Das Erbe der Rosenthals
 - Armando Lucas Correa - Hörbuch

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20,00

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (CD)
Sonstige Belletristik
453 Minuten
6 CDs
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-5581-5
Ersterscheinung: 21.12.2017

Das Erbe der Rosenthals

Gelesen von Laura Maire, Jodie Ahlborn
Übersetzt von Ute Leibmann

(65)

1939 muss die elfjährige Hannah mit ihrer Familie aus Berlin fliehen, denn sie ist Jüdin. Ein Schiff soll sie nach Kuba bringen, doch nur die Wenigsten dürfen die St. Louis dort verlassen. Auch Hannahs Familie wird auseinandergerissen.
2014 sucht die elfjährige Anna nach den Wurzeln ihres bei 9/11 verstorbenen Vaters. Ein Brief ihrer Großtante enthält Fotos und erste Hinweise. Doch erst als sie zusammen mit ihrer Mutter von New York nach Kuba reist, kommt sie der Geschichte ihrer Familie wirklich nahe …
 

Rezensionen aus der Lesejury (65)

Buchfresserchen Buchfresserchen

Veröffentlicht am 23.09.2019

Jüdische Auswanderer, bei denen alles anders kam als geplant

Deutschland steht kurz vor dem Krieg. Hannah ein 11 jähriges jüdisches Mädchen, das mit ihren Eltern in Berlin lebt muss alles zurück lassen und in eine unsichere Zukunft starten.
Wie gut, dass wenigstens ... …mehr

Deutschland steht kurz vor dem Krieg. Hannah ein 11 jähriges jüdisches Mädchen, das mit ihren Eltern in Berlin lebt muss alles zurück lassen und in eine unsichere Zukunft starten.
Wie gut, dass wenigstens ihr Freund Leo auch mit auf dem Weg in das neue Land ist, dem das Schiff entgegen fährt. Alles andere musste sie zurück lassen. Freunde hatten sie schon lange nicht mehr und von ihrem Hab und Gut konnten sie nur wenig mitnehmen.
Kuba sollte zu einem Übergangsland werden, von wo ihnen später die Einreise in die USA möglich sein sollte. Doch dann kam alles anders.

Anna hat ihren Vater nie gekannt. Er starb unter den Trümmern der Zwillingstürme im September 2001. Sie vermisst ihn und redet jeden Abend mit dem einzigen was ihr von ihm geblieben ist, einem Bild. 2014, als Anna 11 Jahre alt ist, erhalten sie und ihre Mutter Post aus dem fernen Kuba . Darunter ein Zeitungsausschnitt der ein Mädchen zeigt, dass ihr zum verwechseln ähnlich sieht.

In das Erbe der Rosenthals erfährt man über zwei Handlungsstränge, die sich später miteinander verknüpfen, viel über die Judenverfolgung in Deutschland und wie auch andere Länder dabei involviert waren.
Erschreckend fand ich, dass die Rosenthals nicht wirklich in Sicherheit waren, als sie sich auf den Weg übers Meer machten.
Ich finde dieses Thema ist heute aktueller denn je. Auch die Asylanten, die sich im Mittelmeer schon in Sicherheit wiegen, werden oftmals nicht an Land gelassen und müssen einem ungewissen Schicksal entgegen schippern.
Armando Lucas Correa beschreibt die Hoffnungen und Ängste der kleinen, der größeren und großen Hannah mit sehr viel Einfühlungsvermögen.
Und die Sprecherinnen Laura Maire und Jodie Ahlborn verkörpern die Personen mit ihren Stimmen wirklich gut.
Auch wenn der Grundtenor des Ganzen ein eher dramtatisches und trauriges Thema war, so fühlte ich mich doch gut unterhalten und erfuhr auch noch Dinge die ich so nicht wusste.
Besonders über die Situation der Rosens in Kuba war mir nicht klar, wie kritisch dieses Land doch auch Jahre später noch für „Polacken“ und Andersdenkende war.

Wer etwas über die Geschichte der Auswanderer, die vor der Verfolgung aus diesem, unserem Lande geflohen sind, erfahren möchte, sollte sich diese Geschichte anhören.
Und alle, die denken, so schlimm war das damals doch alles nicht, erst recht.

