Das verborgene Paradies
 - Luca Di Fulvio - PB
Coverdownload (300 DPI)

Klicken Sie hier, um den Weitersagen-Button zu aktivieren. Erst mit Aktivierung werden Daten an Dritte übertragen.

16,99

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Paperback
Literarische Unterhaltung
623 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-18775-1
Ersterscheinung: 30.09.2022

Das verborgene Paradies

Roman
Übersetzt von Elisa Harnischmacher

(38)

Ein kleines Dorf. Eine epochale Entdeckung. Eine große Liebe.

Borgo San Michele, ein Alpendorf umgeben vom Panorama majestätischer Berge. Dort verbinden sich die Schicksale von Daniele, einem jungen Mann, der mit einer besonderen Gabe zur Welt kam, und Susanna, die unter dramatischen Umständen geboren wurde. Es ist das Jahr 1633, und die Inquisition verfolgt gnadenlos jeden, der ihre Lehre anzweifelt. So auch den Universalgelehrten Galileo Galilei, der das Weltbild der Kirche mit einem spektakulären Beweis ins Wanken gebracht hatte: Nicht die Erde ist Mittelpunkt des Universums, sondern die Sonne. Eine atemraubende Mission bringt auch Susanna und Daniele in tödliche Gefahr. Doch sind die Menschen um sie herum überhaupt bereit für eine neue Zeit? Und ist die Zeit bereit für eine Liebe über Grenzen hinweg?

Ein bildgewaltiges Epos, in dem Tradition und Aberglaube mit Fortschritt und Visionen von einer besseren Welt ringen, eine mitreißende Geschichte um mutige Entscheidungen, die Macht der Liebe und den unerschütterlichen Glauben an den Sieg der Gerechtigkeit

»Luca Di Fulvio erzählt eine atmosphärisch dichte Schicksalsgeschichte, die von der ersten bis zur letzten Seite fesselt!« Taschenbuch-Magazin

»Di Fulvio versteht es meisterhaft, die Angst der Menschen vor allem Neuen, ihren Aberglauben und den Würgegriff der Inquisition darzustellen. Sehr gut!« Mainhattan Kurier

»In zwei parallelen Erzählsträngen bewegt sich dieser fesselnde, atmosphärisch dichte Roman auf sein dramatisches Ende zu und hält bis zur letzten Seite seine Leser:innen in Atem« BUCHJOURNAL

Pressestimmen

„In zwei parallelen Erzählsträngen bewegt sich dieser fesselnde, atmosphärisch dichte Roman auf ein dramatisches Ende zu und hält bis zur letzten Seite seine Leser:innen in Atem.“

„Luca Di Fulvio erzählt erneut eine atmosphärisch dichte Schicksalsgeschichte, die von der ersten bis zur letzten Seite fesselt!“

Rezensionen aus der Lesejury (38)

Michaela93 Michaela93

Veröffentlicht am 27.11.2022

Der Kampf zwischen der weltlichen und der kirchlichen Anschauung

Italien, 17. Jahrhundert. Wie weit würdest du gehen, um die Liebe deines Lebens vor einem Schicksal zu bewahren?
In dem neuen historischen Roman „Das verborgene Paradies“ von dem italienischen Autoren ... …mehr

Italien, 17. Jahrhundert. Wie weit würdest du gehen, um die Liebe deines Lebens vor einem Schicksal zu bewahren?
In dem neuen historischen Roman „Das verborgene Paradies“ von dem italienischen Autoren Luca Di Fulvio, am 30. September 2022 beim „Lübbe“-Verlag erschienen, geht es um die jungen Menschen Daniele und Susanna, die mit besonderen Eigenschaften zur Welt gekommen sind. Daniele, der nach dem Tod seiner Mutter mit gerade mal 5 Jahren von seinem Vater ins Kloster Santa Ulpizia verstoßen wird und Susanna, die in diesem Kloster nur kurze Zeit später geboren wird, wachsen unter der Obhut der Mönche auf. Auch als Susanna aufgrund ihres Geschlechts das Kloster verlassen muss und nun bei Schwestern des Klosters Santissima Assunta Maria aufwächst, entwickelt sie eine außergewöhnliche Sicht auf die Dinge dieser Welt. Gerade in der Zeit der Inquisition, der Ketzerei und Hexenverbrennungen, hinterfragt sie schon im jungen Alter die Normen und Gesetze.
Daniele kommt nicht nur mit den weltlichen Ansichten in Berührung, sondern auch mit der strengen kirchlichen Welt. Im Kloster begegnet er Paolo Tahler, der schon als kleiner Junge fasziniert von der Hexenverbrennung ist und bald seine Unterwürfigkeit dem Inquisitor Constantin Tron gegenüber deutlich zeigt. Für ihn gibt es nichts besseres als die Frauen zu bestrafen, die der Hexerei beschuldigt werden. Susanna und Daniele dagegen verbringen eine intensive Zeit zusammen, um die modernen weltlichen Ansätze zu studieren und miteinander zu diskutieren.

