Todesengel
 - Andreas Eschbach - Hörbuch

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12,00

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (CD)
Sonstige Belletristik
552 Minuten
8 CDs
ISBN: 978-3-7857-4888-6
Ersterscheinung: 20.09.2013

Todesengel

Gelesen von Matthias Koeberlin

(10)

Was, wenn der Staat seine Bürger nicht mehr schützen kann? Muss es dann nicht jemand anderes tun?
Erich Sassbeck ist zur falschen Zeit am falschen Ort und gerät in eine brutale Schlägerei. Doch am Ende ist er es, der überlebt, während seine Angreifer tot sind – erschossen von unbekannter Hand. Sassbeck glaubt, dass ihn ein Wunder gerettet hat. Die Polizei dagegen fragt sich, ob nicht er geschossen hat. In Notwehr. Oder schlimmer: in Selbstjustiz. Der Journalist Ingo Praise findet bald Beweise, dass Sassbecks Geschichte stimmt. Ein Unbekannter streift durch die Stadt und beschützt Unschuldige. Praise macht den »Racheengel« zum Star – und löst damit eine Katastrophe aus ...
Bestsellerautor Andreas Eschbach hat mit Todesengel einen spannenden Thriller zum Thema Selbstjustiz geschrieben.

Pressestimmen

"Die moralisch verzwickte Geschichte trägt der Sprecher Matthias Köberlin voller Schwermut vor: warm und abgründig, kraftvoll und fragil zugleich. Ein mitreißender Thriller!"
"Hörenswerter Stoff"
„Matthias Koeberlin liest den Thriller kraftvoll und fragil zugleich.“

Rezensionen aus der Lesejury (10)

Nelem Nelem

Veröffentlicht am 20.02.2019

Jugend und Erwachsenen Krimi

Ein wirklich toller Krimi …mehr

Ein wirklich toller Krimi

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

cvcoconut cvcoconut

Veröffentlicht am 05.02.2019

Selbstjustiz

Ein alter Mann wird brutal niedergeschlagen. Er sieht eigentlich schon sein Ende, da taucht ein Engel auf und ermordet seine Angreifer. Als er später von der Polizei vernommen wird, glauben die ihm natürlich ... …mehr

Ein alter Mann wird brutal niedergeschlagen. Er sieht eigentlich schon sein Ende, da taucht ein Engel auf und ermordet seine Angreifer. Als er später von der Polizei vernommen wird, glauben die ihm natürlich kein Wort. Doch wer ist der geheimnisvolle Retter?
Schon lange hat mich ein Hörbuch nicht mehr so gepackt wie dieses. Gekauft habe ich es, weil mir das Cover ins Gesicht gesprungen ist und weil ich den Sprecher für solche Geschichten mag. Und ich wurde nicht enttäuscht.
Der Journalist Ingo Praise beginnt zu recherchieren und hat bald eine Wahnsinns Story am Start. Was anfangs recht harmlos aussah, entpuppt sich immer mehr zur Verschwörung. Denn es passieren immer mehr solche Vorfälle.
Die Geschichte hat mich einfach in den Bann gezogen und ich wollte nur wissen, was hinter dem Todesengel steckt.
Ein großes Thema hier ist auch die Selbstjustiz. Doch das kommt sicher auch immer auf die Situation an und wie weit man gehen darf.
Ein klasse Buch, was ich einfach nur empfehlen kann!

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j125 j125

Veröffentlicht am 01.10.2018

Regt zum Nachdenken an

_Hinweis: Aufgrund eines Fallbeispiels ist meine Rezension etwas lang geraten_

*Inhalt:*
Ein älterer Mann wird von Jugendlichen brutal zusammengeschlagen. Unwahrscheinlich, dass er diesen Überfall überlebt ... …mehr

_Hinweis: Aufgrund eines Fallbeispiels ist meine Rezension etwas lang geraten_

*Inhalt:*
Ein älterer Mann wird von Jugendlichen brutal zusammengeschlagen. Unwahrscheinlich, dass er diesen Überfall überlebt hätte, wenn nicht… ja, wenn nicht ein weißer Engel gekommen wäre und die Täter erschossen hätte. Diese Tat tritt einen Prozess in Gang, der sich schnell verselbstständigt. Der Mann wird zunächst von der Polizei verdächtigt die Schläger selbst erschossen zu haben. Die Journalisten überschlagen sich mit Theorien und Vermutungen, wer oder was dieser Engel sein könnte. Die Bürger spalten sich in zwei Lager. Einerseits diejenigen, die die Verteidigungsmaßnahme des Engels für richtig halten und dann diejenigen, die sie für unverhältnismäßig halten und das Problem eher in der Kindheit der Täter suchen. Die Lage spitzt sich zu, als in der TV-Serie „Anwalt der Opfer“ Menschen zu Wort kommen, die in vermeintlicher Notwehr andere Menschen verletzten oder töteten und dafür vor Gericht gestellt wurden.

*Meine Meinung:*
Ich hatte das Buch lange auf der Wunschliste, weil ich das Thema sehr spannend finde und viel Gutes über das Buch gehört habe. Spontan habe ich mir das Hörbuch ausgeliehen, obwohl ich von Anfang an Bedenken wegen der – für mich – langen Dauer von mehr als 16 Stunden hatte.

