In eisiger Nacht
 - Tony Parsons - PB

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15,00

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Paperback
Krimis
334 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17621-2
Ersterscheinung: 26.01.2018

In eisiger Nacht

Kriminalroman
Band 4 der Reihe "DS-Wolfe-Reihe"
Übersetzt von Dietmar Schmidt

(69)

Ein Schicksal, schlimmer als der Tod
London, an einem frostigen Wintermorgen. Bei einem Einsatz erwartet Detective Max Wolfe ein schrecklicher Anblick: In einem Kühllaster liegen zwölf erfrorene Frauen.  Offenbar hatten sie noch versucht, sich aus ihrem eisigen Gefängnis zu befreien – vergeblich. Alles deutet darauf hin, dass sie von Schleusern illegal ins Land geschafft wurden. Doch warum mussten sie sterben? Als man im Führerhaus des Lasters nicht zwölf, sondern dreizehn Pässe entdeckt, schöpft Max Hoffnung: Wo ist die dreizehnte Frau? Lebt sie vielleicht noch? Auf der Suche nach ihr tauchen Max und seine Kollegen tief in die dunkle, gefährliche Welt des Menschenhandels ein – und nicht jeder von ihnen wird lebend zurückkehren ...
Ein neuer Fall für Max Wolfe aus der Feder von SPIEGEL-Bestsellerautor Tony Parsons

Pressestimmen

„Das ist nicht einfach nur ein Krimi. Sondern ein Stück Literatur, das mich nachdenken lässt.“
„Ein temporeicher Krimi, der seinen Vorgängerbänden in nichts nachsteht.“ 
„Fesselnd, empathisch und desillusionierend.“
„Packend und sehr spannend geschrieben“ Frankfurter Stadtkurier, 03/04/2018

Rezensionen aus der Lesejury (69)

kupfis_buecherkiste kupfis_buecherkiste

Veröffentlicht am 25.03.2018

Lesenswerter Krimi mit traurigem Hintergrund

London: an einem eisigen Wintermorgen wird ein herrenloser LKW geöffnet, und der Inhalt ist entsetzlich. Im LKW werden 12 Frauen gefunden, davon sind bereits 11 Frauen erfroren, die 12. Frau verstirbt ... …mehr

London: an einem eisigen Wintermorgen wird ein herrenloser LKW geöffnet, und der Inhalt ist entsetzlich. Im LKW werden 12 Frauen gefunden, davon sind bereits 11 Frauen erfroren, die 12. Frau verstirbt wenige Stunden später im Krankenhaus. Kommisar Max Wolfe muss nun im grausamen Schleuseillieu ermitteln, wie und mit welchem Hintergrund die Frauen nach England gekommen sind. Die Hintermänner machen ihm die Ermittlungen nicht leicht, und Wolfe legt sich mit einem mächtigen Gegner an, der alles versucht, dass Wolfe nicht zu sehr in die Hintergründe einmischt.

Tony Parsons versteht es, verschiedene heikle Themen in einigen Erzählsträngen einzufädeln und diese logisch zusammen führen. Zum einen beschreibt er den Bandenkrieg der alten Schule, bei der mindestens drei Generationen eingebunden werden. Zum anderen geht es um die Seniorenpflege, die mangels Pflegekräfte billige Arbeitskräfte aus dem Ausland anheuern. Leider sind dies illegale Immigranten, die unter grausigen Bedingungen aus den Balkanstaaten und Afrika nach Europa gekarrt werden. Tony Parsons beschreibt hier auch die Auffanglager, in denen die Flüchtlinge gesammelt auf ihre Weitereise warten. Leider landen nicht alle Flüchtlinge als Krankenschwestern in Pflegeeinrichtungen, sondern werden unter Drogen gesetzt und als Prostituierte in Bordellen eingesetzt.

Und so verbindet Parsons gekonnt die Themen des modernen Sklavenhandels, Prostitution, Kranken- und Seniorenpflege sowie illegale Einwanderung zu einem sehr spannenden Krimi.

Wer sich diesen Themen stellen will, für den ist dieses Buch wärmstens empfohlen.

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Jazz Jazz

Veröffentlicht am 10.03.2018

Mir ist das Blut in den Adern gefroren!

