72 Stunden - Fürchte die Stille
 - Ben Escher - Taschenbuch
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12,00

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Taschenbuch
Thriller
365 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-18769-0
Ersterscheinung: 26.08.2022

72 Stunden - Fürchte die Stille

Thriller

(26)

Ein abgelegenes Schloss, kein Kontakt zur Außenwelt und mittendrin ein wahnsinniger Mörder

Seit ihr kleiner Sohn spurlos verschwand, ist Moderatorin Bea nicht mehr dieselbe. Nach einem peinlichen Aussetzer währen einer Live-Sendung beschließt sie, ein dreitägiges Schweigeseminar in einem abgelegenen Schloss zu besuchen. Vielleicht kann Stille ihr helfen, die Trauer zu verarbeiten?

Aber die Methoden der Seminarleiterin sind mehr als seltsam, und dann findet Bea am ersten Abend des Seminars plötzlich einen Schuh ihres Sohnes auf ihrem Kopfkissen. Wie kommt der Schuh hierher? Weiß möglicherweise einer der Anwesenden etwas über das Verschwinden ihres Sohnes? Noch bevor Bea mehr herausfinden kann, wird eine Teilnehmerin ermordet, und der wahre Alptraum beginnt …

Pressestimmen

„Ein äußerst fesselnder Thriller mit vielen überraschenden Wendungen und Geheimnissen, die es zu lüften gilt.“

Rezensionen aus der Lesejury (26)

mikemaximilian mikemaximilian

Veröffentlicht am 31.08.2022

Dynamischer Thriller

Trotz des vielen Schweigens war dieses Buch unglaublich dynamisch, was sicher nicht zuletzt an dem angenehmen Schreibstil von Ben Escher lag.
In 72 Stunden geht es um Bea, die an einem Retreat Programm ... …mehr

Trotz des vielen Schweigens war dieses Buch unglaublich dynamisch, was sicher nicht zuletzt an dem angenehmen Schreibstil von Ben Escher lag.
In 72 Stunden geht es um Bea, die an einem Retreat Programm teilnimmt. Bei diesem werden die Teilnehmenden 72 Stunden lang schweigend und in einem abgelegenen Schloss ein Programm durchlaufen, dass ihnen laut der Programmleiterin Klaffer dabei helfen soll, sich selbst und seine tiefsten inneren Gefühle besser kennenzulernen und mit ihnen umzugehen. Die Handys werden zu Beginn abgegeben, somit gibt es keine wirkliche Möglichkeit, mit der Außenwelt zu kommunizieren. Es bleiben nur die eigenen Gedanken, mit denen man sich befassen muss. Als dann eine Person während des Aufenthaltes stirbt, wird der Aufenthalt allerdings immer unangenehmer…

Wirklich mit einem angenehm fließenden, authentischen Schreibstil hat der Autor die Geschichte verfasst. Wie dynamisch das gesamte Buch trotz dem teils, vor allem zu Beginn sehr „ruhigen“ planmäßigen Programms, ist, finde ich sehr faszinierend. Man lernt eingehend und vorwiegend die Gedankenwelt von Bea kennen und erlebt durch flashbacks dann nach und nach auch das, was sie erleben musste mit. Auch das hat auf mich immer sehr packend und realistisch gewirkt.
Auch die teils sehr kurzen Kapitel tragen dazu bei, dass man sehr leicht durch die Seiten durchkommt.
Die Cliffhanger am Ende eines Kapitels sind größtenteils sehr schön gemacht und haben mich dazu geführt, immer noch ein weiteres Kapitel lesen zu wollen.
Das Buch geht schnell und fließend zur vom Klappentext versprochenen Handlung und spitzt sich genau so gut zu.
Auch die Protagonistin konnte ich in ihren Gedankengängen gut nachvollziehen und habe vor allem stellenweise starke Sympathie empfunden.
Ich hatte während des ganzen Buches viel Spaß beim Lesen und würde es Menschen, die gerne simpel geschriebene, rasante, aber auch feinfühlige Geschichten gerne lesen, sehr empfehlen. Für mich ist es ein leicht überdurchschnittlicher Thriller.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

vickyyyy vickyyyy

Veröffentlicht am 30.08.2022

fesselnd und irreführend

Spoilerfreie Rezension

Als die gestresste Fernsehmoderatorin, Bea Winterleitner ihren Sohn im Bällebad eines Einkaufzentrums alleine lässt, wird er entführt. Das schlechte Gewissen und die Unsicherheit ... …mehr

