Die Walfängerin von Borkum
 - Claudia Schirdewan - Taschenbuch
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10,00

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Taschenbuch
Historische Romane
352 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-18442-2
Ersterscheinung: 30.04.2021

Die Walfängerin von Borkum

Historischer Roman

(32)

"DIE WALFÄNGERIN VON BORKUM ist ein echter Schmöker vor historischer Kulisse. Echter Sommerlesestoff, nicht nur für den Strandkorb auf Borkum." (Cathrin Brackmann / WDR 4)

Borkum 1653: Die junge Fenja ist besorgt, weil ihr Verlobter Joris auf einem Walfänger das Kommando übernommen hat. Der Walfang ist ein noch junges Geschäft, die Gefahren unwägbar und die Konkurrenz unerbittlich. Und tatsächlich wird das Schiff überfallen. Aber auch Fenja ist in Gefahr: Joris' Bruder erzählt ihr, dass ihr Verlobter tot ist und drängt sie zur Heirat. Doch Fenja ist fest entschlossen, ihr Schicksal von nun an selbst in die Hand zu nehmen. Doch ihr Wunsch nach Freiheit hat dramatische Folgen …

Pressestimmen

„Die Walfängerin von Borkum hat alles, was ein historischer Schmöker braucht: Liebe, Drama, Familienzwist, Intrigen. Und das alles vor der windumtosten Kulisse des 'schönsten Sandhaufens der Welt', wie Borkum auch oft genannt wird.“ 

Rezensionen aus der Lesejury (32)

Virgiliaf Virgiliaf

Veröffentlicht am 16.09.2021

Die Walängerin von Borkum

Der historische Roman führt einem auf die Insel Borkum und ins Jahr 1653. Dort lebt die junge Fenja mit ihrer Schwester Sina die ihre Mutter sehr früh verloren haben in Armut und mit ihrem ständig alkoholisierten ... …mehr

Der historische Roman führt einem auf die Insel Borkum und ins Jahr 1653. Dort lebt die junge Fenja mit ihrer Schwester Sina die ihre Mutter sehr früh verloren haben in Armut und mit ihrem ständig alkoholisierten Vater. Der einzig reiche Mann auf der Insel Hansen vergewaltigt Sina eines Tages fast, doch Fenja und ihr Verlobter Joris können das Schlimmste gerade noch verhindern. Doch Hansen läßt nicht locker, er will das Mädchen für sich haben und macht auch vor einer Entführung keinen Halt. Doch Fenja stellt sich ihm immer wieder in den Weg, sodaß der Hass gegen sie in Hanssen so starkt wird, dass er sogar nach Joris Leben trachtet. Auf der kleinen Insel herrschen somit nur noch Lügen, Intrigen und Betrug, dank des mächtigen Hansen. Fenja tut alles für die Schwester, sie ist sogar bereit den falschen Mann zu heiraten nur zu ihrem Schutz.

Fazit.

Der Titel des Romanes ist irgendwie unpassend, denn Fenja ist keine Walfischfängerin, nur ihr Verlobter ist Commandeur eines Walfischfangschiffes.

Der Roman fesselt jedoch von der ersten Seite an bis zum Schluß. Der Spannungsbogen ist immer hoch und man kann das Buch kaum aus der Hand legen.

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Suedhessin Suedhessin

Veröffentlicht am 25.07.2021

Abenteuer im Nordmeer

Borkum 1653: Joris, frischgebackener Commandeur eines Walfangschiffes, muss seine Verlobte Fenja auf Borkum zurücklassen, um zum ersten Mal auf Walfang zu gehen. Er ist fest überzeugt, dass seine Pläne ... …mehr

Borkum 1653: Joris, frischgebackener Commandeur eines Walfangschiffes, muss seine Verlobte Fenja auf Borkum zurücklassen, um zum ersten Mal auf Walfang zu gehen. Er ist fest überzeugt, dass seine Pläne aufgehen werden, muss jedoch ebenso wie Fenja einigen Herausforderungen standhalten, bevor er nach Borkum zurückkehren kann.

