Sterbekammer
 - Romy Fölck - Taschenbuch
Coverdownload (300 DPI)

13,00

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Taschenbuch
Krimis
461 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-18324-1
Ersterscheinung: 29.01.2021

Sterbekammer

Kriminalroman
Atmosphärische Spannung aus Norddeutschland: Band 3 der SPIEGEL-Bestsellerserie
Band 3 der Reihe "Elbmarsch-Krimi"

(21)

Dunkel ragt die Silhouette der alten Deichmühle in den Himmel. Es ist ein unheimlicher Ort, an den sich der alte Josef Hader vor vielen Jahren zurückgezogen hat. Seither meidet er jeden Kontakt mit den Menschen im Dorf. Als eines Nachts von Polizistin Frida Paulsen die Leiche dieses Eigenbrötlers entdeckt wird, ist das nicht ihr einziger grausiger Fund in dem alten Gemäuer: Unter einer Bodenklappe verbirgt sich eine spärlich möblierte Kammer, die Schreckliches erahnen lässt. Auf dem Bett liegt ein Sommerkleid, das Fridas Kollegen Bjarne Haverkorn nur allzu bekannt vorkommt. Vor zehn Jahren verschwand in der Marsch eine junge Frau, von ihr fehlt bis heute jede Spur …

Rezensionen aus der Lesejury (21)

alexgedankenwelt alexgedankenwelt

Veröffentlicht am 16.08.2020

Tiefgründig, mehr als nur ein Krimi

Zitat: „
Sie war hier unten, als ich mit Josef Harder oben in der Küche saß. Ich war nur eine Mauer von ihr entfernt.“

Inhalt:
Frida Paulsen ist im Dauerstress. Seid sie bei der Mordkommission arbeitet ... …mehr

Zitat: „
Sie war hier unten, als ich mit Josef Harder oben in der Küche saß. Ich war nur eine Mauer von ihr entfernt.“

Inhalt:
Frida Paulsen ist im Dauerstress. Seid sie bei der Mordkommission arbeitet und ständig zwischen dem Apfelhof ihrer Eltern und ihrem Job in Itzehoe pendelt, wird die Anfahrt zur reinen Tortur.
Ausgerechnet als ihr neuer Chef Nick Wahler vorgestellt wird, kommt sie zu spät. Wahler - ein Pedant - ist verstimmt, und Frida hat keinen leichten Stand bei ihm. Als Frida eines Nachts auf die Leiche des Mühlenbesitzers Harder und wenig später auf eine alte Bodenkammer in dessen Küche stößt, ist Wahler wenig begeistert. Ein anderer Fall hat Priorität.
Doch in der Mühle scheinen furchtbare Dinge geschehen zu sein. Die Bodenkammer entpuppt sich als grausames Gefängnis und alles deutet darauf hin, dass hier eine Frau gefangen gehalten wurde. Wahler überträgt Bjarne Haverkorn die Ermittlungen im Deichmühlenfall.
Haverkorn, gerade von seiner Rauchvergiftung genesen, ist froh darüber, dass er Frida bis zu seiner Pensionierung noch ein wenig zur Seite stehen kann.
Allerdings werden die Ermittlungen in diesem Fall für beide zur einer Belastungsprobe. Haverkorn erkennt auf den Fotos der KTU das geblümte Sommerkleid wieder, das in der Kammer gefunden wurde.
Es gehörte einer Frau, die vor 10 Jahren entführt wurde. Damals hat Bjarne Haverkorn erfolglos die Ermittlungen geleitet. Und ausgerechnet Frida soll die Akte, die diesen Altfall betrifft, überprüfen.
Werden die beide den Fall lösen können und/oder wird Frida ihrem väterlichen Freund Fehler und Versäumnisse nachweisen, die sie ihrem Vorgesetzten melden muss?

