Die Romanfabrik von Paris
 - Dirk Husemann - Taschenbuch

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12,90

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Taschenbuch
Historische Romane
480 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-18311-1
Ersterscheinung: 30.10.2020

Die Romanfabrik von Paris

Historischer Roman

(45)

Paris 1850. In der Romanfabrik von Alexandre Dumas schreiben siebzig Angestellte die beliebten Folgen von "Die drei Musketiere" und "Der Graf von Monte Christo", die als Fortsetzungsgeschichten die Zeitungsleser begeistern. Doch im jüngsten Werk ist etwas faul zwischen den Zeilen, denn es ist gespickt mit Staatsgeheimnissen. Um seinen Ruf zu retten, muss sich Dumas ausgerechnet mit seiner größten Kritikerin verbünden: der deutschen Lehrerin Anna Moll, die ihn wegen freizügiger Texte angezeigt hat.
Gewinner der Abstimmung zum "Buch des Jahres 2020" bei WDR 2

Pressestimmen

„Spannung auf 470 Seiten.“
„Die Geschichte ist sehr temporeich und witzig erzählt.“
Die Romanfabrik von Paris ist […] ein kurzweiliger und spannender historischer Roman mit einem subtilen Humor.“1

 „Dirk Husemann greift die wahre Begebenheit in Die Romanfabrik von Paris auf und vermischt für seine Abenteuergeschichte auf unterhaltsame Art Fakten mit Fiktion.“

Rezensionen aus der Lesejury (45)

Jule1979 Jule1979

Veröffentlicht am 17.03.2021

Leichte Lektüre, zu wenig Tiefgang

"Die Romanfabrik von Paris" ist ein historischer Roman, der Mitte des 19. Jahrhunderts spielt. Es ist eine weitgehend frei erfundene Geschichte um einen der größten Schriftsteller dieser Zeit, Alexandre ... …mehr

"Die Romanfabrik von Paris" ist ein historischer Roman, der Mitte des 19. Jahrhunderts spielt. Es ist eine weitgehend frei erfundene Geschichte um einen der größten Schriftsteller dieser Zeit, Alexandre Dumas, und seine Verstrickung in eine Intrige internationalen Ausmaßes.
Dirk Husemann ist mit diesem Buch meiner Meinung nach nicht der große Wurf geglückt. Zu überstürzt werden manche Ereignisse geschildert, die Geschichte erscheint mehrfach, als wurde etwas weggekürzt, unvollständig, und es konnte nur so sein, dass diese Situation später noch eine Rolle spielen muss. Sehr vorhersehbar in meinen Augen. Zu ausufernd hingegen war mir das Ende und auch zu theatralisch. Die übernatürlichen Geschehnisse rund um die Medaillons tragen auch nicht dazu bei, diesem fiktiven Roman Glaubwürdigkeit zu verleihen.
Die Grundidee der Handlung ist gut, Alexandre Dumas hat aufgrund von Erfolgsdruck tatsächlich eine "Romanfabrik" gehabt. Der Rest der Geschichte ist frei erfunden und das merkt man leider auch. Womöglich hätte es mir besser gefallen, der Autor hätte keine reale Person als Hauptfigur verwendet. Es ist zu weit davon weg.
Sprachlich gibt es gar nichts zu meckern, das Buch liest sich leicht weg und die Wortwahl ist sehr schön! Insgesamt hat es mich trotzdem nicht überzeugt.
Ich spiele oft Gesellschaftsspiele. Dieses Buch erinnert von der Szenerie daran. Es gibt verschiedene Aufgaben und Wege und Hindernisse, ein Ziel und einen Gegner. Aber der Nervenkitzel, die Spannung und dieses Gefühl, in einem Wettlauf zu sein, stellte sich einfach nicht ein.

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lara_ lara_

Veröffentlicht am 04.03.2021

spannender, historischer Roman

Der historische Roman „Die Romanfabrik von Paris“ spielt in der Zeit von November 1851 bis Januar 1852. Die Hauptcharaktere verbringen diese Zeit in Paris, Brüssel, London und St. Petersburg.
Alexandre ... …mehr

Der historische Roman „Die Romanfabrik von Paris“ spielt in der Zeit von November 1851 bis Januar 1852. Die Hauptcharaktere verbringen diese Zeit in Paris, Brüssel, London und St. Petersburg.
Alexandre Dumas, Autor der drei Musketiere, trifft auf Anna Moll, ehemalige Gräfin aus Baden- Baden, die ihn wegen seiner freizügigen Texte angezeigt hat. Etienne Lemaitre hat einen bösen Plan und will deshalb ein Geschäft mit Dumas abschließen, in dem es um drei Artefakte und jede Menge Geld geht. Schon bald müssen sich Anna und Alexandre zusammenschließen, um ihren gemeinsamen Feind stoppen zu können……

