Eine Sehnsucht nach morgen
 - Eva Völler - PB
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14,90

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Paperback
Saga
463 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-2742-3
Ersterscheinung: 26.03.2021

Eine Sehnsucht nach morgen

Die Ruhrpott-Saga
Roman
Band 3 der Reihe "Die Ruhrpott-Saga"

(38)

Ruhrpott, 1968: Flowerpower, Studentenbewegung, Arbeitskampf. Als Bärbel nach dem Medizinstudium in ihre Heimatstadt Essen zurückkehrt, spiegelt sich die Zerrissenheit der Gesellschaft auch in ihrer eigenen Familie wider: Die Schwester und ihr Schwager kämpfen mit privaten und beruflichen Schwierigkeiten, für die es keine Lösung zu geben scheint, und ihr Bruder setzt mit politischen Aktionen seine Zukunft aufs Spiel. Doch vor dem größten Problem steht Bärbel selbst, als sie den Mann wiedersieht, den sie früher für die Liebe ihres Lebens hielt ...

Pressestimmen

„Eva Völler erzählt sehr flüssig, mit leichten, sympathischen Ruhrpottfärbungen der
Sprache. Sich von dieser Familie zu verabschieden, fällt schwer.“

„Völlers Roman setzt einmal mehr auf das ganz große Gefühl auch unter kleinen Leuten, und erneut besticht er durch Lokalkolorit“

Rezensionen aus der Lesejury (38)

claudi-1963 claudi-1963

Veröffentlicht am 29.03.2021

Wie sehr sehne ich mich nach Liebe und Geborgenheit

*"Nicht die sind zu bedauern, deren Sehnsüchte nicht in Erfüllung gehen, sondern diejenigen, die keine mehr haben." (Marie von Ebner-Eschenbach)*
_Ruhrpott, 1968:_
Neun Jahre sind inzwischen vergangen ... …mehr

*"Nicht die sind zu bedauern, deren Sehnsüchte nicht in Erfüllung gehen, sondern diejenigen, die keine mehr haben." (Marie von Ebner-Eschenbach)*
_Ruhrpott, 1968:_
Neun Jahre sind inzwischen vergangen und vieles hat sich bei unseren Familien aus dem Ruhrpott getan. Bärbel ist derweil eine gute Ärztin in der Chirurgin. Nachdem es in Hamburg zu privaten Problemen gekommen war, zieht es sie wieder in die familiäre Heimat. Nun muss sie dringend eine neue Stelle suchen. Inge und Johannes sind weiterhin glücklich, wären da nur nicht ihre Sorgen und Probleme. Jakob, mittlerweile ein Teenager, steht kurz vor dem Abitur und engagiert sich politisch. Karl ist unterdessen in Rente und hilft viel Tante Clärchen, die inzwischen den Haushalt der Familie führt. Zu guter Letzt erscheint noch Inges leiblicher Vater und sie weiß nicht so recht, wie sie sich verhalten soll.

*Meine Meinung:
Wieder einmal ist das Cover hervorragend gewählt und passt zum Inhalt rund um das Ruhrgebiet und die 60er-Jahre. Der Schreibstil ist wie in den beiden anderen Büchern sehr gut recherchiert, informativ, locker, unterhaltsam und einfach nur zum Wohlfühlen. Auch dieses Mal hat die Autorin viele Ereignisse aus der Zeit mit in den Roman einfließen lassen. Zwar werden sie nicht ausführlich beleuchtet, doch es ist gut, dass man erfährt, was zu jener Zeit passiert ist. Da geht es zum einen um die Studentenbewegung mit der Ermordung von Rudi Dutschke, Protestaktionen gegen den Springer Verlag, Contergan Skandal, der Prager Frühling, Gründung der Ruhrkohle AG und das Schließen der Zechen. Doch am meisten interessieren mich die Ereignisse um die bekannten Charaktere. Da ist zum einen Bärbel, die wieder in die Heimat zurückgekehrt. Doch nun steht sie vor dem Problem, jeden Tag ihre einst große Liebe Klaus sehen zu müssen, den sie lieben, sich immer noch. Klaus ist inzwischen nicht gerade glücklich verheiratet mit Annette und hat eine Tochter Sabine (genannt Bienchen). Annette ist alles andere als eine gute Mutter und Ehefrau. Inges Buchladen läuft inzwischen sehr erfolgreich, doch sie und Johannes wünschen sich nichts sehnlicher als ein Baby. Nur leider blieb der Kinderwunsch bisher unerfüllt. Karl ist unterdessen in Rente und hilft Tante Clärchen viel im Garten und Haushalt. Dabei fühlt er sich immer mehr zu ihr hingezogen. Doch Clärchen spürt zwar ebenfalls Gefühle für ihn, hat jedoch Angst davor. Was würden die Leute sagen und erst die Familie? Und Jakob verspielt fast sein Abitur, weil er sich zu sehr politisch engagiert. Außerdem lernt er seine erste Liebe kennen und muss lernen, mit Problemen und Enttäuschungen zu leben. Dazu bekommt er einen ersten Einblick, wie hart die Arbeit der Bergleute am Pütt ist. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge habe ich auf den letzten Band der Trilogie hingefiebert. Nicht nur das Eva Völler wieder tolle Neuigkeiten unter den Charakteren aufzeigt. Ebenso zeitgenössisch erfahre ich mal wieder, was im Jahr 1968 angesagt und los war. Für arbeitende Frauen wie Bärbel ist es nicht immer einfach, sich unter in der Männerwelt durchzusetzen. Hier spiegelt sich viel Ungerechtigkeit wider, die es damals und noch teilweise heute gibt. Manchmal hatte sie sogar Zweifel, ob sie den richtigen Beruf gewählt hat. Doch war es außerdem schön zu sehen, wie die einzelnen um ihr Glück und die Zukunft kämpfen. Mitunter kommt dann gerade zum richtigen Zeitpunkt ein Rechtsanwalt in die Familie, um sie in manchen Belangen zu unterstützen. Wie schön war es für mich dann zu erleben, dass es am Ende für alle ein wohlverdientes Happy End gab. Trotzdem schade nichts mehr aus dem Ruhrgebiet zu erfahren. Für mich waren diese 3-teilige Reise in den Ruhrpott und die Erlebnisse drumherum etwas ganz Neues und durch die passenden Dialekte sind sie für mich einfach real geworden. Deshalb gibt es von mir eine Leseempfehlung für die gesamte Trilogie und 5 von 5 Sterne für dieses Buch.*

