Das weiße Gold der Hanse
 - Ruben Laurin - Taschenbuch

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11,00

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Taschenbuch
Historische Romane
623 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17889-6
Ersterscheinung: 31.10.2019

Das weiße Gold der Hanse

Ein Lübeck-Roman

(63)

Lübeck 1232: Der Waisenjunge Bertram weckt völlig unverhofft das Mitleid einer reichen Kaufmannstochter.  Aber die zarte Liebe ist unmöglich. So heuert er als junger Mann bei einem Hanseschiff an, um sein Glück zu machen. Als sich das Schicksal nach vielen gefährlichen Abenteuern gegen ihn zu wenden droht, gelobt er: Wenn der Tod ihn noch einmal verschone, werde er einen Ort der Barmherzigkeit für die Alten und Schwachen erbauen. Und er setzt alles daran, sein Gelübde zu erfüllen. 

Pressestimmen

"Der Jury gefiel besonders, wie der Autor mit seinem packenden Schreibstil, der Liebe zum historischen Detail und den vielschichtig angelegten Charakteren den Leser mit jeder Seite immer tiefer in den Bann der spannenden Geschichte ziehen kann."

Rezensionen aus der Lesejury (63)

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Veröffentlicht am 10.01.2020

Spannender historischer Roman

"Das weiße Gold der Hanse" von Ruben Laurin ist ein spannender historischer Roman voller interessanter zeitgenössischer Details.

Ich war neugierig auf das Buch, da ich bisher noch nicht viele historische ... …mehr

"Das weiße Gold der Hanse" von Ruben Laurin ist ein spannender historischer Roman voller interessanter zeitgenössischer Details.

Ich war neugierig auf das Buch, da ich bisher noch nicht viele historische Romane aus dieser Zeit gelesen habe. Anhand der Kurzbeschreibung war ich eher verhalten optimistisch. Nachdem ich jetzt jedoch das Buch gelesen habe, gefällt mir die Geschichte sehr gut. Es ist noch wesentlich spannender und mitreißender, als ich es erwartet hätte. Zudem empfinde ich es als sehr authentisch und zu der Zeit passend geschildert.
Wichtig zu wissen ist, dass sowohl Titel als auch Kurzbeschreibung eher irreführend sind. Beide geben den Schwerpunkt des Buches nicht ganz so gut wieder.

Die Sprache passt sehr gut zu der Zeit. Es werden Begriffe verwendet, die damals gebräuchlich waren, wodurch die Handlung gleich viel glaubwürdiger wird. Gut gefällt mir, dass auch die Beschreibungen so authentisch sind. Das Beleuchten mit Kerzen und Fackeln, die Essenszubereitung und die Lebensmittel, die Fortbewegung. Zudem gelingt es dem Autor einen konstanten Spannungsbogen aufrechtzuerhalten. Einige Passagen sind sehr humorvoll und bringen zum Schmunzeln, aber auch emotionale Momente bereichern das Lesen. Es ist ein leichtes sich in die Geschichte und die Zeit hineinzuversetzen

Das umfangreiche Zusatzmaterial begleitet bei Bedarf gut durch die Geschichte. Eine Besonderheit dieses Romans, geht sehr gut aus dem Zusatzmaterial hervor. Einige der beschriebenen Personen sind reale historische Persönlichkeiten. Auch werden tatsächlich stattgefundene historische Ereignisse aufgegriffen und mit fiktiven Elementen ergänzt. Das gefällt mir sehr gut.

Die Geschichte wird in zwei Zeitebenen erzählt. Dabei gelingt die Verbindung der beiden Erzählstränge auf sehr charmante Weise. Auf die zurückliegende Zeit wird ein größere Schwerpunkt gesetzt, was auch daran liegt, dass hier die Ereignisse einen größeren Zeitraum umfassen und sehr brisant sind.

Die Charaktere sind sehr interessant und detailreich angelegt. Einige von ihnen sind abstoßend und unsympathisch, andere liebenswert und beeindruckend. Das damalige Leben war für die meisten wirklich beschwerlich. Die Eindrücke sind sehr intensiv. Besonders der Umgang mit Frauen ist erschreckend. Vor allem vor dem Hintergrund, dass es teils heute noch so ist. Aber auch die Armut und die fehlende soziale Absicherung sind erschreckend. "So vieles im Leben kann uns zwingen, unsere Pläne zu ändern [...]." Das wird durch die vielen neuen Wendungen und die Eindrücke der Lebensumstände der Charaktere sehr eindrucksvoll deutlich.

