Das dunkle Versteck
 - Arnaldur Indriðason - Taschenbuch

ab
23.12.2024
erhältlich

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14,00

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Taschenbuch
Skandinavische Spannung
ISBN: 978-3-404-19395-0
Ersterscheinung: 23.12.2024

Das dunkle Versteck

Island Krimi. Kommissar Konráð ermittelt in seinem persönlichsten Fall und wird mit den eigenen dunklen Seiten konfrontiert
Band 5 der Reihe "Kommissar Konrad"
Übersetzt von Freyja Melsted

(16)

Nach dem Tod ihres Mannes findet Halla eine alte Pistole in der Garage ihres Hauses mitten in Reykjavík. Sie bringt sie zur Polizei. Es stellt sich heraus, dass aus dieser Waffe der tödliche Schuss in einem lange zurückliegenden Mordfall stammt. Damals wurde ein junger Mann namens Garðar ohne erkennbares Motiv erschossen. Als Kommissar Konráð von der gefundenen Tatwaffe erfährt, ist er alarmiert, denn sein ermordeter Vater besaß eine solche Pistole. Konráð nimmt privat Ermittlungen auf. Er will unbedingt herausfinden, ob der Mord an seinem Vater mit dem neu aufgerollten Fall zu tun hatte. Eine Spur führt zu Gústaf, einem Arzt, der wegen grausamer Verbrechen im Gefängnis sitzt ...

Rezensionen aus der Lesejury (16)

Nele33 Nele33

Veröffentlicht am 30.01.2024

Konráð persömlich

Mit "Das dunkle Versteck" von Arnaldur Indriðason erscheint ein neur Band um den mittlerweile pensionierten Ermittler Konráð.

Halla findet nach dem Tod ihres Mannes eine alte Pistole in der Garage und ... …mehr

Mit "Das dunkle Versteck" von Arnaldur Indriðason erscheint ein neur Band um den mittlerweile pensionierten Ermittler Konráð.

Halla findet nach dem Tod ihres Mannes eine alte Pistole in der Garage und bringt sie zur Marta, einer ehemaligen Kollegin von Konráð. Als Konráð dies erfährt, werden Kindheitserinnerungen wach. Auch sein ermordeter Vater Seppi besaß solch eine Pistole. Konráð wäre nicht er, wenn er nicht auf eigene Faust Nachforschungen anstellen würde, ist er doch immer noch auf der Suche dem Mörder seines Vaters, obwohl der Fall in den 60-iger Jahren geschehen ist. Mit der abgegebenen Lugner wurde ein junger Mann in den ärmlichen Baracken ermordet. War sein Vater der Täter. Zutrauen würde er es ihm, war er doch ein Kleinkrimineller und Alkoholiker.
Seine Nachforscchungen bleiben nicht unbemerkt und diesmal bringt Konráð nicht nur sich, sondern auch seine Schwester Beta in größte Gefahr.

Die Geschehnisse schließen nahtlos an den letzen Band an und springen in den Zeiten und Orten hin und her. Der Fall ist so komplex gestaltet, dass es vom Leser eine gewisse Konzentration benötigt den Sprüngen zu folgen. Mir fehlte da ein wenig die Kennzeichung für die unterschiedlichen Zeiten.
Gewohnt führt der Autor alle Stränge zu einem fulminanten Ende, welches für mich keine Fragen offen lässt. Selbst für Konráð Kenner, schafft es der Autor einige neue Details aus seinem Leben ans Tageslicht zu bringen.
allerdings ist es zwingend notwendig die vorherigen Bände in der richtigen Reihenfolge gelesen zu haben, da es häufigen Bezug zu alten Fällen und Personen gibt.

Ein sehr lesenswerter Krimi, ein guter Plot und spannende Stunden.

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coffee2go coffee2go

Veröffentlicht am 15.05.2024

düster und bedrückend

Der fünfte Teil der Island-Krimi-Serie mit dem mittlerweile pensionierten Kommissar Konrad hat eine düstere Grundstimmung. Die Geschehnisse aus der Vergangenheit und auch die Erkenntnisse aus den vorigen ... …mehr

Der fünfte Teil der Island-Krimi-Serie mit dem mittlerweile pensionierten Kommissar Konrad hat eine düstere Grundstimmung. Die Geschehnisse aus der Vergangenheit und auch die Erkenntnisse aus den vorigen Teilen wirken stark in den aktuellen Teil ein, sodass es notwendig ist, die vorigen Teile zu kennen, da das Buch nicht in sich abgeschlossen ist.
Von Konrad sieht man nicht nur die Seiten, die er als Ehemann und Polizist gezeigt hat, sondern diesmal kommen sehr viele dunkle Züge von ihm zum Vorschein, die ihn anders zeigen, an der Grenze zur Legalität und manchmal auch darüber. Seine eigene Vergangenheit belastet ihn noch schwer, vor allem die kriminellen Aktivitäten seines Vaters und der noch immer ungeklärte Mord an seinem Vater. Erschreckend ist auch, wie in den 1960er Jahren mit Kindesmissbrauch und Homosexualität umgegangen wurde, wie alles verheimlicht und vertuscht wurde und nicht einmal zur Anzeige gebracht wurde und welch schwerwiegende und nachhaltige Folgen dies für die Betroffenen hatte und bis jetzt noch hat. Dies ist eines der zentralen Themen in diesem Teil der Serie. Ich bin gespannt, was im nächsten Teil noch alles aufgedeckt wird, viel düsterer kann es fast nicht mehr werden.