Mein persönliches Fazit:
Der dritte Fall „Sterbekammer“ konnte mich restlos begeistern. Wie auch schon in den vorherigen zwei Bänden sind die Charaktere hervorragend ausgearbeitet und entwickeln sich konstant weiter. Dieses Buch überzeugt allerdings nicht nur durch die unglaubliche Charaktertiefe der Hauptprotagonisten. Die Lebensumstände der Opfer, die Motive des/der Täters/Täter finden hier genügend Raum für Erklärungen.
So beklemmend die Story auch ist, trotz allem habe ich den Schreibstil von Romy Fölck wieder als warm empfunden. Durch die hervorragend bildliche Beschreibung der Szenen und Orte in diesem Buch, hatte ich Kopfkino pur. Wie ein Film mit Untertitel vor Augen und fasziniert von dieser großartig konstruierten Geschichte, bin ich durch dieses Buch nur so hindurchgeflogen.
Romy Fölck hat diesmal die perfekte Mischung gefunden.
Ein tolles, sympathisches Ermittlerduo, das diesmal unglaublich gefordert wird und an die Grenze seiner Belastbarkeit stößt. Eine Zusammenarbeit, die von Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt geprägt wird.
Großartige Nebencharaktere, deren Schicksale genau richtig dosiert mit in die Story einfließen und mich berühren konnten.
Ein tiefgründiger Fall, der mich absolut fesseln konnte und von Anfang bis Ende spannend war.
Diese Krimi-Reihe sollte unbedingt von Anfang an gelesen werden. „Totenweg“ und „Bluthaus“ waren schon hervorragende Bücher, aber „Sterbekammer“ ist für mich bisher das beste Buch dieser Reihe und konnte mich absolut überzeugen

Von mir gibt es eine Leseempfehlung und 5*+ für Lesegenuss pur…




Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

PMelittaM PMelittaM

Veröffentlicht am 06.03.2020

Spannender und gelungener dritter Band

In einer alten Mühle wird nicht nur der Besitzer tot aufgefunden, im Gebäude befindet sich auch ein geheimer Raum, in dem offensichtlich eine seit zehn Jahren verschwundene Frau gefangen gehalten wurde ... …mehr

In einer alten Mühle wird nicht nur der Besitzer tot aufgefunden, im Gebäude befindet sich auch ein geheimer Raum, in dem offensichtlich eine seit zehn Jahren verschwundene Frau gefangen gehalten wurde – jetzt aber ist der Raum leer.

Der Fall geht an Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn, der nach seiner Rauchvergiftung erstmals wieder im Dienst ist. Und er geht nicht nur den Ermittlern an Nieren, auch der Leser wird emotional gebunden, vor allem, weil auch das Opfer, Anneke Jung, zu Wort kommt, ihre Passagen sind mit „Ich“ betitelt und auch in dieser Form geschrieben. Der Autorin ist es sehr gut gelungen, das Leid der Frau in Worte zu fassen und den Leser in die Gefühle zu involvieren. So hofft man bis zum Ende, dass die Frau noch leben könnte.

Trotzdem der Täter bereits entlarvt worden zu sein scheint (es kann doch nur der Mühlenbesitzer sein, oder?), ist der Roman sehr spannend, zum einen wegen oben bereits genannter Hoffnung, zum anderen, weil im Laufe des Romans doch nicht alles so ist, wie es zunächst schien. Ich begann zwar früh zu ahnen, wie sich alles tatsächlich verhalten könnte, wurde dann aber doch noch ein bisschen überrascht am Ende. Die Auflösung überzeugt auf jeden Fall.

Der bereits dritte Band der Reihe bietet nicht nur wieder einen spannenden Kriminalfall, er führt auch Frida und Bjarnes Privatleben fort, so muss Frida sich um das Fortbestehen des Apfelhofs ihrer Eltern sorgen, während Bjarne und seine Tochter genießen, sich endlich gefunden zu haben.

