Himmelsstürmerinnen - Wir greifen nach den Sternen
 - Sarah Lark - Hardcover
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22,00

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Hardcover
Saga
576 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7857-0047-1
Ersterscheinung: 26.01.2024

Himmelsstürmerinnen - Wir greifen nach den Sternen

Roman. Saga um vier außergewöhnliche Frauen, die von Schottland aus die Welt für sich erobern
Band 1 der Reihe "HIMMELSSTÜRMERINNEN-SAGA"

(39)

Ende des 19. Jahrhunderts in Schottland: Drei Cousinen aus dem adligen Clan der Hards streben nach Höherem. Während Ailis die Sterne erkunden will, träumt Donella vom Ballonflug und Haily vom Starruhm auf der Bühne. In der ersten schottischen Mädchenschule werden die Schülerinnen tatsächlich auf ein mögliches Studium vorbereitet. Die junge Emily, die aus einer Dienstbotenfamilie stammt, darf die drei Cousinen dorthin begleiten. Was zunächst wie ein Glücksfall für Emily anmutet, ist an eine ungute Bedingung geknüpft. Aber erst einmal scheint ihnen die Welt offen zu stehen. Doch dann nimmt das Schicksal für eine der Frauen eine unerwartete Wendung, und die vier werden in alle Winde zerstreut ...


Auftakt der großen Dilogie um vier außergewöhnliche Frauen, die von Schottland aus die Welt für sich erobern und dabei die Liebe und das Leben kennenlernen

Rezensionen aus der Lesejury (39)

Erdhaftig Erdhaftig

Veröffentlicht am 07.02.2024

Spannend!

Ailis und Hailey sind Cousinen und stammen aus schottischen Clans ab ebenso wie Donnella. Emma ist die Tochter einer Dienstbotin und Haileys Spielgefährtin, später Zofe und "Mädchen für alles". Sie ist ... …mehr

Ailis und Hailey sind Cousinen und stammen aus schottischen Clans ab ebenso wie Donnella. Emma ist die Tochter einer Dienstbotin und Haileys Spielgefährtin, später Zofe und "Mädchen für alles". Sie ist mit Ailis und Donnella befreundet, weil alle vier auf die gleiche Schule geschickt werden. Jede von ihnen greift auf ihre Art "nach den Sternen", Ailis tatsächlich, ihren Weg fand ich besonders interessant. Denn sie wird zwangsverheiratet und geht mit ihrem Mann nach Boston, dort verschlägt es sie nach Harvard an die Uni. Allerdings anders, als man denken mag. Hailey ist faul, tanzt gerne, ist sehr bestimmend und kommandiert Emma herum, sie ist auch narzisstisch und geht einen ganz anderen Lebensweg als man von einer adligen Tochter um 1897 herum erwartet. Donna will fliegen und hat einen Großvater, der ihre Wünsche als Kinderei denkt, aber dennoch unterstützt. Allerdings unterschätzt er ihren Will zu fliegen erheblich, sie tanzt ganz schön aus der Reihe im Rahmen ihrer Möglichkeiten. Und Emma setzt allem im wahrsten Sinn den Vogel auf.

Mich haben alle vier Mädchen bzw. Frauen beeindruckt. Lark erzählt sehr klar, die Schwierigkeiten als Frau etwas aus sich zu machen und den eigenen Weg zu gehen. Das war weder in Schottland, noch in Paris und auch nicht in den Nordstaaten der USA einfach. Aber es gab offensichtlich Möglichkeiten. Ich bin sehr gespannt auf den zweiten Teil der Dilogie.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

DaveSp91 DaveSp91

Veröffentlicht am 04.02.2024

Ein Griff nach den Sternen

Klappentext:

Ende des 19. Jahrhunderts in Schottland: Drei Cousinen aus dem adligen Clan der Hards streben nach Höherem. Während Ailis die Sterne erkunden will, träumt Donella vom Ballonflug und Haily ... …mehr

Klappentext:

Ende des 19. Jahrhunderts in Schottland: Drei Cousinen aus dem adligen Clan der Hards streben nach Höherem. Während Ailis die Sterne erkunden will, träumt Donella vom Ballonflug und Haily vom Starruhm auf der Bühne. In der ersten schottischen Mädchenschule werden die Schülerinnen tatsächlich auf ein mögliches Studium vorbereitet. Die junge Emily, die aus einer Dienstbotenfamilie stammt, darf die drei Cousinen dorthin begleiten. Was zunächst wie ein Glücksfall für Emily anmutet, ist an eine ungute Bedingung geknüpft. Aber erst einmal scheint ihnen die Welt offen zu stehen. Doch dann nimmt das Schicksal für eine der Frauen eine unerwartete Wendung, und die vier werden in alle Winde zerstreut ...

