Ein König für Deutschland
 - Andreas Eschbach - Taschenbuch

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11,00

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Taschenbuch
Sonstige Belletristik
491 Seiten
ISBN: 978-3-404-16018-1
Ersterscheinung: 24.06.2011

Ein König für Deutschland

Roman

(5)

Was wäre, wenn demokratische Wahlen manipuliert würden? Oder sind sie es bereits?
Wir schreiben das Jahr 2009. Im Dom zu Aachen soll ein neuer deutscher König gekrönt werden. Und niemand versteht, wie es soweit kommen konnte.
Einmal König sein - die Macht haben, Dinge zu verändern. Mit gesundem Menschenverstand die Welt geraderücken. Was wäre, wenn man tatsächlich plötzlich die Möglichkeit dazu hätte?
Könnten Sie der Versuchung widerstehen?
Kann Simon König es? Die Frage stellt sich ihm, als er in den Besitz eines Computer-Programmes kommt, mit dem sich die Resultate von Wahlmaschinen manipulieren lassen. Was dann geschieht, hätte er sich in seinen wildesten Träumen nicht vorzustellen gewagt ...
Bestsellerautor Andreas Eschbach hat mit "Ein König für Deutschland" einen erfindungsreichen Roman zum Thema Wahlmaschinenmanipulation geschrieben.
 
 

 

Pressestimmen

"Eschbach denkt konsequent weiter, was schon längst Gegenwart ist und kaum jemand wahrhaben will."
"Andreas Eschbach erzählt eine Geschichte, die so weit von der Realität gar nicht entfernt zu sein scheint. Sorgfältig recherchiert, mit zahlreichen Fußnoten fast eine Doktorarbeit - aber eine äußerst spannende geschriebene!"
"Andreas Eschbach zeigt in seinem außergewöhnlichen Thriller auf, wohin uns ein naives Vertrauen in die Computer-Technik führen kann."
"Ein interessantes Gedankenexperiment, das man sich unbedingt zu Gemüte führen sollte."

Rezensionen aus der Lesejury (5)

BuecherwurmNZ BuecherwurmNZ

Veröffentlicht am 18.08.2018

Macht & Manipulation

Überschrieben ist der Klappentext mit „Eschbachs geniale Allegorie über Macht und Manipulation“ und das trifft es zu 100%. Der Plot ist sehr spannend geschrieben, man möchte unbedingt wissen wie es weitergeht, ... …mehr

Überschrieben ist der Klappentext mit „Eschbachs geniale Allegorie über Macht und Manipulation“ und das trifft es zu 100%. Der Plot ist sehr spannend geschrieben, man möchte unbedingt wissen wie es weitergeht, kann sich aber gleichzeitig kaum vorstellen, was noch kommen mag. Von Seite zu Seite wird es immer spannender. Gepaart ist diese gut ausgearbeitete Geschichte mit vielen Informationen über Wahlen und Wahlmaschinen. Zudem zeugt dieses Werk von einer sehr ausführlichen und guten Recherche, denn durch Fußnoten sind Quellen genannt, die man als Leser dazu nutzen kann, sich noch weiter über dieses Thema zu informieren. Teilweise habe ich das Lesen dafür sogar unterbrochen. Das Buch ist zugleich spannend, unterhaltend und lehrreich, denn es beschert des Öfteren fassungslose Momente über das, was möglich ist und das, was bereits Realität ist. Selbst nach dem Lesen lässt das Buch einen nicht mehr los und spukt immer noch im Kopf herum.

*Fazit*

Kurz gesagt: Eschbach beherrscht die hohe Kunst des Bücherschreibens und liefert ein spannendes und zugleich schockierendes Werk über die Manipulation bei Wahlen. Ein Buch, das JEDER lesen sollte.

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NicoleP NicoleP

Veröffentlicht am 20.08.2017

Ein König für Deutschland

Ist es denkbar, dass in unserer heutigen Zeit wieder ein König Deutschland regieren könnte? Dafür braucht ein zukünftiger König nicht viel: Er muss nur eine Wahl gewinnen und das Grundgesetz ändern. Absurd? ... …mehr

Ist es denkbar, dass in unserer heutigen Zeit wieder ein König Deutschland regieren könnte? Dafür braucht ein zukünftiger König nicht viel: Er muss nur eine Wahl gewinnen und das Grundgesetz ändern. Absurd? Unmöglich? Wie soll das denn gehen? Das lässt doch das Grundgesetz gar nicht zu, oder etwa doch?

Vincent Wayne Merrit hat im Auftrag ein Computerprogramm geschrieben, mit welchem Wahlcomputer manipuliert werden können. Es mehren sich die Hinweise, dass genau dieses Programm die US-Präsidentschaftswahl beeinflusst hat. Nun soll dieses Programm auch die nächsten Bundestagswahlen in Deutschland entscheiden. Wie soll diese Manipulation und somit der Wahlbetrug bewiesen werden?