Die Geschichte an sich gefällt mir sehr gut, so auch der Schreibstil. Das Cover, die Schriftart und die Verschnörkelungen im Buch geben dem Buch einen historischen Touch. Am Beginn des Buches gibt es eine Liste aller Charaktere und deren Verbindungen. Dadurch ist es sehr einfach in die Geschichte einzutauchen und, wenn nötig, nachzusehen. Am Ende des Buches findet man das Nachwort, in dem die Fakten, die für das Buch verändert wurden, wahrheitsgemäß erklärt werden. Man merkt, dass sich der Autor gut mit der damaligen Zeit und auch mit Dumas auseinandergesetzt hat
Die Charaktere wirken am Beginn alle eher unsympathisch, wobei sich das im Laufe des Buches verbessert. Dumas zum Beispiel, ist am Anfang richtig arrogant und egoistisch, entpuppt sich dann aber als hilfsbereit und humorvolle Person.
Sehr positiv ist die Originalität der Geschichte, es gibt immer wieder überraschende Wendungen und es ist an vielen Stellen sehr spannend. Ich mochte die verschiedenen Städte, in denen die Geschichte spielt, gerne, so gibt es immer etwas Neues. Am Anfang hat die Geschichte spannend begonnen, gegen Mitte hin wurde es etwas langweilig, am Ende wurde es nochmal richtig spannend.

Fazit: Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen, die Geschichte wurde lustig und spannend erzählt. Zudem habe ich jede Menge Dinge über Dumas und die damalige Zeit gelernt. :-)

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schlumpitschi_liebt_buecher schlumpitschi_liebt_buecher

Veröffentlicht am 08.02.2021

Spannende Zeitreise

Mitte des 19. Jhd werden in der Romanfabrik von Alexandre Dumas die Fortsetzungen zu einen erfolgreichen Geschichten wie "Die drei Musketiere" und "Der Graf von Monte Christo" geschrieben. Als plötzlich ... …mehr

Mitte des 19. Jhd werden in der Romanfabrik von Alexandre Dumas die Fortsetzungen zu einen erfolgreichen Geschichten wie "Die drei Musketiere" und "Der Graf von Monte Christo" geschrieben. Als plötzlich in seiner Zeitung Staatsgeheimnisse veröffentlicht werden. Um den Übeltäter auf die Spur zu kommen muss sich Dumas mit seiner schärfsten Kritikerin "Gräfin" Anna verbünden. Ein spannende Jagd beginnt.
Ich bin super in das Buch hinein gestartet, es hat mich sofort in den Bann gezogen, vor allem wegen des großartigen Schreibstils. Husemann schreibt wirklich grandios, so schön bildgewaltig und die Charaktere so ausgereift, dass man sie sich super vorstellen kann.
Die Geschichte hat es in sich, man lernt nicht nur das Paris des 19.Jhd. kennen sondern noch dazu Brüssel, London und Sankt Petersburg. Dazu kommen unerwartete Plot Twists und viel Witz.
Vor allem Anna hat es mir angetan, sie ist unglaublich stark und selbstironisch, obwohl sie im Rollstuhl sitzt lässt sie sich nicht unterkriegen und setzt sich für ihre Wünsche und Ideale ein. Das Einzige warum sie mir etwas unsympathisch ist, dass sie so sehr auf ihre Rache fixiert ist, aber genau das macht eine gute Protagonistin aus, sie soll nicht perfekt sein sondern braucht Ecken und Kanten.
Das Buch hat mir echt viel Freude bereitet und ich kann es wärmstens weiterempfehlen. 

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Zauberberggast Zauberberggast

Veröffentlicht am 07.01.2021

Spannende Unterhaltung mit - statt von - Alexandre Dumas

Die Romane "Der Graf von Monte Christo", "Die drei Musketiere" oder "Der Mann in der eisernen Maske" sind weltberühmt und haben als Abenteuerromane und Populärliteratur des 19. Jahrhunderts ihren angestammten ... …mehr