Zum Ende hin gab es einige Schilderungen, die für mich nicht ganz schlüssig waren, dennoch haben die Aspekte nicht besonders gestört. Insgesamt hat mir "Das weiße Gold der Hanse" von Ruben Laurin gut gefallen, da die Geschichte spannend erzählt wird und so interessant über eine ganz andere Zeit berichtet. Für Leser, die sich für historische Romane begeistern, kann ich eine klare Leseempfehlung aussprechen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

ech68 ech68

Veröffentlicht am 09.01.2020

Packender historischer Roman aus dem mittelalterlichen Lübeck

Mit diesem Buch legt der Autor Ruben Laurin einen packenden und atmosphärisch dichten historischen Roman vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die historische ... …mehr

Mit diesem Buch legt der Autor Ruben Laurin einen packenden und atmosphärisch dichten historischen Roman vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht die historische Figur Bertram Morneweg, ein Lübecker Kaufmann und Ratsherr, der auch als Stifter des dortigen Heiligen-Geist-Hospitals aufgetreten ist. Dabei hält sich der Autor eng an die historischen Fakten, wie eine Zeittafel am Beginn des Buches belegt, versteht es aber auch meisterhaft, die Lücken dazwischen mit viel Phantasie zu füllen, ohne das Gesamtbild zu verfälschen.

Die Geschichte spielt auf zwei Zeitebenen, die dann im weiteren Verlauf zusammengeführt werden. In der Rahmenhandlung erzählt der ältere Bertram dem an Liebeskummer leidenen Maler Johannes von Köln die Geschichte des jungen Moses und lässt ihn dabei lange darüber im Unklaren, das dies seine eigene Geschichte ist.

Im Alter von 8 Jahren überlebt Bertram als Einziger einen Piratenüberfall auf das Schiff seines Vaters und erleidet dabei einen Schock, der ihn die Erinnerung an seine Vergangenheit verlieren lässt. So landet er zunächst in Wismar, wo ihn die Jüdin Rebecca unter ihre Fittiche nimmt und den Namen Moses gibt. An ihrer Seite gelangt er später nach Lübeck, wo er sich als Bettler durchschlagen muss, bis er das Interesse des Kaufmanns Martinus Bardewik weckt, der ihm die Chance gibt, sein Leben in eine neue Richtung zu lenken.

Mit einem packenden Schreibstil und viel Liebe zum Detail konnte mich der Autor mit jeder Seite immer tiefer in den Bann der gut aufgebauten Geschichte ziehen. Getragen wird diese durch fein gezeichnete und vielschichtig angelegte Charaktere, mit denen man beim Lesen gerne mitfiebert.

Einzige kleine Kritikpunkte sind hier der Titel und der Klappentext, die nicht so recht zur tatsächlich erzählten Geschichte passen. Daher kann ich hier nur den Rat geben, diese beiden Elemente einfach zu ignorieren und sich völlig unbefangen auf die tolle Geschichte einzulassen.

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AberRush AberRush

Veröffentlicht am 09.01.2020

Ich bin begeistert

Und wieder hat es Ruben Laurin erneut geschafft mich mit seiner Geschichte zu fesseln. Historische Romane sind normalerweise nicht so mein Fall, aber das was der Autor vorlegt, kann ich uneingeschränkt ... …mehr

Und wieder hat es Ruben Laurin erneut geschafft mich mit seiner Geschichte zu fesseln. Historische Romane sind normalerweise nicht so mein Fall, aber das was der Autor vorlegt, kann ich uneingeschränkt empfehlen.