"Die Himmelsstürmerinnen" vonSarah Lark st ein beeindruckender Roman, der die Geschichte von vier Frauen im 19. Jahrhundert erzählt, die sich gegen gesellschaftliche Normen und Konventionen auflehnen, um ihre eigenen Träume zu erreichen.

Ailis, Donella und Haily sind Cousinen aus dem schottischen Clan der Hards. Emily, die"Freundin" von Haily begleitet das Schicksal der drei Cousinen. Alle vier Mädchen träumen von Dingen, welche in der Gesellschaft Ende des 19. Jahrhunderts nicht mit Frauen in Verbindung gebracht werden.

Agiles träumt von den Sternen, während Donella einen Faible für die Luftfahrt entwickelt. Haily will ein Superstar auf den Bühnen dieser Welt werden, wobei sich ihre Freundin Emily ein selbstbestimmtes Leben wünscht. Der Roman beginnt mit dem gemeinsamen Aufwachsen der vier Frauen und deren Schulbesuch und St. Leonards. Danach trennen sich die Wege der Vier. Erst Jahrzehnte später treffen sich die Wege der Frauen auf schicksalshafte Weise. Ihre Reise zur Emanzipation wird durch Liebe, Verlust und den Widerstand gegen soziale Normen geprägt.

Ein herausragendes Merkmal des Romans ist die Art und Weise, wie die Autorin die historische Atmosphäre des 19. Jahrhunderts einfängt. Die Leser*innen werden in eine Welt voller strenger Moralvorstellungen, gesellschaftlicher Konventionen und aufkeimender sozialer Veränderungen versetzt. Die Beschreibungen der Lebensweise und der sozialen Hierarchien vermitteln ein lebendiges Bild dieser Ära.

Sarah Lark gelingt es die Entwicklung jeder einzelnen Frau phänomenal und sensibel darzustellen. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet und vielschichtig, was dem Roman eine große emotionale Tiefe verleiht. Die Dialoge sind authentisch und tragen dazu bei, die sozialen Spannungen und Widersprüche dieser Zeit zu reflektieren.

Die Botschaft des Romans ist die Wichtigkeit der Selbstbestimmung und der Freiheit, insbesondere für Frauen im 19. Jahrhundert. Ailis, Donella, Emily und Haily werden zu einem Symbol für den Mut, sich gegen die Normen der Gesellschaft zu stellen und für die eigene Emanzipation zu kämpfen.

Insgesamt ist "Die Himmelsstürmerinnen" von Sarah Lark ein fesselnder Roman, der nicht nur historisch interessant ist, sondern auch zeitlose Fragen zur Emanzipation und Selbstbestimmung aufwirft und ist somit jetzt schon einer meiner Lieblings-Romane im Jahr 2024. Ich freue mich schon auf den angekündigten zweiten Teil der Reihe.

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tigerbea tigerbea

Veröffentlicht am 02.02.2024

Ein vielversprechender Auftakt

Ailis, Donella und Haily sind Cousinen aus dem schottischen Clan der Hards. Zum Ende des 19. Jahrhunderts ist ihr Lebensweg vorgezeichnet, aber die Mädchen träumen von ganz anderen Dingen. Ailis fühlt ... …mehr

Ailis, Donella und Haily sind Cousinen aus dem schottischen Clan der Hards. Zum Ende des 19. Jahrhunderts ist ihr Lebensweg vorgezeichnet, aber die Mädchen träumen von ganz anderen Dingen. Ailis fühlt sich zu den Sternen hingezogen und will sie erkunden, Donella ist fasziniert von dem Gedanken, eines Tages fliegen zu können und Haily will unbedingt eine berühmte Sängerin und Tänzerin werden. Bei ihnen ist Emily, die Tochter der Köchin im Hause von Hailys Eltern. Sie wurde als Spielgefährtin für Haily ins Herrenhaus geholt, doch die behandelt sie immer mehr wie eine Leibeigene. Als die Cousinen auf eine Mädchenschule geschickt werden, ist es klar, daß Emily sie begleiten soll. Für das Mädchen öffnet sich so eine Welt, die sonst für sie verschlossen bliebe. Nach dem Schulabschluß sollen alle vier ihren vorgezeichneten Weg gehen, aber sie wollen ihre Träume nicht aufgeben und kämpfen erbittert für ihre Rechte.