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Annabell95 Annabell95

Veröffentlicht am 24.02.2024

Komplexer Fall

Eine Frau findet nach dem Tod ihres Mannes in ihrer Garage eine Pistole. Sie bringt diese zur Polizei und dort findet die Spurensicherung heraus, dass aus dieser Waffe ein tödlicher Schuss in einem ungeklärten ... …mehr

Eine Frau findet nach dem Tod ihres Mannes in ihrer Garage eine Pistole. Sie bringt diese zur Polizei und dort findet die Spurensicherung heraus, dass aus dieser Waffe ein tödlicher Schuss in einem ungeklärten Fall stammt. Als Kommissar Konráð davon erfährt, erinnert er sich, dass sein Vater auch so eine Waffe besaß. Damals wurde ein Mann aus heiterem Himmel erschossen. Konráð nimmt auf eigene Faust Ermittlungen auf, weil er wissen will ob sein Vater etwas mit dem Verbrechen zu tun hat. Seine Ermittlungen führen zu einem Arzt, namens Gustaf, der wegen Kindesmissbrauchs im Gefängnis sitzt und auch sein Vater hatte mit diesem Arzt zu tun...

"Das dunkle Versteck" ist Band 5 der Reihe mit dem pensionierten Kommissar Konráð. Die Vorgänger sollten hier schon bekannt sein, da Konráð immer noch in seinem persönlichem Fall, den Mord an seinen Vater, ermittelt.

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven und mit verschiedenen Handlungssträngen erzählt. Das Erzähltempo ist hier gleichbleibend langsam, sodass es hier eher ein ruhiger Krimi, aber dennoch spannend ist. Man muss sich beim Lesen sehr stark konzentrieren, um nicht den Faden zu verlieren. Die Zeitsprünge zwischen Gegenwart und Vergangenheit fand ich etwas verwirrend. An der Stelle hätte ich mir gewünscht, dass es irgendwie kenntlich gemacht worden wäre, in welcher Zeit man sich gerade befindet.

Kommissar Konráð ist mir schon aus den Vorgängerbänden bekannt gewesen. Er ist ein Eigenbrötler, schon pensioniert, aber mischt sich trotzdem immer noch überall ein. In diesem Band habe ich ihn nochmal aus einem ganz anderen Blickwinkel kennengelernt. Man erfährt hier einiges aus seiner Vergangenheit und er wurde dadurch endlich ein bisschen greifbarer für mich.

Mein Fazit:
Ein bisschen verwirrend durch die Zeitsprünge und eine sehr komplexe Handlung, wo man sich stark konzentrieren muss. Trotzdem eine spannende Fortsetzung.

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Kwinsu Kwinsu

Veröffentlicht am 31.01.2024

Neues vom Meister seines Faches

Als eine Witwe im Nachlass ihres Mannes einen Revolver findet und ihn bei der Polizei abgibt, stellt sich schnell heraus, dass mit dieser Waffe vor langer Zeit ein Mensch ermordet wurde. Der pensionierte ... …mehr

Als eine Witwe im Nachlass ihres Mannes einen Revolver findet und ihn bei der Polizei abgibt, stellt sich schnell heraus, dass mit dieser Waffe vor langer Zeit ein Mensch ermordet wurde. Der pensionierte Ermittler Konráð erfährt davon und kann es nicht lassen, eigene Ermittlungen zu starten. Dabei entdeckt er schnell, dass auch sein Vater in den Fall involviert sein könnte...

Mit der Erlendur-Reihe wurde Arnaldur Indriðason zu meinen Lieblingskrimiautor. Wie kein anderer schafft er es für mich eine anspruchsvolle, spannende Erzählung zu liefern, die verwoben ist mit dem entschleunigten, etwas mystischen Flair Islands, der rauen Natur – die immer eine zentrale Rolle einnimmt, einer tiefgehenden Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit und einem interessanten Kriminalfall. Wesentlich ist stets auch die Kultur- und Alltagsgeschichte Islands. So auch in „Das dunkle Versteck“, dem neuen Band in der Konráð-Reihe. Zugegebenermaßen habe ich nach den ersten zwei Bänden über den pensionierten Polizisten Konráð irgendwie das Interesse an ihm verloren, der Hauptprotagonist konnte mich nie so richtig überzeugen. Umso gespannter war ich, wie es mir nun mit dem neuen Band gehen würde und ob es ein Nachteil war, dass ich einige Bände übersprungen habe. Vorneweg: ich hatte nicht den Eindruck, dass mir maßgebliche Informationen über Konráð und dessen Vergangenheit fehlen würden. Das ist meines Erachtens ein großer Pluspunkt, denn nichts mag ich weniger, als wenn bei einer Krimireihe durch fehlende Informationen über die handelnden Personen etwas nicht nachvollziehbar ist.

