Die Dorfschullehrerin
 - Eva Völler - Hörbuch
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16,99

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (CD)
Saga
427 Minuten
6 CDs
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-8422-8
Ersterscheinung: 27.05.2022

Die Dorfschullehrerin

Was das Schicksal will
Teil 2 der Serie "Die Dorfschullehrerin"
Gelesen von Anja Stadlober

(58)

1964: Als Helene das Angebot erhält, an die Schule in Kirchdorf zurückzukehren, geht sie nur zögernd darauf ein, denn sie befürchtet, dass ihre Gefühle für den Landarzt Tobias ihr Leben erneut durcheinanderwirbeln könnten. Doch nicht nur diesem Problem muss sie sich stellen. An der Schule warten ungeahnte Herausforderungen auf Helene, die ihren ganzen Einsatz erfordern. Ihre zwölfjährige Tochter Marie zeigt sich zunehmend dickköpfig, und ihre Freundin Isabella hat eine Beziehung zu einem schwarzen GI, den die Dorfbewohner mit Argwohn betrachten. Die nahe Zonengrenze sorgt für zusätzlichen Zündstoff in dem kleinen Ort. Und dann wird Helene völlig unerwartet von den Schrecken aus ihrer Vergangenheit eingeholt. Plötzlich scheint alles auf dem Spiel zu stehen, was sie liebt ...

Rezensionen aus der Lesejury (58)

KerstinC KerstinC

Veröffentlicht am 14.08.2022

Helene kehrt zurück nach Kirchdorf

Das Cover zeigt eine Frau von der Seite im roten Kleid, die ein junges Mädchen im Matrosenkleid an den Händen hält. Ansonsten ist das Cover ganz ähnlich gestaltet, wie schon beim ersten Buch der Reihe. ... …mehr

Das Cover zeigt eine Frau von der Seite im roten Kleid, die ein junges Mädchen im Matrosenkleid an den Händen hält. Ansonsten ist das Cover ganz ähnlich gestaltet, wie schon beim ersten Buch der Reihe. Die Farbwahl gibt dem Buch einen nostalgischen touch, was gut zur Zeit des Romans passt. Neben dem Titel sind drei fliegende Störche zu sehen, die eine schöne Ergänzung zum Gesamtbild sind.

Die Dorfschullehrerin – Was das Schicksal will von Eva Völler ist der zweite Band der Reihe. Das erste Buch: Die Dorfschullehrerin – Was die Hoffnung verspricht habe ich Anfang des Jahres gelesen und rezensiert. Das Buch startet mit einem Alptraum von Helene und so gibt es eine gute Einleitung für all jene Leser, die den ersten Band nicht kennen. In wenigen Sätzen werden hier die Ereignisse aus dem ersten Buch genannt, so dass ich als Leser alle Informationen habe, um der vorliegenden Geschichte folgen zu können. Für das Lesevergnügen empfehle ich allerdings die Bücher nacheinander zu lesen. Man kann sich einfach viel mehr mit Helene freuen, wenn man das erste Buch auch gelesen hat.

Die Geschichte ist inzwischen im Jahre 1964 angekommen und Helene reist zusammen mit ihrer Tochter Marie zurück nach Kirchdorf, dem Schauplatz des ersten Buches. Der Ort ist fiktiv, befindet sich aber irgendwo in der Rhön an der innerdeutschen Grenze. Viele Figuren aus dem Dorfleben sind mir schon bekannt und so habe ich mich sowohl auf den Landarzt, als auch auf die Hebamme gefreut. Beide gehören mehr oder weniger zum engen Freundeskreis der Lehrerin Helene.

Ich habe das Buch in zwei Tagen verschlungen und konnte nicht aufhören. Die Spannung hält bis zum Schluss sowohl bei der Protagonistin Helene, als auch bei ihrer besten Freundin Isabella, der Hebamme. Das Buch ist in vier Teile gegliedert. Besonders der letzte Teil hat mich zu Tränen gerührt. Da solltest du auf jeden Fall eine Packung Taschentücher parat haben. Die Geschichte ist ein tragisch schöner Rückblick in längst vergangene Tage. Wobei anzumerken ist, dass die Handlung fiktiv ist. Allerdings kann ich mir sehr gut vorstellen, dass es genau so passiert sein könnte. Das Buch endet mit einem Epilog, bei dem man direkt das dritte Buch lesen möchte. Es werden dort so viele Fragen angeregt, deren Lösung ich gerne sofort wüsste. Wie geht es in Kirchdorf weiter? Was wird aus Isabella? Schafft Agnes sich ihre Träume zu erfüllen? Und ganz wichtig: Wie geht es mit Helene als Rektorin weiter?