Die Zeit um 1232 wird meiner Ansicht nach super dargestellt. Ich bin zwar mit dieser Epoche nicht wirklich vertraut, aber was ich hier lese passt unglaublich gut in diese Zeit und könnte sich genau so zugetragen haben. Die Dialoge sind wahnsinnig gut schrieben und passen zu den Menschen. Auch die einzelnen Charaktere konnten mich komplett überzeugen. Als Autor muss man schon ein Händchen dafür haben sich in vergangene Zeiten zurückzuversetzen, um so schreiben zu können.
Spannend finde ich die Geschichte in der Geschichte. Hier wird über zwei Zeitebenen eine Story erzählt. Welche der beiden Ebenen mir jetzt besser gefallen hat kann ich gar nicht so genau sagen, ich mochte beides sehr gern lesen. Es entwickelt sich im Laufe des Buches eine Dynamik die ich so erst gar nicht erwartet habe. Bis zum Ende steigert sich die Spannung, wobei über das ganze Buch hinweg einzelne Highlights zu finden sind. Langeweile kommt also gar nicht erst auf.

Historische Roman werden wohl nie zu meinen Favoriten zählen, aber sobald das nächste Buch von Ruben Laurin erscheint bin ich auf jeden Fall wieder mit dabei.

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Nileya Nileya

Veröffentlicht am 06.01.2020

Seh gut gelungen

Das weisse Gold der Hanse
Dieses Werk umfasst zwei Geschichten die parallel erzählt werden und am Ende des Buches zusammenfließen. Hauptsächlich geht es um einen Jungen der bereits im Kindesalter von ... …mehr

Das weisse Gold der Hanse
Dieses Werk umfasst zwei Geschichten die parallel erzählt werden und am Ende des Buches zusammenfließen. Hauptsächlich geht es um einen Jungen der bereits im Kindesalter von seiner Familie getrennt wird und sich an kaum etwas erinnern kann. Er durchläuft eine schwere Zeit mit vielen Hürden. Auf der Suche nach seiner Vergangenheit und auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft, trifft er auf viele Personen mit äußert unterschiedlichen Charakteren. Die Geschichte spielt zu Beginn des 13 Jahrhunderts und nimmt die Leser mit in das historische Lübeck und andere damals wichtige Handelsstädte wie Riga, Visby, Wismar und Nowgorod. Es werden sowohl die Handelsrouten der Kaufmannsschiffe und die damaligen Probleme mit der Piraterie, als auch die unterschiedlichen Lebensumstände von Adel und Bürger in einer Stadt wie Lübeck thematisiert.
Das alles geschieht aber nicht in langweiliger Berichtsform. Jahreszahlen werden nur zu Beginn der neuen Kapitel genannt. Ruben Laurin versteht sich darauf einen historischen Roman durch seine Figuren lebendig zu machen und den Leser die historischen Fakten mit erleben zu lassen, anstatt sie schlicht aufzuzählen.
Die Personen sind alle perfekt ausgearbeitet. Man kann sich in jede Situation mit hineinversetzen und hat dadurch auch einen guten Bezug zu der Zeit in der sie gelebt haben und zu den Dilemma Situationen in denen sie sich teilweise befinden. Das gilt sowohl für Haupt- als auch für Nebencharaktere. Der Alltag der Charaktere beschreibt gleichzeitig das “drumherum” der damaligen Zeit.
Das Buch beinhaltet zudem ein Personenverzeichnis und ein Glossar.
Fazit: Bis heute ist Ruben Laurin einer der wenigen Autoren, die es schaffen, dass ich einen historischen Roman nicht nach den ersten Kapiteln wegen Langeweile aus der Hand lege. Ich finde seinen Schreibstil sehr unterhaltsam und kann seine Bücher wirklich nur weiterempfehlen.

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sommerlese sommerlese

Veröffentlicht am 29.12.2019

Ein historischer Lesegenuss, fundiert recherchiert und wunderbar erzählt.

Der historische Roman "Das weiße Gold der Hanse" von Ruben Laurin erscheint im Bastei Lübbe Verlag. Bei dem Pseudonym Ruben Laurin handelt es sich um den Autor Thomas Ziebula.

Lübeck 1232: Der Waisenjunge ... …mehr

Der historische Roman "Das weiße Gold der Hanse" von Ruben Laurin erscheint im Bastei Lübbe Verlag. Bei dem Pseudonym Ruben Laurin handelt es sich um den Autor Thomas Ziebula.