Spoilerfreie Rezension

Als die gestresste Fernsehmoderatorin, Bea Winterleitner ihren Sohn im Bällebad eines Einkaufzentrums alleine lässt, wird er entführt. Das schlechte Gewissen und die Unsicherheit über das Schicksal ihres Sohnes zerren an Bea. Auch ihre Beziehung mit Rainer bricht an dem Schicksalsschlag. In einer besonders verzweifelten Stunde beschließt Bea an einem Retreat, einem Schweigeseminar, von der Psychiaterin Dr. Katalina Klaffer teilzunehmen. Dort tauchen Gegenstände von Elias auf und bald wird ihr bewusst, dass ihr Elias Entführer etwas mitteilen möchte.

Der Spannungsbogen erstreckt sich von der ersten bis hin zu den letzten Seiten. Ständig bekommt man als Leser Hinweise über den Entführer, die sich dann aber doch als eine falsche Fährte entpuppen.
Die Auflösung ist aufgrund dieser Irrwege unerwartet. Meiner Meinung nach, ist sie aber teilweise unstimmig und wirkt etwas falsch "zusammengebastelt".

Das Thema des Buches ist die Zunge und das Sprechen und wurde durchgehend mit einbezogen. Die Auflösung bzw. das Motiv des Täters ist damit eng verbunden.
Das Cover greift dieses Thema jedoch nicht auf, dafür spiegelt sich das Schloss, der Haupthandlungsort des Bucher, wieder. Ich bin von dem Cover wirklich begeistert!

Der Schreibstil trägt der Spannung bei. Es ist dem Autor perfekt gelungen, alle Szenen möglichst detailliert zu beschreiben. Auch bei grausamen, blutigen Details wurde kein Halt gemacht.
Immer wieder wird die Perspektive gewechselt, größtenteils verfolgen wir jedoch Bea. Durch Zeitsprünge in die Zukunft, die einen Dialog des Entführer mit einem Psychiater verfolgen, und einigen Zeitungsartikeln erfährt man möglichst viele Hintergrundinformationen.

Kurz gesagt: ein spannender Thriller, der sich leicht lesen und einen das Buch nicht aus der Hand legen lässt. Die Auflösung am Ende des Buches wirkt etwas unrealistisch, aber auch bei True Crime Storys gibt es die verrücktesten, unwahrscheinlichsten Geschichten. Eine klare Empfehlung an alle Thriller Fans!

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Lundi Lundi

Veröffentlicht am 29.08.2022

Was ist passiert?

Der Thriller 72 STUNDEN - FÜRCHTE DIE STILLE von Ben Escher handelt von der Journalistin Bea, die nach dem Verschwinden ihres Sohnes Elias und Problemen im Job eine Auszeit braucht und sich für ein Schweige-Retreat ... …mehr

Der Thriller 72 STUNDEN - FÜRCHTE DIE STILLE von Ben Escher handelt von der Journalistin Bea, die nach dem Verschwinden ihres Sohnes Elias und Problemen im Job eine Auszeit braucht und sich für ein Schweige-Retreat anmeldet. Dort geschehen jedoch merkwürdige Dinge.

Zunächst kurz zum Cover: Das finde ich sehr gelungen mit den Farben schwarz und blau. Außerdem erkennt man bei näherem Hinsehen, dass auch noch ein dunkler Gang mit vielen Türen abgebildet ist – das ist der Ort, an dem das Schweige-Seminar stattfindet, zu dem sich Bea angemeldet hat. Allerdings kommt sie dort nicht so zur Ruhe, wie sie es erhofft hatte, denn es kommt immer wieder zu dubiosen Begebenheiten. Sie trifft dort z.B. zwei ihrer unangenehmsten Studiogäste, es tauchen plötzlich Gegenstände ihres vermissten Sohnes auf, der Veranstaltungsort – ein altes Schloss mitten im Wald – wirkt gespenstisch.
Die Grundidee des Buches ist super und das Buch startet aus meiner Sicht spannend und man jagt durch die Seiten. Nach einer gewissen Seitenanzahl lässt diese Spannung allerdings ein wenig nach und macht Platz für Verwunderung. Denn es passieren zwar immer noch einige unerklärliche Sachen, aber ich fühlte mich nicht mehr so mitgenommen auf dem Weg zur Auflösung. Stattdessen kamen bei mir Fragen auf, was manche Situationen überhaupt mit dem Buchverlauf zu tun haben. Zum Ende hin wird es dann doch nochmal spannend bis zum interessanten Abschluss.

