Er ist wieder da
 - Timur Vermes - Hörbuch

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9,99

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch
Litcom
411 Minuten
ISBN: 978-3-7857-5039-1
Ersterscheinung: 08.10.2014

Er ist wieder da

Gelesen von Christoph Maria Herbst

(8)

Sommer 2011. Adolf Hitler erwacht auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte. Ohne Krieg, ohne Partei, ohne Eva, im tiefsten Frieden, unter Tausenden von Ausländern. 66 Jahre nach seinem vermeintlichen Ende strandet er in der Gegenwart und startet gegen jegliche Wahrscheinlichkeit eine neue Karriere – im Fernsehen. Dieser Hitler ist keine Witzfigur und gerade deshalb erschreckend real. Und das Land, auf das er trifft, ist es auch: zynisch, hemmungslos erfolgsgeil und auch trotz Jahrzehnten deutscher Demokratie vollkommen chancenlos gegenüber dem Demagogen und der Sucht nach Quoten, Klicks und „Gefällt mir“-Buttons. Eine Persiflage? Eine Satire? Polit-Comedy?

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Rezensionen aus der Lesejury (8)

liebling liebling

Veröffentlicht am 14.05.2017

gut gemacht

das Hörbuch fand ich garnicht schlecht, mir gefiel das etwas geschichte dabei war. Von der Stimme her passte es sehr gut zum Adolf Hittler, so habe ich sie mir vorgestellt und es wurde sehr gut umgesetzt.ich ... …mehr

das Hörbuch fand ich garnicht schlecht, mir gefiel das etwas geschichte dabei war. Von der Stimme her passte es sehr gut zum Adolf Hittler, so habe ich sie mir vorgestellt und es wurde sehr gut umgesetzt.ich hätte nie gedacht das ich es je mir anhören würde, Da ich am anfang das ganze nicht so toll fand. wie würde er in unserer zeit leben oder wie würde er handeln ? das habe ich mir die ganze zeit gefragt .. würde er versuchen wieder an die Macht zu kommen ? vielleicht ja ... aber ich muss sagen ich bin Froh das es "nur" ein Buch ist und nichts anderes ....

die stimme gefiel mir sehr gut, der inhalt auch

deswegen bekommt das Hörbuch 5/5 Sterne von mir

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teammalec teammalec

Veröffentlicht am 30.04.2017

Interessant und erschreckend!


Zu Beginn war ich etwas skeptisch. Ich hatte schon viel über das Buch gehört und wollte mir eine eigene Meinung darüber bilden. Und jetzt muss ich sagen, "Er ist wieder da" hat mich sehr gut unterhalten ... …mehr


Zu Beginn war ich etwas skeptisch. Ich hatte schon viel über das Buch gehört und wollte mir eine eigene Meinung darüber bilden. Und jetzt muss ich sagen, "Er ist wieder da" hat mich sehr gut unterhalten und das Lesen hat viel Spaß gemacht.

Als Hitler 2011 in Berlin erwacht, findet er sich recht schnell in dieser neuen Welt zurecht. Das ist vom Autor plausibel erklärt worden, und ist somit weder unlogisch noch verwirrend. Der Schreibstil ist sehr außergewöhnlich, aber man findet bereits nach kurzer Zeit einen Lesefluss und kann das Buch dann in einem Stück durchlesen.

Die Wortwahl des Ich-Erzählers ist sehr altmodisch, da Hitler ja in den 40ern gelebt hat. Hier prallen Vergangenheit und Gegenwart aufeinander und sorgen für viele lustige Momente (so zum Beispiel als ein Müsliriegel für Hitler "Folienkorn" ist, und er die armen Deutschen bemitleidet, die dies anstelle von Brot essen müssen). Solche Momente gibt es oft, sodass einen das Buch sehr oft zum Lachen bringt, und es sehr amüsant ist.

Andererseits bringt einen das Buch aber auch zum Nachdenken. Es ist erschreckend, wie schnell sich Hitler in der neuen Zeit zurechtfindet, und wie schnell er Pläne schmiedet, um dort weiterzumachen, wo er 1945 aufgehört hat.

Noch erschreckender ist aber, auf was für eine große Fangemeinde seine Ideen stoßen. Dass ein Land, das vorgibt, stolz auf seine Demokratie zu sein, das einen nie dagewesenen Wohlstand hat und in der westlichen Welt eine führende Rolle einnimmt, so leicht beeinflussbar ist, ist einfach nur schockierend.