"In eisiger Nacht" von Tony Parsons ist der vierte Kriminalroman um Detective Max Wolfe. Positiv: Um das Buch zu verstehen, muss man aber nicht die ersten drei Bände gelesen haben.

Inhaltlich: In London ... …mehr

"In eisiger Nacht" von Tony Parsons ist der vierte Kriminalroman um Detective Max Wolfe. Positiv: Um das Buch zu verstehen, muss man aber nicht die ersten drei Bände gelesen haben.

Inhaltlich: In London wurden auf dem Parkplatz eines Striplokals elf erfrorene Frauen in einem Kühltransporter gefunden, eine noch im Sterben, von der 13. sowie dem Fahrer fehlt jede Spur. Max nimmt die Ermittlungen auf und sie führen zu einer Partnerbörse, für die die Frauen arbeiten sollten. Doch die Leiterin bestreitet alles...


Stilistisch: Flüssig zu lesen, man ist sofort gepackt und will direkt mit in die Arbeit des Ermittlers einsteigen und den Täter finden.


Fazit: Ich habe niemals den Täter verdächtig gesehen - brillant geschrieben und fantastisch gelöst von Parsons. Ich bin fast schon sprachlos vor Begeisterung.

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Catgirl82 Catgirl82

Veröffentlicht am 24.02.2018

Aktueller denn je: Menschenhandel und Schleuser

Zusammenfassung: Detective Max Wolfe und seine Kollegen werden zum Londoner Chinatown gerufen. Hier wurde ein Lastwagen abgestellt, ohne Fahrer. Ein chinesischer Anwohner hat die Polizei verständigt, da ... …mehr

Zusammenfassung: Detective Max Wolfe und seine Kollegen werden zum Londoner Chinatown gerufen. Hier wurde ein Lastwagen abgestellt, ohne Fahrer. Ein chinesischer Anwohner hat die Polizei verständigt, da nichts aus- oder eingeladen wurde. Die hintere Tür wird geöffnet, und die Ermittler sind schockiert: es befinden sich zwölf erfrorene Frauen - scheinbar auch diversen Ländern - darin. Als Max den gefrorenen "Raum" betritt, greift eine der Frauen nach seinem Arm. Sie lebt noch und kommt sofort ins Krankenhaus. Ein Kampf um ihr Leben beginnt, und die Zeit läuft weg, denn ihr Leben hängt nur noch an einem hauchdünnen Faden...

Im Führerhaus werden währenddessen 13 Pässe gefunden, doch die illegal Transportierten waren nur zu Zwölft. Und schnell wird klar, es gibt eine Frau die flüchtete und noch lebt. Und sie scheint die einzige Spur zu den Schleusern zu sein...

Doch warum mussten die Frauen sterben, sie wären lebend doch viel wertvoller gewesen. Eine Flut an Fragen bricht über die Detectives herein, doch die Antworten bleiben zunächst aus und jede Spur scheint in einer Sackgasse zu enden. Bis der Zufall sie endlich auf die richtige Spur zu bringen scheint...

Meine Meinung: In eisiger Nacht ist eigentlich kein richtiger Krimi, sondern eher ein Mix zwischen Thriller und Krimi. Man wird von der ersten Seite an mit einem der Opfer bekannt gemacht und dem Leser wird klar, dass die "Reise" keine Leichte wird. Von Beginn an befindet man sich in der Handlung und es bleibt nicht wirklich viel Zeit, sich an die Gegebenheiten anzupassen. Den Frauen wurden die Pässe abgenommen und sie durften keine Habseligkeiten mitnehmen.

Der Roman thematisiert ein Thema, welches heute aktueller denn je ist: Menschenhandel. Tony Parsons schafft eine dichte und spannende Atmosphäre und die eisige Nacht fühlt man praktisch am eigenen Leib. Der Roman ist packend und sehr spannend geschrieben und ein richtiger Page-turner.

Das Cover ist passend in kalten Farben und schwarzer Schrift gehalten. Man sieht ein paar Sehenswürdigkeiten von London und Raben. Es passt sehr gut zum Inhalt.

Ich danke für das Rezensionsexemplar.

