Die dreizehn Gezeichneten - Der Krumme Mann der Tiefe
 - Christian Vogt - PB

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14,00

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Paperback
Fantasy
622 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-20962-0
Ersterscheinung: 28.02.2020

Die dreizehn Gezeichneten - Der Krumme Mann der Tiefe

Roman
Band 3 der Reihe "Das Geheimnis der Zeichen"

(7)

Der Stadtstaat Sygna, bekannt für seine einzigartige Magie, befindet sich im Krieg mit dem Kaiserreich Aquintien. Ein Kampf klein gegen groß, aber dank ihrer Zeichenmagie schafft es die Rebellenarmee von Sygna, sich zu behaupten. Bei dem Versuch, das Kriegsglück zu wenden, haben aquinzische Zauberkundige jedoch einen unkontrollierbaren Riss ins mythische Schattenreich geöffnet, der nun droht, nicht nur Sygna zu verschlingen …

Rezensionen aus der Lesejury (7)

Fantasie-und-Traeumerei Fantasie-und-Traeumerei

Veröffentlicht am 12.10.2020

Würdiges Finale

"Der krumme Mann der Tiefe" ist ein würdiger Abschluss für eine absolut lesenswerte Trilogie, die häufig nervenzerreißend spannend ist.

Zum Inhalt des Buches möchte ich gar nicht so viel sagen. Es ist ... …mehr

"Der krumme Mann der Tiefe" ist ein würdiger Abschluss für eine absolut lesenswerte Trilogie, die häufig nervenzerreißend spannend ist.

Zum Inhalt des Buches möchte ich gar nicht so viel sagen. Es ist ein Finalband und fast alle inhaltlichen Angaben würden Leserinnen und Leser, die noch die komplette Reihe oder zumindest den Abschluss vorliegen haben, spoilern. Was ich verraten kann: es gibt wie gewohnt unverhoffte Handlungen, die Kapitel enden auch weiterhin so, dass ich immer wieder dachte "nur noch ein Kapitel!" und noch eins, und noch eins, und noch eins...

Was ich an "Die 13 Gezeichneten" besonders mag, ist der Bezug zum politischen Alltag unseres Real Life. Die Phantastische Literatur wird ja gern als eskapistisch im Sinne von realitätsfern bezeichnet. "Die 13 Gezeichneten" ist der Beweis (neben anderen) dafür, dass dies definitiv nicht der Fall ist. Ich denke, dass ich im vergangenen Jahr keinen zeitgenössischen Roman gelesen habe, der sich so intensiv mit Demokratie auseinandersetzt, aber auch mit dem Druck, den Macht und der Wunsch nach Gleichberechtigung ausüben. Gehirnwäsche, psychologische Tricks, einimpfen von falschen Wahrheiten und Denkmustern. All das sind Themen, die Judith und Christian Vogt immer wieder auf den Tisch bringen. Verpackt in die sehr spannenden Handlungen der "Die 13 Gezeichneten" Trilogie.

Die Kritik, die sie anbringen wollen, liegt dabei offen zugrunde. Ganz weit voran:"Bilde dir selbst eine Meinung!" Bildung hilft dabei. Bildung nicht nur durch Sachtexte, sondern auch durch Romane wie diese, in denen Frauen und Minderheiten für ihre Rechte kämpfen, Politiker korrupt handeln und Abwertung von Menschen durch Manipulation weiterverbreitet wird. Das Ehepaar fordert auf mitzudenken. Eigene Ideen zu bekommen, was im Alltag umgesetzt werden kann. Wir haben keine geheimen Zeichen, wollen nicht mit Degen und Schwert aufeinander losgehen. Dass das aber auch keine Lösung ist, zeigt der Verlauf der Geschichte. Aber wir alle haben eine Stimme, eine Möglichkeit für unsere und die Rechte anderer einzustehen, sie laut auszurufen, immer wieder ins Gedächtnis der Menschen zu bringen.