"Himmelsstürmerinnen" ist der Auftakt einer neuen Dilogie von Sarah Lark. Mit dem Buch "Wir greifen nach den Sternen" fängt die Reihe auch richtig gut an. Es hat mich von Anfang bis Ende fasziniert. Die Geschichten der vier jungen Mädchen, die für ihre Träume kämpfen, wurden so lebendig erzählt, daß man davon nicht mehr los kommt. So ernst dieses Thema auch ist, Sarah Lark bringt auch manchmal ein paar witzige Situationen mit hinein. Das lockert die Handlung wunderbar auf. Zudem lernt man eine Menge über das schottische Erbrecht und die gnadenlosen Methoden, mit denen die Menschen damit umgegangen sind. Da konnte man fast froh sein, wenn man nichts zu vererben hatte.

Mit diesem Buch ist Sarah Lark ein vielversprechender Auftakt einer mit Sicherheit interessanten Reihe gelungen!

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Gina1627 Gina1627

Veröffentlicht am 30.03.2024

Was für ein mitreißendes, aufregendes und emotionsvolles Leseerlebnis!

Als begeisterte Leserin von Sarah Larks Neuseelandromanen hat mich der Klappentext und das traumhafte Cover von ihrem neuen Buch „Himmelsstürmerinnen-Wir greifen nach den Sternen“ magisch angezogen und ... …mehr

Als begeisterte Leserin von Sarah Larks Neuseelandromanen hat mich der Klappentext und das traumhafte Cover von ihrem neuen Buch „Himmelsstürmerinnen-Wir greifen nach den Sternen“ magisch angezogen und mich neugierig auf die dahintersteckende Geschichte gemacht. Ich liebe die sehr bildhafte und emotionsvolle Erzählweise der Autorin, mit der sie mich auch dieses Mal wieder voll eingefangen hat. Die vier Hauptcharaktere Haily, Emily, Ailis und Donella haben mir auf ihren aufregenden und spannenden Lebenswegen von der Kindheit bis zum Erwachsenenalter ein unglaubliches Kopfkino beschert und mich an ihrer Verbundenheit mit der Vielfalt der Natur, der Astronomie mit der Wahrnehmung und Faszination des Sternenhimmels und der Liebe zur Fliegerei und Gesangsdarbietung, teilnehmen lassen. Ihre fiktive Geschichte, bei der Sarah Lark sich von historischen Personen und Geschehnissen hat inspirieren lassen, spielt in der Zeit von 1873-1892, während der Frauen noch für ihr Glück, ihre Träume, Bildung, Freiheit, Gleichberechtigung und Selbstbestimmung kämpfen mussten. Sehr atmosphärisch und bildhaft kamen für mich ihre Kindheit in Schottland und das Flair der Hauptschauplätze von Paris und Boston rüber, an denen alle von ihnen vor viele Herausforderungen gestellt wurden. Am Anfang musste ich mich erst einmal an die Vielzahl an Protagonisten gewöhnen, sie kennenlernen und zuordnen, wobei mir die Ahnengalerie auf der Innenseite des Buchrückens geholfen hat.