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libri-amici libri-amici

Veröffentlicht am 11.02.2018

Der dreizehnte Pass

*Der dreizehnte Pass*

_„Die dreizehnte Frau, die Einzige, die nicht erfroren ist. In dieser Stadt gab es zehn Millionen Menschen. Und ich suchte nach nur einer Frau.“_

Der englische Bestsellerautor Tony ... …mehr

*Der dreizehnte Pass*

_„Die dreizehnte Frau, die Einzige, die nicht erfroren ist. In dieser Stadt gab es zehn Millionen Menschen. Und ich suchte nach nur einer Frau.“_

Der englische Bestsellerautor Tony Parsons befasst sich im vierten Fall seiner Krimireihe um den Ermittler Max Wolfe mit dem brandaktuellen Thema „Menschenhandel“, dem derzeit einträglichsten Verbrechen und am schnellsten wachsenden Geschäftszweig der Welt.

Nachdem ein nachlässig abgestellter LKW mitten in Londons Chinatown Aufmerksamkeit erregt und ein Sondereinsatzkommando den Laderaum öffnet, bietet sich den Beamten ein Bild des Grauens: im Inneren des Kühllastwagens befinden sich elf tote Frauen, die zwölfte Überlebende erliegt kurz darauf ihren schweren inneren Verletzungen im Krankenhaus. Angesichts der Tatsache, dass im Führerhaus des Lastkraftwagens insgesamt dreizehn Pässe aufgefunden wurden, arbeitet die Polizei mit Hochdruck daran, die einzige Überlebende dieser Todesfahrt ausfindig zu machen. Die Ermittlungen führen die britische Polizei ins Rotlichtmilieu, wo aufgrund eines Hinweises in einem Lapdance-Club illegal ins Land gekommene Mädchen arbeiten sollen. Doch ein älterer, unscheinbar wirkender Chinese erregt ebenfalls die Aufmerksamkeit der Ermittler, und auch die Inhaberin eines der erfolgreichsten Prostitutionsringe der Stadt scheint mehr zu wissen, als sie der Polizei zu verraten bereit ist. Als der Aufenthaltsort des LKW-Fahrers ausfindig gemacht werden kann, entzieht sich dieser einer Einvernahme – und die Situation wird für die involvierten Beamten bald lebensgefährlich…
In Tony Parsons neuem Fall fungiert sein Protagonist Max Wolfe als Ich-Erzähler und rollt diesen verzwickten Fall von Menschenschmuggel nach und nach auf. Bereits im Prolog wird der Leser hautnah mit dem dramatischen Schicksal der zwölf Frauen konfrontiert, die im Inneren des Kühllastwagens eingeschlossen sind und langsam erfrieren. Dieser zutiefst erschütternden Szene folgt der Bericht von der Abfahrt des Lastkraftwagens bis zu dessen Ankunft im Herzen von London, wo das führerlose Gefährt schließlich von der Polizei geöffnet wird. Die anschließende Polizeiarbeit wird aus der Sicht des Kriminalbeamten Max Wolfe erzählt, der in enger Zusammenarbeit mit seiner Vorgesetzten Pat Whitestone und seinen beiden Kollegen Edie Wren und Billy Greene durch die Handlung führt.

Ich empfand den Schreibstil des Autors als leicht zugänglich und einnehmend und möchte zudem auf die gewählte Ausdrucksweise und den völligen Verzicht des Gossenjargons hinweisen – zwei Faktoren, die ich als überaus bereichernd empfand. Der ernsten und leider nur zu aktuellen Thematik dieses Buches war es geschuldet, dass der Spannungsbogen in diesem Buch konstant hoch blieb. Die Ermittlungen der Polizei bringen dem Leser die grauenhaften Hintergründe des Menschenhandels auf sehr anschauliche Art und Weise nahe. Die Einblicke ins Rotlichtmilieu zeigten desillusionierte und eingeschüchterte junge Mädchen, deren Träume von einer anständigen Arbeit und einem Neubeginn in einem westlichen Land brutal zerschmettert wurden. Tony Parsons schreibt über die Motivation der betroffenen Kraftfahrer, die sich an diesem einträglichen Geschäft beteiligen, er berichtet auch über den Voyeurismus von Passanten, die mit ihren Mobiltelefonen ungeniert grauenhafte Vorgänge dokumentieren und in der Öffentlichkeit verbreiten. In der Person des Max Wolfe und seinen beiden Kollegen zeigt er die Gefahr von Undercover-Einsätzen auf, bei denen die ermittelnden Polizeibeamten täglich ihr Leben aufs Spiel setzen.

