Ein Gefühl von Hoffnung
 - Eva Völler - Hörbuch

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16,00

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (CD)
Saga
453 Minuten
6 CDs
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-8202-6
Ersterscheinung: 28.08.2020

Ein Gefühl von Hoffnung

Die Ruhrpott-Saga, Teil 2
Teil 2 der Serie "Die Ruhrpott-Saga"
Gelesen von Julia von Tettenborn

(33)

Das Ruhrgebiet Ende der 1950er Jahre: Das drohende Zechensterben treibt die Bergleute auf die Barrikaden. Johannes, der sich nach seinem schweren Unfall als Gewerkschafter engagiert, kämpft für die Interessen der Arbeiter. In diesen Zeiten des Umbruchs suchen die junge Buchhändlerin Inge und ihre rebellische Schwester Bärbel ihren Platz im Leben, jede auf ihre Art. Doch der Zusammenhalt der Familie wird auf eine harte Probe gestellt, als eine unmögliche Liebe entsteht …

Rezensionen aus der Lesejury (33)

Tinchen13 Tinchen13

Veröffentlicht am 05.04.2021

Band 1 der Ruhrpott-Saga

Achtung! Spoiler! Wer Band 1 noch nicht gelesen hat, sollte die Rezension (oder auch schon den Klappentext) zu Band 2 nicht lesen.

„Im Leben eines jeden Menschen gibt es Wünsche, die so elementar ... …mehr

Achtung! Spoiler! Wer Band 1 noch nicht gelesen hat, sollte die Rezension (oder auch schon den Klappentext) zu Band 2 nicht lesen.

„Im Leben eines jeden Menschen gibt es Wünsche, die so elementar sind, dass man alles nur Erdenkliche tun würde, um sie wahrzumachen.“
Ein Gefühl von Hoffnung – Bastei Lübbe

So geht es Inge … und Johannes, nachdem in „Ein Traum vom Glück“ – Band 1 der Ruhrpott-Saga – Katharina bei der Geburt von Inges und Bärbels kleinem Bruder stirbt. Seitdem sind einige Jahre vergangen.
Doch Ende der 50er Jahre bleibt nicht viel Zeit, zu trauern. Inge, Johannes und Karl versuchen bei der Arbeit genug Geld zu verdienen, um die ganze Familie, die immer noch bei Oma Mine lebt, über Wasser zu halten.
Inge hat dafür die Schule beendet und arbeitet in einer Buchhandlung. Bärbel geht aufs Lyzeum, doch hat dort immer wieder Schwierigkeiten, weil sie immer das sagt, was sie denkt und ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden hat.
Doch das sind nicht die einzigen Schwierigkeiten, die sie alle gemeinsam als Familie meistern müssen.

„Und noch etwas erkannte sie in diesem Augenblick. Unter der Oberfläche ihrer Gedanken hatte es schon die ganze Zeit geschlummert, als diffuse Ahnung, wie ein Bild hinter einem Vorhang.“
Ein Gefühl von Hoffnung – Bastei Lübbe

Inge steht in diesem Band verstärkt im Vordergrund, denn in diesem Jahr soll sie ihren Jugendfreund heiraten. Doch etwas hält sie davon ab. Ist ihr Jugendfreund wirklich ihre wahre Liebe?

„Sie hatte sich nicht vorgestellt, dass die Liebe sich so anfühlen würde. So unausweichlich, so schmerzhaft, so verflucht aussichtslos.“
Ein Gefühl von Hoffnung – Bastei Lübbe

Eva Völler nimmt uns mit ins Jahr 1959, in einen Umbruch in der Arbeitergesellschaft, in eine Zeit, die mehr Hoffnung verspricht als die Jahre zuvor.