Sehr gut ausgewählt fand ich die Kapitelüberschriften, Kinderwünsche, Für das Leben lernen, Zu den Sternen, Flügel der Liebe, Seelenverwandte, Mesalliance, Studien, Die Frau mit dem Ballon, die die Geschehnisse und die Entwicklung der Charaktere darin wunderbar wieder spiegelten. Unglaublich facettenreich, lebendig und liebenswert hat Sarah Lark ihre Hauptfiguren dargestellt. Wie in einem Sog haben mich die Lebensgeschichten der drei Cousinen Haily, Ailis und Donella, die aus dem schottischen Adelsclan der Hards stammen und Emily, die Tochter einer Köchin, die alle durch ihre gemeinsam verbrachte Kindheit eng verbunden waren, in den Bann gezogen. Ich habe sie dafür bewundert und mit ihnen mitgefiebert mit welcher Begeisterung, Zielstrebigkeit und Willensstärke sie auf ihren unterschiedlichen Wegen ihr Glück gesucht und nach den Sternen gegriffen haben, für ihre Liebe und Leidenschaft kämpften und dabei so viele Hindernisse in Kauf nehmen mussten, die Gefahren, Leid, Ängste und Ungewissheit mit sich gebracht haben. Ein bisschen polarisiert hat mich Haily, die sich bedingt durch ihre Erziehung, zu einer sehr verwöhnten, launischen, gefallsüchtigen, besitzergreifenden und manipulativen Frau entwickelte. Mit Ailis habe ich mich sehr verbunden gefühlt, da ich genauso wie sie von der Astronomie begeistert bin und sie sich, trotz unvorhersehbarer Umstände, nicht von ihrem Weg hat abbringen lassen. Richtig mitgefiebert habe ich mit Donella, die mich mit ihrem Erfindergeist, ihrem Enthusiasmus und ihrer Leidenschaftlichkeit richtig mitgerissen hat. Aber auch Emily ist mir von Anfang an sehr ans Herz gewachsen, da sie sich aufgrund ihrer Herkunft immer ein bisschen mehr anstrengen und gegen die Besitzansprüche von Haily wehren musste. Sie ist eine so kluge, warmherzige und fürsorgliche Frau, die mich durch ihre sensible und unvoreingenommene Art und ihre Liebe zur Tierbeobachtung sehr angesprochen hat.

Mein Fazit:

Sarah Larks erster Band ihrer Dilogie der Himmelstürmerinnen-Saga war für mich ein tolles Leseerlebnis und ich fiebere jetzt schon der Fortsetzung sehr entgegen, da ich unbedingt erfahren möchte, wie sich die Lebenswege der liebgewonnenen Charaktere weiter entwickeln werden. Ich vergebe eine unbedingte Leseempfehlung und verdiente 4,5 Sterne.

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Lesefee2305 Lesefee2305

Veröffentlicht am 17.03.2024

Fliegen

„Sie haben uns glauben lassen, wir könnten etwas erreichen, studieren, etwas verändern, obwohl wir Frauen sind. Aber so ist es nicht.“

„Himmelsstürmerinnen - Wir greifen nach den Sternen“ ist der erste ... …mehr

„Sie haben uns glauben lassen, wir könnten etwas erreichen, studieren, etwas verändern, obwohl wir Frauen sind. Aber so ist es nicht.“

„Himmelsstürmerinnen - Wir greifen nach den Sternen“ ist der erste Band der „Himmelsstürmerinnen-Saga“ von Sarah Lark. Er erschien im Januar 2024 im Bastei Lübbe Verlag.
Schottland, 1873: Die drei Cousinen Ailis, Donella und Haily sind Töchter eines schottischen Clans, der Familientraditionen ehrt. Während also Ailis Familie auf einen männlichen Nachkommen hofft, streben die anderen Familien den Clantitel an. Die drei Cousinen jedoch, die später gemeinsam mit Emily, Hailys Kindergefährtin, auf ein Mädcheninternat geschickt werden, haben im Leben andere Ziele als Heiraten. Verbunden werden gerade Ailis, Donella und Emily durch das gemeinsame technische Interesse. Haily ist eher die Außenseiterin mit künstlerischem Ehrgeiz. Obwohl es zunächst so aussieht, als würde das Schicksal die jungen Frauen in alle Himmelsrichtungen verschlagen, bleiben sie schließlich doch aneinander gebunden…

Zunächst einmal muss ich eine Content Note zum Roman anbringen, es kommt zu Gewalt und zum Tod von Tieren. Passt also auf, wenn ihr darüber nicht lesen mögt!

