Der Salon
 - Julia Fischer - PB
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14,90

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Paperback
Saga
508 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-2760-7
Ersterscheinung: 25.02.2022

Der Salon

Roman
Band 1 der Reihe "Salon-Saga"

(49)

1956. Die junge Leni aus dem ländlichen Hebertshausen kann ihr Glück kaum fassen: Die Anstellung bei dem vornehmen Friseur Keller in München ist der erste Schritt zur Verwirklichung ihres großen Traums – ein eigener Salon in der Stadt. Unterdessen hadert ihr Bruder Hans mit seinem Medizinstudium. Seine Leidenschaft gilt der Jazzmusik – und Lenis Freundin Charlotte, die in einer unglücklichen Ehe gefangen ist. Während sie alle darauf hoffen, ihr Glück zu finden, stellt ein Schicksalsschlag ihre Zuversicht auf eine harte Probe …

Pressestimmen

„Ein wunderbarer Schicksalsroman, in dem man sich in die 1950er Jahre zurückversetzt fühlt.“

Rezensionen aus der Lesejury (49)

Hermione27 Hermione27

Veröffentlicht am 11.03.2022

Toll recherchiert und berührend erzählt

In den 1950er Jahren wechselt die junge Friseurin Leni aus dem dörflichen Friseursalon ihrer Mutter in den angesagtesten Salon in der Großstadt München und kommt somit ihrem Traum von einem eigenen Salon ... …mehr

In den 1950er Jahren wechselt die junge Friseurin Leni aus dem dörflichen Friseursalon ihrer Mutter in den angesagtesten Salon in der Großstadt München und kommt somit ihrem Traum von einem eigenen Salon etwas näher.
Ihr Bruder Hans quält sich durch das Medizinstudium, das sich der im Krieg verschollene Vater so für ihn gewünscht hätte, auch wenn er viel lieber Musik machen würde. In einem Jazzclub, wo er Trompete spielt, verliebt er sich in das ehemalige Modell Charlotte. Sie ist in einer sehr unglücklichen Ehe gefangen und soll ihrem Mann unbedingt einen Erben gebären…


Meine Meinung:
Der Roman von Julia Fischer wird aus den unterschiedlichen Perspektiven der Protagonisten erzählt. Dadurch kommt man allen, sehr liebevoll und warmherzig gezeichneten, Figuren sehr nahe. Leni, Hans, seine Freund und Charlotte waren mir gleich sehr sympathisch und ich habe mit ihnen gelitten und mitgefiebert, wodurch ich gemerkt habe, wie nahe ich ihnen bereits nach kurzer Zeit gekommen war.
Durch die Erzählung aus den unterschiedlichen Perspektiven bekommt die Geschichte auch eine sehr gelungene Dynamik und als Leser:in bekommt man ein sehr rundes Bild von den Ereignissen, aber auch von den Zusammenhängen.

Neben der gewohnt herzerwärmenden Erzählweise, die ich an allen Romanen von Julia Fischer so sehr schätze, hat mir bei diesem historischen Roman auch sehr gut gefallen, welche Einblicke man in die spannende Zeit der 1950er Jahre bekommen hat. Zum einen ist die Rolle der Frau in der Ehe und in der Familie – gerade in Deutschland – sehr konservativ, zum anderen waren für Frauen (gerade wenn sie verwitwet oder alleinstehend waren oder die Ehemänner sie unterstützen) in Einzelfällen auch Dinge möglich. So führte Lenis Mutter ihren Friseurladen selbstständig als Meisterin, eine Freundin von Hans studierte ebenfalls Medizin und Leni konnte sich neben ihrer Arbeit im Friseursalon auch mit selbstgemachten Kosmetika verwirklichen.
Anhand dieser ganz konkreten Menschen kann man sich sehr gut vorstellen, wie der Alltag der Menschen zu der Zeit aussah.

Darüber hinaus fand ich auch die Einblicke in das Friseurhandwerk sehr spannend. Aber nicht nur das wird thematisiert, sondern auch das Studentenleben gerade im medizinischen Bereich, studentische Verbindungen und Corps sowie die Jazzmusikszene in München.

Man kann sich gar nicht vorstellen, wie viel Recherchearbeit mit dem Buch verbunden war, weil so unglaubliche viele Bereiche der Gesellschaft so unglaublich authentisch dargestellt werden.


Fazit:
Der warmherzig und berührend erzählte Roman ist für mich ein absolutes Lesehighlight in diesem Jahr. Ich kann es überhaupt nicht abwarten, bis der zweite Teil erscheint und wir erfahren, wie es mit Leni und Charlotte und Co. weitergeht!


Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Vorleser Vorleser

Veröffentlicht am 11.03.2022

Geschichte hautnah

Diese Buch ist großartig! Julia Fischer hat intensiv recherchiert und dabei keine Mühen gescheut -- und man merkt es! Das Buch ist absolut stimmig und vermittelt einen großartigen Eindruck von der Zeit ... …mehr

Diese Buch ist großartig! Julia Fischer hat intensiv recherchiert und dabei keine Mühen gescheut -- und man merkt es! Das Buch ist absolut stimmig und vermittelt einen großartigen Eindruck von der Zeit kurz bevor es mit dem Wirtschaftswunder so richtig losging.
Die ProtagonistInnen sind junge Leute die den Krieg zwar körperlich unversehrt überlebt haben, aber dennoch haben sie Schaden genommen. Jede/r versucht auf seine/ihre Art damit umzugehen, was mal besser, und mal schlechter gelingt.
Die ganzen Hindernisse, die ein junger, ehrgeiziger Mensch damals zu überwinden hatte werden detailgetreu dargestellt, und besonders junge Frauen hatten es schwer, war die Welt damals doch noch viel mehr Männerdominiert als sie es heutzutage ist.
Hinzu kommen noch die Gegensätze von Großstadt--Land, und Arbeiter -- Akademikermilieu, und Spannung ist garantiert.
Ich hatte mir viel von diesem Buch erhofft und ich wurde nicht enttäuscht -- im Gegenteil, dieses Buch ist einfach unbeschreiblich! Ich würde diese Lektüre jeder/m empfehlen, die/der auch nur ein bisschen an unserer jüngeren Geschichte interessiert ist!
Das Bild das Frau Fischer malt ist inklusiv und abgerundet.
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

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GabrieleMarina GabrieleMarina

Veröffentlicht am 11.03.2022

sehr gelungener Auftakt der Saga

Julia Fischer führt die Leser*innen mit diesem ersten Teil ihrer Familiensaga nach Bayern in den fünfziger Jahren. Leni lebt mit ihrer Familie im ländlichen Herbertshausen und träumt davon, einen eigenen ... …mehr

Julia Fischer führt die Leser*innen mit diesem ersten Teil ihrer Familiensaga nach Bayern in den fünfziger Jahren. Leni lebt mit ihrer Familie im ländlichen Herbertshausen und träumt davon, einen eigenen Friseursalon in München zu eröffnen. Als sie eine Anstellung beim vornehmen Friseur Keller erhält kommt sie diesem Traum einen wichtigen Schritt näher. Sie erhält Kontakte zu den Kundinnen, insbesondere Charlotte. Lenis Bruder Hans studiert Medizin und wird von der Familie unterstützt. Er träumt allerdings davon als Musiker sein Leben zu führen.

Julia Fischer hat mit diesem Roman eine authentische Geschichte erschaffen, die von Freundschaft, Liebe, Träumen und den Auswirkungen des Krieges erzählt. Die Autorin hat sehr gut recherchiert und lässt auch den bayerischen Dialekt in ihre Geschichte einfließen. Unerfüllte Liebe, dramatische Wendungen in Freundschaft und Beziehungen schildert sie ebenso lebendig wie die Hoffnungen der Menschen, die nur zum Teil erfüllt werden. Die Protagonisten sind echte Charaktere, der Zusammenhalt in den Familien ist echt. Im Jahr 1956 sind überall noch die Auswirkungen des Krieges zu spüren - sowohl in den Gebäuden, die wieder aufgebaut werden, wie auch bei den Menschen, die auf Vermisste warten. Julia Fischer nimmt die Leser*innen an die Hand und führt gekonnt durch diese Zeit. Ich habe mitgefiebert, mitgelitten und zum Ende dieses ersten Teils der Familiensaga atemlos die Worte der Autorin hingenommen.

Mir hat dieses Buch sehr gefallen, ich gebe gern 5 Sterne.

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Ramona_H Ramona_H

Veröffentlicht am 10.03.2022

Ein wunderbarer Roman, absolut lesenswert

Die Protagonistin Leni ist sehr brav und bodenständig. Doch plötzlich wagt sie alles und bewirbt sich in dem angesehenen Salon Keller in München. München eröffnet Leni ganz neue Möglichkeiten, beruflich ... …mehr

Die Protagonistin Leni ist sehr brav und bodenständig. Doch plötzlich wagt sie alles und bewirbt sich in dem angesehenen Salon Keller in München. München eröffnet Leni ganz neue Möglichkeiten, beruflich und auch in der Liebe.


Ihr Bruder Hans ist in München mit seinem Medizinstudium total unglücklich. Er wäre viel lieber Musiker. Durch ihn werden einem die früheren Zeiten und die damaligen Zwänge sehr bewusst.