Wie kann es sein, dass Hitler auch heute noch unser Land und unsere Welt beeinflussen könnte, wäre er denn wieder da?


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schnaeppchenjaegerin schnaeppchenjaegerin

Veröffentlicht am 10.03.2017

Originelle Idee, aber zähes Lesevergnügen mit fragwürdigem Ende

Timur Vermes' Satire-Bestseller wurde in 41 Sprachen übersetzt und kam im Jahr 2015 als Spielfilm in die Kinos.
Auch ich empfinde es als originelle Idee für ein Buch, Adolf Hitler im Jahr 2011 in Deutschland ... …mehr

Timur Vermes' Satire-Bestseller wurde in 41 Sprachen übersetzt und kam im Jahr 2015 als Spielfilm in die Kinos.
Auch ich empfinde es als originelle Idee für ein Buch, Adolf Hitler im Jahr 2011 in Deutschland wieder auferstehen zu lassen.

Hitler ist zunächst irritiert, 66 Jahre nach seinem Ableben in Berlin zu erwachen. Weder ist der Traum eines Endsiegs in Erfüllung gegangen, noch wurde Deutschland komplett zerstört. Hitler passt sich schnell an die neuen Gegebenheiten an und findet zunächst Unterschlupf bei einem Kioskbesitzer, bevor er fürs Fernsehen entdeckt wird. Statt auf Ablehnung zu stoßen, sind die Deutschen neugierig auf diesen Comedian, der dieselben Parolen so authentisch verbreitet wie zu Zeiten des Dritten Reiches.

Natürlich handelt es sich um eine unwirkliche Situation, weshalb niemand glaubt, dass DER Hitler tatsächlich wieder da ist. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass es sich bei dem "Führer" um einen Grimme-Preis-verdächtigen Schauspieler handelt, der in der Rolle des Adolf Hitler völlig aufgeht.

Hitler begegnet im Alltag der Bevölkerung, wo er erstaunlich viele Fans hat, so dass sich Hitler auch für das ein oder andere Selfie nicht zu schade ist. Er wird schnell zum Youtube-Star und führt Gespräche mit Politikern, macht sich gar Gedanken über die Parteienlandschaft und geeignete Koalitionen. Als einzige Partei kommt für ihn "Die Grünen" in Frage, schließlich sei Umweltschutz gleich Heimatschutz. Die NPD lehnt er schon aufgrund der Bezeichnung als "Demokraten" ab, zudem war sein Besuch in der wenig eindrucksvollen Parteizentrale in Berlin-Köpenick für ihn ernüchternd.

Zu Beginn ist es recht unterhaltsam, wie auf Hitler, aus dessen Ich-Perspektive die Satire verfasst ist, die Dinge einprasseln, die er ironisch-böse analysiert und mit markigen Sprüchen darauf reagiert. Ab spätestens einem Drittel des Buches ist der Gag eines wieder auferstandenen Hitlers, der völlig unreflektiert zu einem Comedy- und Fernsehstar avanciert, nicht mehr neu. Die rechten Gedankengänge wiederholen sich, weshalb das Buch für mich zu lang gewesen ist.

Abgesehen von den Stellen, an denen man über Hitler noch lachen kann, fragt man sich als Leser, ob es wirklich möglich ist, dass ein Hitler 2.0 in Deutschland wieder Gehör findet. Vom Publikum gefeiert, nutzen die Medien ihn insbesondere aufgrund der Quote und aus kommerziellen Gründen. Hat Deutschland wirklich nichts dazugelernt, auch wenn in der Schule das Dritte Reich und Nazi-Deutschland einen so großen Part einnehmen? Nachdem Hitler bereits in den 20er-Jahren unterschätzt wurde und Jahre später als Alleinherrscher die Macht übernahm, wird auch Hitler 78 Jahre nach der Machtergreifung als Impro-Comedian abgetan und die Gefahr nicht ernst genommen.

Am Ende muss jeder Leser selbst wissen, ob er das Buch als Klamauk bzw. fiktive, überspitzte Unterhaltung sieht oder ob er es mehr als Warnung ansehen sollte, wie leicht sich Geschichte im schlimmsten Fall wiederholen könnte.
So endet "Er ist wieder da" in meinen Augen äußerst fragwürdig mit den Worten "Es war nicht alles schlecht."

