Café Engel
 - Marie Lamballe - Hörbuch

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16,00

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (CD)
Saga
442 Minuten
6 CDs
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-5716-1
Ersterscheinung: 28.02.2019

Café Engel

Eine neue Zeit
Roman
Gelesen von Irina Scholz

(40)

Wiesbaden, 1945. Der Zweite Weltkrieg ist zu Ende, und das Café Engel – einst Treffpunkt schillernder Persönlichkeiten – blieb wie durch ein Wunder verschont. Als Hilde Koch und ihre Mutter Else das Café wiedereröffnen, trüben schon bald erste Konflikte den jungen Frieden. Durch die Ankunft der schönen Luisa, die sich als geflüchtete Cousine aus Ostpreußen vorstellt, fühlt Hilde sich zurückgesetzt. Zwischen den ungleichen Cousinen wächst eine Rivalität, die die Atmosphäre im Café zu vergiften droht. Bis beide Frauen begreifen, dass sie etwas gemeinsam haben: ein Geheimnis aus Kriegszeiten, das sie bis heute fürchten …

Rezensionen aus der Lesejury (40)

Sabrinchenchen Sabrinchenchen

Veröffentlicht am 25.02.2020

Interessanter Auftakt mit spannenden Charakteren und wechselnden Szenen die zusammenführen. Empfehlung!

Ein ansprechendes Cover und ein interessanter Klappentext haben mich neugierig auf das Cafe Engel werden lassen.
Durch den 2. Teil ( Cafe Engel Schicksalhafte Jahre ) bin ich auf diesen Auftakt der Trilogie ... …mehr

Ein ansprechendes Cover und ein interessanter Klappentext haben mich neugierig auf das Cafe Engel werden lassen.
Durch den 2. Teil ( Cafe Engel Schicksalhafte Jahre ) bin ich auf diesen Auftakt der Trilogie aufmerksam geworden und habe diesen dann zuerst gelesen.
Ich erwartete mir eine spannende Familiengeschichte da es auch am Anfang im März 1935 bei der kleinen Hilde Koch begann.
Der Haupterzählstrang ist in Wiesbaden im Jahr 1945 kurz vor Ende des Krieges bis nach dem Krieg angesiedelt.
Der Kampf um das Cafe, der Umgang mit den Besatzungsmächten, die Lebensmittelknappheit und das damit verbundene Wirken der Protagonisten ist kurzweilig und interessant.
Die Schicksale und Wendungen einzelner Personen sind aufregend und schaffen es zu überraschen.
Ich fühlte mich gut unterhalten da die vorkommenden Ereignisse glaubwürdig, manchmal humorvoll oder auch dramatisch sind.
Auch ist es zuweilen herzergreifend die verschiedenen Charaktere quer durch ihre Erlebnisse zu begleiten mitzufiebern bzw. mitzuleiden.
Die Erzählstränge führten aufeinander zu und bildeten dann ein grosses Ganzes das sich im Cafe Engel mündete.

In einem gut verständlicher Schreibstil gehalten mit einer unterhaltsamen Erzählweise die einen sofort in die Geschichte eintauchen ließ.
Die Überschriften bei den Kapiteln sind deutlich gekennzeichnet mit Namen oder Orten und Zeitangaben und machen das Nachvollziehen einfach.

Ich spreche eine unbedingte Leseempfehlung aus und vergebe 5 Sterne für den Auftakt der Cafe Engel Saga.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Eliza Eliza

Veröffentlicht am 16.02.2020

Wiesbaden 1945- Café in der Kriegszeit

Großartiger Auftakt zu einer neuen Saga, die sowohl das Kaffeehaus wieder zum Leben erweckt als auch ein vom Krieg gebeuteltes Deutschland zeigt.
Das Cover bildet im Vordergrund eine Frau in einem roten ... …mehr

