Eine Sehnsucht nach morgen
 - Eva Völler - PB

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14,90

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Paperback
Saga
463 Seiten
ISBN: 978-3-7857-2742-3
Ersterscheinung: 26.03.2021

Eine Sehnsucht nach morgen

Roman
Band 3 der Reihe "Die Ruhrpott-Saga"

(35)

Ruhrpott, 1968: Flowerpower, Studentenbewegung, Arbeitskampf. Als Bärbel nach dem Medizinstudium in ihre Heimatstadt Essen zurückkehrt, spiegelt sich die Zerrissenheit der Gesellschaft auch in ihrer eigenen Familie wider: Die Schwester und ihr Schwager kämpfen mit privaten und beruflichen Schwierigkeiten, für die es keine Lösung zu geben scheint, und ihr Bruder setzt mit politischen Aktionen seine Zukunft aufs Spiel. Doch vor dem größten Problem steht Bärbel selbst, als sie den Mann wiedersieht, den sie früher für die Liebe ihres Lebens hielt ...

Pressestimmen

„Eva Völler erzählt sehr flüssig, mit leichten, sympathischen Ruhrpottfärbungen der
Sprache. Sich von dieser Familie zu verabschieden, fällt schwer.“

„Völlers Roman setzt einmal mehr auf das ganz große Gefühl auch unter kleinen Leuten, und erneut besticht er durch Lokalkolorit“

Rezensionen aus der Lesejury (35)

Langeweile Langeweile

Veröffentlicht am 21.05.2021

Abschluss der Ruhrpott Saga

Inhalt übernommen:

Ruhrpott, 1968: Flowerpower, Studentenbewegung, Arbeitskampf. Als Bärbel nach dem Medizinstudium in ihre Heimatstadt Essen zurückkehrt, spiegelt sich die Zerrissenheit der Gesellschaft ... …mehr

Inhalt übernommen:

Ruhrpott, 1968: Flowerpower, Studentenbewegung, Arbeitskampf. Als Bärbel nach dem Medizinstudium in ihre Heimatstadt Essen zurückkehrt, spiegelt sich die Zerrissenheit der Gesellschaft auch in ihrer eigenen Familie wider: Die Schwester und ihr Schwager kämpfen mit privaten und beruflichen Schwierigkeiten, für die es keine Lösung zu geben scheint, und ihr Bruder setzt mit politischen Aktionen seine Zukunft aufs Spiel. Doch vor dem größten Problem steht Bärbel selbst, als sie den Mann wiedersieht, den sie früher für die Liebe ihres Lebens hielt ...

Meine Meinung:

Nachdem ich die vorhergehenden Bändemit großer Begeisterung gelesen habe, habe ich den Abschluss regelrecht entgegengefiebert.
In diesem Band steht Bärbel im Mittelpunkt, umgeben von den anderen lieb gewordenen Mitgliedern der Familie Wagner.
Nachdem sie wegen einer unglücklichen Liebe Hamburg Hals über Kopf verlassen hat, ist sie nun wieder bei ihrer Familie in Essen und wird sofort in den turbulenten Alltag mit kleinen und großen Problemen hineingeworfen.
Auch ihre große Liebe Klaus mit dem sie nun wieder Tür an Tür wohnt,hat mit vielen Schwierigkeiten in seinem Leben zu kämpfen und man fragt sich während des Lesens immer wieder, wird es für die Beiden ein Happyend geben.
Da ich selber mein ganzes Leben im Ruhrgebiet verbracht habe, war ich natürlich mit den Lebensbedingungen bestens vertraut. Viele alte Begriffe kamen wieder zum Vorschein, die man ewige Zeit nicht mehr gehört oder benutzt hatte,was mich öfter zum Schmunzeln brachte.
Auch der Bergbau, der damals schon zum Sterben verurteilt war und mittlerweile Geschichte ist, bekam einen größeren Raum. Ebenso wurde der rauhe und herzliche Charme der Ruhrpottler gut und realistisch eingefangen.