Die spannende Geschichte von Fenja, Joris und Joris´ durchtriebenem Bruder Nils hat mich von Anfang an gefesselt. Der Schreibstil ist so detailliert und bildhaft, dass ich förmlich das Meer riechen konnte. Die Atmosphäre einer Nordsee-Insel ist perfekt eingefangen.

Die Personen sind sehr authentisch, besonders Joris´ Großmutter Greta war mir gleich sehr vertraut. Am Besten gefiel mir jedoch Fenjas Freundin Neele mit ihrer zupackenden Art und ihrer klaren Sicht auf die Ereignisse. Fenja macht im Laufe der Geschichte eine bemerkenswerte Entwicklung durch, anfangs ist sie doch eher schwach und wenig kämpferisch, wächst jedoch an ihren Herausforderungen. Das gleiche gilt für Joris. Sie nehmen die Herausforderungen an und haben das HappyEnd redlich verdient.

Besonders interessant fand ich die Einblicke in das raue Leben der Walfänger, die mir durchaus realistisch erscheinen. Die Kälte, die eintönige Ernährung und die harte Arbeit waren direkt fühlbar und entzaubern den Mythos , der dieses Gewerbe noch heute umgibt, ein wenig.

Auch wenn der Titel irreführend ist, denn eine Walfängerin ist Fenja definitiv nicht, hat mir das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Für Freunde historischer Romane kann ich es uneingeschränkt empfehlen.


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Honigmond Honigmond

Veröffentlicht am 23.05.2021

Borkumer Walfänger

Zum Klappentext:
Borkum 1653: Die junge Fenja ist besorgt, weil ihr Verlobter Joris auf einem Walfänger das Kommando übernommen hat. Der Walfang ist ein noch junges Geschäft, die Gefahren unwägbar und ... …mehr

Zum Klappentext:
Borkum 1653: Die junge Fenja ist besorgt, weil ihr Verlobter Joris auf einem Walfänger das Kommando übernommen hat. Der Walfang ist ein noch junges Geschäft, die Gefahren unwägbar und die Konkurrenz unerbittlich. Und tatsächlich wird das Schiff überfallen. Aber auch Fenja ist in Gefahr: Joris' Bruder erzählt ihr, dass ihr Verlobter tot ist und drängt sie zur Heirat. Doch Fenja ist fest entschlossen, ihr Schicksal von nun an selbst in die Hand zu nehmen. Doch ihr Wunsch nach Freiheit hat dramatische Folgen ...

Mein Leseeindruck:
Ich war sehr gespannt, was mich bei diesem Buch erwarten würde und ganz besonders auf den Walfang zur damaligen Zeit. In historischen Büchern erfährt man immer sehr viel über die damaligen Zeiten, wovon ich sehr fasziniert bin. Der Einstieg in das Buch fiel mir sehr leicht, da es ja auch gleich recht spannend losging. Die Charaktere sind allesamt gut beschrieben, so dass man sie sich gut vorstellen kann. Die Charakterzüge einiger von ihnen jedoch halten nicht die Erwartungen, die man zu Beginn hatte und sie zeigen sich von einer völlig anderen Seite. Was die Hauptprotagonistin Fenja angeht, bin ich etwas enttäuscht von ihr. Sie ist zwar eine starke Persönlichkeit, keine Frage, jedoch ist sie nicht immer so willensstark, wie ich es erwartet habe. Ihre Freundin Nele hingegen schon, sie sagt, was sie denkt. Spannend und sehr interessant geht es bis zum Ende des Buches zu und man kann sehr viel über den Walfang erfahren. Dies hat mir sehr gut gefallen. Was das Ende angeht, ist dies wohl Geschmacksache, ich hätte es mir etwas anders gewünscht. Der Schreibstil selbst hat mir sehr gut gefallen und man gleitet regelrecht durch die Seiten. Lediglich der Buchtitel hat mich doch ein arg wenig in die Irre geführt, was sich anderen Lesern auch so gehen wird, aber man hat sich mit Sicherheit etwas beim Titel gedacht. Positiv wäre noch zu erwähnen, dass ich das Buchcover sehr passend finde und es für meinen Geschmack genau richtig gewählt ist.

