Er ist wieder da
 - Timur Vermes - Hörbuch

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19,33

Lübbe Audio
Hörbuch
Litcom
6 CDs, 411 Minuten
ISBN: 978-3-7857-4741-4
Ersterscheinung: 21.09.2012

Er ist wieder da

Gelesen von Christoph Maria Herbst

(5)

Ein literarisches Kabinettstück erster Güte


 
Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva, im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet er in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere – im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und „Gefällt mir“-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy?

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Pressestimmen

"Irrer Brüller!"
"Bissig, böse, witzig, schlau - und im besten verknautschten Hitler-Sprech von Christoph Maria Herbst intoniert."
"Christoph Maria Herbst spricht alle Figuren, mal im Reichsparteitagston, mal als kodderige Berliner Schnauze. Genial!"
"Christoph Maria Herbst gelingt das kleine Kunststück, den mitunter vorhersehbaren Text sehr unterhaltsam vorzulesen. Das Spannende dabei ist, dass er zwar im Hitler-Duktus bleibt, ihn aber immer wieder so variiert, teilweise gar umkippen lässt ins Sanft-Verletzliche, dass es eine Freude ist, zuzuhören."
"Christoph Maria Herbst liest den Roman mit einer grossartigen Stimme und einer Ausdrucksweise, dass es einem kalt den Rücken hinunterläuft."

Rezensionen aus der Lesejury (5)

ErikaOnTour ErikaOnTour

Veröffentlicht am 17.11.2016

Der Führer

Hitler 2011 in Berlin. Er ist – zugegeben – verloren, so gut wie alles, das er kannte hat sich verändert. Sogleich macht er sich daran, sich aus einer misslichen Lage zu befreien und erkundet sogleich ... …mehr

Hitler 2011 in Berlin. Er ist – zugegeben – verloren, so gut wie alles, das er kannte hat sich verändert. Sogleich macht er sich daran, sich aus einer misslichen Lage zu befreien und erkundet sogleich sein Umfeld. Dabei hält er sich nicht lange mit der Frage nach dem „Warum?“ auf.

Messerscharf analysiert er die Veränderungen seit dem 2. Weltkrieg, vermisst zwar des öfteren seine geliebte SS erkennt aber schnell, dass es zunächst gilt elementare Dinge sicher zu stellen bevor sich Hitler des Wiederaufbau des 1.000-jährigen Reichs annehmen kann.

Das Schicksal bleibt ihm gewogen, so findet er sich bald in einem Büro mit eigener Schreibkraft wieder und erkundet die Weiten einer Errungenschaft der Gegenwart, genannt „Internetz“.

„Er ist wieder da“ ist eine Zustandsbeschreibung Deutschlands, aus Sicht des Führers und diese fällt durchaus nicht in allen Bereichen positiv aus. Abgesehen vom Wirtschaftswunder liegt Deutschland vor allem was Disziplin und „deutsche Härte“ angeht am Boden. DemokratInnen haben die Regierung wieder übernommen und sind in erster Linie damit beschäftigt sich zu streiten – anstatt das Land zu regieren.

Timur Vermes schaut da hin, wo wir alle hinschauen sollten – auf unsere Oberflächlichkeit und die selektive Wahrnehmung, die wir uns alle angewöhnt haben um in der alltäglichen Welt voller Reizüberflutung zu überleben. Hitler wird wohin er auch kommt, missverstanden und seine Aussagen vom Umfeld so gut wie immer für die eigenen Zwecke umgedeutet und das macht und machte ihn wohl auch 1933 gefährlich.

Da wo wir lieber mal ein Auge zudrücken, da wo wir nicht achtsam sind, da wächst das Unkraut am ehesten. Während wir von einer satirisch perfekt ausgeleuchteten Szene zur nächsten geleitet werden, wächst etwas in unserem Inneren und das ist der Zweifel. Wir lachen aber wir beginnen auch nach zu denken und wir beginnen Parallelen zu ziehen, zu unserem eigenen Tun, zu unserem eigenen Wegschauen und erkennen, dass wir es viel zu oft und zu leichtfertig tun.

Eine Politsatire, die sich gekonnt auf dem schmalen Grat zwischen Unterhaltung und Aufrütteln bewegt, ein Buch dass uns abstößt und trotzdem nicht loslässt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

evafl evafl

Veröffentlicht am 27.10.2016

Frauenherzen sind wie Schlachten. Man gewinnt sie nicht durch Zögerlichkeiten. Man muss alle Kräfte zusammenfassen und beherzt einsetzen.

