Für jede Lösung ein Problem
 - Kerstin Gier - Hörbuch

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10,99

inkl. MwSt.

Lübbe Audio
Hörbuch (CD)
Trendromane
242 Minuten
4 CDs
ISBN: 978-3-7857-5278-4
Ersterscheinung: 22.01.2016

Für jede Lösung ein Problem

Gelesen von Josefine Preuß

(19)

Gerri schreibt Abschiedsbriefe an alle, die sie kennt, und sie geht nicht gerade zimperlich mit der Wahrheit um. Nur dummerweise klappt es dann nicht mit den Schlaftabletten und dem Wodka – und Gerris Leben wird von einem Tag auf den anderen so richtig spannend. Denn es ist so eine Sache, mit seinen Mitmenschen klarzukommen, wenn sie wissen, was man wirklich von ihnen hält!

Rezensionen aus der Lesejury (19)

Hellena92 Hellena92

Veröffentlicht am 02.06.2019

Sehr humor- und respektvoll mit der Thematik umgegangen

Gerri ist 30, hat einen Abschluss in Germanistik und schreibt Liebesgeschichten, womit sie ihre Wohnung und das nötigste bezahlen kann. Doch irgendwie wird alles immer schlimmer, der Job geht flöten, ... …mehr

Gerri ist 30, hat einen Abschluss in Germanistik und schreibt Liebesgeschichten, womit sie ihre Wohnung und das nötigste bezahlen kann. Doch irgendwie wird alles immer schlimmer, der Job geht flöten, Beziehungen klappen auch nicht und ihre Mutter gibt ihr mehr als einmal zu verstehen, dass sie ihre Tochter nicht respektiert.

Als diese Gerri dann ihre alten Schlaftabletten gibt, um diese weg zu werfen, wittert Gerri endlich ihre Chance sich das Leben zu nehmen. Hierzu schreibt sie vorher ihre persönlichen Abrechnungen an alle, die sie enttäuscht, oder ihr was bedeutet haben und sendet sie wenige Stunden vor ihrem Suizid ab. Doch dann geht dieser schief, jedoch sind die Briefe alle raus und plötzlich wissen alle, was sie von ihnen denkt.

Mein Fazit: Ich habe während des Hörens so gelacht. Das Hörbuch ist wirklich klasse und trotz der gruseligen Thematik, muss ich sagen, dass es der Autorin sehr gut gelungen ist, dies humor- und respektvoll umzusetzen. Die Entwicklung der Geschichte ist einfach spannend und die Sprecherin macht ihren Job sehr gut. Ich finde, für dieses sommerliche Wetter ist solch eine Geschichte genau das richtige :)

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schnaeppchenjaegerin schnaeppchenjaegerin

Veröffentlicht am 01.06.2019

Herzerfrischend freche und humorvolle Lektüre, die sich einem ersten Thema dennoch empathisch nähert

Gerri ist 30 Jahre alt, wohnt in einer Einzimmerwohnung und schreibt im Akkord Groschenromane, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Von ihrer Familie wird sie nicht als Autorin anerkannt und gilt als ... …mehr

Gerri ist 30 Jahre alt, wohnt in einer Einzimmerwohnung und schreibt im Akkord Groschenromane, um ihren Lebensunterhalt zu verdienen. Von ihrer Familie wird sie nicht als Autorin anerkannt und gilt als kinderloser Single als schwarzes Schaf. All ihre Freunde und Bekannten sind inzwischen verheiratet und/ oder haben Kinder, weshalb sich Gerri auch in diesem Kreis außen vor fühlt.
Als der Verlag, für den sie arbeitet, mit einem anderen fusioniert und ihre romantischen Arztromane eingestellt werden, ist die mittels Google-Selbstanalyse neurotisch-depressive Gerri am Ende und beschließt, sich umzubringen. Als Sternzeichen Jungfrau plant sie ihren Selbstmord akribisch, schreibt Abschiedsbriefe, mistet ihre Wohnung aus, reserviert sich ein Hotelzimmer und deckt sich mit den aussortierten Schlaftabletten ihrer Mutter ein. Neu eingekleidet und frisch vom Friseur möchte Gerri in dem Luxushotel einen würdigen Abschied zelebrieren, doch der Abend verläuft ganz und gar unerwartet, als sie mit den Eheproblemen eines befreundeten Paares konfrontiert wird. Am nächsten Morgen ist Gerri immer noch am Leben und kann nicht verhindern, dass ihre Abschiedsbriefe, in denen sie kein Blatt vor den Mund genommen hat, an die Empfänger geraten. Um die Wogen zu glätten, ist Gerri abgelenkt von ihrer Depression und auch ihr Berufs- und Liebesleben entwickelt sich plötzlich in eine ganz andere Richtung.