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Nabura Nabura

Veröffentlicht am 12.05.2019

Wichtige Thematik mit Schwächen in der Umsetzung

„Das Erbe der Rosenthals“ nimmt den Leser mit ins Berlin des Jahres 1939, wo die Situation für Juden immer schwieriger wird. Die Eltern der elfjährigen Hannah setzen alles daran, eine Ausreisegenehmigung ... …mehr

„Das Erbe der Rosenthals“ nimmt den Leser mit ins Berlin des Jahres 1939, wo die Situation für Juden immer schwieriger wird. Die Eltern der elfjährigen Hannah setzen alles daran, eine Ausreisegenehmigung zu erhalten. Per Schiff und mit Stop in Kuba soll es nach Amerika gehen. Doch es kommt anders als geplant. Im Jahr 2014 erhält die elfjährige Anna einen Brief von ihrer Großtante Hannah. Sie reist mit ihrer Mutter von New York zu Hannah nach Kuba, um dort mehr über deren Geschichte und die ihres eigenen Vaters, der vor Annas Geburt beim 9/11 Anschlag gestorben ist, zu erfahren.
Die Geschichte basiert auf einer wahren Begebenheit: Der Irrfahrt der St. Louis im Jahr 1939, wo über 900 Juden vor dem NS-Regime fliehen und von verschiedenen Ländern keine Landeerlaubnis halten. Mit Blick auf die Geschehnisse im Mittelmeer ist die Geschichte höchst aktuell. Das Schicksal der fiktiven Protagonistin Hannah, deren Familie auseinandergerissen wird, machte mich betroffen und nachdenklich. Vor allem die Zeit in Berlin und die Reise auf der St. Louis werden eindringlich beschrieben. Die Geschichte hat jedoch einige Längen. Ich hätte mir mehr Spannung und Einblicke ins Leben auf Kuba gewünscht, während die zweite Perspektive der Anna kaum neue Erkenntnisse brauchte. Das Buch hat eine wichtige Thematik, in der Umsetzung aber einige Schwächen.

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EmmaRosa EmmaRosa

Veröffentlicht am 20.01.2019

Kein Tiefgang

Ein Thema das niemals an Aktualität verliert wurde hier zu einem Roman verarbeitet der auf historischen Tatsachen fusst.

Leider ist ein Großteil der Geschichte unschlüssig
Hanna und Leo sind schon so ... …mehr

Ein Thema das niemals an Aktualität verliert wurde hier zu einem Roman verarbeitet der auf historischen Tatsachen fusst.

Leider ist ein Großteil der Geschichte unschlüssig
Hanna und Leo sind schon so lebensweise, dass es völlig unnatürlich erscheint.
Auch wenn man sicher unter diesen Lebensumständen schneller erwachsener wurde, bleiben die Beiden unglaubwürdig.

Was mit den weniger privligierten Juden, welche auch auf der St. Louis waren, geschah bzw. wie es denen erging wird nur ansatzweise erwähnt.
Waren diese Menschen nicht noch viel schlimmer dran
als eine jüdische Familie die sehr reich und priviligiert war und Häuser auf Kuba und in den USA kaufen konnte? Ein Treuhandkonto in Kanada besass?

Zu dem Leben in Kuba die Frage
Warum bleibt man an einem Ort, der einem das gesamte Lebenlang zuwider ist?

Die ganze Zeit über fragt man sich: warum tun die das ?
Dann - keiner der Charaktere hat Tiefgang, sondern taumelt nur durchs Geschehen.
Alle Protagonisten bleiben farblos und erwecken keine Emphatie.

Aus der Geschichte hätte man eine aufwühlenden Bericht über die damaligen tatsächlichen Ereignisse schreiben , sowie fiktive Personen und Handlungen einsetzen können deren Schicksal wirklich nahe geht..

So ist ein langweiliges Buch ohne Tiefgang enstanden, dem man nur mit Mühe bis zum Schluss folgen kann.

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Kiki-Stella Kiki-Stella

Veröffentlicht am 26.11.2018

Man muss aus der Geschichte lernen

In zwei verschiedenen Zeitebenen führt Armando Lucas Correa durch die Schicksale der Familie Rosenthal. 1939 ist es für jüdische Familien in Berlin nicht mehr sicher. Deshalb beschließen Max und Alma mit ... …mehr

In zwei verschiedenen Zeitebenen führt Armando Lucas Correa durch die Schicksale der Familie Rosenthal. 1939 ist es für jüdische Familien in Berlin nicht mehr sicher. Deshalb beschließen Max und Alma mit ihrer Tochter Hannah zu fliehen. Das Ziel ist Kuba. Tickets für das Schiff waren zu bekommen und die Rosenthals haben auf zwei verschiedenen Wegen auch für alle drei Visa erhalten. Auf dem Schiff hat Hannah Leo kennen gelernt und erlebt die glücklichste Zeit ihres Lebens. Doch leider wendet sich das Blatt und Kuba ändert die Einreisebedingungen. Die Familie wird auseinander gerissen, nur die wenigsten der über 900 Passagiere dürfen Kuba betreten.