Er ist wieder da - Hitler erwacht in Berlin auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte - im Jahr 2011. Alles ist anders als "damals". Die Menschen halten ihn für einen Doppelgänger bzw. Comedian, da seine ... …mehr

Er ist wieder da - Hitler erwacht in Berlin auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte - im Jahr 2011. Alles ist anders als "damals". Die Menschen halten ihn für einen Doppelgänger bzw. Comedian, da seine Uniform so "echt" ist. Doch wie schlägt sich Hitler heute durch - heute, wo alles anders ist, wo man Klingeltöne über den Fernseher kaufen kann?

Ja, ich war wirklich gespannt was mich bei diesem Buch erwartet. Die Geschichte hat mich in seinen Bann gezogen - was einen ja irgendwie doch ein wenig nachdenklich macht, denn es handelt ja von und über Hitler, da ist es doch ein wenig komisch, wenn er auch heute noch Leute in seinen Bann ziehen kann. Dennoch war es nur er als Protagonist des Buches, er, der in der heutigen Welt, die für uns so normal wie nur sonst was erscheint, sich erstmal zurechtfinden muss, wobei ihm ein "Zeitungskrämer" hilft.

Bei Sätzen wie "... wordurch ich seinen Namen lesen konnte, den im seine Mutter auf das geradezu grellbunte Sportleibchen gewirkt hatte. "Hitlerjunge Ronaldo! Wo geht es zur Straße?" kann man nicht anders und muss sich einfach amüsieren, zumindest ging es mir so beim Lesen. Überhaupt ist das Buch sehr amüsant, denn Herr Hitler kennt ja die heutigen Medien und Möglichkeiten überhaupt noch nicht, so dass er hier unfreiwillig komisch wirkt. Dennoch geht es im Buch nicht immer nur lustig zu, Hitler sehnt sich immer wieder nach seinen damaligen Gefährten, allen voran Martin Bormann sowie Joseph Goebbels. (Bormann kümmerte sich früher um diverse Belange von Hitler, um die er sich nun eben selbst kümmern muss.)

Allein hier sind doch gewisse Vorkenntnisse vonnöten, ich habe zwischendurch immer mal wieder online einiges über Hitler und Co. nachgelesen, damit ich auch auf einem aktuellen Wissensstand war, was für das Buch meiner Ansicht nach schon nötig ist. Natürlich wurde dieses geschichtliche Thema auch bei uns in der Schule damals behandelt, jedoch wurde es meines Wissens nach nicht großartig vertieft.

Generell halte ich es hier so, dass das Buch am Besten von Erwachsenen gelesen werden sollte, denn das Niveau ist hier schon recht anspruchsvoll. Dennoch ist das Buch auch spannend, unterhält einen sehr gut und ist auch sehr humorvoll. Ich war während dem Lesen teilweise recht nachdenklich, habe mich aber dennoch amüsiert. Man traut sich nicht so ganz, über den "Führer" zu lachen bzw. mit ihm zu lachen, dennoch ist die Geschichte so gut geschrieben, dass man es durchaus tun sollte, finde ich. Ein Stück weit beängstigend fand ich die Geschichte hinsichtlich der Anziehungskraft, die Hitler wohl auch heute noch hat. Er wird im Buch einfach als Adolf Hitler akzeptiert, seinen deutschen Gruß erwidert man erst noch zaghaft und heimlich, später öffentlich ohne jede Bedenken - denn Hitler ist ja ein vermeintlicher Doppelgänger bzw. Comedian.

Ich habe wirklich viel nachgedacht als ich dieses Buch gelesen habe, dennoch hat es mich größtenteils gut unterhalten und amüsiert, sogar geschichtlich habe ich wieder einiges dazugelernt. Sprüche waren auch einige enthalten, die ich richtig gut fand, Sprüche, die wohl Stromberg-like sind. (Ich schaue Stromberg nicht...). (Sprüche, die generell nicht mal so falsch sind, wie ich finde... es ist durchaus was Wahres dran... s. Berichstitel etc.)

Ich kann dieses Buch absolut empfehlen, ich wurde hier wirklich gut unterhalten und vergebe entsprechend 5 von 5 Sternen.