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brauchnix brauchnix

Veröffentlicht am 29.03.2021

Toller dritter Band

Der dritte Band der Ruhrpottsaga liest sich ebenso gut, wie seine zwei Vorgänger. Inzwischen ist mir die ganze Familie sehr ans Herz gewachsen. Diesmal vor allem Bärbel zu begleiten, die wieder in ihre ... …mehr

Der dritte Band der Ruhrpottsaga liest sich ebenso gut, wie seine zwei Vorgänger. Inzwischen ist mir die ganze Familie sehr ans Herz gewachsen. Diesmal vor allem Bärbel zu begleiten, die wieder in ihre Heimatstadt zurückgekehrt ist, hat mir sehr gefallen. Ich mochte das Mädel ja schon als Kind und inzwischen ist sie erwachsen und macht einen guten Job als Ärztin, auch wenn die Männerwelt den Frauen nicht immer alles leicht macht.

Die 60-ger Jahre kommen sehr gut rüber. Ich fühlte mich in meine Kindheit zurückversetzt und fand es schön, wie Eva Völler sich mit der Familie durch die Jahre bewegt hat, ohne, dass man die Vergangenheit vergisst. Die drei Romane sind eine sehr homogene Geschichte und der Ruhrpott ist mir tatsächlich ein ganzes Stück vertrauter geworden.

Glaubwürdige Charaktere leben ein realistisches Leben, müssen Hindernisse überwinden, Schicksalsschläge verkraften, für die Zukunft und ihre Liebe kämpfen. Ein passender Abschluss. Titel und Cover runden ein Buch ab, welches ich nur wärmstens empfehlen kann.

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HistoryCat HistoryCat

Veröffentlicht am 29.03.2021

Leider zu Ende

… und das sag ich als Leserin, die die ersten beiden Bände nicht gelesen hat. Trotz der Charakterdichte sowie der vielen Lebensgeschichten habe ich jedoch sehr schnell und gut in die Geschichte gefunden ... …mehr

… und das sag ich als Leserin, die die ersten beiden Bände nicht gelesen hat. Trotz der Charakterdichte sowie der vielen Lebensgeschichten habe ich jedoch sehr schnell und gut in die Geschichte gefunden und konnte mich zum Schluss nur schwer davon losreißen.

Die beiden Hauptfiguren in diesem Band sind die junge Ärztin Bärbel und der Unternehmer Klaus. Nachdem ihre Jugendliebe zerbrochen ist, versuchen sie beide ihr Leben in den Griff zu bekommen und ihren gewählten Weg zu gehen. Leider klappt es bei beiden ohne einander nicht so recht. Bärbel muss Hamburg kurzerhand verlassen, da sie ihre dortige Stelle als Ärztin aufgegeben hat und kehrt zu ihrer Familie nach Fishlaken zurück. Gleich in den ersten Minuten, die sie wieder auf heimatlichem Boden verbringt, begegnet sie Klaus und alte Wunden reißen wieder auf. Doch diese dürfen nicht sein, denn Klaus ist verheiratet und Vater. Daher möchte Bärbel sich erneut auf einen Neustart konzentrieren … doch wann spielt das Leben schon so wie man es gerne hätte?!
Neben der Geschichte von Bärbel und Klaus begegnen dem Leser natürlich auch viele andere Schicksale, Begegnungen und Verwirrungen. Menschen, die kommen und Menschen, die gehen. Fakt ist, dass auf diesen knappen 500 Seiten keine Langeweile aufkommt und man wirklich bedauert, dass die Saga mit diesem Buch endet.