Die Romane "Der Graf von Monte Christo", "Die drei Musketiere" oder "Der Mann in der eisernen Maske" sind weltberühmt und haben als Abenteuerromane und Populärliteratur des 19. Jahrhunderts ihren angestammten Platz in der Literaturgeschichte. Ihr Autor, Alexandre Dumas der Ältere (nicht zu verwechseln mit seinem Sohn A. D. d. Jüngere, der "Die Kameliendame" schrieb), war mir zwar durch sein Werk, nicht aber so sehr durch sein Leben bekannt. Ich wusste wenig bis nichts über seine Biografie. Nach der Lektüre der "Romanfabrik von Paris" und des lohnenden Nachworts ist mir die Lebensgeschichte von Alexandre Dumas aber nun schon sehr vertraut - von 0 auf 100 sozusagen. Wir kommen durch “Die Romanfabrik von Paris” ganz nah an die Persönlichkeit Dumas heran - selbstverständlich im Rahmen einer fiktiven Geschichte, die sich nur an die Realität anlehnt.
Worum geht's? Wir schreiben das Jahr 1851 und Alexandre Dumas lebt als Schriftsteller in seinem Schlösschen, dem “Chateau Monte Christo” außerhalb von Paris. Dort entstehen im Rahmen der "Romanfabrik" seine beliebten Romane, die er von Lohnschreibern aufschreiben lässt, die Ideen und Geschichten aber kommen von ihm. Die fertigen Werke publiziert er als Fortsetzungsgeschichten in der Zeitung. Er hat es neben großer Popularität auch zu vielen Neidern und einigen Feinden gebracht. Die LeserInnen aber lieben seine Geschichten, in denen es um Rache und Liebe, Intrigen, Mord und Totschlag geht. Auch der Humor und der Genuss haben in den Abenteuerromanen ihren angestammten Platz und versüßen so manchem Franzosen den harten Alltag. Der Bonvivant Dumas gibt das Geld, das er durch seine Schriftstellerei verdient, gerne mit vollen Händen aus - für Reisen, Essen, Luxus, etc. Der gutherzige Lebemann Dumas ist ein erfolgreicher Glücksritter und liebt das Leben, wobei er auch gerne neue Ideen für seine Abenteuerromane sammelt.
Die deutsche Gräfin Anna von Dorn ist die weibliche Protagonistin des Romans. Nach dem Tod ihres adeligen Mannes kommt sie als Privatlehrerin nach Paris. Sie sitzt im Rollstuhl - warum, sei an dieser Stelle noch nicht verraten. Als sie bei einer Familie, in der sie unterrichtet, die Fortsetzungsromane von Dumas kennenlernt, ist sie empört. Die lose Moral und mangelnde Gottesfürchtigkeit sind für die belesene Lehrerin ein Graus. Sie stellt Dumas zur Rede und muss dabei feststellen, dass die beiden ungleichen Personen ein gemeinsamer Gegenspieler verbindet: der Magnetiseur Lemaitre.
Mit einer actiongeladenen Handlung, allerlei Intrigen, plötzlichen Wendungen und ganz vielen Zufällen ist dieser historische Roman ein amüsanter Parforceritt durch das Europa des mittleren 19. Jahrhunderts. Neben Paris spielt die Handlung auch in Brüssel, London und Moskau. Wie es sich für einen richtigen Abenteuerroman gehört, jagt ein Handlungselement das nächste. Der Leser hat kaum Zeit zum innehalten, aber dafür ist dieser Roman auch wirklich nicht gedacht. Gelegentlich schon sehr abgedreht, ist die Handlung aber stets unterhaltsam und lebendig. Ich habe durch dieses Buch selbst Lust bekommen, die Romane von Dumas, die ich nur als Verfilmungen kenne, einmal zu lesen. Fazit: Ein sehr lesenswerter historischer Abenteuerroman für lange Wintertage (der zufällig auch im Winter spielt)!

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kristall kristall

Veröffentlicht am 05.01.2021

Abenteuerlich

Das Buch spielt im Jahre 1850. Alexandra Dumas arbeitet gemeinsam mit seinen Angestellten an den Fortsetzungen seiner Romane für Zeitungen. Doch plötzlich finden sich zwischen den Zeilen geheime Botschaften. ... …mehr

Das Buch spielt im Jahre 1850. Alexandra Dumas arbeitet gemeinsam mit seinen Angestellten an den Fortsetzungen seiner Romane für Zeitungen. Doch plötzlich finden sich zwischen den Zeilen geheime Botschaften. Gemeinsam mit der Lehrerin Anna Moll, die ihn offen kritisiert, versucht er das Geheimnis zu ergründen. Die Idee zum Buch fand ich originell und das Buch selbst ist spannend und abenteuerlich mit einem sehr guten Schreibstil geschrieben. Die Figuren sind interessant und auch das Cover passt. Das Buch hat einen hohen Unterhaltungswert, weshalb ich es gerne empfehle.

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Autor

Dirk Husemann

Dirk Husemann - Autor
© Günter Blaszczyk

Dirk Husemann, Jahrgang 1965, gräbt als Wissenschaftsjournalist und Archäologe Geschichten aus. Er studierte Ur- und Frühgeschichte, Klassische Archäologie und Ethnologie in Münster und schreibt Reportagen und Sachbücher, zum Beispiel über die älteste Stadt der Welt in Syrien, die letzten Geheimnisse von Stonehenge oder Fleischdoping bei den antiken Olympischen Spielen. Sein Debütroman "Ein Elefant für Karl den Großen" wurde in mehrere Sprachen übersetzt. 

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