Das Lächeln der Fortuna
 - Rebecca Gablé - Taschenbuch
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14,99

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Taschenbuch
Historische Romane
1.196 Seiten
Altersempfehlung: ab 18 Jahren
ISBN: 978-3-404-18912-0
Ersterscheinung: 26.08.2022

Das Lächeln der Fortuna

Historischer Roman
Band 1 der Reihe "Waringham Saga"

(13)

Die Geschichte des Robin of Waringham - das erste große Historienepos der

"Königin des historischen Romans" (Welt am Sonntag) und der Auftakt der Kultserie.

Rezensionen aus der Lesejury (13)

tinstamp tinstamp

Veröffentlicht am 28.03.2023

Ein kleiner Teil englischer Geschichte

Der zwölfjährige Robin von Waringham fristet sein Dasein in der Klosterschule St.Thomas, nachdem seine Mutter und seine Geschwister, bis auf seine Schwester Agnes, an der Pest gestorben sind. Sein Vater, ... …mehr

Der zwölfjährige Robin von Waringham fristet sein Dasein in der Klosterschule St.Thomas, nachdem seine Mutter und seine Geschwister, bis auf seine Schwester Agnes, an der Pest gestorben sind. Sein Vater, Earl of Waringham, ist Ritter und kämpft im hunderjährigen Krieg. Im Kloster erfährt Robin, dass sein Vater gestorben und in Ungnade gefallen ist. Wegen einer Intrige erhält Robin weder den Titel, noch die Ländereien, die ihm eigentlich zustehen. Der Junge ist mittellos und Waise. Nachdem er aus der ungeliebten Klosterschule ausgerissen ist, macht er sich auf den Weg zu seinem ehemaligen Zuhause. In Waringham versucht er als Pferdeknecht unterzukommen, denn Robin hat eine besondere Gabe mit Pferden umzugehen. Ich würde ihn einen Pferdeflüsterer nennen. Der neue Besitzer der Burg und des Gestüts ist Geoffrey Dermond. Er ist ein ehemaliger guter Freund von Robins getötetem Vater, erkennt den Burschen wieder und möchte ihn gerne zum Ritter erziehen. Doch sein verschlagener Sohn Mortimer sieht in Robin den Konkurrenten, den es auszuschalten gilt. Mortimer ist hinterhältig, feige, intrigant und gewissenlos. Zwischen den beiden Jungen entsteht eine lebenslange erbitterte Feindschaft.
Robin kämpft für seine Träume und erregt die Aufmerksamkeit des noch jungen Duke of Lancaster. Er tritt in seine Dienste und findet den Weg zurück in die Welt von Hof, Adel und Ritterschaft...

Der historische Roman bietet alles, was man sich von einem Schmöker erwartet. Der hundertjährige Krieg ist immer allgegenwärtig. Das Spätmittelalter wird sehr gut dargestellt und wir erleben die typischen Machenschaften dieser Zeit: Zwangsehen, die Pest, öffentlichen Hinrichtungen und Aufstände, sowie Ränkespiele in Adelskreisen und Hinterhalte sind immer wieder Teil der Geschichte. Die geschichtlichen Hintergründe sind hervorragend recherchiert und in einer verständlichen und angenehmen Sprache zu Papier gebracht.

Rebecca Gablé hat Robins Geschichte, beginnend vom Knabenalter bis ins Alter, spannend erzählt. Die historischen Begegenheiten rund um den "Schwarzen Prinzen" und dem hundertjährigen Krieg, den Bauernaufständen und den Kampf um den Thron Englands sind perfekt miteingebunden. Der Schreibstil ist sehr detailverliebt und oftmals auch ausschweifend. Über die ziemlich schwarz-weiß gemalten Charaktere muss man manchmal ebenso hinwegsehen.