Ich lass mich überraschen und warte nun sehnsüchtig auf den dritten Band. Von mir gibt es eine Leseempfehlung, für alle Fans von Familiengeschichten, die in der innerdeutschen Grenzregion spielen. Wie oben schon erwähnt empfehle ich die Bücher in chronologischer Reihenfolge zu lesen, da das Lesevergnügen dann einfach höher ist. Ich wünsche dir viel Spaß in Kirchdorf und bin gespannt, wie du die Schule dort findest.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Eliza Eliza

Veröffentlicht am 14.08.2022

Helenes Kampf für die Bildung der Kinder

Mit dem zweiten Teil ihrer „Dorfschullehrerin“-Saga hat Eva Völler mich vollends überzeugt, die letzten 250 Seiten habe ich mehr oder weniger in einem Rutsch gelesen. Die Autorin schafft es auch dieses ... …mehr

Mit dem zweiten Teil ihrer „Dorfschullehrerin“-Saga hat Eva Völler mich vollends überzeugt, die letzten 250 Seiten habe ich mehr oder weniger in einem Rutsch gelesen. Die Autorin schafft es auch dieses Mal uns Leser zu fesseln und mit in eine Geschichte hineinzunehmen.

Auch in diesem Band steht das Dorfleben, die Arbeit einer Lehrerin und das Leben in den Familien in den 60er Jahren im Mittelpunkt. Besonders beeindruckt hat mich die überzeugende Recherche der Autorin, die gerade das Leben in den Familien sehr plastisch schildert. Der Kalte Krieg ist an der innerdeutschen Grenze deutlich zu spüren und dies von Tag zu Tag.

Wir treffen wieder auf die wunderbaren Figuren aus dem ersten Band. Helene, die engagierte Lehrerin, die alles für ihre Schützlinge tut. Tobias, den sympathischen Dorfarzt, mit seiner Arzthelferin Agnes, die sich gleichzeitig noch um ihre Familie kümmert. Helenes Vater mit seiner zweiten Frau, sowie der Bürgermeister Harald und Helenes bester Freundin Isabella.

Gerade Helenes Zerrissenheit, ihre Liebe zu ihrem Beruf und ihrer Familie, den Anstrengungen, die sie für die neue Dorfschule unternimmt, stellt das Familienleben auf eine harte Probe. Ihre Tochter Marie ist in der Pubertät und findet sie braucht keine neue Familie. Sie sieht deshalb die Liebe ihrer Mutter zu dem Dorfarzt Tobias mit negativen Gefühlen.

Der Schreibstil der Autorin ist sehr gut zu lesen, die Passagen im Röhner Platt sind anfangs etwas gewöhnungsbedürftig und man muss sich dort einfinden, aber es macht das Buch sehr authentisch.

Des Weiteren geht es in dem Buch um verschiedene Krankheiten wie Krebs oder auch Epilepsie, aber auch das Zusammenkommen von GIs und deutschen Frauen wird thematisiert, ebenso wie die Adoptionen der Mischlingskinder.

Ich habe die beiden Bände über die Dorfschullehrerin Helene sehr gerne gelesen und kann sie jedem nur empfehlen, der gerne etwas über die deutsche Geschichte erfahren möchte, denn auch die Stasi, spielt in diesem Band wieder eine Rolle. Zum besseren Verständnis sollte man allerdings mit Band eins beginnen, grundsätzlich sind die Bände sicherlich auch unabhängig voneinander zu lesen, aber man wird sich vielleicht in der einen oder anderen Sache selbst spoilern, wenn man den zweiten Band vor dem Ersten liest. Nun bin ich gespannt mir welchem Thema uns Eva Völler als nächstes beglückt, denn bisher hat mich die Autorin noch nicht enttäuscht. Letztendlich zählt sie seit vielen Jahren schon zu meinem Lieblingsautorinnnen.

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kristall kristall

Veröffentlicht am 08.08.2022

Interessant

Das Buch spielt im Jahr 1964. Helene bekommt ein Job-Angebot in einer Schule, was widersprüchliche Gefühle in ihr auslöst und bald stellt sich heraus, dass sie vor vielen Problemen steht. Mir hat das Buch ... …mehr

Das Buch spielt im Jahr 1964. Helene bekommt ein Job-Angebot in einer Schule, was widersprüchliche Gefühle in ihr auslöst und bald stellt sich heraus, dass sie vor vielen Problemen steht. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Durch den schönen detaillierten Schreibstil fühlt man sich in die damalige Zeit versetzt. Geschichtliche Hintergründe werden gut dargestellt und die Probleme sorgen für Spannung. Das Cover finde ich sehr gelungen und die Figuren sind interessant angelegt. Ein tolles Buch, das ich gerne empfehle.

