Romy Fölck - Autor
© Kerstin Petermann

Autorin

Romy Fölck

ROMY FÖLCK wurde 1974 in Meißen geboren. Sie studierte Jura, ging in die Wirtschaft und arbeitete zehn Jahre für ein großes Unternehmen in Leipzig. Mit Mitte dreißig entschied sie, ihren großen Traum vom Schreiben zu leben. Sie kündigte Job und Wohnung und zog in den Norden. Mit ihrem Mann lebt sie heute in einem Haus in der Elbmarsch bei Hamburg, wo ihre Romane entstehen. Ihre Affinität zum Norden kommt nicht von ungefähr, verbrachte doch ihr Vater seine ersten Lebensjahre in Ostfriesland. TOTENWEG ist der erste Band ihrer Krimiserie um die beiden Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn.


Interview

"Das Thema Justizirrtum löste bei mir schon immer eine gewisse Faszination aus." | 27.01.2022

Wie ist die Idee zum fünften Band Ihrer Krimireihe NEBELOPFER entstanden?Da ich mal Jura studiert habe, löste das Thema Justizirrtum schon immer eine gewisse Faszination bei mir aus. Und die Frage: Was, wenn ein Unschuldiger jahrelang hinter Gittern sitzt? Als mein Nachbar mir von den Galgenbäumen a...

Wie ist die Idee zum fünften Band Ihrer Krimireihe NEBELOPFER entstanden?
Da ich mal Jura studiert habe, löste das Thema Justizirrtum schon immer eine gewisse Faszination bei mir aus. Und die Frage: Was, wenn ein Unschuldiger jahrelang hinter Gittern sitzt? Als mein Nachbar mir von den Galgenbäumen auf der Geest erzählte, an denen früher Kriminelle aufgeknüpft wurden, war auch das Setting für diesen neuen Band klar.
Wie haben sich die beiden Ermittler:innen Bjarne Haverkorn und Frida Paulsen in den letzten Bänden weiterentwickelt?
Frida als junge Ermittlerin wird natürlich über die Maßen von ihrem aufreibenden Job in der Mordkommission geprägt. Aber auch im Privaten hat sie einige Sorgen, ohne ins Detail zu gehen. Haverkorn schreitet langsam in Richtung seiner Pensionierung, worauf er sich einerseits freut. Aber auf der anderen Seite will er doch noch nicht zum alten Eisen gehören. Für ihn habe ich mir im neuen Band etwas Besonderes einfallen lassen.
Wären Sie gern einmal in die Haut Ihres/Ihrer Protagonist/in geschlüpft?
Ich bin beim Schreiben immer sehr nah an meinen Figuren dran, aber in die Haut möchte ich nicht schlüpfen. Um als Polizistin zu arbeiten, bin ich viel zu ängstlich und wenig risikofreudig noch dazu. Mir reicht die Action am Schreibtisch.
Was ist Ihr bisheriger Lieblingsschauplatz innerhalb Ihrer Krimiserie?
Ich mag sie alle, aber die Deichmühle aus STERBEKAMMER nimmt schon einen Logenplatz ein. Diese Mühle gab es hier im Ort wirklich. Leider musste sie abgerissen werden, weil sie zu baufällig war, ein sehr trauriger Tag!
An welchem Ort würden Sie gerne einmal einen Ihrer Spannungsromane spielen lassen?
In den Schären in Schweden, da ich fast jedes Jahr in diesem wunderschönen Land Urlaub mache, die Landschaft liebe und die Mentalität der Schweden. Es wäre sehr spannend, dort einen Roman anzusiedeln. Spannungsliteratur aus Skandinavien liebe ich besonders!
Warum haben Sie sich als Autorin für das Genre „Krimi/Spannung“ entschieden?
Weil ich selbst seit meiner Kindheit besonders gern Krimis lese. Und ich mag es, selbst Spannung beim Schreiben zu erzeugen. Das treibt mich an.
Warum können sich so viele Leser:innen für Krimis und Thriller begeistern?
Ich denke, weil viele Lesefreudige nach Pageturnern und kleinen Aufregern im Alltag suchen, aber doch gern am Ende eine Auflösung bzw. ein Happy End haben möchten. Dafür ist dieses Genre perfekt!
Was löst in Ihnen persönlich ein Gefühl von Angst und Schauer aus?
Geräusche in der Natur, die ich nicht zuordnen kann. Einmal bin ich durch einen dichten Wald gejoggt und neben mir brachen Äste. Ich weiß nicht, was dort im Verborgenen neben mir lief, aber ich habe die Runde noch nie so schnell absolviert. Und dieses Erlebnis in einem Buch verarbeitet, wie es sich gehört.
Was ist Ihr Rezept für einen richtig guten Krimi?
Wenn man als Leser verwirrt und auf falsche Fährten geführt wird, ohne sie zu entdecken. Aber mir ist auch wichtig, dass das Setting mich überzeugt und die Figuren nicht zu oberflächlich gearbeitet sind.
Was ist das schönste Lob, welches Sie von Ihren Leser:innen erhalten haben?
Schon einige Male bekam ich Mails, in denen sie schrieben, sie hätten das Gefühl nach Hause zu kommen, wenn sie einen neuen Band von mir aufschlügen. Wunderbar!
Zusammen mit der Psychotherapeutin und Autorin Angélique Mundt haben Sie das Veranstaltungskonzept „Let’s talk about: Mord!“ ins Leben gerufen. Wie ist die Idee zu dieser Zusammenarbeit entstanden und was bringt jede von Ihnen aus Ihrem Leben und beruflichen Erfahrungsschatz mit ein?
Angélique Mundt ist nicht nur eine wunderbare Kollegin, sondern auch eine enge Freundin, die all meine Ideen, Erfolge und Rückschläge kennt. Wir haben vor Jahren einmal die Möglichkeit gehabt, zusammen auf einem Krimifest zu lesen und merkten, wie gut die Chemie bei Lesungen zwischen uns stimmt. Aus diesem Grund entwickelten wir dieses neue Format. Dann kam leider Corona. Nun hoffen wir auf einen Neustart in 2022.
Welche weiteren Herausforderungen müssen sich die beiden Ermittler:innen Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn in Zukunft noch stellen? Können Sie uns schon etwas über den nächsten Band der Reihe verraten?
Ich arbeite daran und verrate nie vorher etwas darüber. Vielleicht nur eins: Er wird wieder in der Elbmarsch spielen, wo sonst?

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Romy Fölck im Interview zu Ihrem Kriminalroman "Totenweg"

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