Der Roman handelt mit dem verzweifelten Suizid von einem ernsten und traurigen Problem, ist aber herzerfrischend frech und humorvoll, gleichzeitig aber empathisch genug geschrieben, um das Thema nicht ins Lächerliche zu ziehen. Gerri ist eine sympathische, unabhängige junge Frau, bei der aber auf einmal alles im Leben schief läuft, sie sich daraufhin so in eine Depression hineinsteigert, dass sie keinen anderen Ausweg mehr sieht, als ihrem Leben ein Ende zu setzen. Auch wenn man als Leser die Gründe für den Selbstmord nicht weiter hinterfragen sollte, da sie objektiv betrachtet etwas fadenscheinig sind, ist die Geschichte wunderbar witzig und (selbst-)ironisch erzählt. Herrlich amüsant sind die Abschiedsbriefe zu lesen, die den Kapiteln vorangestellt sind und mit denen Gerri schonungslos ehrlich mit Freunden, Bekannten und Verwandten abrechnet.

"Für jede Lösung ein Problem" ist eine lebendige Unterhaltungslektüre, die sich einem ernsten Thema auf humorvolle Art und Weise widmet. Sie zeigt, was passiert, wenn einer verunsicherten Frau die Probleme des Alltags über den Kopf wachsen und wie wichtig es dann ist, Halt bei Freunden und der Familie zu finden.

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mrsquizzles mrsquizzles

Veröffentlicht am 26.08.2018

Für jede Leseflaute ein perfektes Buch

Gerda Thaler. Dreißig, hat eine schreckliche Familie und steht kurz vor dem Selbstmord.
In ‚Für jede Lösung ein Problem‘ geschrieben von Kerstin Gier begleitet der Leser eine Frau, die sich in ... …mehr

Gerda Thaler. Dreißig, hat eine schreckliche Familie und steht kurz vor dem Selbstmord.
In ‚Für jede Lösung ein Problem‘ geschrieben von Kerstin Gier begleitet der Leser eine Frau, die sich in einer Familie mit vier älteren Schwestern und einer ihre Töchter ewig vergleichenden Mutter unsichtbar fühlt, auf dem Weg zu ihrem gescheiterten Selbstmordversuch und durch das Chaos, das dieser anschließend mit sich bringt. Denn obwohl Gerda, Gerri genannt, ansonsten alles Schritt für Schritt durchplant, hat sie das Scheitern des Versuchs nicht miteinberechnet und ihre Abschiedsbriefe deswegen alle per Post versandt. Leider hat sie in diesen ihren Verwandten, Bekannten und Freunden ordentlich die Meinung gegeigt und da man Gesagtes bekanntlich nicht zurücknehmen kann, muss man mit Konsequenzen leben können…