Als Susanna Jahre später des Mordes an ihrem Ehemann und deren Dienstmädchen beschuldigt wird, kann Daniele, der aufgrund seiner dunklen Vergangenheit nun als Wolfshüter in einer Hütte im Wald lebt, nicht anders, als deine große Liebe vor dem Scheiterhaufen zu retten. Als Instructor Daemonii zieht er für ihre Unschuld vor Gericht. Durch viele schicksalhafte Ereignisse und der Macht der Kirche wird es keine einfache Zeit für die beiden und so müssen sie Seite an Seite füreinander einstehen und kämpfen. Kann Daniele Susanna am Ende retten und sie vor dem Hexenfeuer bewahren?

Für mich ist das Buch „Das verborgene Paradies“ mein erster historischer Roman aus dem 17. Jahrhundert. Zuvor habe ich nur Romane gelesen, die Ende des 19. Jahrhunderts oder später spielen. Durch meine Mutter, die schon immer mit den Büchern in der Zeit zurückgereist ist, habe ich mich dann mal aus meiner Komfortzone rausgewagt und mich auf das neue Buch von Luca Di Fulvio beworben. Und was soll ich nun schreiben?! Manchmal wird man doch dafür belohnt, sich etwas zu trauen. Ich habe das „Verborgene Paradies“ verschlungen. Niemals hätte ich gedacht, dass mich die Themen wie Ketzerei, Kirche, Inquisition oder Hexerei so interessieren können. Ein wenig Sorgen hatte ich zuvor, ob ich überhaupt mit den damaligen Gepflogenheiten zurecht kommen würde, da ich mich auf neues Wissensterrain begebe. Wenn ich etwas nicht wusste oder mich besonders interessiert hat, dann habe ich mich einfach darüber im Internet informiert. Da soll einer mal sagen, dass das Lesen nicht bildet….
Mit Sicherheit wird es auch historische Romane geben, die einen Schreibstil enthalten, der an die damalige Zeit angepasst wurde. Luca die Fulvios Art zu schreiben gefällt mir sehr gut. Die daraus resultierende Übersetzung finde ich auch sehr passend. Ich hatte nicht das Gefühl, dass irgendein Wort fehl am Platz oder ein Satz missverständlich war. Das Buch konnte ich flüssig durchlesen. Die Geschichte an sich ist durchgehend spannend und auch wenn ich absolut kein Wissen über diese Zeit habe, denke ich, dass der Autor hier eine gewaltige Leistung an Recherchearbeit vollbracht hat. Ich hätte keine Geduld so weit in die Vergangenheit zu gehen und so eine Meisterarbeit abzuliefern.
Ich bin sehr froh darüber, dass ich den Sprung in die Epoche gewagt habe. Daher habe ich noch weitere Romane von Luca Di Fulvio bestellt und werde meine Fühler auch für viele andere Autoren und Autorinnen ausstrecken, die sich mit weit entfernten Jahrhunderten beschäftigt und ihre Geschichten für die Nachwelt festgehalten haben.
Vielen Dank an Luca Du Fulvio für mein erstes „altes“ Buch und den ausgelösten Startschuss, dass nun viele historische Romane folgen werden.
Einen herzlichen Dank geht auch an die Bloggerjury, die mir dieses schöne Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. Ich vergebe daher 5 von 5 Sternen.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Goldie-hafi Goldie-hafi

Veröffentlicht am 25.11.2022

Bildgewaltig und ergreifend.