Tatsächlich ist die Dauer auch das, was mir am Hörbuch leider nicht gefallen hat. Ich fand es extrem lang und hatte hier und da den Eindruck, dass dies geeignete Stellen zum Kürzen gewesen wären. Die Handlung zieht sich an einigen Stellen sehr, aber ich kann natürlich nicht beurteilen, ob ich die Längen auch im Buch als solche empfunden hätte.

Die Geschichte an sich gefällt mir allerdings sehr gut. Man verfolgt verschiedene Personen wie zum Beispiel den Kommissar, der mit dem Fall des „Todesengels“ betraut ist, dem Journalisten Ingo Praise, der eine besondere Rolle einnimmt oder anderen Personen, deren Rollen zunächst noch nicht klar sind. Einige Perspektiven sind dabei interessanter als andere, aber sie sind alle relevant, denn irgendwann setzt sich aus all diesen Teilen ein fertiges Bild zusammen. Auch bei den Charakteren habe ich schnell Lieblinge gehabt und andere, die ich nicht so gern mochte. Vor allem mochte ich nicht, wie Randfiguren beschrieben wurden. Viel zu oft hieß es „der dicke XY“ oder eine Person „hässlich wie die Nacht“. Leider kamen diese Aussagen von verschiedenen Personen, sodass man das nicht als Charakterzug abtun kann.

Besonders ist für mich vor allem die Tatsache, dass man permanent gedrängt wird, sich zu positionieren. Stimmt man den Aussagen der Protagonisten bezüglich Selbstjustiz, Waffengewalt usw. zu, oder ist man gegenteiliger Meinung? Kann man sich überhaupt eine fundierte Meinung bilden, wenn man noch nie in so einer Situation war? Ich gebe euch ein Beispiel, das aus dem Buch stammt, aber in Details abweichen kann, da ich mich nicht mehr an alles erinnere:

_Stellt euch vor, ihr seid mit einem Freund oder einer Freundin unterwegs. In einem Park werdet ihr plötzlich von Fremden angepöbelt. Sie sind in der Überzahl und eure Begleitung macht nicht den Eindruck, als könnte sie einem Angriff etwas entgegensetzen. Was nun? Weglaufen bringt nichts und selbst wenn ihr mit dem Handy Hilfe rufen könntet, käme sie zu spät. Aber ihr habt eine Geflügelschere in der Tasche, weil euch noch eine fehlte und ihr zuvor an einem Haushaltswarenladen vorbeigegangen seid. Die Fremden greifen euch an und ihr zieht die Geflügelschere hervor und stecht zu. Ihr erwischt den Hals eines Angreifers, verfehlt die Halsschlagader nur knapp. Ihr kommt für 3 Jahre ins Gefängnis und zahlt Schmerzensgeld. Ist das richtig? Ihr hättet ja zunächst mit der Geflügelschere drohen können. Und die Angreifer waren unbewaffnet. Hättet ihr vielleicht etwas anders machen können? Oder ist die Gefängnisstrafe falsch? Ihr habt euch ja nur gewehrt, gegen die Angreifer und die Geflügelschere war eben das, was gerade da war. Und woher hättet ihr wissen sollen, wie scharf die Schere ist, oder wie schwer ihr jemanden damit verletzen könntet?_

Es gibt viele solcher Geschichten, viele Aussagen, die einen dazu bringen nachzudenken. Wenn ich entscheiden könnte, wer wäre hier Opfer und wer Täter? Wenn ich in dieser Situation gewesen wäre, was hätte ich getan? Es ist definitiv ein Buch, mit dem man sich beschäftigt.

Die Auflösung des ganzen Spektakels ist dann einerseits sehr tragisch und andererseits ein bisschen schwach. Naja und wieder etwas langatmig. Etwa drei Stunden vor Ende ist bereits sonnenklar wer oder was hinter dem Todesengel steckt. Es ist kein richtiger Thriller und daher ist sicherlich nicht das primäre Ziel die Ermittlungsarbeit zu beschreiben und an dessen Ende den Täter dingfest zu machen. Aber dennoch war mir der Rest dann einfach zu lang, denn die Auflösung ist wie gesagt nicht wahnsinnig überraschend.

*Fazit:*
Ob ich das Hörbuch empfehlen würde, weiß ich nicht. Mir persönlich war es zu lang, aber ich weiß nicht, ob ich das Buch besser finden würde. Da ich das Thema aber grundsätzlich sehr gut finde und es den Leser fordert und zum Nachdenken bringt, möchte ich die Geschichte auf jeden Fall empfehlen. Sucht euch das Medium, das euch am besten gefällt.

