NSA - Nationales Sicherheits-Amt
 - Andreas Eschbach - Hörbuch

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22,90

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (CD)
Sonstige Belletristik
689 Minuten
10 CDs
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-5763-5
Ersterscheinung: 28.09.2018

NSA - Nationales Sicherheits-Amt

Gelesen von Laura Maire

(89)

Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien - und deren totale Überwachung?
Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im NSA, dem Nationalen Sicherheits-Amt, und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, widersetzt Helene sich. Dabei muss sie nicht nur gegen das Regime kämpfen, sondern auch gegen ihren Vorgesetzten.

Rezensionen aus der Lesejury (89)

Gavroche Gavroche

Veröffentlicht am 05.02.2019

NSA

Ich liebe die Bücher von Andreas Eschbach, die Geschichten sind immer etwas ganz Besonderes und auch hier gibt es wieder eine Geschichte im Stile von "was wäre, wenn..." wie schon beim Jesus-Video. Dieses ... …mehr

Ich liebe die Bücher von Andreas Eschbach, die Geschichten sind immer etwas ganz Besonderes und auch hier gibt es wieder eine Geschichte im Stile von "was wäre, wenn..." wie schon beim Jesus-Video. Dieses Mal führt uns der Autor ins Jahr 1942, ins Nazideutschland. Doch in dieser Parallelwelt, wenn ich es mal so nennen darf, ist die Technik weiter als wir immer gedacht hätten. Und was für eine gruselige Vorstellung, die Nazis hatten schon Komputer (bei den Nazis ist es natürlich eine deutsche Schreibweise) und ein Weltnetz und Helene arbeitet beim Nationalen Sicherheits Amt als "Programmstrickerin". Mit Hilfe der neuen Technik sollen die Bürger besser überwacht werden und unliebsame Personen einfacher aufgespürt werden.
Eine erschreckende Vision, eine, die sehr zum Nachdenken anregt und ein Schmöker, mit dem man viele Stunden in diese Vision eintauchen kann.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Estrelas Estrelas

Veröffentlicht am 26.01.2019

Komputer als Kriegsgerät

Helene arbeitet im Nationalen Sicherheitsamt im Weimar des Jahres 1942 als „Programmstrickerin“. Die Behörde ist für die Überwachung der Bürger und das Aufspüren von unliebsamen Personen zuständig.
Wir ... …mehr

Helene arbeitet im Nationalen Sicherheitsamt im Weimar des Jahres 1942 als „Programmstrickerin“. Die Behörde ist für die Überwachung der Bürger und das Aufspüren von unliebsamen Personen zuständig.
Wir befinden uns mitten im 2. Weltkrieg, jedoch ist in der Realität des Romans die Technologie so weit fortgeschritten, dass es bereits „Komputer“ und ein „Weltnetz“ gibt.
Neben der Eindeutschung uns bekannter technischer Begriffe ist es amüsant, dass sich auch Figuren im Buch fragen, wie die Welt ohne diese Technologie aussehen würde. „Hätte es keine Komputer gegeben, wäre Hitler vielleicht niemals an die Macht gekommen. Was sagst du zu dieser These?“
Die Geschichten der Protagonisten, Helenes und ihres Vorgesetzten, in dieser Welt voller Unsicherheit spielen eine große Rolle und bilden einen Brückenschlag zwischen dem fiktiven und dem realen Deutschland der 40er Jahre des vergangenen Jahrhunderts.
Eschbach hat damit ein einfallsreiches und zugleich beklemmendes Szenario geschaffen, das für spannende Lesestunden sorgt.

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Blubb0butterfly Blubb0butterfly

Veröffentlicht am 23.01.2019

Von der Grundidee gut, aber die Umsetzung fand ich enttäuschend.

Das schwarze Telefon klingelte zum achten Mal an diesem Morgen.
Die Männer, die rings um den Schreibtisch saßen und warteten, wechselten angespannte Blicke. Schließlich nickten sie dem zu, der direkt vor ... …mehr

Das schwarze Telefon klingelte zum achten Mal an diesem Morgen.
Die Männer, die rings um den Schreibtisch saßen und warteten, wechselten angespannte Blicke. Schließlich nickten sie dem zu, der direkt vor dem Apparat saß, dem Jüngsten in der Runde, der hellbraune Locken hatte und Sommersprossen.
Der nahm ab. „Nationales Sicherheits-Amt, Engelbrecht am Apparat. Sie wünschen?“