1633 Italien mitten im Dreißigjährigen Krieg - doch hier, in dem Alpendorf San Michele herrscht die Inquisition. Alles, was nicht ihren Normen entspricht, wird gnadenlos verfolgt. Und an diesem Ort verbinden ... …mehr

1633 Italien mitten im Dreißigjährigen Krieg - doch hier, in dem Alpendorf San Michele herrscht die Inquisition. Alles, was nicht ihren Normen entspricht, wird gnadenlos verfolgt. Und an diesem Ort verbinden sich die Schicksale von Daniele, der mit einer ganz besonderen Gabe zur Welt gekommen ist, und Susanna, die unter dramatischen Umständen geboren wird. (aus dem Klappentext) Die Geschichte der beiden Protagonisten wird in sehr detailreichen Bildern eindringlich erzählt. Man kann die Gedanken, Gefühle und auch die äußeren Umstände zu der damaligen Zeit hautnah mitfühlen. Der Autor beschreibt so realistisch, dass es mir manchmal die Tränen in die Augen trieb, er beschönigt nichts und was die Inquisition tat, war … nicht in Worte zu fassen. Ein Buch, das Hintergründe und Abgründe der Zeit und der Menschen, die vielleicht auch anders hätten entscheiden können, aufzeigt. Eine Buch, das zwar ein Roman ist, aber gekonnt den Leser mitnimmt und ihn zu einem eigenen Urteil nötigt - wie hätten wir gehandelt? Keine leicht zu lesende Kost, aber sehr empfehlenswert!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

vielleser18 vielleser18

Veröffentlicht am 17.11.2022

Die Inquisition

Ein italienischenes Bergdorf Anfang des 17. Jahrhunderts. Susanna wächst in einem Kloster auf. Schon früh erkennt ihr Gönner ihre Intelligenz und sie erhält eine für diese Zeit für Frauen seltene Möglichkeit: ... …mehr

Ein italienischenes Bergdorf Anfang des 17. Jahrhunderts. Susanna wächst in einem Kloster auf. Schon früh erkennt ihr Gönner ihre Intelligenz und sie erhält eine für diese Zeit für Frauen seltene Möglichkeit: Unterricht, Förderung und Bildung. Schön früh besteht eine Verbindung mit dem im nicht weit entfernt lebenden Klosterschüler Daniele. 20 Jahre später kreuzen sich ihre Wege erneut. Jahrelang haben sie sich nicht gesehen. Doch nun hat sich alles geändert, dramatisch verändert. Susanna wird nicht nur beschuldigt ihren Mann und die Dienstmagd ermordet zu haben, sondern wird auch der Hexerei angeklagt. Wenn sie einer retten kann, wenn es überhaupt eine kleine Chance geben sollte, dann kann nur Daniele helfen. Doch wird dieser seine selbst gewählte Einsamkeit verlassen und ihr helfen wollen?

Luca di Fulivo hat einen für mich sehr unter die Haut gehenden neuen historischen Roman geschrieben. Mit hat vor allem sehr gut gefallen, dass alle Protagonisten eine sehr große Tiefe besitzen, dass man sich diese, ihre Handlungen und ihr Umfeld sehr gut vorstellen kann. Die Handlung wird interessant aufgebaut und punktet auch mit den sich abwechselnden Handlungssträngen (Zeitpunkt der Anklage und der Kindheit/Jugendzeit von Susanna und Daniele). Dabei steigert sich die Grundspannung im Verlauf stetig. Der Prozess und alles was rundherum passiert geht unter die Haut. Man kann hier mitfühlen und auch mitleiden und kann sich vorstellen, dass es nicht nur im Roman so passiert, sondern dass es früher durch die Inquisition solche ähnlich gelagerten Fälle gegeben hat, dass Menschen verbrannt wurden, weil man sie nicht verstanden hat, weil man sie irgendwie vielleicht auch einfach loswerden wollte, oder weil sie nicht in die Zeit passten. Hier gelingt es di Fulvio, dass man sich das Leben von damals vorstellen konnte, die Ohnmacht, die schiere Ausweglosigkeit. Aber auch die Rollen der Frau zu der damaligen Zeit, den Mangel an Bildung für diese, aber auch für das normale Volk, so dass dieses gelenkt und verführt werden konnte. Mich hat die Geschichte von Susanna und Daniele berührt.