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ErikaOnTour ErikaOnTour

Veröffentlicht am 17.11.2016

Der Führer

Hitler 2011 in Berlin. Er ist – zugegeben – verloren, so gut wie alles, das er kannte hat sich verändert. Sogleich macht er sich daran, sich aus einer misslichen Lage zu befreien und erkundet sogleich ... …mehr

Hitler 2011 in Berlin. Er ist – zugegeben – verloren, so gut wie alles, das er kannte hat sich verändert. Sogleich macht er sich daran, sich aus einer misslichen Lage zu befreien und erkundet sogleich sein Umfeld. Dabei hält er sich nicht lange mit der Frage nach dem „Warum?“ auf.

Messerscharf analysiert er die Veränderungen seit dem 2. Weltkrieg, vermisst zwar des öfteren seine geliebte SS erkennt aber schnell, dass es zunächst gilt elementare Dinge sicher zu stellen bevor sich Hitler des Wiederaufbau des 1.000-jährigen Reichs annehmen kann.

Das Schicksal bleibt ihm gewogen, so findet er sich bald in einem Büro mit eigener Schreibkraft wieder und erkundet die Weiten einer Errungenschaft der Gegenwart, genannt „Internetz“.

„Er ist wieder da“ ist eine Zustandsbeschreibung Deutschlands, aus Sicht des Führers und diese fällt durchaus nicht in allen Bereichen positiv aus. Abgesehen vom Wirtschaftswunder liegt Deutschland vor allem was Disziplin und „deutsche Härte“ angeht am Boden. DemokratInnen haben die Regierung wieder übernommen und sind in erster Linie damit beschäftigt sich zu streiten – anstatt das Land zu regieren.

Timur Vermes schaut da hin, wo wir alle hinschauen sollten – auf unsere Oberflächlichkeit und die selektive Wahrnehmung, die wir uns alle angewöhnt haben um in der alltäglichen Welt voller Reizüberflutung zu überleben. Hitler wird wohin er auch kommt, missverstanden und seine Aussagen vom Umfeld so gut wie immer für die eigenen Zwecke umgedeutet und das macht und machte ihn wohl auch 1933 gefährlich.

Da wo wir lieber mal ein Auge zudrücken, da wo wir nicht achtsam sind, da wächst das Unkraut am ehesten. Während wir von einer satirisch perfekt ausgeleuchteten Szene zur nächsten geleitet werden, wächst etwas in unserem Inneren und das ist der Zweifel. Wir lachen aber wir beginnen auch nach zu denken und wir beginnen Parallelen zu ziehen, zu unserem eigenen Tun, zu unserem eigenen Wegschauen und erkennen, dass wir es viel zu oft und zu leichtfertig tun.

Eine Politsatire, die sich gekonnt auf dem schmalen Grat zwischen Unterhaltung und Aufrütteln bewegt, ein Buch dass uns abstößt und trotzdem nicht loslässt.

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evafl evafl

Veröffentlicht am 27.10.2016

Frauenherzen sind wie Schlachten. Man gewinnt sie nicht durch Zögerlichkeiten. Man muss alle Kräfte zusammenfassen und beherzt einsetzen.

Er ist wieder da - Hitler erwacht in Berlin auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte - im Jahr 2011. Alles ist anders als "damals". Die Menschen halten ihn für einen Doppelgänger bzw. Comedian, da seine ... …mehr

Er ist wieder da - Hitler erwacht in Berlin auf einem leeren Grundstück in Berlin-Mitte - im Jahr 2011. Alles ist anders als "damals". Die Menschen halten ihn für einen Doppelgänger bzw. Comedian, da seine Uniform so "echt" ist. Doch wie schlägt sich Hitler heute durch - heute, wo alles anders ist, wo man Klingeltöne über den Fernseher kaufen kann?

Ja, ich war wirklich gespannt was mich bei diesem Buch erwartet. Die Geschichte hat mich in seinen Bann gezogen - was einen ja irgendwie doch ein wenig nachdenklich macht, denn es handelt ja von und über Hitler, da ist es doch ein wenig komisch, wenn er auch heute noch Leute in seinen Bann ziehen kann. Dennoch war es nur er als Protagonist des Buches, er, der in der heutigen Welt, die für uns so normal wie nur sonst was erscheint, sich erstmal zurechtfinden muss, wobei ihm ein "Zeitungskrämer" hilft.

