weitestgehend in unaufgeregteren Bahnen. Warum genau sich hier zurückgenommen wird kann bis zum Schluss nicht ergründet werden, möglicherweise liegt dies an der Fülle an Erkenntnissen, die es über die Familie Melander zu erlangen gilt, wodurch andere Teile ein wenig zu kurz kommen.

Trotz der vorangegangenen Kritik wohnt man den Ermittlungen von John Benthien und seinem Team gerne bei, vor allem wenn man bereits den ein oder anderen Band vorweg gelesen hat. Dann kennt man die Protagonisten, weiß sie ein wenig einzuschätzen und kann ihnen nach der Lektüre vielleicht sogar noch neue Charaktereigenschaften zuweisen. Alles in allem eine gut gemachte Geschichte, als Einstieg in die Reihe sollte man allerdings lieber zu einem anderen Titel greifen.

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mistellor mistellor

Veröffentlicht am 15.04.2019

Regionalkrimi auf Sylt

Für mich war die größte Motivation mich für dieses Buch zu bewerben vor allem die Insel Sylt. Ich war vor vielen Jahren mehrmals dort gewesen und war verliebt in diese wunderbare Insel.
Von daher ... …mehr

Für mich war die größte Motivation mich für dieses Buch zu bewerben vor allem die Insel Sylt. Ich war vor vielen Jahren mehrmals dort gewesen und war verliebt in diese wunderbare Insel.
Von daher hat mir der Einstieg des Romanes sehr gut gefallen, es wurde das abenteuerliche Leben der Sylter im Mittelalter und vor dem ersten Weltkrieg beschrieben.
Sylt hat bis heute eine wilde, ungebeugte und unregelbare Atmosphäre und das färbt auch auf die Bewohner der Insel ab. Genau das beschreibt der Roman von Nina Ohland in ihrem Roman "Dünengeister" sehr gut. Sie beschreibt aber auch deb Zerfall von jahrhundert alten Familienstrukturen. Dies kann sogar zu Mord und Totschlag führen. Eine, sich nur langsam entwickelte Krimalhandlung zieht sich durch das ganze Buch. Viele verschiedene Spuren werden von der Autorin gelegt, schon früher stattgefundene Unfälle und Morde schaffen einen zusätzlichen Reiz. Die Auflösung ist dann doch überraschend.
Der Roman ist gut geschrieben. Mein Problem war, dass ih mich nur schwer in die Protagonisten hineinfinden konnte, da mir die vorherigen Bücher unbekannt waren . Die Autorin hat sich aber auf eben diese Bücher bezogen, so dass mir einiges unverständlich blieb.
Der Fall selbst war spannend, da für die Leser es kaum möglich war, den oder die Täter auszumachen. In sich war der Fall logisch aufgebaut und nachvollziehbar.
Die Hauptprotagonisten waren sympathisch, einige auch sehr unterhaltsam.
Mir hätte es gefallen, wenn der Roman etwas gestraffter geschrieben wäre. Manchmal verliert sich die Autorin in zu viele Details und dann wird der Roman ein wenig langatmig.
Die Sprache der Autorin ist modern, gut lesbar und in der Wortwahl gut gewählt.
Insgesamt hat mir dieser Kriminalroman mit kleinen Abstrichen gut gefallen und ich gebe ihm 4 von 5 Sternen.

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Autor

Nina Ohlandt

Nina Ohlandt - Autor
© Andrea Schönwandt

Nina Ohlandt wurde in Wuppertal geboren, wuchs in Karlsruhe auf und machte in Paris eine Ausbildung zur Sprachlehrerin, daneben schrieb sie ihr erstes Kinderbuch. Später arbeitete sie als Übersetzerin, Sprachlehrerin und Marktforscherin, bis sie zu ihrer wahren Berufung zurückfand: dem Krimischreiben im Land zwischen den Meeren, dem Land ihrer Vorfahren.

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Sprecher

Reinhard Kuhnert

Reinhard Kuhnert - Sprecher
© Reinhard Kuhnert

Reinhard Kuhnert hat sein Handwerk an der Theaterhochschule und am Literaturinstitut in Leipzig erlernt. Danach folgten einige Jahre als Dramatiker für Theater, Funk und Fernsehen. Von 1994 – 2007 lebte er in Irland und arbeitete als Gastdozent für Theater an der Universität Galway. Neben seiner Tätigkeit als Autor und Regisseur ist er heute der Sprecher zahlreicher Hörbücher, Hörspiele und Dokumentationen. Mit seiner Stimmenvielfalt hat er bereits George R.R. Martins Fantasy-Epos Das …

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