Mein Fazit:
Ein interessanter historischer Roman rund um den damaligen Walfang und eine starke junge Frau, die ihren Weg findet. Ich empfehle das Buch gern weiter.

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Boris33 Boris33

Veröffentlicht am 23.05.2021

Ein sehr spannendes Buch

Ich finde das Buch sehr spannend. Neele ist eine echte Freundin und ist immer da, wenn man sie braucht. Am Anfang dachte ich, dass Nils eigentlich ein vernünftiger Kerl ist, der auf seine Oma achtgibt. ... …mehr

Ich finde das Buch sehr spannend. Neele ist eine echte Freundin und ist immer da, wenn man sie braucht. Am Anfang dachte ich, dass Nils eigentlich ein vernünftiger Kerl ist, der auf seine Oma achtgibt. Doch sein Versprechen, dass er seinem Bruder Joris gab, konnte er nicht halten. Denn der Wunsch, endlich auch auf Waljagt zu gehen, war ihm wichtiger, als die Sicherheit seiner zukünftigen Schwägerin und ihrer erst 12 Jährigen Schwester. Von Fenja bin ich etwas enttäuscht. Denn wie im beschrieben, ist Fenja eine starke Frau, zu immer zu Joris hält, auch nach dem Tod ihrers Verlobten. Ich finde sie sehr naiv, dass sie Nils sein Vorhaben nicht gleich durchschaut hat. Einige Situationen, wurden sehr schnell beschrieben. Die tassche, dass 2 Männer, einer von schwer verletzt, einen Eisbären in kurzer Zeit entfliehen konnten, finde ich etwas untertrieben. Im grossem und ganzen gefällt mir das Buch sehr gut

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BeejaR2003 BeejaR2003

Veröffentlicht am 22.05.2021

Eine Nordseeinsel mit (Lese-)Potenzial!

_Achtung, Spoiler!_ :SPOILER:

Eine einsame Insel, zwei Brüder und ein Traum: Kommandeure einer Walfänger-Flotte zu werden. Doch ein schrecklicher Unfall vereitelt den Plan des jüngeren Nils. Als sein ... …mehr

_Achtung, Spoiler!_ :SPOILER:

Eine einsame Insel, zwei Brüder und ein Traum: Kommandeure einer Walfänger-Flotte zu werden. Doch ein schrecklicher Unfall vereitelt den Plan des jüngeren Nils. Als sein Bruder Joris Jahre später stolz auf seine erste Walfangtour aufbricht, bleibt Nils auf Borkum zurück. Er hat eine Aufgabe: auf Joris‘ Verlobte Fenja und ihre kleine Schwester aufzupassen, denn die beiden schweben in großer Gefahr …

Der historische Roman „Die Walfängerin von Borkum“ von Claudia Schirdewan entführt den Leser in das Jahr 1653 und die raue Kulisse der kleinen Nordseeinsel Borkum. Er erzählt die Geschichte der jungen Fenja, welche sich, vom frühen Tod ihrer Mutter gezeichnet, hingebungsvoll um ihren alkoholabhängigen Vater und die Schwester Sina kümmert. Bereits als Kind hat sie ein enges Verhältnis zu Joris und seinem Bruder Nils, doch während Letzterer für sie ein Freund bleibt, entwickelt sich zwischen ihr und dem drei Jahre älteren Joris eine tiefe Liebe.

