Flieh, so weit du kannst
 - Naomi Joy - Taschenbuch

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11,00

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Taschenbuch
Thriller
382 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-18320-3
Ersterscheinung: 29.01.2021

Flieh, so weit du kannst

Thriller
Übersetzt von Angela Koonen

(34)

Er kontrolliert jeden deiner Schritte. Kannst du ihm entfliehen?
Nachdem die junge Londonerin Ava sich von ihrem Freund getrennt hat, nimmt sie mit einem mulmigen Gefühl das Angebot ihres Chefs David an, in der Wohnung von dessen verstorbener Tochter zu wohnen. Und in der Tat findet Ava in der neuen Wohnung kein Glück. Sie bekommt beängstigende Textnachrichten und Drohbriefe, irgendjemand stalkt sie offensichtlich. Nur wer? Ihr Ex-Freund? Langsam steigt ihre Angst ins Unermessliche, und ehe sie sichs versieht, muss sie um ihr Leben kämpfen …

Pressestimmen

„Aus verschiedenen Perspektiven geschrieben, düster und gruselig.“ Westfalenblatt, 06.03.2020

Rezensionen aus der Lesejury (34)

Filip2806 Filip2806

Veröffentlicht am 27.02.2021

Verrat und Intrigen.

Ava durchlebt eine harte Zeit mit ihrem Freund Charlie. Sie kommt zum Entschluss, dass sie sich von Charlie trennen möchte. Zur Hilfe hat sie ihren Chef David, welcher ihr kurz darauf vorschlägt, für eine ... …mehr

Ava durchlebt eine harte Zeit mit ihrem Freund Charlie. Sie kommt zum Entschluss, dass sie sich von Charlie trennen möchte. Zur Hilfe hat sie ihren Chef David, welcher ihr kurz darauf vorschlägt, für eine unbestimmte Zeit in der Wohnung seiner verstorbenen Tochter Olivia unterzukommen. Sie erhofft sich ein neues Leben zu beginnen. Daraus wird aber nichts, da sie innerhalb kurzer Zeit erschreckende SMS und Drohbriefe bekommt. Wer steckt hinter diesen Stalkingangriffen? Ist es ihr Ex-Freund Charlie oder doch jemand anderes aus dem Umfeld? Ava ist am durchdrehen und begibt sich an den Rand zwischen Leben und Tod.

Dieser Thriller befasst sich hauptsächlich mit den Themen: Verrat, Intrigen und Hinterhältigkeit. Jeder der Figuren weist Geheimnisse auf, die nach und nach im Buch entlarvt werden. Dabei kommt die Spannung besonders im ersten Teil des Buches in keiner Weise zu kurz.
Das Buch wird bis zum Schluss aus zwei Perspektiven erzählt. Einerseits verfolgen wir die Geschichte aus der Sicht von Ava, die große Probleme mit dem Stalker hat. Anderseits wird die Geschichte aus der Sicht von Jane erzählt. Jane ist eine von Avas Arbeitskollegin. Dieser Wechsel der Perspektiven ist gelungen, da man den beiden Figuren durch die Ich-Perspektive sehr nahe ist. Besonders die Nähe zu Ava kommt gut zur Geltung, da dadurch ihre Ängste intensiver zu spüren sind. Im weiteren Verlauf des Buches kommen zwei bis drei weitere Perspektiven von anderen Figuren dazu, die relevant für das Buch sind. Grob gesagt, fand ich dies gelungen, da dadurch eine Multiperspektivtät auf das Geschehen ermöglicht wird.

Zudem war die Anzahl an relevanten Figuren recht klein, wodurch diese überschaubar waren und man den Übeltäter im engeren Kreise aufspüren konnte. Dennoch finde ich, dass trotz der verschiedenen Perspektiven und Überschaubarkeit, nur Ava als Charakter greifbar war. Außerdem muss ich ehrlich sagen, dass mich jede der Figuren irgendwie genervt hat. Ihre Denk- und Handlungsweisen waren nur auf das eigene Wohl bestimmt und von Sympathie gab es keine Spur. Diese Figuren würden sogar langjährige Freundschaften aufs Spiel setzen, um an das persönliche Ziel zu kommen. Deswegen entwickelte ich auch beim Lesen gegenüber den Figuren eine recht negative Haltung. Irgendwie wollte ich, dass jeder von den Figuren, das bekommt was er verdient.

Die Handlung wies so bis zur Hälfte eine gute Spannung auf. Irgendwann dann ab der Mitte war für mich die Handlung im Ganzen irgendwie vorhersehbar, da die Motive und die wahre Identität einzelner Personen zu vermuten war. So lag ich auch mit der Auflösung richtig. Nur ein gut eingebauter Twist am Ende des Buches sorgte nochmal für einen guten „Wow-Moment“.