2014 erhält Anna in New York ein Paket von ihrer Großtante. Gemeinsam mit ihrer Mutter macht sie sich auf den Weg nach Kuba um mehr über die Familie ihres Vaters zu erfahren, den sie beim Attentat auf das World Trade Center verloren hat.

Correa hat eine gewaltige tragische Geschichte zweier Mädchen einer Familie zu den verschiedensten Zeitpunkten entwickelt. Er versteht es, den Leser auf die spannende Reise in die Vergangenheit mitzunehmen und die reelle tragische Verbindung Kubas in den Holocaust einzuführen. Ich habe schon viele Bücher zum zweiten Weltkrieg gelesen, doch das Schicksal der St Louis war mir neu und hat mich erschüttert. Umso besser, dass diesem Ereignis nun Bücher gewidmet werden. Der Roman wird in den beiden Zeitspannen jeweils in der Ich-Perspektive von Hannah und Anna erzählt, was einen das Schicksal der Kinder noch besser durchleben lässt. „Das Erbe der Rosenthals“ fasziniert und die Geschichte sorgt dafür, dass man das Buch nicht aus der Hand legen möchte. Ein grandioses Werk, dass auf der Realität basiert und eindringlich zeigt, dass sich leider auch tragische Geschichten immer wieder wiederholen und dringend aus der Geschichte gelernt werden muss.

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lielo99 lielo99

Veröffentlicht am 20.10.2018

Niemals vergessen

Es gibt so viele Ereignisse, die mit der Verfolgung der Juden im Zusammenhang stehen. Auch dieses Buch berichtet davon und es ist die Geschichte eines Auswandererschiffes, welches plötzlich nicht mehr ... …mehr

Es gibt so viele Ereignisse, die mit der Verfolgung der Juden im Zusammenhang stehen. Auch dieses Buch berichtet davon und es ist die Geschichte eines Auswandererschiffes, welches plötzlich nicht mehr ankern darf. Auf dem Schiff waren Juden, die mit ihren Kindern nach Chile auswandern wollten. In Deutschland nahm man ihnen alles ab. Sie hatten weder Wohnung noch Wertgegenstände und auch ihre Ersparnisse mussten sie für die Fahrt auf dem Dampfer abgeben. Dass sie nicht einreisen durften ist ein ganz fieses Unterfangen gewesen und in die Geschichtsbücher eingegangen.
Das Buch gefiel mir gut, weil es ein Thema beschreibt, welches bereits in Vergessenheit geriet. Nämlich, dass Juden die Einreise nach Chile verweigert wurde während Nazis dort friedlich ihren Lebensabend verbringen konnten. Shame on you.

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Video

Armando Lucas Correa im exklusiven Interview

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Autor

Armando Lucas Correa

Armando Lucas Correa - Autor
© Hector Torres

Armando Lucas Correa lebt in Manhattan und arbeitet dort als Herausgeber des wichtigsten Magazins der spanischen Gemeinschaft in den USA, People en Español. Zuvor arbeitete er auf Kuba als Herausgeber eines Kulturmagazins. Für seine journalistischen Arbeiten wurde er bereits mehrfach ausgezeichnet, unter anderem von der National Association of Hispanic Publications und der Society of Professional Journalism. „Das Erbe der Rosenthals“ ist sein erster Roman.

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Sprecherin

Laura Maire

Laura Maire - Sprecher
© Olivier Favre

Laura Maire arbeitet als Schauspielerin, Hörbuch- und Synchronsprecherin. Sie hat u. a. die Rolle der Alice Cullen in Twilight synchronisiert und in dem prämierten Hörspiel Der Krieg der Knöpfe mitgewirkt. Bekannt wurde sie 2001 durch die ARD-Serie Verdammt verliebt. Seitdem stand sie für verschiedenste TV-Produktionen vor der Kamera. 2011 und 2014 gewann sie den Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie „Beste Interpretin“.

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Sprecher

Jodie Ahlborn

Jodie Ahlborn - Sprecher
© Dana Anders

Jodie Ahlborn wurde 1980 in Hamburg geboren und absolvierte ihre Ausbildung an der Schule für Schauspiel Hamburg. Seitdem wirkte sie in Film- und Fernsehproduktionen mit, darunter in der Lindenstraße, und hat bereits zahlreiche Hörbücher gelesen. Mit ihrer jungen, ausdrucksvollen Stimme verzaubert Jodie Ahlborn die Hörer. Für ihre Lesungen wurde sie bereits mehrfach auf die hr2-Bestenliste gewählt.

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