Washington Black
 - Esi Edugyan - Hörbuch

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

20,00

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (MP3-CD)
Sonstige Belletristik
751 Minuten
2 CDs
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-8181-4
Ersterscheinung: 27.11.2019

Washington Black

Ungekürzt
Gelesen von Torben Liebrecht

(50)

Die Flucht ist nur der Anfang
Barbados, 1830: Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird, dem Bruder des brutalen Plantagenbesitzers. Christopher ist Erfinder, Entdecker, Naturwissenschaftler – und Gegner der Sklaverei. Das ungleiche Paar entkommt in einem selbst gebauten Luftschiff von der Plantage. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht, die die beiden um die halbe Welt führen wird. 
Eine Geschichte von Selbstfindung und Verrat, von Liebe und Erlösung. Und eine Geschichte über die Frage: Was bedeutet Freiheit? 

Rezensionen aus der Lesejury (50)

gaensebluemche gaensebluemche

Veröffentlicht am 31.12.2020

Wenn Träume fliegen lernen

Ich hatte mir von dem Buch im Ergebnis mehr erwartet. Die Geschichte des kleinen Sklavenjungen, der aus seinem eintönigen, grauenvollen und aussichtslosen Leben jäh herausgerissen wird, um ein völlig anderes ... …mehr

Ich hatte mir von dem Buch im Ergebnis mehr erwartet. Die Geschichte des kleinen Sklavenjungen, der aus seinem eintönigen, grauenvollen und aussichtslosen Leben jäh herausgerissen wird, um ein völlig anderes Dasein zu erfahren, ist zwar gut durchdacht und auch authentisch erzählt, fesselt jedoch nicht so wie erwartet. Es bleiben einfach zu viele Fragen offen, die der Autor meines Erachtens so nicht beabsichtigt haben kann. Der Leser begleitet den Protagonisten über Jahre seines Lebens hinweg und durch die halbe Welt, aber es gelingt nicht, sich in die Hauptperson so hineinzuversetzen, dass der Leser selbst erfahren kann, was es heißt, die Fesseln des Sklaventums hinter sich zu lassen und eine neue Welt voll Wissen, Wärme und Anstand zu entdecken. Dass der Protagonist in der Geschichte über sein vorgezeichnetes Schicksal hinauswächst und kraft seines eigenen Geistes und seiner Stärke seine Träume zum Fliegen bringt, bleibt unbenommen. Allerdings bleibt auch der Nachgeschmack einer unvollendeten Geschichte.

Fazit: Manche Geschichten sollten reifen, um zu wahrer Größe zu gelangen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Alice3412 Alice3412

Veröffentlicht am 27.08.2020

Washington Black

"Washington Black"

Inhalt:

Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohr Plantage unter unmenschlichen Bedingungen. Als Christopher Wilder ihn als seinen Leibdiener auswählt ... …mehr

"Washington Black"

Inhalt:

Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohr Plantage unter unmenschlichen Bedingungen. Als Christopher Wilder ihn als seinen Leibdiener auswählt beginnt ein neues Leben für Washington. Christopher ist Erfinder, Entdecker und Naturwissenschaftler und führt ihn in eine völlig neue Welt ein. Außerdem ist er Gegner der Sklaverei. Beide entkommen auf einem Luftschiff von der Plantage und eine abenteuerliche Flucht durch die Welt beginnt.

Meinung:

Der Einblick in diese Zeit und vor allem das Leben eines Sklaven war hervorragend herausgearbeitet, detailreich beschrieben und ging mir unter die Haut. Grausame Momente werden aus Kinderaugen, des 13 - jährigen Washington Black beschrieben, kurz und nüchtern, doch detailliert und für mich als Erwachsenen umso grausamer.

Der Schreibstil ist sehr interessant, oft sehr einfach Sätze und doch so tiefgreifende Worte. Die Autorin schreibt aus Sicht von Washington Black und da er eine gute Beobachtungsgabe hat erhält der Leser einen guten Einblick. Nicht nur Orte werden beschrieben, sondern auch Gerüche und diese sind nicht immer angenehm. Gefühle sind sehr wichtig und werden wunderbar in den Text eingeflochten an mich übertragen.

Das Leben des Washington nimmt eine ganze Menge spannender Wendungen und birgt immer wieder neue Erkenntnisse zu Menschen, Ereignissen oder Orten. Auch trifft Washington auf Liebe und doch bleibt das Wichtigste die Freiheit und wie sie definiert wird

Ich kann diesen Roman jedem Empfehlen, der gerne in eine andere Zeit und in das Leben aus Sicht eines Sklaven eintauchen möchte.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Fornika Fornika

Veröffentlicht am 29.11.2019

Guter Anfang, zäher Verlauf

Wash wird in die Sklaverei geboren und muss schon als kleiner Junge auf einer Plantage schuften. Seine Mutter hat er nie kennen gelernt, ein bisschen Trost erfährt er durch die ältere Sklavin Big Kit. ... …mehr

Wash wird in die Sklaverei geboren und muss schon als kleiner Junge auf einer Plantage schuften. Seine Mutter hat er nie kennen gelernt, ein bisschen Trost erfährt er durch die ältere Sklavin Big Kit. Doch sein grausiges Schicksal scheint sich zu ändern, als der Bruder des Plantagenbesitzers auftaucht. Titch ist ein Forscher und Entdecker, tüftelt für sein Leben gern, und erkennt in dem kleinen Sklavenjungen ein großes Talent. Oder ist der doch nur Mittel zum Zweck?