Die sehr detaillierten und manchmal ermüdenden Gespräche zwischen Robin und seinem Gönner, dem Duke of Lancaster, haben mich allerdings ein bisschen gelangweilt. Die im Laufe der Zeit immer wiederkehrenden gleichen Namen verwirren zusätzlich. Dafür kann allerdings die Autorin nichts, denn wir brauchen nur die Ahnentafel der englischen Könige anzuzusehen und bemerken, dass immer wieder dieselben Vornamen auftauchen. Das hat sich bis heute nicht wirklich geändert...
Eine große Hilfe ist das ellenlage Personenregister am Anfang des Buches, auch wenn es beim erstmaligen Aufklappen den Leser sicherlich erschreckt.

Nicht wirklich lesefördernd bei so einem Schmöker, ist auch das Fehlen von Kapitel. Das fand ich etwas schade! Trotzdem wird es trotz der über die tausend Seiten selten langweilig. Ich habe vorallem den Beginn der Geschichte auf Waringham und die Zeit in Fernbrook genossen. Die Passagen am Hof fand ich hingegen ein bisschen zu sehr ausgeschmückt.

Fazit:
Ein gelungener historischer Roman aus der Zeit der späteren Plantagenets mit kleinen Schwächen. Natürlich werden wir weiterlesen und ich bin schon sehr gespannt, was uns in "Die Hüter der Rose" erwarten wird.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

speedy208 speedy208

Veröffentlicht am 05.01.2021

Ponyhof-Romantik im Mittelalter

Mir fiel das Buch quasi vor die Füsse. Ein Strassenfund, der mir trotz Regen und dem wunderbaren roten Layout ins Auge fiel. Die Erstleserin liess in ihrer Enttäuschung (!?) sogar den Kaufbeleg drin (2016).
Ich ... …mehr

Mir fiel das Buch quasi vor die Füsse. Ein Strassenfund, der mir trotz Regen und dem wunderbaren roten Layout ins Auge fiel. Die Erstleserin liess in ihrer Enttäuschung (!?) sogar den Kaufbeleg drin (2016).
Ich tat mich echt schwer, mit Lesen anzufangen. Aber als ich so gut 30 Seiten hatte, zog es mich hinein zwar in die Ära, aber die 1100 Seiten schreckten mich doch ab...
Robin und Mortimer, Könige und Adel, Pferde und Natur, Liebe und Zwietracht, Familie. Alles eigentlich, was man von einem U-Roman erwartet - nur eben nicht historisch genug! Ich meine, die Waringhams und ihr Umfeld sind ja ok, nur finde ich es schade, dass ein Buch 1100 Seiten umfasst, wenn auch über eine Zeitspanne von 30 Jahren.
Da ich selbst historische Romane schreibe und neugierhalber auch lese, fiel mir der Unterschied zwischen einem Ken Follett, der ja auch 1000+ Seiten umfasst je Band, und einem Gablé auf: die Tiefgründigkeit. Anders kann ich's nicht beschreiben. Und mir persönlich liegt eher ein Follett. Warum? Weil ich es übertrieben finde, eine Schlacht oder ein Ereignis auf knapp 3 Seiten abzuhaken. Wenn Mortimer und Robin miteinander kämpfen, egal ob als Kids oder als gestandene Männer, dann ist absehbar, da ja gut 2/3-Buch vor einem noch liegen, dass das nach 3 Seiten vorbei ist und Robin als Sieger hervorgeht oder so.
Was mir auch auffiel war, dass sich die Autorin auf 4 Charaktere beschränkt hat, die sie immer wieder als Reinkarnation in der wachsenden Familie verwendet. Ist zwar logisch, aber langweilig und vorhersehbar! Da wundere ich mich nicht, dass die Erstkäuferin - genau wie ich - in der Mitte bzw. im 2.Kapitel (-1376) - kapitulierte, d.h. das Buch hinschmiss; genau da klappte das Buch beim Aufschlagen ja auf.
Im Nachhinein, nachdem ich es zu Ende gelesen habe, bestätigte sich mein Verdacht über die Erstleserin, denn auch ich fand nach dem 2.Kapitel, es sei alles gesagt, die Neugier aufs Mittelalter gesättigt, eine Fortsetzung unnötig. Aber jeder sieht das anders.
Auf der Website der Autorin las ich, dass der Verlag ihr sogar 300 Seiten gestrichen hat - Gott sei Dank! Aber dass die Waringham-Saga insgesamt 6 Teile umfasst, hat mich umgehauen, genügte mir doch der 1 Teil vollends.
Was Königs & Co. angeht: Nun ja, interessante Einsprengsel, aber zu dürftig, genauso wie die Personen. Vielleicht gehe ich von mir aus oder von Ken Follett - nein, ich bin kein Fan! -, aber ein historischer Roman sollte nicht voller Action sein, Scharmützeln, die nur 3 Seiten dauern und dann wie ein Film weitergehen. So was törnt ab. Dass das Lektorat oder der Verlag nicht bemerkt hat?
Bei so vielen historischen Personen kommt man rasch durcheinander, auch wenn am Ende und Anfang des Buches eine Ahnentafel und ein "Who ist Who" stehen. Da lobe ich mir Karl May, wo regelmässig Fussnoten erklärten, was Sache ist. Schade, dass das heutzutage offensichtlich überholt ist. Denn wer hat schon Zeit und Geduld, immer wieder nach vorn oder hinten zu blättern, wer nun wer ist.
Was den Titel angeht, finde ich ihn unpassend. Was hat das Ganze mit Glück oder der Göttin Fortuna zu tun? Es liegt ja auf der Hand, dass der Helden-Clan gewinnt, oder? Na ja, vielleicht waren die Agenten oder der Verlag anderer Meinung, weil ja nicht jeder Autor seinen Titel durchbringt. Die restlichen 5 Teile sind da treffender, so vom Gefühl her. Ist aber Ansichtssache.
Wenn ich so die Inhaltsangabe der restlichen Teile durchgehe, würde mich nur einer reizen, der letzte Teil: "Der Palast der Meere". Aber auch da ist wahrscheinlich die rasche Abhandlung von Freud und Leid vorprogrammiert. Dennoch wäre es interessant ins Zeitalter von Elisabeth I abzutauchen, mit einer weiblichen Heldin.
Von einer Autorin, die Mediävistik studiert hat, hätte ich mehr erwartet. So kommt es mir vor, als ob sie wie ihre grossherzigen Romanhelden statt Fakten streut. So gesehen stimmt das, was die Branche über historische Romane sagt: "Nur wenige wie Follett verdienen das Prädikat "Könner".