Einziger Kritikpunkt: der Klappentext suggeriert, dass es auch um Galileo Galilei geht, doch es geht mehr diese Zeit, in der dieser auch lebte, um seine Erkenntnisse, die hier auch erwähnt werden, um den allgemeinen Aufbruch, den zögerlichen Wandel von Vorstellungen, um kirchlichen Einfluss und kirchliche Weltvorstellungen, um Ketzer und Hexenwahn.Ich hatte aufgrund des Klappentextes eine andere Erwartungshaltung. Dennoch bin ich froh diesen Roman entdeckt und gelesen zu haben, er hat mich in diese dunkle Zeit mitgenommen und mir diese eindrücklich,berührend und fesselnd erzählt näher gebracht.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

lielo99 lielo99

Veröffentlicht am 08.11.2022

Die Inquisitoren hatten die Macht

Zwei Kinder kommen unter sehr widrigen Umständen auf die Welt. Ihre Wege kreuzen sich. Aber dann werden sie getrennt. Weil es Menschen gibt, die ihnen ihr Glück nicht gönnen. Dass die aus dem Umfeld der ... …mehr

Zwei Kinder kommen unter sehr widrigen Umständen auf die Welt. Ihre Wege kreuzen sich. Aber dann werden sie getrennt. Weil es Menschen gibt, die ihnen ihr Glück nicht gönnen. Dass die aus dem Umfeld der Kirche stammen, das war damals wohl normal. Wenn sogar Galileo Galilei als Scharlatan gebrandmarkt wird, kann man sich vorstellen, wie es 1633 zuging.

Luca Di Vulvio konnte mich auch mit diesem Buch überzeugen. Ja, die Thematik ist oft gleich. Aber die Wendungen und unvorhersehbaren Ereignisse, machen „Das verborgene Paradies“ dennoch einzigartig. Es sind die Fakten, die der Autor sammelte und zu einem Roman zusammenfügte. Wie agierten die Inquisitoren? Wer folgte ihnen und warum? Wie verliefen die sogenannten „Gerichtsverhandlungen“ und in welcher Weise wurden Zeugen eingeschüchtert?

Nicht nur diese Fragen werden in dem Roman umfangreich beantwortet. Für mich unvorstellbar, dass es auch heute noch Menschen gibt, die andere zum Tode verurteilen. Dieses „Recht“ hat niemand, das ist meine Meinung. Wie froh bin ich, dass die Inquisitoren endgültig ausgestorben sind. Bis zum Schluss bleibt die Geschichte spannend und das Ende nicht vorhersehbar.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Gina1627 Gina1627

Veröffentlicht am 30.10.2022

Lesehighlight! Ein fesselndes, aufwühlendes und dramaturgisches Meisterwerk!

Was für ein unglaublich mitreißendes Leseerlebnis! Ein Roman, der dramaturgisch und erzählerisch hervorragend aufgebaut wurde, voller überraschender Wendungen steckte, mich des Öfteren einfach nur fassungslos ... …mehr

Was für ein unglaublich mitreißendes Leseerlebnis! Ein Roman, der dramaturgisch und erzählerisch hervorragend aufgebaut wurde, voller überraschender Wendungen steckte, mich des Öfteren einfach nur fassungslos gemacht und emotional auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle mitgenommen hat. Ein großes Lob gebührt Luca di Fulvio, der so außergewöhnlich gut dargestellte Charaktere erschaffen hat, die all diese Reaktionen bei mir während des Lesens auslösen konnten!