Washs schwerer Start ins Leben nimmt einen als Leser sofort mit. Die harte Arbeit unter der sengenden Sonne von Barbados, die Grausamkeiten die seinen Alltag bestimmt, die Willkür seines Masters… schwer vorzustellen wie man das als Kind überleben kann. Ich fand die Schilderungen der Autorin sehr gut gewählt, sie beschönigt nichts, verweilt aber auch nicht übertrieben lange bei all dem Schrecklichen. Big Kit als Lichtblick bleibt irgendwie unnahbar, erfüllt ihre Funktion aber durchaus. Wash selbst mochte ich sehr, zumindest in der ersten Hälfte. Denn die Handlung entwickelte sich zunehmend unerwartet, wurde langatmig und zäh. Ich konnte mich nicht so recht auf den Umschwung einlassen und habe ein wenig die Leselust verloren. Auch mit dem Ende der Geschichte hadere ich etwas, sodass meine anfängliche Begeisterung doch sehr abgekühlt wurde. Insgesamt ist Washington Black eine recht eigentümliche Mischung aus Sklavenroman, Entdeckerabenteuer und… keine Ahnung was das am Schluss sollte. Eine gute Idee, die zu einer unrunden Geschichte wurde.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Literaturgarten Literaturgarten

Veröffentlicht am 12.11.2019

Grausame Sklaverei,,,

Meine Meinung:
Barbados im Jahre 1830 . Die Begebenheiten und Lebensumstände der Sklaven auf einer Zuckerrohr Plantage werden im ersten Teil des vierteiligen Buches drastisch und schonungslos dargestellt. ... …mehr

Meine Meinung:
Barbados im Jahre 1830 . Die Begebenheiten und Lebensumstände der Sklaven auf einer Zuckerrohr Plantage werden im ersten Teil des vierteiligen Buches drastisch und schonungslos dargestellt. Brutale körperliche und psychische Gewalt gegen die farbigen, abhängigen Sklaven sind an der Tagesordnung. Das Leben des Jungen *Washington Black* wird dennoch behütet von einer starken Frau mit dem Namen Big Kit, bis zu dem Augenblick, indem das Kind in das Herrenhaus geholt wird. Es geht ihm gut bei seinem Besitzer Christopher Wildes und er lernt sehr viel, sogar mit viel Mühe ein wenig Lesen und Schreiben. Doch sein grösstes Talent ist das Zeichnen und Darstellen des Lebens um ihn herum. Christopher, (Titch) genannt, erkennt das und fördert dieses Talent des Jungen. Er mag ihn und ist gegen die Sklaverei seiner Zeit. Dieser erste Teil des Buches hat mich unglaublich gefesselt und wenn ich oben vom *Besitzer* geschrieben habe, krampft sich beim Lesen dieses Begriffes immer wieder mein Herz zusammen vor Entsetzen. Die Autorin hat Washington Black als Ich-Erzähler sein Leben von klein auf erzählen lassen mit beeindruckenden Kopfbildern, die sich durch ihren packenden und bunten Schreibstil entwickelt haben.

Der Ich-Erzähler *Washington Black* erstaunte mich allerdings öfter durch seinen immerwährenden Gleichmut und seine Sichtweise der Dinge, die manchmal etwas monoton erschien und sich oft wiederholte. Die Glaubwürdigkeit des Erzählstil zu Beginn der Geschichte wird längst nicht durchgehalten bis zum Ende des Buches. Merkwürdig fand ich, dass er nie richtig lesen und schreiben gelernt hat, sich aber aber dennoch schriftlich und mündlich mit vielen Wissenschaftlern ausgetauscht haben soll. Dieser Roman erschien mir manchmal wie ein erfundenes, fiktives Märchenleben und ich konnte zu vielen wichtigen Protagonisten keine wirkliche Lesebeziehung aufbauen, da ich nicht viel aus deren Vergangenheit und von ihren Charakteren erfuhr.