Die Story beginnt damit, dass Robin 12 Jahre alt ist und zurückkommt aus dem Kloster. Und etwas später auch seine jüngere Schwester Agnes. Schon dort fangen die Klischees an, entsprechen aber überhaupt nicht dem Alter. Man spürt - ich zumindest - sofort, dass das unmöglich ein 12jähriger Junge sein kann, der so verantwortungsbewusst , nüchtern und sachlich sein Leben meistert. Ebensowenig seine jüngere Schwester Agnes, die mit 10 oder 11 Jahren schon eine Art "Kräuterhexe", heilkundig ist und sogar allein eine Geburt meistern kann! Also wirklich, das passt zwar in die Dramaturgie, aber ist jenseits aller Logik. Sich vorzustellen, dass ein Mädchen allein eine Entbindung meistert, na ja...
Als "Ponyhof-Romanik 700 Jahre vor unserer Zeit "würde ich das Ganze beschreiben. Ein Jugendlicher oder ein Kind könnte sich dafür zwar erwärmen, aber auch denen wäre es zu wenig faktisch. Gablés Liebe zu Pferden dringt durch jede Seite - fast posttraumatisch. Klar, jedes Mädchen träumt von Pferden, aber der Traum endet mit dem Erwachsenwerden. Gablé scheint das aber nicht überwunden zu haben.
Wenn ich mir die Figuren übe die Zeit vergleiche, fällt mir einfach auf, dass sie, die Autorin, von sich aus ging, und nicht die Figuren ihrem Alter gemäss beschrieb.
Nein, ich würde das Buch keinem empfehlen, der keine oberflächlichen Geschichten mag! Denn es ist sehr oberflächlich.