Vor allem am ersten Band hatte ich noch relativ viel Kritik, das meiste hat sich in meinen Augen deutlich gebessert, vor allem Frida ist mir mittlerweile sympathisch. Natürlich gibt es auch hier wieder Szenen, über die man als Leser den Kopf schüttelt, aber zumindest kann ich es hier im wesentlichen nachvollziehen. Ich bin also dieses Mal durchweg zufrieden.

Der dritte Band der Reihe hat mich endgültig überzeugt und ich freue mich auf weitere Romane der beiden Ermittler. Wer spannende Romane mit Lokalkolorit mag, ist hier gut aufgehoben.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Gavroche Gavroche

Veröffentlicht am 21.11.2019

Genial

Auch der dritte Fall von Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn konnte mich wieder begeistern. So muss ein spannendes Buch sein; man mag es gar nicht zur Seite legen, würde es am liebsten in einem Rutsch durchlesen. ... …mehr

Auch der dritte Fall von Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn konnte mich wieder begeistern. So muss ein spannendes Buch sein; man mag es gar nicht zur Seite legen, würde es am liebsten in einem Rutsch durchlesen. Romy Fölck konnte mich hier sowohl mit ihrem Schreibstil als auch mit ihrer Geschichte begeistern. Die richtige Mischung aus Hintergrundgeschichte und spannendem Fall. Auch die Auflösung war logisch nachvollziehbar. Es gibt so einige überraschende Momente, ganz so, wie es sein soll. Auch die Ermittlungen waren glaubwürdig. Das Thema "Vermisste Personen" wird hier interessant dargebracht. Ich bin schon gespannt auf weitere Bücher aus der Feder der Autorin.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

tkmla tkmla

Veröffentlicht am 19.10.2019

Spannender dritter Fall

Auch dieser dritte Fall führt die Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn wieder an ihre Grenzen.
In der verfallenen Deichmühle wird der alte Bewohner tot aufgefunden. Er ist offenbar in der Nacht ... …mehr

Auch dieser dritte Fall führt die Ermittler Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn wieder an ihre Grenzen.
In der verfallenen Deichmühle wird der alte Bewohner tot aufgefunden. Er ist offenbar in der Nacht die Treppe herunter gestürzt. Frida entdeckt in der Küche des Toten eine versteckte Bodenklappe. Darunter befindet sich ein verstecktes Verlies, in dem vermutlich eine Frau gefangen gehalten wurde. Die Spurensicherung findet Blutspuren einer seit über zehn Jahren vermissten Frau aus der Gegend. Bjarne Haverkorn kann sich noch sehr gut an diesen Fall erinnern, in dem er selbst der ermittelnde Kommissar war.

Sowohl Frida Paulsen, als auch Bjarne Haverkorn sind einem mittlerweile ans Herz gewachsen. Das Privatleben der Ermittler nimmt wie immer einen großen Teil der Handlung ein. Frida muss mit dem neuen Chef der Einheit erst noch warm werden. Sie macht sich momentan große Sorgen um ihren Vater, der den familieneigenen Apfelhof verkaufen will. Sie ist und bleibt mit ganzem Herzen Polizistin, aber trotzdem will sie den Hof erhalten. Bjarne ist nach seiner unfreiwilligen Auszeit wieder zurück im Job. Mittlerweile kann er sich aber vorstellen, sich zur Ruhe zu setzen. Vorher muss er aber sein Privatleben ordnen, denn seine Frau weiß immer noch nichts von seiner Tochter, die er gerade erst kennengelernt hat.
Romy Fölck merkt man ihre Liebe zur Elbmarsch an. Sie setzt die raue Landschaft in ihren Kriminalfällen gekonnt in Szene. Die Charaktere sind trotz oder gerade wegen ihrer Eigenheiten sympathisch und authentisch.
Der Fall in diesem Buch ist wie immer sehr spannend. Obwohl sich die Richtung etwas abzeichnet, gibt es einige überraschende Wendungen, mit denen ich nicht gerechnet hätte. Die Autorin konnte mich auch diesmal voll überzeugen. Ich freue mich schon, wenn es mit Frida und Bjarne weitergeht.
Von mir gibt es sehr gern eine Leseempfehlung für diesen gelungenen Krimi.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