Großartiger Auftakt zu einer neuen Saga, die sowohl das Kaffeehaus wieder zum Leben erweckt als auch ein vom Krieg gebeuteltes Deutschland zeigt.
Das Cover bildet im Vordergrund eine Frau in einem roten Kleid ab, die auf einer Straße entlangflaniert. Im Hintergrund des Bildes befinden sich eine bebaute Straße sowie ein durch Markise und Stühle dekoriertes Gebäude, welches sehr stark an ein Café erinnert. Der Klappentext umreißt in wenigen Sätzen das Handlungsgeschehen und weckt in dem Leser Neugier.
Die wesentlichen Inhalte des Romans handeln von der „Endkriegszeit“, persönlichen Schicksalen, Liebe, Kaffeehauskultur, Theaterleben und Aufbruchsstimmung. Der Roman spielt in Deutschland größtenteils im Jahr 1945, wodurch für den Leser die historische Einordnung sehr leicht fällt. Der Kern der Geschichte handelt vom Café Engel der Familie Koch, welches als eine der wenigen Gebäude vom Bombardement des Krieges in Wiesbaden nicht zerstört wurde.
Hilde Koch und ihre Mutter versuchen das Café wieder zum Leben zu erwecken und werden vor einige Hindernisse und Prüfungen beim „wiedererwecken des altehrwürdigen Cafés“ gestellt. Die Hauptstory wird durch interessante und informative Nebengeschichte von einzelnen Personen sehr gut unterfüttert. Das Buch hat die findungsreiche Eigenschaft, dass durch die viele starken Nebencharaktere die Protagonisten sich nicht zu sehr in den Vordergrund drängen. Mir haben am besten die Nebenfiguren Gisela (Freundin von Hilde), sowie die Theaterschneiderin Julia und der Theatersänger Addi Dobscher gefallen. Letzterer hat sich als meine Lieblingsperson herauskristallisiert. Addi überzeugt als Mann mit seiner hemdsärmeligen, ehrlichen, und zugleich künstlerischen Art, welche der Figur einen ganz besonderen Glanz verleiht. Er schafft es zudem, durch seine Art ein Deutschland zu zeigen, welches trotz der Gräueltaten des Krieges offen, bodenständig und tolerant sein kann. Die Story ist chronologisch aufgebaut vom Ende des Krieges bis zur den Anfängen der Nachkriegszeit. In einzelnen Nebengeschichten sind kurze Zeitsprüngen von ein paar Monaten erkennbar, welche aber den Lesefluss nicht beeinträchtigen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und bereichert durch kleine witzige, manchmal auch tragische Anekdoten das Lesevergnügen. Die Besonderheit des Romans liegt in seiner kulturellen Verzweigung. Das Zusammenspiel zwischen der „Theatergesellschaft“ in Verbindung mit dem Café als Zufluchtsort der „kunstvertriebenen der Kriegszeit“ lässt die Schatten des Leidens einer ganzen Gesellschaft etwas heller und hoffnungsvoller wirken. Der Roman richtet sich an Fans der Kriegszeit bzw. Nachkriegszeit in Deutschland, Kaffeehausliebhaber und Freunde einer facettenreichen Geschichte über Kultur und Gesellschaft in schwierigen Zeiten. Er ist sowohl für Frauen, als auch für Männer geeignet. Im Allgemeinen kann ich ein sehr positives Fazit über die Geschichte ziehen. Das Buch überzeugt durch seine vielen kleinen und nie langweilig werdenden Geschichten sowie sehr starken Persönlichkeiten, welche der ganzen Thematik eine emphatische und auch nachdenkliche Würze verleihen. Mir hat es große Freude bereitet den ersten Band zu lesen und ich bin gespannt wie Hilde und ihre Familie mit dem Café die nächsten Herausforderungen des Lebens meistern werden.