Der Thriller ist insgesamt gut geschrieben und kann auch in weiten Abschnitten die Spannung halten, allerdings haben mich einzelne Szenen dann doch gestört, die für mein Empfinden weder für den Erzählfluss nötig waren noch für die Auflösung.

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Sonnenblumenkerne Sonnenblumenkerne

Veröffentlicht am 29.08.2022

Spannung pur

72 Stunden von Ben Escher begleitet die Fernsehmoderatorin Bea, welche durch ihre Unachtsamkeit ihren 4-jährigen Sohn Elias verloren hat. Ein Jahr später fehlt immer noch jede Spur von Elias. Sie beschließt ... …mehr

72 Stunden von Ben Escher begleitet die Fernsehmoderatorin Bea, welche durch ihre Unachtsamkeit ihren 4-jährigen Sohn Elias verloren hat. Ein Jahr später fehlt immer noch jede Spur von Elias. Sie beschließt bei einem Schweigeseminar in einem Schloss mit zu machen, um ihr Leben wieder auf die Reihe zu bekommen. Doch im Schloss findet sie immer wieder neue Hinweise auf Elias und sie beginnt langsam an ihrem Verstand zu zweifeln.

Ein durchwegs spannender Thriller wartet auf den Leser, der durch viele Wendungen die Hauptverdächtigen schnell aus dem Spiel nimmt.
So bleibt die Spannung auch bis zum Ende erhalten.
Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Man hat das Gefühl es wird nicht lange um den heißen Brei herum geschrieben, sondern das Geschehene wird schnell auf den Punkt gebracht (siehe Elias Verschwinden).

Der Leser erfährt abwechselnd Einzelheiten über Bea und dem Geschehen im Schloss, sowie aus Sicht des Täters, der in der Ich-Perspektive mit seinem Therapeuten spricht. Geschickt gemacht, da dadurch einiges klarer wird.

Die Figuren sind übersichtlich und man bekommt gute Einblicke in deren Gefühlswelten.
Der Thriller ist sehr psychologisch gehalten, da viele der Figuren mit eigenen Dämonen kämpfen.
Das soll aber nicht heißen, dass er schwer zu lesen ist, sondern dass der Ausgang im Grunde lange offen bleibt.
Die Leseabschnitte habe ich immer an einem Stück gelesen, so hat mich das Buch gefesselt.

Bezüglich des Spannungs- und Unterhaltungswertes tatsächlich einer der besten Thriller, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Daumen hoch.

Einen Punkt Abzug gibt es jedoch noch, da ich manche Szenen als etwas übertrieben dargestellt finde (z.B. Schlussszene Mönche) und man sehr am Ball bleiben muss, um dem Geschehen zu folgen.

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herbstatmosphaere herbstatmosphaere

Veröffentlicht am 09.09.2022

Stille und Schweigen

Der Schreibstil des Autors konnte mich in diesem Buch komplett abholen. Es war von der ersten bis zur letzten Seite spannend, rasant und enthielt keine Längen. Der Autor schreibt sehr locker und er weiß ... …mehr

Der Schreibstil des Autors konnte mich in diesem Buch komplett abholen. Es war von der ersten bis zur letzten Seite spannend, rasant und enthielt keine Längen. Der Autor schreibt sehr locker und er weiß auf jeden Fall, wie man den Leser am besten verwirrt.
Zwischendurch gab es für mich zu viele lose Fäden, die natürlich extra für das Verwirrspiel eingefädelt wurden, mich ließ das aber einfach mit zu vielen Fragezeichen zurück. Einiges fühlte sich sehr konstruiert an, das war irgendwann dann schon grenzwertig in Bezug auf die Glaubwürdigkeit.
Die Protagonistin war mir weder symapthisch, noch unsympathisch und so richtig mitfiebern konnte ich deshalb leider nicht mit ihr.
Die Auflösung konnte ich zum Schluss dann kommen sehen, dennoch hat mir der Schluss sehr gut gefallen.

Ein wahnsinnig spannendes und schnell gelesenes Buch, das inhaltlich leider noch Luft nach oben hat.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autor

Ben Escher

Ben Escher - Autor
© Romy Supp

Ben Escher ist das Pseudonym eines preisgekrönten deutschsprachigen Thrillerautors. Er arbeitete unter anderem als Journalist und Werbetexter, bevor er begann, seine Leidenschaft für düstere, psychologische Geschichten im Schreiben von Thrillern auszuleben. Heute pendelt der begeisterte Hobbykoch und -musiker zwischen Stadt und Land, bevorzugt mit der Bahn.

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