Das Finale, und damit verrate ich nicht zu viel, gibt uns auch eine Idee davon, dass es Möglichkeiten gibt zu verhandeln, aufeinander zu zugehen. Dass es gar nicht schmerzt, alte Strukturen zu verlassen und neue Wege zu gehen. Auch, dass ein Umdenken dringen notwendig ist, um eben nicht in der Tiefe festgesaugt zu werden. Das Ende der Reihe, des dritten Bandes im speziellen hat mir richtig gut gefallen. Es ist nicht zu starr, nicht romantisiert, nicht zu speziell, aber auch nicht vorhersehbar.

Eine Trilogie, die gelesen werden sollte.

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Tanpopo Tanpopo

Veröffentlicht am 16.08.2020

Ich habe es geschafft!

Am Inhalt gibt es eigentlich nichts auszusetzen.
Sygna wird langsam in die Tiefe gezogen und der Spalt in Naronne bricht immer mehr auf und droht nicht nur diese zu zerstören. Damit läuft allen Beteiligten ... …mehr

Am Inhalt gibt es eigentlich nichts auszusetzen.
Sygna wird langsam in die Tiefe gezogen und der Spalt in Naronne bricht immer mehr auf und droht nicht nur diese zu zerstören. Damit läuft allen Beteiligten die Zeit davon. Jeder der in den ersten beiden Bänden eingeführten Charaktere muss sich entscheiden, was er tun wird. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt …

Und da beginnt mein Dilemma, denn wie gesagt, inhaltlich gibt es nichts, aber auch gar nichts von meiner Seite an dem Buch auszusetzen. Alle Charaktere werden sehr konsequent in ihrer Entwicklung weitergeführt und treffen zum Teil zwar vorhersehbare Entscheidungen, aber eben nur zum Teil. Auch die Handlungsstränge führen zu einem Abschluss, der gut durchdacht und in Szene gesetzt wurde.

Und doch habe ich immer wieder größere Lesepausen benötigt und das Buch nicht so gerne zur Hand genommen. Es war mir, die Autoren mögen mir verzeihen, trotz der Fülle an Handlung zu langatmig. Bisweilen habe ich mir wirklich gewünscht, dass man schneller zum Punkt kommt. Im Rückblick auf den zweiten Band, mit dem ich ja vom Schreibstil her auch ein wenig Probleme hatte muss ich mir nun endgültig eingestehen – nein, das Buch war nicht meins.

Insgesamt kann ich nur sagen, dass sich niemand abschrecken lassen sollte, dass Buch zu lesen. Die Reihe ist wirklich gut und ziemlich tiefgründig. Es ist wirklich eine tolle Geschichte, die mir jedoch keinen Lesegenuss bereitet hat.

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Hannah-Lena Hannah-Lena

Veröffentlicht am 07.05.2020

Freunde und Feinde...Hand in Hand !?

"Der krumme Mann der Tiefe" ist der dritte und somit finale Teil der Reihe "Die 13 Gezeichneten".

Zachari Erdhard, ehemaliger Großgildemeister der Stadt Sygna, geht einen wahnsinnigen Pakt mit dem Krummen ... …mehr

"Der krumme Mann der Tiefe" ist der dritte und somit finale Teil der Reihe "Die 13 Gezeichneten".

Zachari Erdhard, ehemaliger Großgildemeister der Stadt Sygna, geht einen wahnsinnigen Pakt mit dem Krummen Mann ein.
Gleichzeitig experimentieren die Auquintaner mit den gestohlenen Zeichen und lösen eine fatale Katastrophe aus.
Als Folge dessen verschwimmen die Grenzen zwischen Diesseits und Jenseits und eine Dunkle Macht droht alles und jeden zu verschlingen.
Nur eine Zusammenarbeit zwischen den Feinden kann sie vor dem Untergang retten.
Doch können die Feinde einander wirklich vertrauen?