Der Roman von Andreas Eschbach ist erschreckend realistisch. Er bestätigt auch alle meine Vorbehalte gegen den Einsatz von Wahlcomputern. Die Geschichte zeigt auf, dass jeder Computer jederzeit im Sinne der jeweiligen Interessengruppe programmiert werden kann. Warum sollte dies also nicht auch bei Wahlcomputern möglich sein?

Das Buch liest sich nicht eben mal so. Es fordert seinen Leser heraus. Fußnoten versorgen den Leser mit Hintergrundinformationen oder nennen Quellen. Dadurch muss die Geschichte nicht ständig wegen eines Blickes in ein angehängtes Glossar unterbrochen werden.

Andreas Eschbach zeigt, dass es mit einfachsten Mitteln möglich ist, das Schicksal und die Zukunft eines Landes und seiner Bevölkerung zu bestimmen. Die Geschichte macht klar, dass die Menschen zu naiv mit der zur Verfügung stehenden Technik umgehen. Im Buch gibt es leicht verständliche Erklärungen, zum Beispiel der Vergleich eines Getränkeautomaten mit einem Geldautomaten.

Es ist ein genialer Roman, den ich jedem empfehlen kann. Er verdeutlicht, wie verletzlich wir trotz oder vielleicht gerade wegen der technischen Möglichkeiten sind. Eine spannende und packende Geschichte um Manipulation und Macht, die es zu lesen lohnt.

Weitere Rezis unter www.nicole-plath.de

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myriam0610 myriam0610

Veröffentlicht am 09.07.2020

Titel verrät Großteil des Romans

Simon König, wie passenderweise der Protagonist heißt, führt eigentlich ein wirklich beschauliches Leben im schwäbischen Stuttgart als verbeamteter Lehrer als plötzlich eine Nachricht seines Sohnes auftaucht: ... …mehr

Simon König, wie passenderweise der Protagonist heißt, führt eigentlich ein wirklich beschauliches Leben im schwäbischen Stuttgart als verbeamteter Lehrer als plötzlich eine Nachricht seines Sohnes auftaucht: Was wäre wenn die für die nächste Bundestagswahl bereit stehenden Wahlmaschinen gefälscht wären? Um dies zu beweisen stellt König sich selbst auf um König von Deutschland zu werden. Doch dieser Irrsinn wird mehr und mehr Realität...

Spannendes Thema und kurzweiliger Roman, der jedoch durch den Titel bereits viel vorwegnimmt und zudem aufhört, wo es durch einen anderen Verlauf hätte spannend werden können. Meine Erwartungen lagen höher...

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Durga108 Durga108

Veröffentlicht am 22.02.2019

Volksbewegung für die Wiedereinführung der Monarchie

Zum Inhalt: Vincent Wayne Merrit, Simon Königs Sohn und Computergenie, lebt in den USA. Er erhält 2009 den Auftrag, nur zu Studienzwecken ein Programm zu schreiben, das Wahlcomputer manipulieren lässt. ... …mehr

Zum Inhalt: Vincent Wayne Merrit, Simon Königs Sohn und Computergenie, lebt in den USA. Er erhält 2009 den Auftrag, nur zu Studienzwecken ein Programm zu schreiben, das Wahlcomputer manipulieren lässt. Zum ersten Mal kommt dieses Programm (ohne Vincents Wissen) in den USA bei den Präsidentschaftswahlen zum Einsatz. Einige Jahre später soll er wieder ein entsprechendes Programm schreiben und wird erpresst. Zu seiner Absicherung schickt er das Programm zu seinem Vater nach Deutschland. In Deutschland stehen 2009 die Bundestagswahlen an, bei denen Wahlcomputer zum Einsatz kommen sollen, die man manipulieren kann. Simon König gründet zusammen mit einigen Computerfreaks eine Partei um den Wahlbetrug aufzudecken und die Handlung bekommt eine gewisse Eigendynamik. Was könnte absurder sein als eine Partei zur Wiedereinführung der Monarchie? Es kommt, wie es kommen muss: Simon König gewinnt. Doch warum den Schwindel aufdecken?"

Trotz einiger sehr märchenhafter Charaktere ist Andreas Eschbachs Angst vor Wahlbetrug mit Hilfe von Wahlcomputern durchaus berechtigt. Er argumentiert logisch und glaubhaft, scheint sauber recherchiert zu haben und sein Schreibstil ist grandios. Deshalb hat mich die Geschichte auch gepackt, zumal die Handlung schnell Fahrt aufnimmt. Doch das dicke Ende kommt noch: kein Showdown, kein Fazit. Was so gut begonnen hat, verläuft einfach im Sand, Eschbach verheddert sich und wird unglaubwürdig. Das ist schade, denn die Handlung hat definitiv Potential für viel mehr.