girasole girasole

Veröffentlicht am 13.10.2019

Fesselnde Ermittlungen im Elbmarsch

Josef Hader, ca. 70 Jahre, ein Grantler, Einsiedler und Eigenbrötler wird in seiner Mühle tot aufgefunden. Kontakt zu Nachbarn bzw. dem Dorf hatte Josef Hader nicht, seine Frau ist verstorben und er hat ... …mehr

Josef Hader, ca. 70 Jahre, ein Grantler, Einsiedler und Eigenbrötler wird in seiner Mühle tot aufgefunden. Kontakt zu Nachbarn bzw. dem Dorf hatte Josef Hader nicht, seine Frau ist verstorben und er hat zwei Söhne. Der Ältere Rolf ist verschollen, nachdem er aus einer Entzugsklinik getürmt ist. Der Jüngere Robert hat sich mit einer reichen Frau verheiratet, lebt in einer Villa in bester Hamburger Gegend. Frida Paulsen und Bjarne Haverkorn ermitteln wieder gemeinsam. Als erstes entdecken sie eine Falltüre zu einem Kellerverlies.

Zeitgleich gab es einen Mord an einer nahe gelegenen Tankstelle und somit für die Abteilung genügend Arbeit. Dazu kommt, daß sich der alte Chef in Richtung LKA verabschiedet hat und der Neue die Leitung der Abteilung übernimmt. Er hat offensichtlich alle Personalakten durchgearbeitet und hat seine strengen Regeln, die konsequent eingehalten werden müssen. Sein Auftreten wirkt arrogant und er erweist sich als Pendant und Perfektionist, der im Anzug auftritt und alle sofort duzt. Seine Unsicherheit überspielt er mit dominantem Auftreten.

Parallel dazu erfährt der Leser von einer gefangenen Frau, die die Tage ihrer Gefangenschaft zählt und glaubt, nie mehr lebend herauszukommen.


Die Autorin hat es mit ihrem Schreibstil geschafft, mich sofort zu begeistern und ich habe das Buch in einem Rutsch gelesen. Sie schreibt fesselnd und bildhaft, so daß ein echtes Kopfkino ablaufen kann. Die Figuren beschreibt sie sehr genau, menschlich und authentisch. Bei Frida und Bjarne entwickelt sie das Privatleben weiter und auch hier wirkt alles realistisch wie im richtigen Leben. Es läuft nicht alles rund, aber letztendlich positiv. Ihr Miteinander ähnelt fast einem Vater-Tochter-Verhältnis. Auch der Chef erweist sich nach anfänglichen Schwierigkeiten als angenehm, der hinter seinen Leuten steht. Die Lösung des Falles hatte am Ende noch einige Überraschungen parat.

Das Cover ist wie bei den Vorgängerbänden sehr gut und passend gewählt.

Von mir gibt es auf jeden Fall eine Leseempfehlung und ich freue mich, daß die Autorin schon an einem weiteren Band sitzt.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Romy Fölck

Romy Fölck - Autor
© Kerstin Petermann

ROMY FÖLCK wurde 1974 in Meißen geboren. Sie studierte Jura, ging in die Wirtschaft und arbeitete zehn Jahre für ein großes Unternehmen in Leipzig. Mit Mitte dreißig entschied sie, ihren großen Traum vom Schreiben zu leben. Sie kündigte Job und Wohnung und zog in den Norden. Mit ihrem Mann lebt sie heute in einem Haus in der Elbmarsch bei Hamburg, wo ihre Romane entstehen. Ihre Affinität zum Norden kommt nicht von ungefähr, verbrachte doch ihr Vater seine ersten Lebensjahre in …

Mehr erfahren
Alle Verlage