Mehr als zwei Jahre haben die Dreizehn Zeichen mich jetzt begleitet, immer in gespannter Erwartung wie es weitergeht.
Und nun werde ich sie alle vermissen, alle lieb gewonnenen Freunde der Revolution.
Sie haben sich verändert, haben an innerer Stärke gewonnen und sind doch sie selbst geblieben, haben alte Freunde verloren und neue gewonnen.
Judith und Christian haben sie für uns zum Leben erweckt und ihnen eine neue Zukunft gegeben.

Auch in diesem finalen dritten Teil bietet uns das Autorenduo in gewohnt fesselnder und spannender Manier Geheimnisse und komplexe Verstrickungen und überrascht uns gleichzeitig immer wieder mit neuen Ideen.
Geheimnisvolle Wanderungen durch Raum und Zeit, gruselige Monster, alte Bündnisse und neue Freundschaften sorgen für Überraschungen und einen durchgängigen Spannungsbogen.

Der einzige Wermutstropfen ist für mich in diesem Teil die Tatsache, dass Ismayl und sein (mein :-D) Wortzeichen einfach viel zu selten zu Wort kommen.
Statt dessen mußte ich mich mit einer Person herumschlagen, die mir ein Dorn im Auge ist, seit sie zum ersten Mal in Erscheinung trat.
Sorry, aber ich kann ihm einfach nicht verzeihen. ;-)

Für dieses fesselnde und perfekt durchdachte Lesevergnügen vergebe ich gerne 4 Sterne und eine klare Leseempfehlung für die gesamte Trilogie.

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meggies_fussnoten meggies_fussnoten

Veröffentlicht am 05.04.2020

ein spannender Abschluss der Trilogie

Die Geheimnisse der Magie wurden in der Stadt Sygna besonders geschützt. Doch nach der Eroberung durch Aquintien ist nichts mehr, wie es war.
Zachari Erdhand ist der Großgildenmeister der Stadt und geht ... …mehr

Die Geheimnisse der Magie wurden in der Stadt Sygna besonders geschützt. Doch nach der Eroberung durch Aquintien ist nichts mehr, wie es war.
Zachari Erdhand ist der Großgildenmeister der Stadt und geht mit einer mythischen Kreatur, dem krummen Mann in der Tiefe, einen Pakt ein, um die Magie Sygnas zu schützen.
Währenddessen experimentieren die Aquintianer mit der Magie, wodurch ein Riss entsteht, der alles zu verschlingen droht.

Leider ist mit diesem Band die Trilogie um "Die 13 Gezeichneten" auch schon zu Ende. Mit einem wehmütigen Seufzer habe ich mich nach Lesen der letzten Seite wieder in die Realität zurückbegeben und hege doch etwas Hoffnung, in Zukunft vielleicht doch zumindest teilweise wieder etwas über die liebgewonnenen Gefährten zu erfahren.

Wie auch im ersten Band hatte ich wieder etwas Mühe, in die Geschichte hineinzufinden, doch als dies geschehen war, konnte ich nur mit Mühe von der spannenden Story ablassen. Die Komplexität der Geschichte ist jedoch anspruchsvoll, was mit dem packenden Schreibstil und der Liebe für Details ausgedrückt wird.

Die Geschichte entwickelt sich mit all den wunderbaren Charakteren zu einer Story, in der es darum geht, sein Leben für eine Zukunft aufs Spiel zu setzen, bei der ungewiss ist, ob es jemals so wird, wie es gewesen war. Sei es Zachari Erdhand, der sich als Großgildenmeister ins Spiel einbringt, sei es Ismayl, der wieder mit Worten hantiert, Davyd, der zeigt, was in ihm steckt oder neue Figuren, wie Elena, die ebenfalls beweist, dass sie mutig ist.

Alle Figuren waren faszinierend, haben sich ergänzt oder auch abgestoßen, je nach Szene und trugen maßgeblich zur Handlung bei. Jedoch muss man sagen, dass es sich um eine Vielzahl von Figuren handelt und man teilweise - da ja immer aus seiner anderen Sicht erzählt wird - schon mal verzetteln konnte. Letztendlich ist dies auch der Grund, warum ich einen Stern abziehen muss.