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DieBuechertante DieBuechertante

Veröffentlicht am 22.03.2021

Ruhrpott in den 1960er Jahren

Was habe ich mich auf den zweiten Teil der Ruhrpott-Sage gefreut. Er spielt sieben Jahre später als der erste Teil, dennoch hatte ich nicht das Gefühl, es würde etwas fehlen. Ich bin sofort wieder bei ... …mehr

Was habe ich mich auf den zweiten Teil der Ruhrpott-Sage gefreut. Er spielt sieben Jahre später als der erste Teil, dennoch hatte ich nicht das Gefühl, es würde etwas fehlen. Ich bin sofort wieder bei der Familie Wagner angekommen.
Der erste Teil spielte ja in der Nachkriegszeit, nun war vor allem die Zeit des Umbruchs im Bergbau. Die Kinder sind alle Erwachsen, oder zumindest älter geworden, und auch den älteren merkt man die Jahre an. Aber ich finde, die ganze Familie hat sich mit den Gegebenheiten gut arrangiert und sind zu einem harmonischen Gefüge geworden. Ich mag das "Familienmodell" sehr. Mir gefällt sehr gut, dass die Figuren trotzdem noch innerhalb des Romans eine Entwicklung durchgemacht haben.
Es werden Themen aufgegriffen, die heute immer noch Themen sind, wenn auch auf andere Art und Weise.
Der Schreibstil ist so gut, dass die Seiten beim lesen nur dahinfliegen, ohne dass man es merkt.

Fazit:
Für mich sind in diesem Roman, wie beim ersten Teil, wieder mehrere Genres vereint, auch wenn ich sagen würde, dass diesmal der Familienroman im Vordergrund steht. Ich finde alle Verläufe der einzelnen Stränge wirklich gelungen und auch, wenn man sagen könnte, es passieren nicht so schöne Dinge, fand ich es passend und stimmig. Ich finde diesen Roman einfach traurig schön.

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Blackfairy71 Blackfairy71

Veröffentlicht am 15.03.2021

Die Ruhrpott Saga Teil 2

Essen 1959. Sieben Jahre sind vergangen, seit Katharina gestorben ist. Ihr Sohn Jakob wächst im Haus von Ur-Oma Mine auf. Dort leben auch weiterhin Inge und Bärbel, sowie Mines Sohn Karl und ihr Enkel ... …mehr

Essen 1959. Sieben Jahre sind vergangen, seit Katharina gestorben ist. Ihr Sohn Jakob wächst im Haus von Ur-Oma Mine auf. Dort leben auch weiterhin Inge und Bärbel, sowie Mines Sohn Karl und ihr Enkel Johannes. Inge hat nach Katharinas Tod die Schule verlassen, um für Jakob da zu sein und arbeitet als Buchhändlerin. Außerdem ist sie mit ihrem Jugendfreund Peter verlobt und es steht fest, dass die beiden nach seinem Examen heiraten. Bärbel ist inzwischen 17 Jahre alt und sorgt mit ihrem rebellischen Verhalten in der Schule häufig für Ärger. Und Johannes arbeitet für die Gewerkschaft des Bergbaus. Die Schlote im Ruhrgebiet rauchen zwar noch, aber die Kohlekrise hat bereits begonnen und unruhige Zeiten werfen ihren Schatten voraus. Und auch innerhalb der Familie bahnen sich Konflikte an, die den Zusammenhalt auf eine harte Probe stellen...

Nach "Ein Traum vom Glück" geht es hier nun endlich weiter mit der Geschichte der Familie Wagner in Essen-Fischlaken. Das Land ist nach dem Krieg im Aufschwung, aber mit dem Bergbau geht es bereits langsam bergab. Johannes versucht in seiner Position als Gewerkschaftler für die Kumpels bessere Arbeitsbedingungen zu erkämpfen. Gleichzeitig will er für seinen Sohn Jakob da sein, der aber nicht weiß, dass Johannes sein richtiger Vater ist. Offiziell ist es der kriegsversehrte Karl, da dieser zur Zeit von Jakobs Geburt mit Katharina verheiratet war. All das führt zu Verwicklungen und Problemen.
Es sind keine großen Dramen, die hier passieren, eher Dinge, die jeder Familie in einer solchen Situation und zur damaligen Zeit widerfahren können. Aber gerade das macht die Geschichten und Charaktere so authentisch und realistisch. Was auch durch den Ruhrpottdialekt von Mine noch verstärkt wird.
Es geht um Zusammenhalt in der Familie, aber auch bei den Nachbarn. Jeder hilft jedem, so gut er kann.
Auch Tabuthemen wie Gewalt in der Familie, Alkoholsucht und Homosexualität werden angesprochen. Letzteres fand ich besonders schockierend, da mir gar nicht bewusst war, dass das auch zu der Zeit noch strafbar war.