Eckdaten
eBook
625 Seiten
Bastei Entertainment Verlag
Roman
2018
ISBN: 978-3-7325-6061-5

Cover
Es erinnert mich irgendwie an Harry Potter. XD

Inhalt
Wissen ist Macht – und so etwas wie unwichtige Daten gibt es nicht!
Weimar 1941/42
Die Programmstrickerin Helene arbeitet im NSA, dem Nationalen Sicherheitsamt, und entwickelt dort Komputer-Programme, mit deren Hilfe alle Bürger im Dritten Reich überwacht werden können. Erst als die große Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, beginnt sie sich aufzulehnen. Dabei muss sie auch gegen ihren Vorgesetzten Lettke, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke nutzt. Er will sich für die Schmach rächen, die er in seiner Jugend erleiden musste, und überschreitet dabei zunehmend jede Grenze…
Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien – und deren totale Überwachung? Andreas Eschenbach erzählt die Geschichte von Menschen in einer Welt, in der jeder gläsern ist und manipuliert werden kann. Und eröffnet uns damit einen ganz neuen Blick auf hochaktuelle Themen wie Datensammlung / -Auswertung, Propaganda, Fake News, Manipulation und Fremdenhass.

Autor
Andreas Eschenbach, geboren am 15.03.1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Lust- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Von 1993 bis 1996 war er geschäftsführender Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma.
Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung „für schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs“ schrieb er seinen ersten Roman „Die Haarteppichknüpfer“, der 1995 erschien und für den er 1996 den „Literaturpreis des Science-Fiction-Clubs Deutschlands“ erhielt. Bekannt wurde er vor allem durch den Thriller „Das Jesus-Video“ (1998), der im Jahr 1999 drei literarische Preise gewann und zum Taschenbuchbestseller wurde. ProSieben verfilmte den Roman, der erstmal im Dezember 2002 ausgestrahlt wurde und Rekordeinschaltquoten bescherte. Mit „Billion Dollar“, „Der Nobelpreis“ und zuletzt „Ausgebrannt“ stieg er endgültig in die Riege der deutschen Top-Thriller-Autoren auf. Nach über 25 Jahren in Stuttgart lebt Andreas Eschenbach mit seiner Familie jetzt seit 2003 als freier Schriftsteller in der Bretagne.

Meinung
Ich kenne den Autor gar nicht, aber der Klappentext klingt interessant. Von der Idee her klingt es erstmal total gruselig, wenn man sich das vorstellt. Womöglich wäre Deutschland heute ein völlig anderes Land, wenn die Nationalsozialisten damals schon technisch so weit fortgeschritten wären wie heute… Eine sehr gruselige Vorstellung, aber durchaus interessant.
Der Autor verwebt reale historische Namen mit fiktiven Geschehnissen und das so realistisch, dass einem eine Gänsehaut über den Rücken läuft.
Leider konnte mich die Geschichte inhaltlich im weiteren Verlauf nicht so richtig ansprechen. Ich fand es eher uninteressant, obwohl ich die Grundidee beeindruckend finde. Nur die Umsetzung hat es mir nicht angetan.

❤❤ von ❤❤❤❤❤

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Nabura Nabura

Veröffentlicht am 20.01.2019

Bringt ins Nachdenken über die Möglichkeiten grenzenloser Überwachung

Was wäre passiert, wenn die Digitalisierung schon deutlich früher stattgefunden hätte? In „NSA“ zeichnet Andreas Eschbach das Bild einer NS-Zeit, in der die Kommunikation bereits mithilfe von Komputern ... …mehr

Was wäre passiert, wenn die Digitalisierung schon deutlich früher stattgefunden hätte? In „NSA“ zeichnet Andreas Eschbach das Bild einer NS-Zeit, in der die Kommunikation bereits mithilfe von Komputern und tragbaren Telephonen funktioniert. Helene arbeitet in Weimar beim Nationalen Sicherheits-Amt als Programmstrickerin – so was ist reine Frauensache. Von den Analysen bekommt sie Anweisungen und erstellt Programme, um beispielsweise untergetauchte Juden anhand der durchschnittlich pro Haushalt gekauften Kalorienmenge zu finden. Dabei tut sie alles, damit ihr eigenes Geheimnis nicht auffliegt. Der Analyst Eugen Lettke nutzt die zugänglichen Informationen, um seine perversen Neigungen und Rachegelüste zu befriedigen. Der Roman zeichnet ein erschreckendes Bild, was mit nahtloser Überwachung möglich ist und zu welch fatalen Entwicklungen diese im Dritten Reich hätten führen können. Bei diesem Gedankenspiel wurde mir kein Charakter wirklich sympathisch und nach einer Weile begann die Geschichte, sich in die Länge zu ziehen. Zum Ende hin geht es schließlich ganz schnell. Der Autor führt sein Szenario konsequent zu Ende und gibt dem Leser Stoff zum Nachdenken über die Möglichkeiten und Gefahren der grenzenlosen Vernetzung und Überwachung.