Als positiv zu bewerten, ist in diesem Buch der klar vorhandene rote Faden. Der Leser wird durch die Umstände geführt, die zu dem Selbstmord führen und anschließend scheint jedes Ereignis natürlicherweise an die richtige Stelle zu fallen. Spannungstechnisch gibt es nicht viel zu bemängeln. Auch wenn man aufgrund des Klappentextes schon von dem zum Scheitern verurteilten Selbstmord weiß, bleibt immer noch Spannung erhalten. Man weiß ja beispielsweise nicht, wieso er scheitert und was genau in den Abschiedsbriefen steht. (Was ich natürlich der Spoiler wegen hier nicht verraten werde ;-) ) Trotzdem ist der Roman etwas vorhersehbar, was bei einem klassischen Frauenliteraturroman natürlich häufig vorkommt und hier nicht viel stört, da man meiner Meinung nach solche Bücher allen voran zur Unterhaltung liest und nicht wirklich Tiefsinniges oder dramatische Plot-Twists erwartet.

Vorhersehbarkeit hin oder her, jeder weiß, dass Kerstin Gier es gut versteht, mit ihrem Schreibstil den Leser Seite für Seite umblättern zu lassen. Schon bei der Edelsteintrilogie (Rubinrot, Saphirblau, Smaragdgrün), eine meiner Lieblingsreihen, war ich endlos begeistert. Speziell in ‚Für jede Lösung ein Problem‘ ist mir die Leichtigkeit des Schreibstils, die ein flüssiges Lesen ohne Anstrengung ermöglicht, aufgefallen und bis auf ein paar ‚Igitts‘ und ‚Wähs‘ im inneren Monolog der Hauptfigur und ein paar direkte Anreden an den Leser, was mir persönlich nicht zusagt, kann ich dem Schreibstil nur zwei Däumchen hoch geben. Besonders gefallen haben mir das ein oder andere raffinierte Wortspiel, welche Gier gekonnt einbaut und wie auf humorvolle Art und Weise das Genre der Liebesromane ein wenig auf den Arm genommen wird.

Was die Figuren angeht, trifft man in diesem Buch auf eine bunte Mischung von Charakteren. Gut umgesetzt wurde, dass alle Figuren konsequent ihre Charaktereigenschaften erfüllen. Das nimmt ihnen das Schemenhafte, was Figuren manchmal haben können. So kauft man der Hauptfigur, Gerda, ihre Strukturiertheit und das Verlangen nach Ordnung und Planung ab, da sie sowohl bei ihrem Job als auch bei der Vorbereitung auf den Selbstmord einem strikten Programm folgt. Die Mutter hat über das gesamte Buch hinweg ein Problem ihre Töchter beim Namen zu nennen. Anstatt Gerda bzw. Gerri, Tine, Lulu oder Rika zu sagen, kommt immer ein Salat aus den Anfangssilben eines jeden Namens heraus. Lu-ti-ri, Ge-ri-lu, Ti-lu-ri usw. Noch dazu kommen Aussagen wie ‚Stell dich nicht dümmer als du bist‘ durch das ganze Buch hinweg vor und verleihen den Figuren das gewisse 3D-Feeling.

Nachdem der Inhalt des Buches betrachtet wurde, hier noch kurz eine Anmerkung zum Äußeren bevor es auch schon zur Endzusammenfassung geht. Das Pinkensemble zusammen mit einem sanften hellblau gefällt mir. Was ich erst nach ein paarmal hinsehen meine verstanden zu haben, ist, dass die Frau auf dem Cover einen Briefumschlag hält, was wohl auf die Abschiedsbriefe anspielen soll, durchaus passend wie ich finde. Genauso wie der Titel, der wahrscheinlich auf die vermeintliche "Lösung", die der Selbstmord bringen soll, der jedoch Probleme mit sich bringt, anspielt.

Alles in Allem hat mir ‚Für jede Lösung ein Problem‘ als Lektüre für zwischendurch gut gefallen. Ich denke man kann es gut lesen, wenn man z.B. gerade eine sehr intensive Fantasy-Reihe hinter sich hat und nicht sofort wieder die Nächste anfangen möchte oder einfach kurz etwas lesen will, wo man nicht viel ‚denken‘ muss. Es ist nichts Bahnbrechendes aber für eine Leseflaute trotzdem ein solider Lesespaß.