Lübeck 1232: Der Waisenjunge Bertram ist hilflos den Übergriffen und Befehlen grober Seeleute ausgesetzt. Er weckt das Mitleid einer reichen Kaufmannstochter, doch diese Zuneigung ist gesellschaftlich unmöglich. Um sein Glück zu machen, heuert Bertram bei einem Hanseschiff an. Er wird in mehrere gefährliche Überfälle und Abenteuer verwickelt. Er gelobt, wenn er überleben sollte, baut er einen Ort der Barmherzigkeit für die Alten und Schwachen.

Dieser Roman gründet sich auf die wahre Geschichte des Bertram Morneweg, dem Stifter des Lübecker Heiligen-Geist-Hospitals.



Der achtjährige Bertram gerät auf der Kogge seines Vaters nach einem Piratenüberfall in die Hände des Kapitäns Jacobi, der ihn als Sklave in Wismar für sich arbeiten lässt. Die Jüdin Rebecca kümmert sich um Bertram und nennt ihn Moses. Nach Jacobis Tod fliehen sie beide nach Lübeck. Dort ermöglicht ihm der Kaufmann Martinus Bardewik eine Ausbildung zu machen, später geht Moses auf Handelfahrten nach Riga und Nowgorod. Bertram erzählt dem jungen Maler Johannes von Köln zur Aufmunterung von seinem eigenen Leben und den Schwierigkeiten, die er überwunden hat, um schliesslich Ratsherr und einflussreicher Kaufmann zu werden.



Mit diesem Roman konnte ich wunderbar in das Zeitalter der Hanse in Lübeck eintauchen. Obwohl ich bei diesem Titel mehr über den Salzhandel vermutet hatte, lehnt Ruben Laurin den Roman an diese einflussreiche Zeitepoche an und erzählt seine Version über das Leben von Bertram Morneweg, dem Begründer des Lübecker Heiligen-Geist-Hospitals.

Er verbindet geschickt die Schilderung der Kindheit von Moses und seinem Leben als Ratsherr Bertram. Der Erzählton ist sehr bildreich, spannend und stellt die verschiedenen Schicksale und Lebensumstände der damaligen Zeit authentisch dar.


Die Handlung lässt sich sehr gut verfolgen, sie wirkt authentisch recherchiert und wird mit fiktiven Vorgängen und vielschichtigen Personen zu einem perfekten Historienschmöker ausgeschmückt.

Beim Lesen sieht man die Kaufmannshäuser, Piratenschiffe, Koggen und Handelsplätze vor dem inneren Auge vorbeiziehen und erlebt die unterschiedlichen Menschen mit ihren jeweiligen Charakterzügen lebhaft mit. Rebecca und Moses sind hier die Hauptfiguren, deren Weg man gespannt mitverfolgt und mit ihnen bangt und leidet.


Ruben Laurin vermag es auf besondere Weise, seinen Figuren soviel realistisches Leben einzuhauchen, sie so akurat zu beschreiben, das man nur gespannt weiterlesen kann. Seine Charaktere sind wiedererkennbar, sie zeigen Gefühle und brennen für ihre Sache. Es läuft beim Lesen förmlich ein richtiger Film ab. So habe ich die mittelalterlichen Handelsplätze von Wismar, die Galeere der Piraten, die Kämpfe Mann gegen Mann und die Fassaden der Gebäude des alten Lübecks wie eine Kulisse vor Augen gehabt.


Die Gründung eines Hospitals war zu dieser Zeit nicht selbstverständlich und die Beweggründewerden hier glaubwürdig geschildert.



Dieser Roman ist eine Mischung aus Geschichte, Abenteuer und natürlich darf auch die Liebe nicht fehlen. Es ist ein wunderbar erzählter historischer Roman, der ein echtes Lesevergnügen für Freunde dieses Genres bietet.

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Autor

Ruben Laurin

Ruben Laurin - Autor
© Stephan Cremer

Ruben Laurin ist das Pseudonym eines preisgekrönten Autors, der vor allem phantastische und historische Romane verfasst. Seine Faszination für die Geschichte der Stadt Magdeburg und die mittelalterliche Kirchenarchitektur brachten ihn auf die Idee, einen Roman über den Bau des Magdeburger Doms zu schreiben: Die Kathedrale des Lichts. Ruben Laurin lebt in der Nähe von Karlsruhe. Ruben Laurin wurde für „Das weiße Gold der Hanse“ mit dem goldenen Homer ausgezeichnet und ist somit der …

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