Für mich ist das Buch etwas Besonderes, denn es erinnert mich auch an meine Kindheit. Ich bin zwar erst 1971 geboren worden, aber ich kenne noch viele Dinge, z. B. die Bergmannseife, das Kohledeputat oder dass Samstag Badetag war. Auch hatten wir anfangs noch einen Kohleofen in der Küche, bis dann der erste Elektroherd kam. Schmunzeln musste ich besonders an einer Stelle, denn auch mein Vater macht sich heute noch jeden Abend sein "Bütterken".
Es gab Werte und Regeln, die wir als Kinder beachtet haben, die für uns einfach selbstverständlich waren, aber wir hatten auch viele Freiheiten.
Ich fürchte, die aktuelle Situation wird dafür sorgen, dass die Kinder, die jetzt aufwachsen, niemals diese Unbeschwertheit kennenlernen werden. Und das finde ich sehr traurig.

Auch "Ein Gefühl von Hoffnung" hat mich wieder begeistert und ich habe mich über das Wiedersehen mit Inge, Johannes, Bärbel und Mine sehr gefreut. Obwohl es auch viele traurige Moment gibt, ist es für mich auch ein Wohlfühlbuch, dass ein Gefühl von Heimat vermittelt. Und ich freue mich schon sehr auf die Fortsetzung.

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myriam0610 myriam0610

Veröffentlicht am 17.12.2020

Analog Band 2 - mir zu wenig abwechslungsreiche Handlung

Wie geht es weiter rund um die bereits bekannten Charakteren im Nachkriegs-Ruhrgebiet?
Wie der Vorgänger Band fand ich auch dieses Werk seeeehr langatmig, eigentlich passiert nicht sehr viel, als besonders ... …mehr

Wie geht es weiter rund um die bereits bekannten Charakteren im Nachkriegs-Ruhrgebiet?
Wie der Vorgänger Band fand ich auch dieses Werk seeeehr langatmig, eigentlich passiert nicht sehr viel, als besonders tiefgründig oder emotional hab ich das Lesen aber auch nicht empfunden. Daher Fazit: Kann man lesen, man kann aber auch wesentlich bessere historische Romane genießen. Schade, meine Erwartungen wurden mit diesen beiden Bänden nicht getroffen

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carinas_bookish_world carinas_bookish_world

Veröffentlicht am 27.11.2020

Gute Fortsetzung

“Ein Gefühl von Hoffnung“ (Die Ruhrpott-Saga geht weiter) von Eva Völler hat mich auch in diesem Band durch die Gestaltung des Covers sofort auf eine Zeitreise geschickt. Die Gestaltung der Person in Farbe ... …mehr

