Die Pilotin
 - Amelia Carr - Taschenbuch

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11,00

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Taschenbuch
Sonstige Belletristik
620 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-18389-0
Ersterscheinung: 29.01.2021

Die Pilotin

Roman

(30)

Frühjahr 1942
Als Bruchpilotin landet die junge Amerikanerin Nancy im Zweiten Weltkrieg auf einer Wiese in der englischen Provinz – und mitten im Herzen ihres Vorgesetzten Mac. Da beide bereits gebunden sind, kämpfen sie gegen ihre Gefühle an ...
Sommer 2006
Nancy vertraut ihrer Enkelin Sarah ihre herzzerreißende Lebensgeschichte an. Was Sarah dabei erfährt, erschüttert die Fundamente der Familie. Es ist die Geschichte einer großen Liebe, die Sarah so tief beeindruckt, dass sie ihr eigenes Leben überdenkt ...

Rezensionen aus der Lesejury (30)

Arbade Arbade

Veröffentlicht am 04.03.2021

Das Porträt einer starken Frau

Im Sommer 2006 besucht Sarah ihre Großmutter Nancy in Florida. Die 84-jährige Dame vertraut ihrer Enkelin die wahre Geschichte ihres bewegten Lebens an. Gleichzeitig bittet Nancy Sarah in ihrer Heimat ... …mehr

Im Sommer 2006 besucht Sarah ihre Großmutter Nancy in Florida. Die 84-jährige Dame vertraut ihrer Enkelin die wahre Geschichte ihres bewegten Lebens an. Gleichzeitig bittet Nancy Sarah in ihrer Heimat England nach den Spuren ihrer großen Liebe zu suchen. Denn 1942 wurde Nancy als Pilotin bei Air Transport Auxiliary in England angeworben und dort traf sie den Piloten und Ausbilder James MacKenzie, die große Liebe ihres Lebens. Die stürmische Zeit des Zweiten Weltkrieges und die persönlichen Umstände haben jedoch ihre Pläne und Träume zunichte gemacht.

Das Geständnis ihrer Großmutter bewegt Sarah sehr. Es ist nicht nur eine tragische Geschichte einer großen Liebe und betrifft nicht nur Nancy selbst. Diese Enthüllung bringt einige Geheimnisse ans Tageslicht, die das Leben der ganzen Familie durcheinanderbringen.

Eine große unerfüllte Liebe, verpasste Chancen, tragische Schicksalsschläge, alles in der schweren Zeit des Zweiten Weltkrieges: diese Themen fesseln und berühren. So habe ich auch die Teile des Romans, die darüber erzählen, empfunden. Diese Buchabschnitte wurden in einem einfachen fließenden Schreibstil verfasst, die Seiten flogen nur so dahin.

Anstrengend aber waren für mich die langen Beschreibungen des Fliegens, Funktionieren der Flugzeuge, das ganze Fachwissen, mit dem ich wenig anfangen konnte. Hier ändert sich auch der Schreibstil; er wurde sachlich und trocken. Auch die ersten Kapitel mit kompakten Informationen über die ganze Familie und ihre Vorgeschichte, bis zu den vorherigen Generationen hin, über diversen Freunde und Wegbegleiter, haben mir den Einstieg in die Geschichte erheblich erschwert. Hier wäre meines Erachtens weniger viel mehr.

Das Buch setzt sich aus sieben Teilen zusammen, die abwechselnd in der Gegenwart und der Vergangenheit spielen. Auch verschiedenen Protagonisten kommen zu Wort und erzählen ein Teil der Geschichte, jeder aus seiner Sicht.

„Die Pilotin“ hat mich als ein Porträt einer starken mutigen Frau überzeugt. Amelia Carr würdigt in ihrem Roman eine Frau, die das Fliegen über alles liebte und beweisen wollte, dass auch Frauen als Pilotinnen hervorragende Arbeit leisten können. Und sie zeichnet ein Bild einer emanzipierten Frau, die lieben und treu werden konnte in einer Zeit, die den Menschen und Familien alles abverlangt hat.

Das Buch erschien im Januar 2021 als Taschenbuch bei Bastei Lübbe Verlag. Ich bedanke mich herzlich für das Leseexemplar des interessanten Buches.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Rheinmaingirl Rheinmaingirl

Veröffentlicht am 21.02.2021

Fliegen

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde als Reziexemplar erhalten und hat meine Meinung nicht beeinflusst.
Das Buch handelt von der Familiengeschichte von Nancy Costello. Die Dame ist mittlerweile ... …mehr