Die handelnden Figuren dieses Buches waren sehr gut dargestellt, sie wirkten authentisch und in einigen kurzen Rückblicken erfährt man auch einiges über Ereignisse aus den Vorgängerbüchern. Max Wolfe wird als besonnener Mann dargestellt, der die Polizeiarbeit sehr ernst nimmt, zugleich aber versucht, auch seinem Privatleben gerecht zu werden. Die Liebe zu seiner sechsjährigen Tochter Scout und seinen Cavalier King Charles Spaniel namens Stan brachten ihm auf Anhieb viele Sympathiepunkte meinerseits ein. Die Person der Ermittlungsleiterin Pat Whitestone wird vielschichtig gezeichnet, indem die Hintergründe für ihre harte, unnachgiebige Haltung und ihr scheinbar versteinertes Herz nach und nach offenbart werden. Da „In eisiger Nacht“ mein erstes Buch des Autors ist, fehlt mir leider der Bezug zu den vorherigen Bänden dieser Reihe, speziell die Informationen zu den einzelnen Charakteren und ihrer Entwicklung. Edie Wren, die kleine rothaarige Irin aus London, war mir auf Anhieb sympathisch. Sie glänzt als Wolfes Kollegin zwar mit einem frechen Mundwerk, imponiert aber zugleich mit ihrem tapferen Handeln. Ebenso ans Herz gewachsen ist mir Edies Großmutter, die trotz beginnender Erinnerungslücken eine bezaubernde, herzliche alte Dame ist. Bei einigen Figuren dieser Handlung war mir längere Zeit nicht ganz klar, welche Rolle sie im Verlauf des Buches spielen, und ob ich sie zu den Protagonisten, oder eher zu den Antagonisten zählen soll. So konnte ich beispielsweise den gelassen wirkenden älteren Chinesen Keith Li, die hochklassige Londoner Geschäftsfrau Ginger Gonzalez und ein Mitglied der Familie Warboys nur sehr schwer einschätzen. Ich muss gestehen, dass Tony Parsons es doch tatsächlich gelungen ist, mich auf die Folter zu spannen und auf falsche Fährten zu führen. Im Gegensatz zu einigen anderen Rezensenten wurde ich von der Identität des Drahtziehers hinter all den bösen Machenschaften wirklich überrascht.

„In eisiger Nacht“ war für mich eine spannende, durch die Thematik jedoch auch äußerst dramatische und tief betroffen machende Lektüre. Die Geschichte des Menschenschmuggels, die hier beispielhaft durch eine fingierte Geschichte dargestellt wird, findet auf den Straßen dieser Welt permanent statt – und in der Dramatik des Todes sämtlicher Insassen eines Lastkraftwagens fand dies bereits seinen grauenhaften Höhepunkt im Sommer des Jahres 2015 in Österreich, was auch meine Hauptmotivation darstellte, dieses Buch zu lesen. Ich durfte durch diesen Kriminalroman einen neuen Spannungsautor für mich entdecken, dessen Schreibstil mir sehr gut gefallen hat und der mir mit diesem Buch eine sehr berührende und nachdenklich machende Thematik nahebrachte.

Ich möchte abschließend noch auf das Buchcover hinweisen, das aus meiner Sicht ausgezeichnet gelungen ist. Die schlichten, klaren Formen und die Farbgestaltung wirken elegant und äußerst anziehend - in einem Buchladen hätte ich dieses Buch aufgrund der Optik auf jeden Fall sofort zur Hand genommen. Einzig die Haptik fand ich anfangs etwas gewöhnungsbedürftig - ich hatte permanent das Gefühl, Sand auf dem Buch zu haben und versuchte automatisch, die vermeintlichen feinen Körner wegzuwischen ?


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Luthien_Tinuviel Luthien_Tinuviel

Veröffentlicht am 10.02.2018

Klare Leseempfehlung für Krimiserienfans!