Fazit:

Ich nehme mit einem lachenden und einem weinenden Auge Abschied von den Familien Wagner, Rabe und einigen anderen liebenswerten Personen und freue mich auf weitere Bücher dieser Autorin.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

sommerlese sommerlese

Veröffentlicht am 17.05.2021

Authentische Personen, spannendes Zeitgeschehen und ein einzigartiger Lokalkolorit

"Eine Sehnsucht nach morgen" ist das Finale der Ruhrpott-Saga aus der Feder der Autorin Eva Völler, die Reihe erscheint im Lübbe Verlag.


Ruhrpott, 1968: Bärbel kehrt als Ärztin in ihre Heimat Essen ... …mehr

"Eine Sehnsucht nach morgen" ist das Finale der Ruhrpott-Saga aus der Feder der Autorin Eva Völler, die Reihe erscheint im Lübbe Verlag.


Ruhrpott, 1968: Bärbel kehrt als Ärztin in ihre Heimat Essen zurück und zieht in ihren Familienverbund mit Schwester Inge, Schwager Johannes, Vater Karl und Bruder Jakob. Die Zeit ist offen für Neues, Flowerpower, Frauenrechte, Studentenbewegung und technische Errungenschaften sorgen für Veränderung in der Gesellschaft. Doch zunächst sieht Bärbel einer ganz anderen Herausforderung entgegen, denn ihre Jugendliebe Klaus wohnt mit Frau und Tochter im Nachbarhaus und sie weiß nicht, wie sie damit umgehen soll.

Im Vordergrund steht Bärbels neuer Lebensabschnitt in Essen. Zurück bei der Familie findet sie eine Stelle als Ärztin in einem katholischen Krankenhaus. Als sie Klaus wiedersieht, merkt sie, dass ihre Gefühle für ihn immer noch stark sind. Doch Klaus hat in seiner Ehe gerade selbst Probleme und versucht, sich um seine Tochter zu kümmern.

Mit dem eingebauten Zeitgeschehen (samt Mondlandung und Bonanza) hat Eva Völler diese Zeit der späten 60er Jahre wieder aufleben lassen. Aber auch die Folgen der harten Arbeit in der Kohleförderung, das Zechensterben und die Veränderungen in der Gesellschaft hat sie in diesem Buch sichtbar gemacht.

Von diesem Roman bin ich nach dem Lesen immer noch ganz berauscht, so hautnah konnte ich mit den Figuren mitfiebern, die gesellschaftlichen und modischen Veränderungen der Zeit miterleben und das Flair im Ruhrpott mit Dialekt und Bergwerksarbeit nachempfinden. Man wird von dieser genauen und detailreichen Schilderung mit realen Marken, Musikhits und Ohrwürmern, politischen Gegebenheiten und Modeerscheinungen regelrecht in die Zeit gebeamt und ich habe die Entwicklung der einzelnen Schicksale gespannt mitverfolgt. Dabei haben die eindeutig gezeichneten Charaktere ihre Rollen wie Schauspieler hervorragend gespielt, ihre unterschiedlichen Charaktere und persönlichen Besonderheiten mitsamt nachfühlbaren Emotionen waren wiedererkennbar und wunderbar zu lesen. Auch das Ruhrpott-Platt durfte da nicht fehlen. Mir sind viele Figuren mit ihrer liebenswürdigen Art regelrecht ans Herz gewachsen und ich war gleichzeitig zufrieden und dennoch traurig, als die Geschichte geendet hat.


Dieser Roman ist eines meiner Highlights im Mai, es ist eine wunderbar erzählte, authentische Zeitreise in das Leben Ende der 60er Jahre im Ruhrpott. Wer Familiengeschichten mag, wird hier seine helle Freude haben.

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streifi streifi

Veröffentlicht am 08.05.2021

grandioser Serienabschluß

Essen, 1968. Bärbel kehrt nach einer unglücklichen Affäre aus Hamburg zurück nach Essen zu ihrer Familie. Schnell findet sie einen neuen Job als Ärztin in einem Krankenhaus, doch die Nähe zu ihrer Jugendliebe ... …mehr

Essen, 1968. Bärbel kehrt nach einer unglücklichen Affäre aus Hamburg zurück nach Essen zu ihrer Familie. Schnell findet sie einen neuen Job als Ärztin in einem Krankenhaus, doch die Nähe zu ihrer Jugendliebe Klaus macht ihr zu schaffen.