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde als Reziexemplar erhalten und hat meine Meinung nicht beeinflusst.
Das Buch handelt von der Familiengeschichte von Nancy Costello. Die Dame ist mittlerweile schon alt und Ihr Leben beinhaltet einige Geheimnisse. Nancy berichtet Ihrer Enkelin Sarah von Ihrer Jugend und der Liebe zum Fliegen. Sie war bei der Air Force und hat in England bei Mac Ihre große Liebe gefunden. Dem Rest der Familie war das nicht bekannt.
Man lernt in dem Roman viel über das Fliegen. Besonders Nancys Leistungen und Fähigkeiten lernt man kennen.
Die Autorin wechselt die Perspektive und die Zeiten häufig und so begleitet man Nancy durch Ihr Leben.
Es gibt viele Wendungen, die den Lesefluss steigern, aber teilweise leider auch etwas bremsen.
Gut gefällt mir, dass die Lebensgeschichte und das Familiengeheimnis wichtiger als der zweite Weltkrieg ist.
Die Wendungen waren meist auch gut gewählt und das Ende war überraschend.

Insgesamt ein Buch mit angenehmen Schreibstil, dass man lesen sollte, wenn man Familiengeschichten mit Geheimnissen mag.

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Yeirah Yeirah

Veröffentlicht am 21.02.2021

Wenn Lügen eine Familie entzweien

Als Nancy im Frühjahr 1942 ein Telegramm erhält, sich einer Gruppe Elitepilotinnen anzuschließen, entscheidet sie sofort, diesem Aufruf zu folgen. Dort beginnt für die junge Pilotin nicht nur ein neues, ... …mehr

Als Nancy im Frühjahr 1942 ein Telegramm erhält, sich einer Gruppe Elitepilotinnen anzuschließen, entscheidet sie sofort, diesem Aufruf zu folgen. Dort beginnt für die junge Pilotin nicht nur ein neues, aufregendes Leben, sondern sie findet auch eine Liebe, die nicht sein dürfte: Denn Mac ist verheiratet und sie selbst verlobt…

Im Jahr 2006 setzt Nancy ihre Enkelin Sarah darauf an, ihre damalige Liebe Mac aufzusuchen. Unwissend, welche Geheimnisse ihrer Familie ans Tageslicht kommen werden, möchte Sarah dieser Bitte nachgehen – und ahnt dabei nicht, wie schmerzhaft Lügen sein können.

Mit „Die Pilotin“ hat Amelia Carr einen interessanten Roman geschaffen, welcher die Geheimnisse und Lügen einer Familie beleuchtet. Abwechselnd in der Vergangenheit und Gegenwart erzählt, ergründet der Leser zusammen mit Sarah Stück für Stück, wie Nancys Leben verlaufen ist und mit welchen Fehlern sie diejenigen am meisten verletzt hat, die ihr besonders nahestehen…

Besonders die ausgeprägten Schwächen der verschiedenen Charaktere sind ein Stärke Carrs, findet man sich als Leser doch immer wieder im Zwiespalt, ob die Handlungsweise Nancys gutgeheißen werden kann oder nicht. Ich persönlich bin mit manchen der Protagonisten leider nicht warmgeworden, weil sich mir die getroffenen Entscheidungen nicht erschlossen haben. Es mag menschlich sein, Fehler zu machen, doch Nancy hat mit ihrer anfänglichen „Begründung“, ihre Familie schützen zu wollen, so viele Personen verletzt. Dem ein oder anderen Leser mag gerade diese Nahhaftigkeit der Charaktere gefallen, doch ich konnte mich damit leider nicht anfreunden.

Des Weiteren hat mich die Art des Erzählens an mancher Stelle verwirrt. Wie bereits angedeutet, wird die Handlung in Vergangenheit und Gegenwart vorgetragen, wobei sowohl die Erzählart als auch die Protagonisten des Öfteren wechseln. Dadurch zieht sich der Handlungsverlauf an manchen Stellen in die Länge, weil Protagonisten in Kapiteln als „Erzähler“ zu Wort kamen, die in meinen Augen allerdings nicht wirklich wichtig waren. Wer sich außerdem einen historischen Roman erhofft, wird in gewissem Maße enttäuscht werden: So hatte ich mir doch mehr Hintergründe zu den damaligen Kriegsgeschehen gewünscht und wie die Bevölkerung Großbritanniens damit umgegangen ist – für mich konnte nur eine Stelle im Buch diese Erwartung erfüllen.

Letztendlich lässt mich „Die Pilotin“ zwiegespalten zurück – wie ich es auch während des Leseprozesses wahrgenommen habe. Die Handlung ist keineswegs schlecht und Carrs Schreibstil ist sehr angenehm, doch mit den Eigenheiten der Charaktere kommt wohl nicht jede/r Leser/in klar. Schade fand ich auch, dass gegen Ende viel zu viele Plottwists miteingebaut wurden, die in der Handlung nie angedeutet wurden. Es sollte unbedingt für jeden Charakter so etwas wie ein Happy End geschaffen werden, doch das ging leider daneben.