Konráð ist ein Eigenbrötler, er ignoriert gekonnt die Mahnungen seiner Ex-Kolleg:innen, sich nicht in den Fall einzumischen und kommt damit durch. Diese Beharrlichkeit in allen Belangen führen ihn schließlich immer zum Ziel: den Fall aufzulösen, mag dessen Ursprung auch noch so lange her und komplex sein. Die Aufklärung eines anderen Todes – nämlich die Ermordung seines Vaters vor langen Jahren – ist eine andere Beharrlichkeit, die mich fast schon an Wahnhaftigkeit erinnert hat und ein stets wiederkehrendes Thema ist. Was mir diesmal besonders schwergefallen ist, war, an der Geschichte dranzubleiben. Es gibt so viele verschiedene Handlungsstränge, dass während des Lesens höchste Konzentration erforderlich ist. Mehrmals musste ich weiter vorne nachlesen, damit die Nachvollziehbarkeit für mich aufrecht blieb. Das ist zwar anstrengend, steigerte aber auch mein Interesse am Fortgang der Geschichte. Richtig greifbar wurde Konráð für mich aber leider nicht, auch wenn die Erinnerungsfetzen an das gewalttätige Verhalten seines Vaters in seiner Kindheit tief berührend sind und wir auch etwas zu seinen Beziehungen zu Frauen erfahren. So richtig hineinversetzen in Indriðasons Figuren konnte ich mich nie, das hat aber ob der vielschichtigen und packenden Geschichte und der Atmosphäre nie wirklich eine Rolle gespielt. Weshalb der Funke zu Konráð bei mir nie so richtig übergesprungen ist, kann ich gar nicht genau begründen – vermutlich ist er für mich schlicht zu unzugänglich. Das hat sich auch nach dieser intensiven Geschichte in „Das dunkle Versteck“ nicht gewandelt.

Mein Fazit: Indrinðasons neuer Konráð-Fall „Das dunkle Versteck“ ist ein solider, anspruchsvoller und spannender Islandkrimi, der uns erneut mittels eines Mordfalles auf eine Reise durch die Zeitgeschichte der Insel im Atlantik führt. Wegen seiner Komplexität und Vielschichtigkeit ist die Erzählung keine leichte Kost und erfordert große Aufmerksamkeit von den Leser:innen. Wer die atmosphärische und verstrickte Erzählweise Indrinðasons schätzt, wird auch durch dieses Werk wieder bestens unterhalten.

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Hornita Hornita

Veröffentlicht am 30.01.2024

Alte Fälle und Isländische Geschichte

Da ich bereits andere Bücher aus der Kommissar Konrad-Reihe gelesen habe, konnte ich mich gut mir der leicht traurigen Grundstimmung anfreunden. Mir gefällt sehr gut, wie er sich jetzt als Rentner in alte ... …mehr

Da ich bereits andere Bücher aus der Kommissar Konrad-Reihe gelesen habe, konnte ich mich gut mir der leicht traurigen Grundstimmung anfreunden. Mir gefällt sehr gut, wie er sich jetzt als Rentner in alte Fälle hineinbeißt und nach vielen Jahren noch in der Lage ist, Sachverhalte aufzuklären. Auf mich wirken die Geschichte natürlich und organisch, kein bisschen konstruiert. Die Bücher der Konrad-Reihe haben übergeordnet das Motiv, dass sich Konrad versessen darum bemüht, den Mord an seinem Vater aufzuklären. In jedem einzelnen Buch gibt es dann wiederum einen ungelösten, alten Fall, der aus verschiedenen Gründen wieder aktuell wird. Auch die Besonderheiten Islands und die historische Situation finde ich sehr interessant und auch hier gut eingebaut. Alles hängt zusammen, man kennt sich, das wirkt sich auf die Ermittlungen mal negativ, mal positiv aus. Der Schreibstil ist einwandfrei, Arnaldur Indridason ist nicht umsonst ein sehr erfolgreicher Autor. In der Mitte des Buches war mir das Thema mit seinem Vater dann doch etwas zu viel, das wurde dann aber gut gelöst und ich glaube, dass es jetzt abgeschlossen ist. Ich wurde gut unterhalten, aber es ist sicher nicht das beste Buch des Autors.

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Autor

Arnaldur Indriðason

Arnaldur Indriðason - Autor
© Gassi

Arnaldur Indriðason, 1961 geboren, graduierte 1996 in Geschichte an der University of Iceland und war Journalist sowie Filmkritiker bei Islands größter Tageszeitung Morgunbladid.Heute lebt er als freier Autor mit seiner Familie in Reykjavik und veröffentlicht mit sensationellem Erfolg seine Romane. Arnaldur Indriðasons Vater war ebenfalls Schriftsteller. 1995 begann er mit Erlendurs erstem Fall, weil er herausfinden wollte, ob er überhaupt ein Buch schreiben könnte. Seine Krimis belegen …

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