Schon zu Beginn des Buchs gelingt es der Autorin, die großen Träume der drei jungen Menschen zu zeichnen. Die Liebe zwischen Fenja und ihrem Verlobten scheint dabei unsichtbar über jedem Wort zu schweben; so als ob man nur die Hand ausstrecken brauchte, um sie zu greifen. Es wird klar, welche emotionale Sicherheit Joris der zunächst vorsichtigen und ängstlichen Fenja bietet. Umso schlimmer erleben wir auch den Schmerz mit, als sie den Verlobten auf das weite Meer ziehen lassen muss - zumal Sina in Gefahr schwebt, denn der auf ganz Borkum bekannte Walfänger Gerrit Hansen hat ein Auge auf das Mädchen geworfen. Und er zögert nicht, sich das zu holen, was er haben will. Zum Glück steht Fenja Joris‘ jüngerer Bruder zur Seite, den der Leser durch mehrmalige Wechsel der Erzählperspektive langsam besser kennenlernt.

Auch wenn im Roman die Geschichte der jungen Fenja im Mittelpunkt steht, muss ich zugeben, dass mich der Charakter von Nils oft mehr in den Bann gezogen hat. Nils ist zu einem gebrochenen Mann herangewachsen und wird durch den Erfolg des Bruders schmerzhaft an seinen für immer verlorenen Traum erinnert. Lebhaft habe ich seinen Verlust nachspüren können, ebenso wie die verhängnisvollen Entscheidungen, welche er im Verlauf der Geschichte trifft.

Hingegen entwickelt sich Fenjas Charakter eher schleppend. Immer wieder verfällt die Protagonistin in ihre Unsicherheit zurück, was das Erlebte aus ihrer Perspektive tragischer erscheinen lässt, im Allgemeinen jedoch etwas enttäuschend ist. Aufgrund des Covers und des Klappentextes hätte ich vermutet, dass sie sich mehr behaupten und nach weiteren Lösungsansätzen suchen würde. Stattdessen stagniert die im ersten Teil des Buchs aufgebaute Spannung im Mittelteil nach der Verkündung von Joris‘ Tod. Hier hätte ich mir mehr überraschende Wendungen oder Ortswechsel gewünscht, welche manche Geschehnisse weniger voraussagbar gemacht hätten.

Stilistisch wiederum gelingt es der Autorin mit bildhafter Sprache immer wieder aufs Neue, eine sehr realistische Atmosphäre zu kreieren. Besonders die zeittypischen Formulierungen und Denkweisen in der erlebten Rede mancher Figuren haben mich beeindruckt. Dennoch ist das Buch sehr verständlich und nachvollziehbar geschrieben, was es zugleich zu einer leichten Lektüre für Zwischendurch sowie einem interessanten Leseerlebnis an langen Abenden macht.

Um zu einem Fazit zu kommen, kann ich sagen, dass mich der Roman in Teilen begeistert hat. Sprachlich und atmosphärisch ist der Autorin ein großartiges Werk gelungen. Die Handlung und der Konfliktverlauf haben mich nicht zu hundert Prozent gefesselt; und auch die von mir aufgrund des Buchtitels erwartete Botschaft, dass man sich bereits vor vier Jahrhunderten als mutige Frau behaupten konnte, hat mich nicht erreicht und hätte meiner Meinung nach stärker ausgebaut werden können. Ebenso fehlten mir für einen historischen Roman reale historische Bezugspunkte, die dem Lesen der Geschichte an sich jedoch keinen Abbruch getan haben.

Ungeachtet meiner Kritikpunkte besitzt der Roman eine Menge Potenzial und ich kann ihn mit einem guten Gewissen an Freunde der großen Lesegefühle weiterempfehlen. :-)

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Autorin

Claudia Schirdewan

Claudia Schirdewan - Autor
© privat

Claudia Schirdewan lebt mit ihrer Familie in Everswinkel im Münsterland. Nach dem Abitur absolvierte sie eine kaufmännische und eine fremdsprachliche Ausbildung, später studierte sie nebenberuflich Kulturmanagement. Sie schreibt Geschichten, seit sie alle Buchstaben kennt und liebt es, ihre Figuren auf abenteuerliche Reisen durch die Vergangenheit zu schicken.

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