Die anderen Teile des Buches führen den Leser und die Hauptprotagonisten in die Arktis, Nova Scotia und bis nach England. Betroffen hat mich die immer zu Tage tretende, durchscheinende psychische Abhängigkeit von *Wash* zu seinem *Herrn* Titch. Doch Titch verlässt ihn irgendwann, schenkt ihm seine angebliche Freiheit, was allerdings nicht stimmt! *Wash* leidet durch diesen Verlust der emotionalen Liebe und Geborgenheit seines Herrn und Freundes. Er wird durch die Welt gejagt von einem Sklavenfänger. Ein jahrelanger Alptraum für ihn beginnt. Als entlaufener Farbiger ist er gebrandmarkt für sein Leben, untrüglich gekennzeichnet durch eine schreckliche Verstümmelung des Gesichts durch einen tragischen Unfall auf Barbados in seiner Kindheit durch den *Wolkenkutter*, einem erfundenem Fluggerät von Christopher Wildes, welches sich noch in der Erprobung befand.

Nach dem Ende der Kindheit und jahrelanger einsamer Odyssee durch die Welt als Jugendlicher erfährt er trotzdem als erwachsener junger Mann die Liebe und Zuneigung zu einer Frau. Durch die damals übliche Rassentrenuung wird die Beziehung leider eher zu einer Geheimhaltungsangelegenheit. Die Frau Tanna Goff und deren Vater, ein Meeresbiologe, knüpfen eine intensive Beziehung zu ihm und Washington Black hat die Idee zum Bau eines Ozean Museums. Doch was ist aus Titch geworden? Ist er tatsächlich in der Arktis ums Leben gekommen wie sein Vater? Und was waren die Beweggründe von Christopher Wildes sich so intensiv um ein junges 11jähriges Sklavenkind zu kümmern - um ihn dann als Jugendlichen anschliessend rücksichtslos zu verlassen?
Die Beantwortung dieser vielen offenen Fragen müsst ihr Euch selber erlesen....
Meine Bewertung: VIER **** STERNE für dieses ungewöhnliche und interessante Buch!

Herzlichen Dank an die Autorin und den Bastei Lübbe Verlag für die Zusendung des Rezensionsexemplares !

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

wiechmann8052 wiechmann8052

Veröffentlicht am 03.11.2019

Weg aus der Sklaverei

Klappentext

Barbados, 1830: Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird, ... …mehr

Klappentext

Barbados, 1830: Der schwarze Sklavenjunge Washington Black schuftet auf einer Zuckerrohrplantage unter unmenschlichen Bedingungen. Bis er zum Leibdiener Christopher Wildes auserwählt wird, dem Bruder des brutalen Plantagenbesitzers. Christopher ist Erfinder, Entdecker, Naturwissenschaftler - und Gegner der Sklaverei. Das ungleiche Paar entkommt in einem selbst gebauten Luftschiff von der Plantage. Es beginnt eine abenteuerliche Flucht, die die beiden um die halbe Welt führen wird.

Meinung

Bücher über die Sklaverei gibt es viele, alle hinterlassen einen bleibenden Eindruck und das Gefühl Gott sei Dank es ist vorbei. In diesem Buch kommt noch etwas mehr hinzu. Die Frage was macht die Sklaverei aus den Menschen die nicht Opfer sind, sondern Täter, Zuschauer, Nutznießer und Gegner sind.
Diese Empfindungen beschreibt die Autorin sehr feinfühlig und treffend.
Etwas was es schon immer gab, kann nicht verkehrt sein oder Änderungen dauern bis sie in den Köpfen der Menschen angekommen sind.
Gleichzeitig beschreibt sie den Weg des jungen Sklaven Wash aus der Sklaverei in die Freiheit. Wie das Wissen ich bin ein Mensch. mit einer anderen Hautfarbe und ihn zu einer ungewöhnlichen Persönlichkeit macht. Die Menschen die ihn auf diesem Weg treffen bleiben hinter dieser ungewöhnlichen Figur zurück.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Esi Edugyan

Esi Edugyan - Autor
© Tamara Poppit of Poppy Photography

Esi Edugyan lebt in Victoria, der Hauptstadt der kanadischen Provinz British Columbia. Washington Black ist ihr dritter Roman und wurde von Publikum und Kritik gefeiert. Er stand auf der Shortlist für den Man Booker Prize 2018 und wurde mit dem Giller Prize ausgezeichnet.

Mehr erfahren

Sprecher

Torben Liebrecht

Torben Liebrecht, geboren 1977, steht seit seinem 15. Lebensjahr vor der Kamera und hinter dem Mikrofon. Der vielseitige Schauspieler spielte u. a. Rudolf Dassler in dem vielbeachteten Biopic „Duell der Brüder“ und wurde für seine Rolle in der kanadischen Weltkriegsserie „X Company“ mit dem Canadian Screen Award als bester Nebendarsteller ausgezeichnet. Torben Liebrecht ist u. a. die deutsche Feststimme von Tom Hardy („Venom“), Richard Armitage („Der Hobbit“) und Chiwetel …

Mehr erfahren
Alle Verlage