Die Geschichte spielt im Jahr 1633 in dem kleinen Bergdorf Borgo San Michele, dass zum Schauplatz von tragischen Geschehnissen wird, bei denen Liebe, Glaube, Hoffnung, Verrat, Wahnsinn, Besessenheit, Neid, Eifersucht und Feigheit eine Rolle spielen. Daniele und Susanna, deren Schicksal schon von Kindesbeinen an verknüpft war, müssen sich nach jahrelanger Trennung einer großen Herausforderung stellen, der einem aussichtslosen Kampf gegen Windmühlen gleicht. Gemeinsam gehen sie mutig ihren Weg, lehnen sich gegen die Macht der Inquisition auf, fordern Gerechtigkeit und versuchen dabei den Aberglauben, der fest in den Köpfen der Menschen steckt, zu durchbrechen um ihnen aufzuzeigen, was geistige Freiheit bewirken kann. Beider Leben hängt an einem seidenen Faden. Wird es ihnen gelingen und ist es ihnen vergönnt sich eine gemeinsame Zukunft aufbauen zu können?

Als Fan von Luca di Fulvios Büchern habe ich seinem neuen Roman schon sehr entgegengefiebert und der Meister der Erzählkunst hat mich auch dieses Mal wieder von der ersten Seite an begeistert. Die Atmosphäre ist düster, mystisch und bildgewaltig. Eine perfekte Kulisse für die zwei sich ständig abwechselnden Erzählstränge, bei denen mich die unfassbaren Geschehnisse in der Gegenwart, genauso wie die Rückblicke auf Danieles und Susannas Vergangenheit nicht mehr losgelassen haben. Dem Autor gelingt es hierbei vortrefflich die guten und bösen Seiten der menschlichen Seelen, ihre vom Aberglauben bestimmten Ängste, die untergeordnete Rolle der Frauen und die Macht der Kirche mit einzuflechten. Der Kontrast zwischen den Guten und den Bösen macht hier einen großen Reiz in der Geschichte aus. Was haben mich der Inquisitor Constantin Tron und sein Gehilfe Paolo mit ihrer intriganten, niederträchtigen, skrupellosen und gewaltbereiten Art polarisiert. Ihre krankhafte Vorgehensweise bei der Hexenverfolgung, der Gerichtsverhandlung von Susanna und noch so vielem mehr waren mir Zuwider und haben kaltes Grauen bei mir ausgelöst. Doch neben all der Ungerechtigkeit und Grausamkeit gab es auch viele Lichtblicke und herzerwärmende Momente, zu denen ich die väterliche und selbstlose Liebe von Fra Thevet für seine beiden Schützlinge, die Weisheit und Güte der Äbtissin Artemesia und die Seelenverbindung und Liebe zwischen Daniele und Susanna zähle. Alles ganz wunderbare Charaktere, die noch an das Gute im Menschen Glauben, füreinander da sind, sich unterstützen und für eine bessere Welt sorgen wollen. Susanna war für mich der herausragende Charakter in diesem Buch. Mit ihrer reinen Seele, ihrer Hilfsbereitschaft, Güte und ihrem unbändigen Wissensdurst hat sie mich für sich eingenommen und meine Bewunderung für ihr Durchhaltevermögen gewonnen. Daniele hat sich erst mit der Zeit in mein Herz geschlichen, nachdem er eine ganze Zeit lang brauchte um seinen Weg und seine Bestimmung zu finden.

Richtig geschockt hat mich Luca di Fulvio mit der aufwühlenden und dramatischen Entwicklung zum Ende der Geschichte hin. Ich sag nur, haltet eure Taschentücher bereit!

Mein Fazit:

„Das verborgene Paradies“ zähle ich mit zu meinen Lesehighlights 2022 und ich kann für den Roman nur eine unbedingte Leseempfehlung aussprechen und hochverdiente 5 Sterne vergeben!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Luca Di Fulvio

Luca Di Fulvio - Autor
© Olivier Favre

Luca Di Fulvio, geb. 1957, lebt und arbeitet als freier Schriftsteller in Rom. Bevor er sich dem Schreiben widmete, studierte er Dramaturgie bei Andrea Camilleri an der Accademia Nazionale d'Arte Drammatica Silvio D'Amico. Seine  Romane Der Junge, der Träume schenkte und Das Mädchen, das den Himmel berührte standen monatelang auf den ersten Plätzen der Spiegel-Bestsellerliste.

Mehr erfahren
Alle Verlage