Commissario Tasso treibt den Winter aus
 - Gianna Milani - PB
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15,00

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Paperback
Krimis
317 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-2121-6
Ersterscheinung: 24.11.2023

Commissario Tasso treibt den Winter aus

Kriminalroman
Band 3 der Reihe "Die Aurelio-Tasso-Krimis"

(21)

Klappernde Schnappviecher, köstlicher Traminer und eine Leiche beim Faschingsumzug

Februar 1963: Etwas widerwillig besucht Aurelio Tasso den Egetmann–Umzug in Tramin, bei dem traditionell der Winter ausgetrieben wird. Vor allem die hölzernen Schnappviecher flößen Tasso Respekt ein. Dann wird mitten in der Menge ein junger Mann umgebracht. Niemand will etwas gesehen haben. Die Möglichkeit, es könne ein Unglück gewesen sein, ist schnell vom Tisch, Beschuldigungen werden ausgesprochen. Sogar ein Schnappviech wird verdächtigt. Mit Hilfe von Mara Oberhöller versucht Tasso tapfer, die vielen verschiedenen Fäden zu entwirren, aber er muss erst einige Knoten lösen, bevor er den Mörder findet.

Pressestimmen

„Ein vielschichtiger Krimi, der auch die politische Vergangenheit Südtirols miteinbezieht. Der grimmige römische Commissario und sein Team überzeugen mit ihrer Ermittlungsarbeit. Und es ist eine interessante und unterhaltsame Zeitreise, die viel Wissenswertes bereithält.“

Rezensionen aus der Lesejury (21)

tigerbea tigerbea

Veröffentlicht am 27.12.2023

Gruselige Schnappviecher

1963. Commissario Tasso besucht den traditionellen Egetmann-Umzug in Tramin, mit dem der Winter ausgetrieben werden soll. Mit bei dem Umzug sind hölzerne Schnappviecher, mit denen sich Menschen verkleiden. ... …mehr

1963. Commissario Tasso besucht den traditionellen Egetmann-Umzug in Tramin, mit dem der Winter ausgetrieben werden soll. Mit bei dem Umzug sind hölzerne Schnappviecher, mit denen sich Menschen verkleiden. Als mitten in der Menschenmenge ein Mann getötet wird, ist schnell klar, daß dies ein geplanter Mord war. Tasso und seine ehemalige Praktikantin Mara Oberhöller versuchen Licht in den Fall zu bringen. Gleichzeitig muß Tasso noch in seinem eigenen Verfahren bangen, denn eigentlich war er aufgrund einer Schießerei, bei der ein Verdächtiger getötet wurde, vom Dienst suspendiert...

Gianna Milani schließt mit ihrem dritten Band "Commissario Tasso treibt den Winter aus" fast nahtlos an den Vorgängerband an. Die einzelnen Fälle sind zwar in sich abgeschlossen, aber ich finde, man sollte den Vorgängerband gelesen haben, um das Verfahren um Commissario Tasso zu verstehen. Zwar werden einige wichtige Details daraus kurz angesprochen, aber um die Komplexität zu verstehen, reicht dies meiner Meinung nach nicht aus. Da beide vorherigen Fälle genauso viel Spaß bereiten wie dieser Fall, ist es sowieso kein Fehler alle Folgen zu lesen. Die Autorin entführt in das Südtirol des Jahres 1963. Man erfährt hier sehr viel über die Schwierigkeiten, die diese Zeit prägten. Es geht um die Verfremdung durch Italiener, Weinpanscherei und die Stellung der Frauen. Mara Oberhöller ist hier herrlich unangepaßt und geht rigoros ihren Weg. Commissario Tasso merkt man hier deutlich an, daß er selbst in Schwierigkeiten steckt. Er wirkt hier etwas verhalten auf mich und ich hoffe sehr, daß er im nächsten Fall wieder zu alter Form findet. Denn er und Mara sind für mich ein Dreamteam und absolute Sympathieträger. Ich freue mich jedenfalls jetzt schon auf den angekündigten vierten Teil!

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busdriver busdriver

Veröffentlicht am 10.12.2023

Getrübte Faschingsfreude!

Im dritten Band der Reihe geht es um klappernde Schnappviecher, köstlicher Traminer und eine Leiche beim Faschingsumzug.