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Chrisi Chrisi

Veröffentlicht am 07.08.2022

Freuden und Leiden einer alleinerziehenden Mutter und Lehrerin in den 60er Jahren

Im 2. Band "Die Dorfschullehrerin - Was das Schicksal will - geht es (wieder) um die Lehrerin Helene und ihre fast 13jährige Tochter Marie, die vor 3 Jahren aus der DDR geflohen waren. Helene bekommt ein ... …mehr

Im 2. Band "Die Dorfschullehrerin - Was das Schicksal will - geht es (wieder) um die Lehrerin Helene und ihre fast 13jährige Tochter Marie, die vor 3 Jahren aus der DDR geflohen waren. Helene bekommt ein Angebot, in Kirchdorf die Leitung einer Schule zu übernehmen und weg von Frankfurt zu ziehen. Sie zögert kurz, zum einen, weil der Arzt Tobias dort wohnt, mit dem sie mal zusammen war, und zum anderen auch, weil das auch für ihre Tochter wieder ein Umzug bedeutet. Sie ziehen aber trotzdem dorthin, erstmal zu ihrem Vater Reinhold, der mit seiner Frau Christa eine Tierarztpraxis führt. Dann gibt es noch Helenes Freundin Isabella, die mal mit dem Bürgermeister liiert war, aber schwanger von einem Schwarzen ist. Und dann spielt auch noch Agnes, Tobias' Sprechstundenhilfe eine Rolle...
Hier werden also versch. Geschichten der einzelnen Protagonisten nebeneinander erzählt. Auch wenn ich Band 1 leider nicht kenne, hatte ich keine Probleme, die Geschichte zu verstehen.
Der Schreibstil ist angenehm und flüssig zu lesen, das einzige, was mich ein bisschen genervt hat, ist, dass viele Sätze der Dorfeinwohner in Dialekt geschrieben wurden.
Auch wenn so richtige Spannung eigentlich erst in den letzten 10 Seiten aufkam und vieles vorhersehbar war, hat mich das Buch doch super unterhalten, ich mochte die Geschichte und hatte sie schnell durchgelesen.

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Island Island

Veröffentlicht am 12.06.2022

Zurück an der Dorfschule

Der zweite Teil der Reihe um Helene, die aus der DDR geflohene Lehrerin, spielt im Jahr 1964. Helene hat mittlerweile in Frankfurt eine Zusatzqualifikation abgeschlossen, sodass sie auch in der BRD als ... …mehr

Der zweite Teil der Reihe um Helene, die aus der DDR geflohene Lehrerin, spielt im Jahr 1964. Helene hat mittlerweile in Frankfurt eine Zusatzqualifikation abgeschlossen, sodass sie auch in der BRD als vollwertige Lehrerin gilt. Sie erhält das Angebot, als Schulleiterin nach Kirchdorf im hessischen Zonenrandgebiet zurückzukehren und zieht mit ihrer Tochter im Teenageralter zurück an den Ort, in dem seit deren geglückter Flucht auch ihr Vater und dessen Lebensgefährtin leben. Außerdem praktiziert dort natürlich auch weiterhin Helenes Ex-Partner Tobias als Landarzt und sie trifft viele alte Bekannte wieder, die ebenfalls mit neuen Herausforderungen kämpfen. Die Position als Schulleiterin bringt auch einiges an zusätzlicher Arbeit und Problemen mit sich, ebenso wie das Leben im sehr ländlich geprägten Raum nahe der Grenze zur DDR.

Mir hat auch dieser zweite Teil wieder sehr gut gefallen und ich fand es schön, zu erfahren, wie es mit allen Beteiligten weitergeht. Als Lehrerin fand ich es besonders interessant, Einblicke in die Arbeit einer Dorfschule in der damaligen Zeit zu erhalten. Aber auch der Schauplatz an der deutsch-deutschen Grenze sorgt teilweise für besondere Brisanz. Die Protagonist:innen waren mir alle sehr sympathisch und der Schreibstil der Autorin ist, wie auch schon von ihren anderen Büchern gewohnt, gut lesbar und anschaulich. Wer historische Romane mag, die in der jüngeren deutschen Vergangenheit spielen, und die neben der Geschichte auch eine Dosis Liebes- und Familiengeschichte enthalten, soll gerne nach diesem Roman greifen, aber besser zuerst den ersten Teil lesen. Ich persönlich würde mich auch über eine Fortsetzung sehr freuen.

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Autorin

Eva Völler

Eva Völler - Autor
© Olivier Favre

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht." Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

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Sprecherin

Anja Stadlober

Anja Stadlober, geb. 1984 in Kärnten, lebt und arbeitet als Synchronsprecherin und Synchronregisseurin in Berlin. Sie wurde durch ihre Rolle als Vera Seiffert in der Kinderserie Schloss Einstein bekannt und ist seit ihrer Kindheit Synchronsprecherin. Sie ist die feste deutsche Synchronstimme von Emma Stone und Mila Kunis. Häufig synchronisierte sie Olivia Wilde wie zuletzt in Der Fall Richard Jewell, außerdem sprach sie z. B. Zooey Deschanel in New Girl, Krystin Ritter u. a. in Gilmour Girls …

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