Der neue Roman von Sarah Lark war für mich als treue Leserin natürlich ein Muss. Trotzdem habe ich mich am Romananfang sehr schwer getan, das Buch weiterzulesen. Aufgrund der vier Protagonistinnen dauert die Einführung in die Haupthandlung sehr lange und ist zudem ein wenig kompliziert durch die vielen verschiedenen Figuren. Zusätzlich ist der Schreibstil zu Beginn eher sachlich und Emotionen werden noch nicht gut transportiert. Schließlich kommt es noch zum gewaltsamen Tod und zuvor schon zu Quälerei an Tieren, wodurch ich mich zusätzlich sehr schwer getan habe!
Glücklicherweise ist es aber so, dass die Geschichte spätestens nach dem ersten Drittel an Fahrt aufnimmt. Die Protagonistinnen sind zu diesem Zeitpunkt gut eingeführt und Sympathien und Antipathien klar. Zunächst begleitet man Ailis, welche sehr unvorhergesehen verheiratet wird und in die USA auswandert. Auch die anderen Cousinen verlassen schließlich Schottland und im Laufe der Zeit greift jede auf ihre Weise nach den Sternen.
Während Ailis sich dabei tatsächlich der Astronomie widmet, beschäftigt sich Donella mit dem Fliegen und Haily entdeckt die Theaterbühnen für sich. Auch Emily bricht schließlich ihre Ketten, worüber ich mich wohl am meisten gefreut habe. Ihre Entwicklung ist für mich daher auch am beachtlichsten, denn sie wirkte zunächst eher wie eine graue und stille Maus, die ihre Wünsche niemals durchsetzen wird. Schließlich beweist sie aber allen das Gegenteil und widmet sich der Zoologie und Psychologie.
Der Roman endet dann mit einem großen Knall, den ich so absolut nicht erwartet hätte. Typisch Sarah Lark wird also am Ende abgerechnet und obwohl ich doch überrascht war, war ich nicht unbedingt traurig…
Der Schreibstil ist nach dem holperigen Anfang dann ebenfalls flüssig und mitreißend. Die personale Erzählperspektive wechselt zwischen den Cousinen und Emotionen werden gut transportiert.
Die Autorin greift in ihrem Roman verschiedenste historische und soziale Themen auf und bindet sie brillant in die Handlung ein. So stellt sie anhand der Protagonistinnen deutlich die Rolle der Frau zum Ende des 19. Jahrhunderts dar. Die Rolle als Ehefrau und Mutter war noch sehr etabliert, die jungen Frauen hatten kaum eine Chance aus diesem Konstrukt auszubrechen. Dennoch war Bildung auch für Frauen schon möglich und manche Universitäten ließen sogar schon ein Studium zu. Dennoch war es auch mit entsprechender Ausbildung schwer einen Beruf zu finden und auch noch gut bezahlt zu werden. Weiterhin bestanden große Vorbehalte den Frauen gegenüber, mit denen sich die Protagonistinnen auseinandersetzen müssen. Darüber hinaus geht es auch um Sklaverei und Rassismus in den Staaten sowie um Homosexualität und damalige gesellschaftliche Tabubrüche wie Abtreibung und ungewollte Schwangerschaft. Darüber hinaus werden auch technische Entwicklungen wie das Automobil und Luftschiffe beschrieben und wissenschaftliche Erkenntnisse in Bezug auf die Ornithologie und die Astronomie eingearbeitet. Historische Fakten werden dabei ebenfalls in die fiktive Handlung aufgenommen.
Was in der Tat sehr gewaltig und fast schon überladen klingt, ist allerdings mühelos in die Handlung eingeflochten und keinesfalls kompliziert lesbar. Der Roman lebt von seinen verschiedenen Handlungssträngen, die zunächst auseinander driften, schließlich aber wieder zusammenfließen.

Mein Fazit: Obwohl ich mich beim Lesen zunächst schwergetan habe, muss ich final sagen, dass Sarah Lark wieder ein großartiger historischer Roman gelungen ist. Der Auftakt ihrer neuen Familiensaga stellt starke und mutige Frauen am Ende des 19. Jahrhunderts dar und zeigt, welche Schwierigkeiten und Hindernisse es für sie gab. Nachdem ich mich in die Handlung eingefunden hatte, konnte ich den Roman kaum aus der Hand legen, weshalb ich 4,5 von 5 Sternen vergebe und eine klare Leseempfehlung ausspreche.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Sarah Lark

Sarah Lark - Autor
© www.pixxwerk.de

Sarah Lark, geboren 1958, wurde mit ihren fesselnden Neuseeland- und Karibikromanen zur Bestsellerautorin, die auch ein großes internationales Lesepublikum erreicht. Nach ihren fulminanten Auswanderersagas überzeugt sie inzwischen auch mit mitreißenden Romanen über Liebe, Lebensträume und Familiengeheimnisse im Neuseeland der Gegenwart. Sarah Lark ist das Pseudonym einer erfolgreichen deutschen Schriftstellerin, die in Spanien lebt.

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