„Die Pilotin“ ist beileibe kein schlechter Roman, doch ich hatte mir eindeutig mehr erhofft. Wer sich gut in nahbare Protagonisten hineinversetzen kann, ist eingeladen, einen Versuch zu wagen. Auch wenn der Roman einige Schwächen aufweist, so hat er mir dennoch eine gute Unterhaltung beschert.

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lynas_lesezeit lynas_lesezeit

Veröffentlicht am 21.02.2021

Spannend, voll Potential, doch leider auch mit einigen Schwächen

"Wie gut kennt man seine Familie eigentlich wirklich - wie gut kann man andere überhaupt kennen? So nahe wir einem anderen Menschen auch stehen mögen, es gibt immer tief verborgene Geheimnisse, von denen ... …mehr

"Wie gut kennt man seine Familie eigentlich wirklich - wie gut kann man andere überhaupt kennen? So nahe wir einem anderen Menschen auch stehen mögen, es gibt immer tief verborgene Geheimnisse, von denen wir nichts wissen - Träume und Ängste, Leidenschaften und Hass."

Mit diesen Sätzen fängt der Roman" Die Pilotin" von Amelia Carr an. Ich war dadurch sofort in den Bann der Geschichte gezogen und gespannt darauf, was für Geheimnisse es wohl zu ergründen gibt. Und das waren im Verlauf der Handlung so einige! Einerseits ist dadurch bis zum Schluss ein konstanter Spannungsbogen da, andererseits war es teils etwas zu viel des Guten und wirkte bemüht. Doch dazu später mehr.

Amelia Carr versteht es mit ihrer Sprache und ihren Beschreibungen das Lesen zu einem Erlebnis zu machen, bei dem Bilder im Kopf entstehen und man den Protagonisten nahe kommen kann. Auch wenn der Schreibstil sich leicht lesen lässt und die Seiten nur so dahinfliegen, ist er doch nicht oberflächlich, sondern voller schöner, kreativer Beschreibungen voller Leben und Intensität. Anfangs gefielen mir auch die netten kleinen Anekdoten und Nebensächlichkeiten. Man erfährt dabei aber auch so manche Information, die die Geschichte etwas in die Länge gezogen hat. 617 Seiten waren fast zu viel, etwas straffer hätte mir die Geschichte sicher noch besser gefallen.

Erzählt wird in zwei Zeitebenen und im Wechsel aus Sicht von nahezu jedem Protagonisten. Ersteres hat mir sehr gut gefallen. Ich mag es sehr, Einblicke in die Vergangenheit zu bekommen und mein Wissen zu erweitern. Es wird die Liebesgeschichte von Nancy und Mac in den Irrungen des zweiten Weltkrieges erzählt. Beide sind als Flieger in der Air Transport Auxiliary eingesetzt und eigentlich nicht frei füreinander. Und damit kommt es zu einem ersten großen Geheimnis, dem Sarah die Enkelin von Nancy in der Jetzt-Zeit auf der Spur ist.

Von Nancy war mein erster Eindruck, dass sie eine sehr sympathische Frau und vor allem eine großartige Oma für Sarah ist. Als dann die Geschichte erstmals in die Vergangenheit abschweift, habe ich sie jedoch ganz anders kennengelernt. Als junge, mutige Frau, die sich ein neues Leben aufbaut und für ihre Ideale Eintritt. Im weiteren Verlauf muss ich sagen, dass Nancy durch ihr Verhalten leider einiges an Sympathie eingebüßt hat. Vor allem, wie sie mit ihren drei Kindern umgegangen ist, konnte ich einfach nicht nachvollziehen.

Sarah blieb mir bis zum Schluss sympathisch. Es ist leicht sich in sie hineinzuversetzen. Sie hat ein gespanntes Verhältnis zu ihrer Mutter, einen immer stärker werdenden Kinderwunsch ohne einen passenden Partner zu finden, der ihr Herz berührt und nicht lediglich eine Notlösung wäre - all das sind durchaus Herausforderungen, die der Lebensrealität entsprechen. Sarah hat dabei das Herz auf dem rechten Fleck und bemüht sich sehr um ihre Großmutter und letztlich auch um ihre Mutter.

Diese beiden Frauen - Nancy und Sarah - sind die Hauptprotagonisten des Romans und damit komme ich zu dem Erzählen aus wechselnden Perspektiven nahezu jedes Protagonistens. Das hätte es in der Form für mich nicht gebraucht. Ich finde es etwas zu viel des Ganzen. Auch wenn alle Personen eine berechtigte Rolle spielen und zur Handlung beitragen, wäre es doch für den Lesefluss schöner gewesen, wenn nur Nancy und Sarah erzählt hätten.