In diesem dritten Band der Ruhrpott Saga erfahren wir nun, wie es der Familie weitergeht. Inge und Johannes leben mit Karl, Jakob und Tante Claire zusammen in ihrem nun renovierten und erweiterten Haus. Auch für Bärbel ist noch Platz, doch diese möchte bald auf eigenen Füssen stehen und auch ein wenig Abstand zu Klaus und seiner Familie schaffen. Der hat mittlerweile geheiratet und hat eine kleine Tochter. Doch seine Ehe ist sehr unglücklich und eine Scheidung nur schwer durchsetzbar in dieser Zeit.


Ich war sofort wieder in der Geschichte, Eva Völler schafft es, dem Leser gleich ein Gefühl des nach Hause kommens zu geben. Diesmal liegt der Fokus auf Bärbel und Jakob, der mittlerweile kurz vor dem Abitur steht und seine erste Liebe erlebt. Mir hat die Schilderung der Gesellschaft der damaligen Zeit mit den Schwierigkeiten, dies damals noch in vielen Belangen gab, wieder gut gefallen. Bärbel steht als Ärztin bei ihren Kollegen besonders unter Beobachtung, auch ihr privates Leben hat Auswirkungen auf den Job. Klaus, der versucht sich von seiner Frau scheiden zu lassen, muss erfahren, wie schwierig das nach damaligen Recht doch sein kann. Jakob engagiert sich politisch und versucht durch Ferienjobs unter Tage das Leben des Proletariats zu verstehen. Und natürlich ist es wichtig, was die Nachbarn so denken. Wobei sich da immer wieder rausstellt, dass die Nachbarschaft meist nachsichtiger ist, als man denkt.


Leider geht die Geschichte der Essener mit diesem Band zu Ende, ich hätte sie gerne noch weiter auf ihren Wegen begleitet. Mir hat diese Reihe wirklich gut gefallen, sie wurde von Band zu Band immer besser. Daher von mir auch hier wieder eine unbedingte Leseempfehlung!

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regenbogen regenbogen

Veröffentlicht am 08.05.2021

Ein sensationeller Abschluss

Auf dieses Buch habe ich mich schon riesig gefreut. Und das Finale der Ruhrpott-Saga aus der Feder der Bestsellerautorin Eva Völler ist einfach gigantisch.
Der Inhalt: Das Ruhrgebiet, 1968. Flowerpower, ... …mehr

Auf dieses Buch habe ich mich schon riesig gefreut. Und das Finale der Ruhrpott-Saga aus der Feder der Bestsellerautorin Eva Völler ist einfach gigantisch.
Der Inhalt: Das Ruhrgebiet, 1968. Flowerpower, Studentenbewegung, Arbeitskampf. Als Bärbel nach dem Medizinstudium in ihre Heimatstadt Essen zurückkehrt, spiegelt sich die Zerrissenheit der Gesellschaft auch in ihrer eigenen Familie wider: Die Schwester und der Schwager kämpfen mit Sorgen, für die es keine Lösung zu geben scheint. Ihr Bruder setzt mit politischen Aktionen seinen Zukunft aufs Spiel. Doch vor dem größten Problem steht Bärbel selbst, als sie den Mann widersieht, den sie früher für die Liebe ihres Lebens hielt…
Wow! Was für ein sensationelles Buch, in meinen Augen wieder ein Bestseller. Noch jetzt, nach Beendigung dieser Traumlektüre stehe ich immer noch unter Strom, der Spannungsbogen war einfach genial, ich konnte diese Lektüre einfach nicht mehr aus der Hand legen. Die Autorin führt uns auch die politische Lage der damaligen Zeit bestens vor Augen. Es läuft alles wie ein Film vor meinen inneren Augen ab. Und schon nach dem Lesen der ersten Zeilen hatte ich das Gefühl auf alte Bekannte zu treffen. Bärbel, die ich wirklich sehr bewundere – hat sie es doch geschafft Medizin zu studieren und Chirurgin zu werden – kehrt nach einer großen Enttäuschung in Hamburg wieder in ihre Heimatstadt Essen zurück. Hier muss sie feststellen, dass nicht nur sie mit Problemen zu kämpfen hat, sondern auch der Rest der Familie. Und die Ereignisse, die ihre Schwester, ihren Bruder betreffen, lassen sämtliche Emotionen in mir hochkommen. Ich habe mit ihnen gelitten, gehofft und gebangt und manche Situationen sorgten auch für Gänsehautfeeling. Bärbel ist mir im Laufe der Zeit wirklich sehr ans Herz gewachsen und ich verstehen ihre Gefühle, als sie auf ihre alte große Liebe trifft. Und zwischen den beiden ist immer noch dieses Knistern, doch Klaus ist verheiratet, hat eine kleine Tochter und wohnt im Haus nebenan. Doch wie immer hält das Schicksal so manche Überraschung bereit…
Für mich ist diese herausragende Lektüre ein Meisterwerk, ein absolutes Lesehighlight, für das ich natürlich 5 Sterne vergebe. Ich habe damit. spannende, unterhaltsame und berührende Lesestunden verbracht. Das Cover finde ich super – es passt einfach perfekt.