Eine weitere wichtige Rolle spielt Charlotte. Die arme ist gefangen in einer unglücklichen und gewalttätigen Ehe. Auch hier wird und Lesern bewusst, welche Zwänge in der damaligen Zeit mir so einer Ehe einhergehen.


Immer wieder werden die jungen Menschen von der Vergangenheit eingeholt und an ihre Grenzen geführt, dies gilt sowohl beruflich als auch privat bzw. gesellschaftlich.


Wer kann sich den Grenzen widersetzen und wagt etwas Neues um glücklich zu sein?


Toller, sehr spannender Roman über München mit einer schönen Familiengeschichte min den 50er und 60er Jahren.

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CynthiaM94 CynthiaM94

Veröffentlicht am 10.03.2022

Fantastischer Auftakt der Familien-Saga

„Der Salon“ ist ein wunderbarer, fesselnder Roman über den Mut für sich selbst einzustehen und seine Träume wahr werden zu lassen. Er handelt von mutigen Menschen, von Freunden und Familie. Aber auch von ... …mehr

„Der Salon“ ist ein wunderbarer, fesselnder Roman über den Mut für sich selbst einzustehen und seine Träume wahr werden zu lassen. Er handelt von mutigen Menschen, von Freunden und Familie. Aber auch von Sorgen, Verzweiflung, Angst und Liebe. Ganz viel Liebe. Dieses Buch hat alle meine Erwartungen mehr als übertroffen, es ist ein detailverliebtes Werk, dass mich sehr gepackt und berührt hat. Und ich kann es kaum erwarten auch den zweiten band in den Händen zu halten.

Zum Inhalt: es sind die 50er Jahre im ländlichen Bayern. Leni arbeitet bei ihrer Mutter im Friseursalon, beide schuften schwer, damit Lenis Bruder Hans in München Medizin studieren kann. Nachdem der Vater nicht mehr aus dem Krieg heimgekehrt ist, sind die beiden Frauen allein für die Versorgung der Familie verantwortlich. Aber Leni hat selbst große Ziele: sie träumt von einem eigenen, modernen Friseursalon in der Großstadt. Als sie eine Stelle im renommierten Münchner Friseursalon Keller bekommt, sieht Leni ihre große Chance gekommen und wagt den Schritt in die Großstadt. Und auch Hans will endlich seinen Traum leben und eine Karriere als Jazz-Musiker starten, statt Medizin zu studieren. Doch können Träume mehr sein als Seifenblasen?

Trotz des bayrischen Dialekts bin ich direkt super in die Handlung gestartet. Der Dialekt trägt auch erheblich dazu bei, dass alles so authentisch wirkt. Julia Fischer schreibt sehr detailliert und man merkt, dass viel Recherche in diesem Buch steckt. Besonders wenn es um Lenis Handwerk geht, ist alles sehr anschaulich geschildert, sodass der Leser schnell ein konkretes Bild vor Augen hat. Auch die Charaktere, insbesondere Hans und Leni, aber auch Hans Studienfreunde und Lenis Freundin Charlotte sind alle sehr detailliert beschrieben und mit vielerlei eigentümlichen Charaktereigenschaften ausgestattet, sodass sie sehr authentisch wirken. Ich habe mich in Lenis Familie und in Hans Freundeskreis schnell sehr wohl gefühlt und hatte das Gefühl selbst hautnah bei allem dabei zu sein.

Die Geschichte ist wirklich fesselnd und die Stimmung im Buch sehr authentisch. Man leidet noch unter den Auswirkungen des Krieges, damit verbundener Verluste und Einschränkungen. Gleichzeitig setzt wieder Lebensfreude und Hoffnung ein, es geht langsam aufwärts. Bewegend fand ich besonders die Schilderungen einzelner Personen, wie sie den Krieg erlebt haben. Das Buch enthält neben der tollen Grundgeschichte auch viel Dramatik und besonders das Ende hat mir nochmal den Rest gegeben. Ich freue mich schon jetzt wahnsinnig auf den nächsten Band.

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»Der Salon - Wunder einer neuen Zeit« von Julia Fischer

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Autorin

Julia Fischer

Julia Fischer - Autor
© privat

Julia Fischer ist eine deutsche Schauspielerin, Sprecherin und Schriftstellerin. Die Mutter dreier Kinder und Tochter des Komödienstadel-Regisseurs Olf Fischer und der Schauspielerin Ursula Herion lebt mit ihrer Familie in München und hat schon als Kind auf Pumuckel-Schallplatten und im Kinderfunk mitgewirkt, später den Beruf der Schauspielerin ergriffen sowie verschiedene Magazine im Bayerischen Fernsehen moderiert. In den letzten Jahren kamen unzählige Hörbuchproduktionen …

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