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Erdhaftig Erdhaftig

Veröffentlicht am 14.07.2019

Café Engel - eine neue Zeit

Wiesbaden kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges. Erzählt wird die Geschichte der Familie Koch und ihres Cafés, dass wie durch ein Wunder nicht zerbombt wurde. Die Familie freut sich auf die neue Zeit, ... …mehr

Wiesbaden kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges. Erzählt wird die Geschichte der Familie Koch und ihres Cafés, dass wie durch ein Wunder nicht zerbombt wurde. Die Familie freut sich auf die neue Zeit, passt sich den ersten Jahren gut an und hat von der Besatzung der US-Amerikaner nichts zu befürchten. Lamballe erzählt anschaulich, nutzt Subtexte und zählt auf den wachen Verstand ihrer Lesenden. Sie flicht unterschiedliche Schicksale mit ein. Menschen, die auf unterschiedlichen Wegen nach Wiesbaden finden und mit der Familie zusammenhängen oder anders zusammenkommen werden. Sie erzählt auch,

wie erste berufliche Neuanfänge möglich werden und wie hart das Überleben in der Stunde Null war.

Im Präsenz

Alles wird im Präsenz erzählt. Man findet sich so gedanklich in dieser Zeit ein. Auch in diesem Roman lässt es sich gut versinken, geistig mit drin und dabei zu sein, sich vorstellen, wie der Kurpark damals ausgesehen haben muss. Auch die Parallelen zur heutigen Zeit finden sich. Flüchtlinge ziehen von Ostpreußen nach Westen, werden abgelehnt oder aufgenommen. Das Café Engel ist natürlich im Erdgeschoss eines Hauses, darüber liegen die Wohnungen der Familie und ihrer Mieter, so letztere noch vorhanden sind. Auch hier finden Einquartierungen statt. Migration hat es immer gegeben und wird es weiterhin geben, aus den unterschiedlichsten Gründen.

Einfühlsam & anregend

Ich habe schon viele solcher Romane gelesen, auch als Jugendliche. Diese Zeit, sie interessiert mich immer noch. Dieser Roman macht Lust auf die nächsten Bände der Reihe. Und den zweiten Band habe ich glücklicherweise schon parat :-)

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schlossherrin schlossherrin

Veröffentlicht am 09.06.2019

Cafe Engel Eine neue Zeit

Dies ist der erste Band der Trilogie über das Cafe Engel und der Familie Koch. Es sind die letzten Kriegsmonate und dann die Besatzungszeit nach dem Krieg. Else und ihre Tochter Hilde führen das Cafe alleine, ... …mehr

Dies ist der erste Band der Trilogie über das Cafe Engel und der Familie Koch. Es sind die letzten Kriegsmonate und dann die Besatzungszeit nach dem Krieg. Else und ihre Tochter Hilde führen das Cafe alleine, nachdem Heinz Koch noch in Kriegsgefangenschaft ist und auch die beiden Söhne noch nicht vom Krieg zurückkamen. Es sind fast keine Lebensmittel vorhanden, doch da im Cafe mehrere Personen leben, werden die Lebensmittelkarten zusammengetan und man ernährt sich mehr recht als schlecht. Hilde hatte mit einem französischen Kriegsgefangenen eine Affäre, dem sie dann aber zur Flucht verhalf. Als dann Heinz endlich von der Gefangenschaft kommt, kommen bald wieder Schauspieler und Sänger in das Cafe, aber das Überleben ist hart. Schließlich kommt auch noch die Nichte Louise von Heinz in das Cafe, nachdem sie von Ostpreußen fliehen mußten. Hilde mag die Cousine gar nicht und ist auf dieser eifersüchtig. Die Autorin erzählt uns in sehr interessanter Weise aus der damaligen Zeit, es fehlten a Kleidung, Lebensmittel und Heizmaterial. Durch das Buch werden wir daran erinnert, wie schjwer es damals unserer Großeltern damals hatten. Da bei der Familie Koch viele Menschen unterkamen, kam es natürlich zu Reibereien, Streitigkeitgen und Eifersuchtsszenen. Man bemerkt die sehr gute Recherche zu diesem Thema, es wird gestritten, versöhnt, geliebt und am Ende findet sich alles wieder gut zusammen. Da ich diese Art von Büchern um die Zeit des zweiten Weltkrieg sehr liebe, bin ich ja natürlich von dieser Lektüre mehr als begeistert und fasziniert.