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Gelinde Gelinde

Veröffentlicht am 29.03.2021

Eine Sehnsucht nach morgen – ein krönender Abschluss

Eine Sehnsucht nach morgen, von Eva Völler

Cover und Titel:
Es passt wunderbar zu der Zeit in der es spielt und hat einen hohen Erkennungswert sowohl vom Bild her als auch vom Titel mit den anderen beiden ... …mehr

Eine Sehnsucht nach morgen, von Eva Völler

Cover und Titel:
Es passt wunderbar zu der Zeit in der es spielt und hat einen hohen Erkennungswert sowohl vom Bild her als auch vom Titel mit den anderen beiden Bänden der Ruhrpott-Saga.

Inhalt:
1968. Bärbel frischgebackene Ärztin, kehrt nach einer enttäuschten Liebe in ihre Heimatstadt Essen zurück. Hier nun läuft sie direkt ihrer Jugendliebe, die ihr das Herz gebrochen hat über den Weg und sofort beginnt die Glut von neuem zu glimmen.
Auch alle anderen Familienmitglieder haben so ihre eigenen Probleme und es gibt eine Achterbahn der Gefühle für alle zu durchleben.
Aber diese Familie hält zusammen – DURCH DICK UND DÜNN!

Meine Meinung:
Ich habe schon die ersten beiden Romane der Ruhrpott-Saga (Ein Traum vom Glück; Ein Gefühl von Hoffnung) gelesen und sie waren wunderbar.
Dieser dritte Teil setzt dem ganzen nun einen krönenden Abschluss und er hat mir noch besser gefallen.
Vermutlich weil das einfach auch meine Jugend- und Kinderzeit war und bei mir so viele Erinnerungen wieder hoch gekommen sind (Bravo, Mett-Igel, Bestellungen bei Quelle…).
Die gesellschaftlichen „Normen“ und Gegebenheiten, sowie die Politik sind super eingefangen und exakt wie in einem Spiegel widergegeben.

Die Schreibweise ist wieder gewohnt flüssig, einfühlsam und emotional. 450 Seiten haben sich wie im Flug gelesen.

Hier steht nun Bärbel im Mittelpunkt, aber auch alle anderen in der Familie haben so ihrer Probleme und es gibt genügend Potential zum mit fiebern, mit leiden und mit freuen.

Als ich das Buch jetzt beendet habe, empfinde ich richtige Wehmut, mich von dieser Familie verabschieden zu müssen. Sind mir doch alle richtig ans Herz gewachsen – wie eine richtige Familie eben.

Autorin:
Geboren und aufgewachsen am Rande des Kohlenpotts, hat Eva Völler sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Juristin ihre Brötchen, bevor sie ihr Hobby zum Beruf machte. Mit den beiden Romanen über das Ruhrgebiet und seine. Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.


Mein Fazit:
Ein krönender Abschluss für die Ruhrpott-Sage und von mir volle Punktzahl und 5 Sterne.

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brauneye29 brauneye29

Veröffentlicht am 26.03.2021

Bitte mehr davon!

Zum Inhalt: Als Bärbel nach ihrer überstürzten Abreise aus Hamburg nach Essen zurückkehrt, ist es seltsam vertraut, aber auch völlig anders. Ihre Familie kämpft mit mehr als einer Schwierigkeit und auch ... …mehr

Zum Inhalt: Als Bärbel nach ihrer überstürzten Abreise aus Hamburg nach Essen zurückkehrt, ist es seltsam vertraut, aber auch völlig anders. Ihre Familie kämpft mit mehr als einer Schwierigkeit und auch sie wird in neuerliche Probleme gestürzt als sie dem Mann gegenüber steht, den sie vor Jahren so sehr geliebt hat. Wie wird das Leben für sie weitergehen? Meine Meinung: Hach, ich mag diese Serie um die Familie aus dem Ruhrpott richtig gerne und bin immer wieder traurig, wenn ein Teil beendet ist. Ich hoffe sehr, dass das nicht der letzte Teil ist, denn ihr möchte die Protagonisten gerne noch eine Weile begleiten. Der Schreibstil ist sehr gut und dadurch liest sich das Buch sehr flott weg. Ich mag besonders, dass auch immer wieder die doch recht derbe, aber ehrliche Ruhrpottsprache im Buch verwendet wird. Ich habe das Buch sehr genossen und empfehle das Buch auf jeden Fall sehr. Fazit: Bitte mehr davon!

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Trailer | Ruhrpott-Saga

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Starke Frauen in bewegten Zeiten

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Autorin

Eva Völler

Eva Völler - Autor
© Olivier Favre

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht." Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

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