Mit „In eisiger Nacht“ nimmt Tony Parsons den Leser ein weiteres Mal mit in den Alltag des englischen Polizeikommissars Max Wolfe. Trotz dass es sich bei „In eisiger Nacht“ um den 4. Fall von DCI Wolfe ... …mehr

Mit „In eisiger Nacht“ nimmt Tony Parsons den Leser ein weiteres Mal mit in den Alltag des englischen Polizeikommissars Max Wolfe. Trotz dass es sich bei „In eisiger Nacht“ um den 4. Fall von DCI Wolfe handelt, kann das Werk vollkommen ohne Vorkenntnisse gelesen werden. Alle für den Fall relevanten Informationen findet man im Werk, lediglich einzelne nette Nebeninformationen über die Geschichte der Charaktere sind in den vorherigen Teilen zu finden. Auf diesen Teil haben sie jedoch eigentlich keinen unmittelbaren Einfluss, beziehungsweise werden erklärt.


Zum Inhalt:

DCI Max Wolfe ermittelt in einem Fall, in dem 12 Frauen erfroren in einem Kühllaster in Chinatown in London gefunden werden. Bei den Frauen handelt es sich wohl um illegale Migranten, wie sich aus Pässen ergibt, die die Kommissare im Führerhaus des LKWs gefunden haben. Vom LKW-Führer und einer dreizehnten Frau fehlt jedoch jede Spur. Was steckt hinter dem Tod dieser Frauen? Max und seine Kollegen tauchen tief in die Welt des organisierten Menschenhandels ein...


Zum Werk:

Tony Parsons greift mit dem Thema Menschenhandel und Flüchtende ein sehr aktuelles politisches und ernstes Thema auf. Parsons schafft es, das Thema durch Max Wolfes Augen menschlich darzustellen. Sicher wird eine gewisse Position bezogen, jedoch wird diese dem Leser nicht aufgedrängt. Ich hatte nach Lesen des Klappentext irgendwie eine andere Geschichte erwartet. Dennoch hat mich die Geschichte gefesselt und nicht mehr losgelassen.

Das Werk hat einen sehr eingängigen, darstellenden Schreibstil. Die Charaktere sind wie immer sehr detailliert charakterisiert und entwickeln sich im Laufe der Geschichte fort. Ich muss sagen, manche konnte ich leider überhaupt nicht ausstehen und habe mich sehr über sie aufgeregt, aber ich denke, gerade das zeigt, was für eine gute Arbeit Parsons bei deren Ausgestaltung gemacht hat.

Das Werk wäre meiner Ansicht nach die perfekte Vorlage für eine Episode einer Fernsehserie. Der Aufbau, die markanten Charaktere, die am Anfang erwähnte inhaltliche Unabhängigkeit von den anderen Teilen…


Zur Ausgabe:

Ich habe das Werk als kartonierte Buchausgabe gelesen. Die Seiten waren angenehm dick, die Schriftgröße angenehm zu lesen. Was mich jedoch ein klein wenig zu Kritik verleitet, ist die Haptik des Covers. Das Cover fühlt sich stellenweise wie eine raue Tapete an. Das ist sicher für die Optik und deren Effekt gewollt, mich stört so etwas jedoch und ich denke die ganze Zeit, dass Schmutz auf dem Buch klebt. Das ist sehr subjektiv, viele stört es sicher nicht. Ich wollte es nur für die erwähnen, die mit so Kleinigkeiten auch ihre Probleme haben und lieber glatte Buchrücken mögen. Diesen empfehle ich dann doch eher die digitale Ausgabe.


Fazit:

Alles in allem ist „In eisiger Nacht“ ein toller, von den anderen Teilen mit Max Wolfe unabhängig lesbarer Thriller mit fesselnder Handlung, unvorhergesehenen Verbindungen und detailliert gestalteten Charakteren. Tony Parsons hat einen sehr eingängigen Schreibstil, der zur Verarbeitung in eine Fernsehserie geradezu einlädt. Für jeden Fan amerikanischer Krimiserien, der auch ernsteren Themen nicht abgeneigt ist, eine klare Leseempfehlung!

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Autor

Tony Parsons

Tony Parsons - Autor
© Olivier Favre

Tony Parsons wurde am 6. November 1953 in Romford, Essex (UK), als einziges Kind einer Arbeiterfamilie geboren. Nach seinem Schulabschluss begann er seine Freizeit für seine literarische Begabung zu nutzen und veröffentlichte eine Untergrundzeitung, die er „Skandalblatt“ nannte. Seine Karriere begann er als Musikkritiker. Heute ist er einer der erfolgreichsten Kolumnisten und Fernsehjournalisten Großbritanniens. Er schrieb u.a. für das Musikmagazin NME, den Daily Telegraph und 18 Jahre …

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