Bei Sätzen wie "... wordurch ich seinen Namen lesen konnte, den im seine Mutter auf das geradezu grellbunte Sportleibchen gewirkt hatte. "Hitlerjunge Ronaldo! Wo geht es zur Straße?" kann man nicht anders und muss sich einfach amüsieren, zumindest ging es mir so beim Lesen. Überhaupt ist das Buch sehr amüsant, denn Herr Hitler kennt ja die heutigen Medien und Möglichkeiten überhaupt noch nicht, so dass er hier unfreiwillig komisch wirkt. Dennoch geht es im Buch nicht immer nur lustig zu, Hitler sehnt sich immer wieder nach seinen damaligen Gefährten, allen voran Martin Bormann sowie Joseph Goebbels. (Bormann kümmerte sich früher um diverse Belange von Hitler, um die er sich nun eben selbst kümmern muss.)

Allein hier sind doch gewisse Vorkenntnisse vonnöten, ich habe zwischendurch immer mal wieder online einiges über Hitler und Co. nachgelesen, damit ich auch auf einem aktuellen Wissensstand war, was für das Buch meiner Ansicht nach schon nötig ist. Natürlich wurde dieses geschichtliche Thema auch bei uns in der Schule damals behandelt, jedoch wurde es meines Wissens nach nicht großartig vertieft.

Generell halte ich es hier so, dass das Buch am Besten von Erwachsenen gelesen werden sollte, denn das Niveau ist hier schon recht anspruchsvoll. Dennoch ist das Buch auch spannend, unterhält einen sehr gut und ist auch sehr humorvoll. Ich war während dem Lesen teilweise recht nachdenklich, habe mich aber dennoch amüsiert. Man traut sich nicht so ganz, über den "Führer" zu lachen bzw. mit ihm zu lachen, dennoch ist die Geschichte so gut geschrieben, dass man es durchaus tun sollte, finde ich. Ein Stück weit beängstigend fand ich die Geschichte hinsichtlich der Anziehungskraft, die Hitler wohl auch heute noch hat. Er wird im Buch einfach als Adolf Hitler akzeptiert, seinen deutschen Gruß erwidert man erst noch zaghaft und heimlich, später öffentlich ohne jede Bedenken - denn Hitler ist ja ein vermeintlicher Doppelgänger bzw. Comedian.

Ich habe wirklich viel nachgedacht als ich dieses Buch gelesen habe, dennoch hat es mich größtenteils gut unterhalten und amüsiert, sogar geschichtlich habe ich wieder einiges dazugelernt. Sprüche waren auch einige enthalten, die ich richtig gut fand, Sprüche, die wohl Stromberg-like sind. (Ich schaue Stromberg nicht...). (Sprüche, die generell nicht mal so falsch sind, wie ich finde... es ist durchaus was Wahres dran... s. Berichstitel etc.)

Ich kann dieses Buch absolut empfehlen, ich wurde hier wirklich gut unterhalten und vergebe entsprechend 5 von 5 Sternen.

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Sprecher

Christoph Maria Herbst

Christoph Maria Herbst - Sprecher
© dpa-Report

Christoph Maria Herbsts Titelrolle als unerträglicher Abteilungsleiter einer Versicherung in der TV-Serie Stromberg bringt dem Schauspieler seinen größten Erfolg sowie Auszeichnungen, u.a. den Bayerischen Fernsehpreis, Adolf-Grimme-Preis, Deutschen Fernsehpreis und mehrere deutsche Comedy-Preise ein. Als Ausnahme-Hörbuchsprecher blickt er bereits auf zahlreiche Produktionen zurück, die allesamt Hörbuch-Bestseller wurden.

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Autor

Timur Vermes

Timur Vermes - Autor
© Olivier Favre

Timur Vermes wurde 1967 als Sohn einer Deutschen und eines 1956 geflohenen Ungarn geboren, studierte in Erlangen Geschichte und Politik und wurde dann Journalist. Er schrieb für die "Abendzeitung" und den Kölner "Express" und arbeitete für mehrere Magazine. Seit 2007 veröffentlichte er als Ghostwriter vier Bücher, zwei weitere sind in Vorbereitung.

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