Commissario Aurelio Tasso ermittelt 1963 in Tramin in Südtirol. Er nimmt uns mit ... …mehr

Im dritten Band der Reihe geht es um klappernde Schnappviecher, köstlicher Traminer und eine Leiche beim Faschingsumzug.

Commissario Aurelio Tasso ermittelt 1963 in Tramin in Südtirol. Er nimmt uns mit auf den traditionellen Egetmann-Umzug, der nur alle zwei Jahre veranstaltet wird und einer der ältesten Fastnachtsbräuche Tirols ist.

Allerdings wird hier die Freude recht schnell durch einen brutalen Mordfall getrübt. Tasso ermittelt mit Unterstützung seiner seine ehemaligen Praktikantin Mara Oberhöller. Keine leichte Aufgabe!

Was mir an diesem Buch besonders gefiel, war die Zeit, die zum großen Teil die Ermittlungsarbeit beeinflusst. Alles noch mehr oder weniger in Hand- und Laufarbeit, ohne die modernen Hilfsmittel der heutigen Zeit.

Die Autorin nimmt uns mit auf eine spannende Zeitreise und lässt diese Zeit wieder auferstehen. Ich fand es sehr aufregend und unterhaltsam!

Mir gefallen die Buchcover dieser Krimireihe, sie spiegeln den Zeitgeist perfekt wieder.

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streifi streifi

Veröffentlicht am 31.01.2024

Veränderungen

Tasso ist immer noch suspendiert und hat sich überreden lassen mit seinem ehemaligen Ispettore Vierweger auf den Egetmann-Umzug in Tramin zu gehen. Und dass obwohl er für Fasching doch gar nichts übrig ... …mehr

Tasso ist immer noch suspendiert und hat sich überreden lassen mit seinem ehemaligen Ispettore Vierweger auf den Egetmann-Umzug in Tramin zu gehen. Und dass obwohl er für Fasching doch gar nichts übrig hat. Und dann stirbt in der Menge auch noch ein Einheimischer. Die Frage, die sich stellt ist Unfall oder Mord? War der Tote doch sehr beliebt und es kann sich niemand vorstellen, wer etwas gegen ihn gehabt haben könnte.

Und so steigt Tasso mit in die Ermittlungen ein, wird kurzzeitig wieder in Dienst gesetzt und weil Vierweger auch schon da ist und deutsch spricht, soll er ihn unterstützen. Auch Mara war mit einer Freundin in Tramin und nutzt die Zeit bis zu ihrem beginnenden Jura-Studium in Mailand um bei den Ermittlungen zu helfen, sehr zum Unwillen ihres Vaters.

Der letzte Fall hängt Tasso immer noch sehr nach, er hat auch noch eine Untersuchung durch das Innenministerium zu überstehen und er steckt in einer Lebenskrise und weiß nicht so recht, wie es weitergehen soll. Mir hat die persönliche Entwicklung wieder sehr gut gefallen, auch bei Mara tut sich so einiges und auch Bruno, der Questore muss nach seiner Entführung sein Leben überdenken. Der Fall in Tramin war ziemlich verzwickt und obwohl man als Leser noch ganz andere Hinweise hat als die ermittelnde Truppe, habe ich bis zum Schluss mit gerätselt.

Gut gefallen hat mir, wie die Autorin es schafft die Schwierigkeiten zwischen deutschen Einheimischen und zugezogenen Italienern darzustellen und dabei beide Seiten angemessen zu beleuchten. Die Italiener kommen auch dazu ihre eigenen Geschichten zu erzählen und man sieht, dass viele den Versprechungen von einem besseren Leben gefolgt sind und sehr unter Heimweh leiden.

Ich mag diese Reihe wirklich sehr und habe mich gefreut, dass die Autorin im Nachwort einen weiteren Band für dieses Jahr ankündigt. Auf den freue ich mich jetzt schon sehr.