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rebell rebell

Veröffentlicht am 17.01.2019

Was wäre wenn.....ein erschendes Beispiel....

Inhaltsangabe:
Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ... …mehr

Inhaltsangabe:
Weimar 1942: Die Programmiererin Helene arbeitet im Nationalen Sicherheits-Amt und entwickelt dort Programme, mit deren Hilfe alle Bürger des Reichs überwacht werden. Erst als die Liebe ihres Lebens Fahnenflucht begeht und untertauchen muss, regen sich Zweifel in ihr. Mit ihren Versuchen, ihm zu helfen, gerät sie nicht nur in Konflikt mit dem Regime, sondern wird auch in die Machtspiele ihres Vorgesetzten Lettke verwickelt, der die perfekte Überwachungstechnik des Staates für ganz eigene Zwecke benutzt und dabei zunehmend jede Grenze überschreitet.
Was wäre, wenn es im Dritten Reich schon Computer gegeben hätte, das Internet, E-Mails, Mobiltelefone und soziale Medien - und deren totale Überwachung?

Das Cover ist gut gestaltet und passt auch sehr, sehr gut zum Inhalt des Buches. Es spiegelt leicht aber passend das Thema des Nationalsozialismus und fällt meiner Meinung nach auf.
Die Geschichte wir zwar von einem Allwissenden Erzähler wiedergegeben, dennoch erfährt man alles aus der Sicht zweier Hauptpersonen: Helene und Eugen. Man konnte sich trotz der Erzählweise sehr gut in die beiden hineinversetzen und erfährt vieles aus ihrem Leben.
Andreas Eschbach hat hier zwei Themen zusammengefügt, die erschreckend gut miteinander Harmoniert haben. Die Zeiten des Nationalsozialismus und die permanente Überwachung sind beides Themen die stark (negativ) aufstoßen. Dieses Buch hat mich weitestgehend erschrecken lassen und regt mich auch zum Nachdenken an. Nicht nur die Verfolgung der Juden auch der Krieg selber wird hier gut beschrieben und man kann sich nur schwer davon lösen. Man versinkt völlig in der Geschichte und es lässt einen auch nach Beendigung nicht los.
Auch wenn die beiden Hauptthemen nicht gerade einfache Stoffe sind, hat das Buch mich gepackt. Anfangs fiel es mir etwas schwer reinzukommen, aber nach den ersten Kapiteln war ich komplett gefangen. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und das Buch hat mich auch an die Serie "The Man in the High Castle" erinnert. Also wer die Serie kennt und mag sollte dieses Buch aufjedenfall lesen!
Hier werden aber nicht nur 2 große Themen angesprochen sondern auch viele kleinere Schauplätze aufgezeigt. Machtspiele und ähnliches kommen hier sehr gut zur Geltung und man kann nicht anders als vor Entsetzen und Spannung weiter zu lesen. Unerwartete Wendungen und ein hoher Spannungsbogen animierten mich zum weiterlesen und es lohnt sich alle mal!
Und bevor ich kein Ende finde: Lest das Buch einfach! Es haut euch um!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Andreas Eschbach

Andreas Eschbach - Autor
© Olivier Favre

Andreas Eschbach, geboren am 15.09.1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Von 1993 bis 1996 war er geschäftsführender Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma. Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung "für schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs" schrieb er seinen ersten Roman "Die Haarteppichknüpfer", der 1995 erschien und für den er 1996 den …

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Sprecherin

Laura Maire

Laura Maire - Sprecher
© Olivier Favre

Laura Maire arbeitet als Schauspielerin, Hörbuch- und Synchronsprecherin. Sie hat u. a. die Rolle der Alice Cullen in Twilight synchronisiert und in dem prämierten Hörspiel Der Krieg der Knöpfe mitgewirkt. Bekannt wurde sie 2001 durch die ARD-Serie Verdammt verliebt. Seitdem stand sie für verschiedenste TV-Produktionen vor der Kamera. 2011 und 2014 gewann sie den Deutschen Hörbuchpreis in der Kategorie „Beste Interpretin“.

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