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NicoleP NicoleP

Veröffentlicht am 04.03.2018

Todesengel

Ein alter Mann wird von zwei Jugendlichen zusammengeschlagen. Er überlebt, aber seine beiden Angreifer sind tot – erschossen. Als die Polizei Herrn Sassbeck verhört, behauptet er, einen Engel gesehen zu ... …mehr

Ein alter Mann wird von zwei Jugendlichen zusammengeschlagen. Er überlebt, aber seine beiden Angreifer sind tot – erschossen. Als die Polizei Herrn Sassbeck verhört, behauptet er, einen Engel gesehen zu haben. Doch die Polizei glaubt ihm nicht. Liegt hier ein Fall von Notwehr vor, oder war es Selbstjustiz? Ein Journalist kann beweisen, dass Sassbeck die Wahrheit sagt. Wer ist der Unbekannte, der Menschen in Not hilft, wenn auch mit tödlichem Ausgang für die Täter?

Diese Geschichte wirkt nach dem Lesen noch lange nach. Das Thema Gewalt mit Tätern und Opfern ist sehr gut ausgearbeitet. Viele Emotionen kommen beim Lesen auf. Alle Figuren und Geschehnisse werden ausgezeichnet dargestellt.

Viele Gedanken, die man sich macht, wenn man von solchen Verbrechen hört, sind auch in diesem Buch zu finden. Oft erkennt man sich selbst, egal ob man mit den Gedanken beim Opfer oder Täter ist. Der Autor schafft es, über dieses schwierige Thema ohne erhobenen Zeigefinger zu schreiben oder eine der beiden Gruppen zu bevorzugen. Es bleibt alleine dem Leser überlassen, wie er mit den Geschehnissen umgeht.

Auch die Seite der Polizei wird gut dargestellt, denn sie ist oft machtlos. Als Leser nimmt man wahr, dass die Polizei solche Täter nicht abschreckt. Denn, selbst wenn ein Jugendlicher wegen seiner Taten vor Gericht landet, die Täter kommen mit geringen Strafen davon und begehen schon bald neue Straftaten. Auch zu diesem Thema ist eine interessante Stelle im Buch zu finden.

„Todesengel“ zeigt auf, was in unserer heutigen Gesellschaft falsch läuft und welche Konsequenzen dies für uns alle hat. Dieses Buch sorgt dafür, dass ein oder Leser etwas fassungslos zurückbleibt. Im Grunde kann man über manche Dinge nur noch den Kopf schütteln, denn leider geht es auf unseren Straßen genau so zu.

Weitere Rezensionen unter www.nicole-plath.de

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Ignacio Ignacio

Veröffentlicht am 11.01.2018

Zwischen Gut und Böse - welche Wahl triffst Du?

Ein gerechter, heldenhafter Volkstrecker, oder doch ein psychopathischer Mörder? Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Beim Lesen hadert man immer wieder mit sich selbst, ist ... …mehr

Ein gerechter, heldenhafter Volkstrecker, oder doch ein psychopathischer Mörder? Diese Frage zieht sich wie ein roter Faden durch das gesamte Buch. Beim Lesen hadert man immer wieder mit sich selbst, ist schockiert vom brutalen Vorgehen des "Todesengels". Gleichzeitig muss man sich eine gewisse Sympathie für ihn eingestehen, denn ist es nicht so, dass er lediglich dem Sünder seine gerechte Strafe zuführt?

Eine Stadt hält wegen der Taten eines Todesengels den Atem an. Er erscheint scheinbar immer zur rechten Zeit an einem Ort an dem gerade ein unbescholtener Bürger Opfer einer brutalen Gewalttat wird. Der Todesengel wackelt nicht lang und richtet den Täter zu Tode. Augenzeuge beschreiben ihn als Lichtgestalt. Bald verbreiteten sich in der ganzen Umgebung die Taten des Todesengels, nicht wenige sprechen ihm Sympathien zu. Die Ermittler stehen vor einem Rätsel und können zunächst nur tatenlos zusehen.

Selbstjustiz, ja oder nein? Wie steht es um das eigene Rachegefühl, um das eigene Bedürfnis einen gemeinen Täter für seine Grausamkeiten Leiden zu sehen? Gibt es schlechte und gute Mörder?

Fragen, mit denen sich der Leser schnell konfrontiert fühlt. Ein packender Thriller, den man nur ungern aus der Hand gibt.

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Autor

Andreas Eschbach

Andreas Eschbach - Autor
© Olivier Favre

Andreas Eschbach, geboren am 15.09.1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Von 1993 bis 1996 war er geschäftsführender Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma. Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung "für schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs" schrieb er seinen ersten Roman "Die Haarteppichknüpfer", der 1995 erschien und für den er 1996 den …

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Sprecher

Matthias Koeberlin

Matthias Koeberlin - Sprecher
© FinePic

Matthias Koeberlin absolvierte die Hochschule für Film und Fernsehen Konrad Wolf in Potsdam. Im Jahr 2000 erhielt er den Günter-Strack-Fernsehpreis und 2007 gewann er gegen renommierte Konkurrenz als Bester Schauspieler den Deutschen Fernsehpreis. Matthias Koeberlin hat bereits zahlreiche Hörbücher eingesprochen und überzeugt in jedem Genre. Er spricht mit einer unaufdringlichen Präsenz, die den eigenen Gedanken viel Raum lässt. Für den Deutschen Hörbuchpreis war Matthias Koeberlin …

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