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ninaslesetraum ninaslesetraum

Veröffentlicht am 09.07.2018

Ernstes Thema, aber sehr amüsant!

"Für jede Lösung ein Problem" von Kerstin Gier, erschienen beim Bastei Lübbe Verlag, 320 Seiten, gebundene Ausgabe.


Bei der gebundenen Ausgabe handelt es sich um ein Buch mit einigen Illustrationen ... …mehr

"Für jede Lösung ein Problem" von Kerstin Gier, erschienen beim Bastei Lübbe Verlag, 320 Seiten, gebundene Ausgabe.


Bei der gebundenen Ausgabe handelt es sich um ein Buch mit einigen Illustrationen und Briefumschlägen, welche die Abschiedsbriefe von Gerri enthalten. Gerri, über 30 und immer noch Single, möchte sich umbringen, allerdings kommt etwas dazwischen. Dummerweise befinden sich die Abschiedsbriefe, in welchen sie kein Blatt vor den Mund nimmt, schon auf dem Weg zu den verschiedenen Empfängern.
Trotz einem eigentlich ernstem Thema handelt es sich hier um eine lustige Komödie von Kerstin Gier, sehr amüsant geschrieben und an vielen Stellen zum Lachen!


4/5 Sternen!

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SarMar SarMar

Veröffentlicht am 27.04.2018

Humorvoll und ehrlich

Was würdest du tun, wenn jeder, den du kennst, wirklich wüsste, was du über ihn denkst?
Gerri schreibt Abschiedsbriefe für jeden, den sie kennt und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Dass dann ihr ... …mehr

Was würdest du tun, wenn jeder, den du kennst, wirklich wüsste, was du über ihn denkst?
Gerri schreibt Abschiedsbriefe für jeden, den sie kennt und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Dass dann ihr Plan mit den Schlaftabletten und dem Wodka nicht funktioniert, konnte sie nicht wissen.
Ihr Problem ist jedoch, dass jeder seinen Brief erhalten wird. Wenn jedoch jeder weiß, was Gerri von demjenigen denkt, macht es das ganze viel problematischer.

Dieses Buch macht Spaß. Es ist so unterhaltsam gewesen, das Buch zu lesen. Gerri ist eine tolle Protagonistin, die definitiv Humor hat.
Auch andere Nebencharaktere gestalten das Buch perfekt. Es ist einem einfach eine Freude das Buch zu lesen.
Dass es erst ab 16 Jahren ist, finde ich etwas übertrieben. Es sind keine Inhalte vorhanden, bei denen ich sagen würde: Das muss definitiv ab 16 sein! Es könnte auch ab 14 sein. Man könnte sagen, ja, da ist ein versuchter Selbstmord, aber da habe ich schon einige Jugendbücher gelesen, die schlimmer sind, was das angeht.
Die Aufmachung des Buches ist richtig hübsch! Die Briefe, die vor jedem Kapitel sind, sind in kleinen Briefumschlägen verpackt und total süß. Auch die kleinen Zeichnungen drumherum machen das Buch äußerlich echt zu einem Hingucker.
Ein humorvolles Buch, das nicht nur inhaltlich sondern auch zu 100% äußerlich überzeugen kann!

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Autorin

Kerstin Gier

Kerstin Gier - Autor
© Olivier Favre

Kerstin Gier hat als mehr oder weniger arbeitslose Diplompädagogin 1995 mit dem Schreiben von Frauenromanen begonnen. Mit Erfolg: Ihr Erstling "Männer und andere Katastrophen" wurde mit Heike Makatsch in der Hauptrolle verfilmt, und auch die nachfolgenden Romane erfreuen sich großer Beliebtheit. "Das unmoralische Sonderangebot" wurde mit der "DeLiA" für den besten deutschsprachigen Liebesroman 2005 ausgezeichnet und "Für jede Lösung ein Problem" wurde ein Bestseller. Alle Romane von …

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