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tigerbea tigerbea

Veröffentlicht am 01.06.2019

Aufregende Geschichte

Hilde und ihre Mutter trauen ihren Augen nicht. Die Häuser der Wilhelmstraße in Wiesbaden sind total zerbombt, nur ihr Haus mit dem Café Engel ist verschont geblieben. Das Café war ein Künstlertreffpunkt, ... …mehr

Hilde und ihre Mutter trauen ihren Augen nicht. Die Häuser der Wilhelmstraße in Wiesbaden sind total zerbombt, nur ihr Haus mit dem Café Engel ist verschont geblieben. Das Café war ein Künstlertreffpunkt, in dem vor dem Krieg auch viele jüdische Künstler gern gesehene Gäste waren. Mit viel Tatendrang beginnen Hilde und ihre Mutter nach Kriegsende das Café wieder aufzubauen. Als dann der Chef des Hauses aus der Gefangenschaft nach Hause kommt, ist die Freude groß. Doch Hildes Vater Heinz kann sich mit den neuen Gegebenheiten schlecht abfinden. Eines Tages steht eine junge Frau vor der Tür. Sie nennt sich Luisa und ist Hildes Cousine aus Ostpreußen. Hilde begegnet Luisa mit Mißtrauen und macht ihr das Leben schwer. Es dauert eine lange Zeit, bis die beiden Frauen miteinander auskommen und Hilde begreift, daß sie mir Luisa vieles gemeinsam hat.


Es ist eine große Kunst, in einem heiteren Plauderton von einer so schwierigen Zeit zu erzählen. Marie Lamballe kommt dabei ganz ohne erhobenen Zeigefinger und ohne Dramatik aus und trotzdem gehen manche Episoden ganz gewaltig unter die Haut. Aus den Zeilen liest man aber auch den aufkeimenden Lebensmut und die Hoffnung der Menschen auf eine bessere Zukunft. Es ist interessant zu erfahren, wie unterschiedlich die Leute ihr Schicksal in die Hand nehmen. Die einen schlagen sich sehr schnell auf die Seite der Sieger und andere versuchen wenigstens einen Rest Stolz zu bewahren. Wenn man dann noch lesen muß, wie schnell die strammen Parteigenossen wieder auf die Füße fallen, ist man schon sehr betroffen.

Wer dieses Buch liest, erlebt die Nachkriegszeit in allen Facetten. Manchmal dramatisch und traurig, aber auch zum Schmunzeln und sogar irgendwie komisch. Ich bin gespannt, wie es weitergeht!

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Autorin

Marie Lamballe

Marie Lamballe - Autor
© fotostudio marlies, Bad Camberg

Marie Lamballe  studierte Französisch und Russisch auf Lehramt, wurde dann aber durch absoluten Einstellungsstopp vor einer Karriere als Gymnasiallehrerin bewahrt. Stattdessen widmete sie sich ihrem Mann und den beiden Kindern und begann zu schreiben. Zuerst ganz vorsichtig für die Schublade, später kleine Geschichten für Literaturzeitschriften, und schließlich gelangten die ersten Bücher zur Veröffentlichung. Inzwischen ist das Schreiben ihr Beruf geworden, der zwar viel Zeit und …

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Sprecherin

Irina Scholz

Irina Scholz - Sprecher
© Annika Fußwinkel

Irina Scholz ist Sprecherin für Hörbücher, Radio- und Fernsehbeiträge. Sie ist die Station-Voice des Deutschlandfunks und regelmäßig bei Arte, 3sat, dem WDR und ZDF zu hören. Ihre Stimme hat eine seltene Qualität: reiner Klang in mittleren Lagen und leichte Vibration in den tieferen.

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