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AberRush AberRush

Veröffentlicht am 02.03.2017

So gar nicht meins

„Das Lächeln der Fortuna“ ist der erste Teil der Waringham-Saga von Rebecca Gablé. Die zum Großteil positiven Meinungen zu diesem Buch und zur kompletten Reihe überschlagen sich ja mit Belobigungen. Ein ... …mehr

„Das Lächeln der Fortuna“ ist der erste Teil der Waringham-Saga von Rebecca Gablé. Die zum Großteil positiven Meinungen zu diesem Buch und zur kompletten Reihe überschlagen sich ja mit Belobigungen. Ein Grund es mal in Angriff zu nehmen. Es handelt sich hier um einen 1200 seitigen Ritterepos. Es spielt zur Zeit des Rosenkrieges in England und wir sind mittendrin. Der Hauptprotagonist ist Robin Waringham und wir erleben seine Geschichte von klein auf bis hin ins reife Alter. Das Buch ist aufgebaut wie eine Biografie und der damit verbundenen chronologischen Abfolge der Geschehnisse zur Zeit des Krieges. Das Flair dieser Zeit wird sehr gut rübergebracht, von Zwangsehen, über Pest bis hin zu öffentlichen Hinrichtungen ist alles dabei. Die geschichtlichen Hintergründe sind hervorragend recherchiert und in einer verständlichen und angenehmen Sprache zu Papier gebracht. Trotzdem war das Buch für mich ein Krampf. Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen die immer sich wiederholende Geschichte *KLEINE SPOILER*. Unser Held Robin macht sich auf zum Hofe des Herzogs, kämpft mit ihm und lernt an Erfahrung. Robin kommt zurück auf sein eigenes Anwesen mit all seiner Familie und Freunden. Dort ist jemand gestorben und irgendjemand ist schwanger. Außerdem hat ein Pferd gefohlt und jemand ist erkrankt. Robin geht wieder zum Hofe des Herzogs, kämpft und lernt. Robin kommt zurück. Neues Kind, neues Pferd, neue Krankheit, neuer Toter. Robin geht wieder zum Herzog … Das geht so gefühlte zehnmal hin und her. Es ist immer das gleiche. Es ändern sich nur die Namen der betroffenen Personen. Damit habe ich begonnen mich zu langweilen und es wurde zu einer nervenzerrenden Aufgabe das Buch zu Ende zu lesen. Zum Ende hin werden die Kinder immer mehr und die Toten stapeln sich. Die Namen der ganzen Kinder gaben mir dann den Rest. Dort heißt der eine Sohn wie der andere Großvater. Der eine Sohn wie der Herzog. Der Stiefsohn wie der Blutfeind. Das ist schon nervig. Es mag alles so gewesen sein und bestimmt hießen die Personen auch wirklich alle so, aber so etwas möchte ich nicht lesen, weil dabei meine Konzentration nachlässt und mir irgendwann egal war, wer wessen Kind ist. So kämpfte ich mich durch und ich blicke auf 1200 ellenlange Seite mit tausend Namen und der immer wieder gleichen Geschichte zurück. Leider keine Leseempfehlung. Es sind 2,5 Sterne geworden. Ich runde auf, weil mir der Schreibstil sehr gut gefallen hat.

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Autorin

Rebecca Gablé

Rebecca Gablé - Autor
© Olivier Favre

Rebecca Gablé war Bankangestellte auf einem Stützpunkt der Royal Air Force, Studentin und anschließend Dozentin der Literaturwissenschaft und anglistischen Mediävistik (der Lehre vom englischen Mittelalter) und Literaturübersetzerin. Während dieses wechselvollen Berufslebens hat sie immer auch geschrieben und veröffentlichte 1995 ihren ersten Kriminalroman JAGDFIEBER. Seit 1997 mit ihrem historischen Roman DAS LÄCHELN DER FORTUNA der Durchbruch kam, arbeitet sie als freie Autorin. Sie …

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