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KerstinTh KerstinTh

Veröffentlicht am 15.09.2016

Enttäuschend

Durch einen mysteriösen Zwischenfall landet Adolf Hitler plötzlich im Berlin des Einundzwanzigsten Jahrhunderts. Es beginnt eine Irrfahrt, oder eher ein Irrlauf durch Berlin. Natürlich glaub ihm keiner, ... …mehr

Durch einen mysteriösen Zwischenfall landet Adolf Hitler plötzlich im Berlin des Einundzwanzigsten Jahrhunderts. Es beginnt eine Irrfahrt, oder eher ein Irrlauf durch Berlin. Natürlich glaub ihm keiner, dass er der „Echte“ ist. Und alle halten ihn für eine sehr gute Parodie. Hitler selbst hat sich das alles ganz anders vorgestellt, er dachte, er hätte immer noch etwas zu sagen und wäre nicht so eine Lachnummer. Außerdem ist er total überfordert mit der modernen Technik. Dennoch beginnt nun seine Karriere als Fernsehstar.

Ich bin ziemlich enttäuscht von diesem Buch. Ich hatte es mir lustiger und unterhaltsamer vorgestellt. Leider war es sehr lasch und jeder Witz wirke erzwungen. Deshalb kann ich dieses Buch nicht empfehlen.

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Lui1990 Lui1990

Veröffentlicht am 15.09.2016

Durchwachsen

Es ist nicht so leicht es zu verstehen, jedenfalls nicht wenn man es beim Fahren hört.
Teilweise etwas zu schnell im lesen....
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Es ist nicht so leicht es zu verstehen, jedenfalls nicht wenn man es beim Fahren hört.
Teilweise etwas zu schnell im lesen....

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Penny Penny

Veröffentlicht am 15.09.2016

Alle vor geführt

In Berlin, auf einem leeren Grundstück, erwacht Adolf Hitler wieder. Anfangs etwas irri-tiert, findet er sich mit Hilfe eines Kioskbesitzers recht zügig zurecht. Aufgrund seiner so echt wirkenden Darstellung ... …mehr

In Berlin, auf einem leeren Grundstück, erwacht Adolf Hitler wieder. Anfangs etwas irri-tiert, findet er sich mit Hilfe eines Kioskbesitzers recht zügig zurecht. Aufgrund seiner so echt wirkenden Darstellung von Adolf Hitler wird eine Fernsehproduktionsfirma sehr schnell auf ihn aufmerksam. Binnen kurzer Zeit hat er eine Fernsehsendung, und in den Medien reichlich Aufmerksamkeit. Natürlich stellt sich die Frage, wer er wirklich ist und um einen Pass zu bekommen bedarf einiger Tricks. Adolf behält seine Art, seine Ansichten bei, und analysiert unsere heutige Gesellschaft dank des Internets ziemlich passend und durchschaut auch vieles. Und das weiß er dann auch wieder einzusetzen. Erstaunlich.
Saukomisch und zum Lachen, ich weiß nicht. Zynisch, satirisch auf jeden Fall. Grinsen musste ich beim Lesen schon recht häufig und erstaunlich, wie einfach es für Adolf Hitler wieder scheint. Auf jeden Fall eine herrliche Satire auf unsere Gesellschaft und noch eini-ges mehr. Sehr vielschichtig und super zu lesen. Manchmal waren die längeren Gedanken-gänge von Adolf nicht so meines, doch rundherum ist dieses Buch einfach gelungen. Dem Autoren kann man für diesen Roman nur gratulieren, sehr viel bobachtet, in Frage gestellt und analysiert und das für den Leser gut verpackt. Hätte ich in der Form nicht mit gerech-net, hat mich positiv überrascht. Toll.

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Sprecher

Christoph Maria Herbst

Christoph Maria Herbst - Sprecher
© dpa-Report

Christoph Maria Herbsts Titelrolle als unerträglicher Abteilungsleiter einer Versicherung in der TV-Serie Stromberg bringt dem Schauspieler seinen größten Erfolg sowie Auszeichnungen, u.a. den Bayerischen Fernsehpreis, Adolf-Grimme-Preis, Deutschen Fernsehpreis und mehrere deutsche Comedy-Preise ein. Als Ausnahme-Hörbuchsprecher blickt er bereits auf zahlreiche Produktionen zurück, die allesamt Hörbuch-Bestseller wurden.

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Autor

Timur Vermes

Timur Vermes - Autor
© Olivier Favre

Timur Vermes wurde 1967 als Sohn einer Deutschen und eines 1956 geflohenen Ungarn geboren, studierte in Erlangen Geschichte und Politik und wurde dann Journalist. Er schrieb für die "Abendzeitung" und den Kölner "Express" und arbeitete für mehrere Magazine. Seit 2007 veröffentlichte er als Ghostwriter vier Bücher, zwei weitere sind in Vorbereitung.

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