Durch die vielen Erzählstränge ergibt sich am Ende ein großes Ganzes. "Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen" würde man sagen, aber diese Herangehensweise endet in einem großen Showdown in welchem alles gelöst wird und fast keine Fragen zurückbleiben.

Teilweise ging es sehr hart zur Sache. Nicht nur kämpferisch. Gewalt und Folter, Beleidigungen im großen Maße und psychische Belastungen sind ebenso vorhanden, wie Zauberei mit Worten und fast dichterisch anmutende Absätze.

Die Autoren beweisen wieder einmal, wie gut sie mit dem Talent "Schreiben" umgehen können und legen einen wunderbaren Abschluss der Trilogie vor.

Meggies Fussnote:
Ein letzter gelungener Ausflug nach Sygna.

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Andersleser Andersleser

Veröffentlicht am 04.04.2020

Absolutes Highlight - unglaublich toll!

Weiter geht's mit dem Abenteuer in Sygna und Naronne! Und natürlich auch in der Verkehrten Stadt. Denn all die Abenteuer die schon in Band 2 begannen, werden hier direkt fortgesetzt. Aber auch neues kommt ... …mehr

Weiter geht's mit dem Abenteuer in Sygna und Naronne! Und natürlich auch in der Verkehrten Stadt. Denn all die Abenteuer die schon in Band 2 begannen, werden hier direkt fortgesetzt. Aber auch neues kommt hinzu und lässt einem so zu neuen, aber vor allem alten lieb gewonnenen Charakteren zurückkehren und hoffen und bangen.

Dieser Band ist ein unglaublicher Abschlussband, der mich völlig begeistern und mitreißen konnte. Das Buch ist nicht einfach nur spannend, es ist an manchen Stellen gefühlt geradezu nervenaufreibend spannend. Dazu dann noch verschiedene Emotionen, die in bestimmten Szenen wachgerufen werden als hätten die Autoren selbst die Macht über das Wortzeichen. Die Handlung an sich, die ganze Geschichte! Die beiden Autoren haben sich hier definitiv selbst übertroffen und konnten ihre Geschichte nochmal steigern und noch eine Stufe höher heben. Es ist einfach nur faszinierend, wie ich von Band zu Band immer mehr Begeisterung für diese Geschichte und die Figuren gespürt habe. Wie sich alles steigert und schließlich "explodiert".

Alles ist stimmig, wirkt aber nie zu konstruiert oder gekünstelt. Es ist nie zu offensichtlich gewollt und kann so immer überraschen. Beim Lesen konnte ich gar nicht glauben, wie man überhaupt zu einem Ende kommen soll, denn auch hier passiert so viel, und auch so viel schlimmes; da glaubt man es müsse noch ein vierter Band kommen. Ich kann kaum beschreiben, durch was für ein Wechselbad der Gefühle ich gegangen bin. Aber ich habe bei weitem nicht nur positive Emotionen gehabt. Meine güte, man muss in diesem Buch sogar mit leiden! Doch trotz allem kann die Geschichte hier sehr gut abgeschlossen werden und ein zufriedenstellendes und passendes Ende liefern. Und auch das wieder stimmig, durchdacht und mit perfektem Timing!

Mich hat Band drei der dreizehn Gezeichneten jedenfalls völlig umgehauen. Ich kann nur jedem diese Reihe empfehlen. Sie ist spannend, vielschichtig, hat Tiefe und unterschiedliche, spannende Figuren die toll ausgearbeitet sind. Selbst Nebenfiguren werden nicht vernachlässigt und kommen plastisch rüber, kein Charakter ist einfach nur flach. Dazu die ganze Welt, die für sich schon einzigartig ist. Ein Magiesystem, wie ich es aus keiner anderen Geschichte kenne und das Thema der Rebellion und Revolution ganz groß und mittendrin. In Band drei dann auch noch Wesen, die ich auch noch aus absolut keiner Geschichte kannte! Hier ist viel Fantasie am Werk gewesen und das auch noch sehr gut durchdacht. Einfach toll!

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