“Ein Gefühl von Hoffnung“ (Die Ruhrpott-Saga geht weiter) von Eva Völler hat mich auch in diesem Band durch die Gestaltung des Covers sofort auf eine Zeitreise geschickt. Die Gestaltung der Person in Farbe und graue Wäsche auf der Wäscheleine, gefärbt durch den Kohlenstaub der Zechen stimmt, ohne einen Blick in das Buch zu werfen, den Leser bereits in das Geschehen und Leben der damaligen Zeit ein. Kohlenstaub nicht nur in der Grube sondern auch in der Luft. Ärmliche Verhältnisse der Nachkriegszeit und doch Menschen, die Ihre Zukunft in die Hand nehmen und für ein besseres Leben kämpfen.
Bereits in der Rezension zu dem ersten Teil der Saga „Ein Traum von Glück“ habe ich angemerkt, dass ich diese Zeit aufgrund meines Alters nicht miterlebt habe. Mein Großvater und Urgroßvater haben jedoch auf der Zeche gearbeitet. Mein Urgroßvater war Hauer und mein Großvater hat Untertage Zug gefahren. Somit verbindet meine Familie und mich die Geschichte dieser Zeit ganz besonders.
Der Schreibstil der Autorin hat mir, wie bereits im ersten Band, sehr gut gefallen. Er ist sehr authentisch und gefühlvoll und man wurde durch ihn einfach in den Bann gezogen.Nach dem tragischen Ende des ersten Teils war ich dann nun auf die Entwicklung der Familie sehr gespannt.
Durch die Beschreibung der Hauptcharaktere Johannes und Hanna kann man sich super in die beiden Figuren hineinversetzen. Im Laufe der Geschichte schleicht sich hier wieder eine Dramatik ein. Dominierend in diesem Teil ist jedoch die Beziehung der nun bereits erwachsenen Inge zu ihrem kleinen Bruder Jakob. Durch die langjährige Beziehung zu ihrem Jugendfreund Peter scheint ihre Zukunft bereits vorbestimmt. Doch auch hier entsteht eine bedeutsame Wende durch einen Schicksalsschlag, der so nicht vorhersehbar war. Auch Inge verfolgt, genau wie ihre Mutter Katharina, ihre Ziele im Leben hartnäckig. Immer wieder steckt sie die Ziele ihres Lebens zurück. Inge ist auf jeden Fall mein Lieblingscharakter. Ich fand es toll zu sehen, wie sie das Leben nimmt wie es kommt und trotzdem das Beste herausholen möchte. Die pubertierende Schwester Bärbel, die mit ihrem rebellischen Verhalten immer wieder für Ärger sorgt und der kleine Bruder Jakob, der als Linkshänder und hochbegabtes Kind in die falsche Schublade gesteckt wird, sind einige ihrer Probleme. Doch dann ergibt sich für sie eine Chance in ihrem Leben, in der sie sowohl ihre große Liebe findet und auch gleichzeitig ihre Familie nicht im Stich lassen muss. Weiterhin wird im Laufe der Geschichte die Problematik der Kohlekrise immer deutlicher.
Diese wird aber nur im Hintergrund der Familiengeschichte behandelt. Im Zusammenhang mit einem der Hauptcharaktere, Johannes, wird ein Einblick in die Entstehung und Entwicklung der Gewerkschaften gegeben. Dieser begann im ersten Band als einfacher Hauer und entwickelt sich aber im Laufe der Zeit immer mehr zu einem führenden Mitglied der Gewerkschaft.
Zusätzlich wird die Geschichte der Schwester Bärbel und der Nachbarsfamilie beleuchtet,die ihre eigenen Probleme kaum lösen kann. Auch hier entstehen wieder Situationen voller Dramatik. Bei Oma Mine werden aufgrund ihres fortschreitenden Alters die Probleme des Alltags geschildert. Ihren Lebensabend kann sie Dank des Zusammenhalts der Familie und der Aufteilung der anfallenden Arbeit in ihrem Haus verbringen. Doch auch hier hat sie noch eine feste Rolle.
Das Ende des zweiten Teils dieser Familiensaga wirkt sehr konstruiert und vorhersehbar. Insgesamt erscheinen mir die Vorkommnisse in der Familie und den Nebencharakteren zu überladen. Ich bin jedoch gespannt auf die Fortsetzung der Geschichte. Das Buch bekommt von mir 3,5 von 5 Sternen.

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Autorin

Eva Völler

Eva Völler - Autor
© Olivier Favre

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht." Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

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Sprecherin

Julia von Tettenborn

Julia von Tettenborn - Sprecher
© Bettina Malik

Julia von Tettenborn, 1973 geboren in Bremen, ist ausgebildete Schauspielerin. Neben der Schauspielerei ist sie in zahlreichen Hörbüchern, Hörspielen, Dokumentationen und Synchronisationen von Filmen zu hören. Außerdem betreibt sie ein Figuren- und Maskentheater in Köln. Ihre warme und sehr ausdrucksstarke Stimme ist wie geschaffen für gefühlvolle Hörbücher.

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