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Weltenwanderer Weltenwanderer

Veröffentlicht am 16.10.2017

Gelungenes Gedankenexperiment über die Manipulation der Gesellschaft

Der Klappentext greift hier schon etwas vor, denn eigentlich beginnt die Handlung im Jahr 2000 - und nicht in Deutschland, sondern in den USA: Der junge Amerikaner Vincent Wayne Merrit kommt mit 20 Jahren ... …mehr

Der Klappentext greift hier schon etwas vor, denn eigentlich beginnt die Handlung im Jahr 2000 - und nicht in Deutschland, sondern in den USA: Der junge Amerikaner Vincent Wayne Merrit kommt mit 20 Jahren zum ersten Mal mit dem Gesetz wegen Betrügereien in Konflikt. Durch einen von ihm programmierten Trojaner konnten Kreditkartennummern geknackt und viele Menschen um ihr Geld betrogen werden. Er sitzt seine Haftstrafe ab und kommt danach an einen Job, den er sich immer erträumt hat.

Die Herausforderungen als Programmierer sind sein Steckenpferd und so gerät er schon bald an den Auftrag eines Regierungsabgeordneten. Dass es darum geht, wie man ein Programm für die Präsidentschaftswahl, also die Wahlcomputer, manipulieren kann, bereitet Vincent dennoch ein schlechtes Gewissen, denn welche Auswirkungen das Ganze hat, wird ihm erst bewusst, als es schon zu spät ist. Seine Ängste, dass ihm oder seiner Firma jemand auf die Schliche kommt, scheint jedoch unbegründet – bis eines Tages jemand vor seiner Tür steht, der das Ganze groß aufziehen möchte; und zwar in Deutschland. Hier wird der Geschichtslehrer Simon König in die ganze Sache verwickelt und findet sich plötzlich als "Anwärter" auf den Thron von Deutschland wieder.

Ich finde es immer unglaublich, wie Andreas Eschbach fundierte Tatsachen so geschickt in seine fiktiven Geschichten einflicht, dass man am Ende glaubt: Ja, das könnte tatsächlich so gewesen sein! Anfangs musste ich mich ein bisschen durchbeißen, weil es viele Infos zum Thema Wahlpolitik und vor allem dem Programmieren und Manipulieren von Daten geht, alle Quellen dazu findet man in den Fußnoten. Trotzdem war es nicht langweilig und ein guter Aufbau zur Geschichte, die in Teil 2 dann so richtig Fahrt aufnimmt.

Die Handlung gliedert sich in vier Teile
1 - Das Programm, das Vincent entwickelt
2 - Das Spiel, das in Deutschland damit beginnt
3 - Die Wahl, die das Programm herausfordert
4 - Der König, der das Spiel gewonnen hat

Kurze Kapitel und die schnörkellose Schreibweise trösten schnell über die Detailverliebtheit weg, die der Autor hier vor allem in der ersten Hälfte auslebt. Für PC-Freaks sicher interessant, für mich ein aufschlussreicher Einblick. Der komplette erste Teil wird aus Vincents Perspektive beschrieben, ab dann wechseln sich die Sichtweisen ab. Ein weiterer Hauptprotagonist ist natürlich Simon König, Mitte 50 und Geschichtslehrer eines Gymnasiums. Durch eine unbedachte Aktion steht er plötzlich im Mittelpunkt eines Wahlkampfes zum König für Deutschland, der eigentlich für ganz andere Zwecke ins Leben gerufen worden war. Zusammen mit einem bunt zusammen gewürfelten Haufen junger "Rebellen" lebt er plötzlich einen Traum, den er so nie erwartet hatte.

Eschbach greift hier wieder sehr gekonnt gesellschaftliche und politische Probleme auf, die sich durch die ganze Entwicklung von Bildung, Computer und Machtspielchen ziehen. Mich hat es auf jeden Fall fasziniert, obwohl, oder vielleicht gerade weil ich mich damit bisher kaum beschäftigt habe.

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Autor

Andreas Eschbach

Andreas Eschbach - Autor
© Olivier Favre

Andreas Eschbach, geboren am 15.09.1959 in Ulm, ist verheiratet, hat einen Sohn und schreibt seit seinem 12. Lebensjahr. Er studierte in Stuttgart Luft- und Raumfahrttechnik und arbeitete zunächst als Softwareentwickler. Von 1993 bis 1996 war er geschäftsführender Gesellschafter einer EDV-Beratungsfirma. Als Stipendiat der Arno-Schmidt-Stiftung "für schriftstellerisch hoch begabten Nachwuchs" schrieb er seinen ersten Roman "Die Haarteppichknüpfer", der 1995 erschien und für den er 1996 den …

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