Ganz allgemein gesagt, habe ich mich mit dem Buch wohl gefühlt. Ich mag die Art zu erzählen, den Schreibstil und den stets spürbaren Spannungsbogen. Teilweise wurden nur die Seiten etwas lang und hatte ich das Gefühl, dass die Protagonisten wirklich jede mögliche Lebensrealität und Schwierigkeit abbilden sollten. Das war aus meiner Sicht etwas zu viel. Zu viele Schauplätze, zu viele verschiedene menschliche Problematiken und zu viele Seiten - um ein großartiges Leseerlebnis zu bieten, wäre weniger mehr gewesen. Das ist aber Kritik auf hohem Niveau, weil mir "Die Pilotin" von Amelia Carr gut gefallen hat und ich es auch gern weiter empfehle.


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Venatrix Venatrix

Veröffentlicht am 20.02.2021

Familiengeheimnisse

Dieser Roman spielt auf zwei Zeitebenen, die einander bedingen. Zum einem führt uns die Autorin zurück in die 1940er Jahre und zum anderen in das Jahr 2006.

Nancy Kelly, Pilotin aus Florida, wird 1942 ... …mehr

Dieser Roman spielt auf zwei Zeitebenen, die einander bedingen. Zum einem führt uns die Autorin zurück in die 1940er Jahre und zum anderen in das Jahr 2006.

Nancy Kelly, Pilotin aus Florida, wird 1942 von der US-Airforce angeworben, die britische Luftwaffe als Transportfliegerin zu unterstützen. Die kostbaren männlichen Piloten fliegen Einsätze gegen Nazi-Deutschland und für Überstellungsflüge setzt man Frauen ein. Es kommt, wie es kommen muss: Nancy verliebt sich in Mac, Ausbilder und langgedienter Kampfpilot. Es folgt ein heimliches, kurzes Glück, weil Nancy verlobt und Mac verheiratet ist.

Im Sommer 2006 ist Nancy eine alte Frau, die vor ihrem Tod noch reinen Tisch machen will. Aufgrund zahlreicher Geheimnisse ist die Familie zerrüttet. Ihre Enkelin Sarah, begeisterte Fliegerin wie sie selbst, soll nach Europa reisen und Mac bzw. seine Familie suchen.
Bei dieser Suche werden alte Wunden aufgerissen, kommen nie aufgeklärter Missverständnisse und Heimlichkeiten ans Tageslicht.

Meine Meinung:

Die Ereignisse in der Vergangenheit habe ich mit großem Interesse und Spannung gelesen. Dass amerikanische und englische Pilotinnen die Royal Airforce unterstützt haben, ist wohl nicht so bekannt.

Gut gelungen ist meiner Ansicht nach die Gier nach Leben und Liebe in Zeiten des Krieges. Wenn man weiß, dass die meisten britischen Piloten nur wenige Wochen im Luftkampf überlebten, ist dies gut verständlich. Die Angehörigen mussten jederzeit darauf gefasst sein, dass die Piloten vermisst gemeldet würde. So ergeht es auch Nancy. Mac kommt von einem Einsatz nicht mehr zurück.
Als sie dann noch entdeckt, schwanger zu sein, ist ihr Entschluss, ihren Verlobten Joe Costello zu heiraten, möglicherweise moralisch nicht einwandfrei, aber aus ihrer Sicht verständlich. Ob dieses Kind, John, von Mac oder doch von Joe ist, bleibt lange Zeit auch für die Leser unklar. Seine Geschwister Ellen und Ritchie fühlen sich John gegenüber immer zurückgesetzt, denn der ältere Bruder ist ein verwegener Flieger und der Liebling der Mutter. Erst nach und nach enthüllt Nancy Sarah Johns Geheimnis rund um seinen Tod.

Die raschen und häufigen Perspektivenwechsel sind für manche Leser bestimmt gewöhnungsbedürftig. Mir haben sie nichts ausgemacht. Allerdings hat die Autorin versucht, viele Haupt- und Nebensachen in diesen Roman zu packen. Hier wäre ein bisschen weniger, mehr gewesen. Am meisten hat mich genervt, dass Sarah unbedingt Mann und Kind haben will. Sie taxiert alle Männer auf „Ehemanntauglichkeit“. Das finde ich übertrieben und stellenweise unstimmig, denn sie wird eigentlich als toughe Frau präsentiert.

Auch die Episoden rund um Ritchie, der das kleine Bedarfsflugunternehmen seiner Mutter um jeden Preis retten will, um endlich ihre Anerkennung zu erhalten, ist grundsätzlich eine interessante Idee. Leider gerät auch dieser Handlungsstrang ein wenig übertrieben, als er sich breitschlagen lässt, für einen windigen Geschäftsmann Drogen zu schmuggeln.

Fazit:

Der historische Teil hätte 4 Sterne verdient, doch durch die Verwässerung des Gegenwartsstranges kann ich nur 3 Sterne vergeben.

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