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tigerbea tigerbea

Veröffentlicht am 29.04.2021

Leider heißt es Abschied nehmen

Im Jahr 1968 kehrt Bärbel nach ihrem Medizinstudium in ihre Heimatstadt Essen zurück. Ihre Familie nimmt sie herzlich auf und Bärbel fühlt sich sofort wieder zu Hause. Daß sie ihrer Jugendliebe Klaus fast ... …mehr

Im Jahr 1968 kehrt Bärbel nach ihrem Medizinstudium in ihre Heimatstadt Essen zurück. Ihre Familie nimmt sie herzlich auf und Bärbel fühlt sich sofort wieder zu Hause. Daß sie ihrer Jugendliebe Klaus fast täglich begegnet versucht Bärbel tapfer wegzulächeln, obwohl es ihr sehr schwer fällt. Die Zeiten im Ruhrgebiet haben sich geändert. Durch das Zechensterben fallen viele Arbeitsplätze weg. Auch an Bärbels Familie gehen die Probleme nicht vorbei. Sogar ihr "kleiner" Bruder Jakob gerät in große Schwierigkeiten, weil er sich durch falsche Freunde in die damals üblichen Demonstrationen hineinziehen läßt. Aber Bärbel steht vor einem ganz anderen Problem: Sie liebt Klaus noch immer, obwohl der, wenn auch unglücklich, verheiratet ist.

Der dritte Teil der Ruhrgebietssaga von Eva Völler trägt den Titel "Eine Sehnsucht nach morgen". Dieser Titel ist sehr treffend. Die Sehnsucht der jungen Leute nach Veränderungen ist hier ganz deutlich spürbar. Die Methoden jedoch, mit denen sie ihre Vorstellungen durchsetzen wollen, sind dabei allerdings manchmal fragwürdig. Hier hat Eva Völler sehr gut recherchiert und vermittelt das Geschehen sehr gekonnt so bildhaft, daß man tatsächlich in diese Zeit versinkt und ein reales Bild vor Augen bekommt. Die Charaktere in dieser Geschichte sind auch hier wieder unheimlich vertraut. Da die Geschichte sich bereits über Jahre hinzieht, begleitet man manche Charaktere bereits seit ihrer Kindheit. Man erlebt ihre Entwicklung dadurch intensiv mit, leidet mit ihnen und hat Spaß mit ihnen. Aufgrund dieser langen Zeit ist es nun richtig traurig, von ihnen Abschied nehmen zu müssen. Zu gern würde ich die Geschichte bis in die heutige Zeit verfolgen. Was mir auch hier wieder gut gefallen hat ist die Tatsache, daß Eva Völler dem Leser das Ruhrgebiet nahe bringt, so wie es wirklich war. Ganz ohne Vorurteile und die üblichen Klischees. Sie hat wieder einmal bewiesen, daß man nicht in die Ferne schweifen muß - gute Geschichten können auch direkt vor der Haustür spielen!

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Trailer | Ruhrpott-Saga

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Starke Frauen in bewegten Zeiten

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Autorin

Eva Völler

Eva Völler - Autor
© Olivier Favre

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht." Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

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