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fredhel fredhel

Veröffentlicht am 28.12.2023

Tödliches Winteraustreiben

Commissario Tasso stammt ursprünglich aus Rom. In Südtirol fühlt er sich überhaupt nicht wohl, weder an das Essen noch an den ruppigen Winter mag er sich gewöhnen. Doch als Ermittler ist er unersetzbar, ... …mehr

Commissario Tasso stammt ursprünglich aus Rom. In Südtirol fühlt er sich überhaupt nicht wohl, weder an das Essen noch an den ruppigen Winter mag er sich gewöhnen. Doch als Ermittler ist er unersetzbar, denn nicht nur sein scharfer Verstand zeichnen ihn aus, sondern auch seine nützliche Zweisprachigkeit in einer Gegend in der Italiener und Österreicher nicht gut miteinander harmonieren.
Per Zufall wird er in einen Mordfall während des legendären Egetman-Umzugs in Tramin verwickelt. Ein junger Mann wird erstochen, sein Freund nur leicht verletzt. Da beide zu den Jungwinzern gehören, konzentrieren sich die Ermittlungen in diesen Kreisen. Auch die nette Mara Obermöller darf wieder erfolgreich mitmischen, denn eine hübsche junge Frau hat bei den verschwiegenen Dorfbewohnern einen etwas leichteren Stand. Ein kleiner Flirt liegt auch in der Luft.
Gianna Milani hat eine tolle Idee umgesetzt: eine Krimireihe, die in den 60er Jahren spielt und zugleich auch die Spannungen in Südtirol aufgreift. Es ist schon der dritte Band mit Commissario Tasso, der durch das jeweils im Stil der damaligen Zeit gezeichnete Cover einen hohen Wiedererkennungswert hat und zugleich liebenswerten Charme ausstrahlt. Leider wird hier das hohe Spannungslevel der ersten Folge mit seinem raffinierten Plot nicht ganz erreicht, dennoch lässt sich der Krimi gut lesen.

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Drachenlicht Drachenlicht

Veröffentlicht am 10.12.2023

Zeitreise in ein Dorf in Italien in den 60ern

Das Dorf Tramin in Südtirol 1963: Ein Trio aus Commissario Tasso, den sich im Ruhestand befindenen Vierweger und die Praktikantin Mara ermitteln zusammen in einem Mordfall. Während des Egetmann-Umzug wurde ... …mehr

Das Dorf Tramin in Südtirol 1963: Ein Trio aus Commissario Tasso, den sich im Ruhestand befindenen Vierweger und die Praktikantin Mara ermitteln zusammen in einem Mordfall. Während des Egetmann-Umzug wurde ein junger Mann mitten im Trubel getötet. Von den vielen Anwesenden ist keiner so richtig hilfreich und so tappen die Ermittler erstmal im Dunkeln.
Mit der Bewertung des Kriminalromans tue ich mich schwer, da dies mein erster Tasso Roman war und es bereits zwei vorherige Bände gibt, die ich nicht gelesen habe. Meiner Meinung nach sollte man diese aber auf jeden Fall gelesen haben bevor man zu diesem dritten Fall greift, denn die Ereignisse aus den Vorgänger-Romanen spielen immer wieder eine Rolle. Ich denke, wenn ich die vorangegangenen Fälle gekannt hätte, hätte mir dieser Krimi besser gefallen und ich könnte ihn fairer bewerten. So hatte ich Schwierigkeiten mit den Ermittlern warm zu werden. Nach etwas mehr als der Hälfte des Romans hatte ich erst ein Gefühl für die Protagonisten.
Sehr positiv ist mir in diesem Kriminalroman die Atmosphäre aufgefallen. Diese hat mich in die Vergangenheit abtauchen lassen. Auch die historischen Begebenheiten sind sehr gut geschildert. Auch wenn immer mal wieder Spannung aufkommt, so lebt dieser Krimi definitiv nicht von der Spannung. Dementsprechend würde ich diesen nicht jedem Krimi Fan empfehlen. Historisches Interesse sollte vorhanden sein.

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Autorin

Gianna Milani

Gianna Milani - Autor
© Gianna Milani

Gianna Milani ist das Pseudonym der deutschen Autorin Diana Menschig, die sich seit vielen Jahren für Südtirol und seine wechselvolle Geschichte interessiert. Dabei haben es ihr besonders die sagenhaften Dolomiten angetan. Ein Haus in Norditalien wäre ihr Traum, bis dahin schreibt sie Bücher über ihre Lieblingsregionen. Mehr unter: giannamilani.de. Aktuelles gibt es auf Instagram: @dianamenschig

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