Zusammenfassend kann ich sagen: Wenn jemand Lust auf einen Thriller mit Intrigen und Verrat Lust hat, der wird mit diesem Buch voll auf seine Kosten kommen. Persönlich störten mich an diesem Thriller die Vorhersehbarkeit und der Entwurf der Charaktere.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

ulysses ulysses

Veröffentlicht am 21.02.2021

Debütroman "Liars" von Naomi Joy trotz guter Ansätze mit Schwächen

Nach dem Tod ihrer Freundin Olivia - der Tochter des PR-Gurus David Stein - konkurrieren Ava und Jade bei der PR-Agentur Watson & Stein Partners in London um die Beförderung zur Teamleiterin. Dabei verbindet ... …mehr

Nach dem Tod ihrer Freundin Olivia - der Tochter des PR-Gurus David Stein - konkurrieren Ava und Jade bei der PR-Agentur Watson & Stein Partners in London um die Beförderung zur Teamleiterin. Dabei verbindet Ava und Jade ein Geheimnis Olivias Tod betreffend. Zudem leidet Ava unter ihrem kontrollsüchtigen Freund Charlie, von dem sie sich trennen möchte. Da sie finanzielle Probleme daran hindern, bittet sie ihren Chef David Stein um Hilfe, der sie in Olivias Haus einziehen lässt. Doch wer ist es, der des nachts - unbemerkt von Ava, wenn sie badet oder schläft - durch Olivias Haus schleicht?

"Liars" - so lauter der Titel des Debütromans im Original von Naomi Joy. Diesen Titel finde ich passender als den deutschen Titel "Flieh, so weit du kannst". Und auch die im englischen Original dezent gehaltenere Cover Gestaltung scheint mir besser zu diesem Roman von Naomi Joy zu passen als das sehr düstere Cover mit den blutroten Innenseiten von "Flieh, so weit du kannst".

Interessiert hat mich an diesem Debütroman von Naomi Joy die ungewöhnliche Erzählweise. So beginnt dieser Roman mit einem Artikel über den zweiten Schicksalsschlag für David Stein, wie er seine Tochter Olivia verloren hat, um die dann folgenden Kapitel abwechselnd aus der Perspektive von Ava und Jade in ihrem Konkurrenzkampf um die Beförderung zur Teamleiterin zu schildern. Besonders interessant fand ich dabei, wenn genau die gleiche Situation zunächst aus Sicht von Jade und dann aus Sicht von Ava geschildert wird und wie verschieden die Wahrnehmung genau des gleichen Gesprächs doch sein kann.
Zudem wird in den Perspektivwechseln deutlich, welch ungesunde Beziehung Jade aufgrund ihrer Eifersucht zu Ava pflegt, wie insbesondere Erinnerungen von Jade an Gespräche mit ihrer Therapeutin zeigen. Gefallen hat mir, dass im späteren Verlauf von "Flieh soweit du kannst" die Erzählung der Handlung um weitere Perspektiven ergänzt wird.

Nicht nur zu Beginn, auch in der Mitte und gegen Ende dieses Romans von Naomi Joy finden sich weitere Zeitungsartikel. Und auch wenn die darin enthaltenen Informationen teils redundant zur übrigen Erzählung der Handlung sind, so haben sie mir dennoch gut gefallen. Denn die eingebauten Zeitungsartikel stellen einerseits einen ungewöhnlichen Stil dar, andererseits hat die Presse - wie sich mit der Auflösung des Romans zeigen wird - mit diesen Artikeln ihren eigenen Anteil an der Geschichte von "Flieh soweit du kannst".

Besonders stark fand ich zu Beginn des Romans, wenn Avas Verhältnis zu ihrem kontrollsüchtigen Freund Charlie dargestellt wird. Denn in eindringlicher, beklemmender Weise schildert Naomi Joy, wie Charlie Ava kontrolliert, emotional erpresst und komplett von ihrem sozialen Umfeld isoliert hat, so dass Ava nichts unversucht lässt, um Charlie möglichst aus dem Weg zu gehen.
Charlie ist nicht nur kontrollsüchtig, in seinen manischen Zügen ist er mir fast noch unheimlicher. Das schließt insbesondere den wohl unangenehmsten Heiratsantrag, den man sich denken kann, bei einem schlechten Frühstück und einem von Avas Geld gekauften Ring mit ein. Zudem lassen Charlie Drogenkonsum und weil er trotz hohen Konsums, so schlecht mit Drogen umzugehen weiß, ihn unberechenbar und gewalttätig werden.
So hat Charlie zu Beginn von "Flieh soweit du kannst" zwar einige starke Auftritte. Schade ist nur, dass Charlie so früh im Roman bereits quasi nicht mehr in Erscheinung tritt.

Der große Vorteil an "Flieh soweit du kannst" ist mit Sicherheit der sehr flüssige Schreibstil von Naomi Joy, der sich auch dann noch erstaunlich leicht und gut liest, wenn einem der Roman leider weniger gefällt oder die Handlung gerade weniger interessant ist, wie ich finde.

Und leider hat mir "Flieh soweit du kannst" insgesamt eher weniger gut gefallen. Das liegt zum einen an den Twists dieses Romans, die mich leider nicht überzeugt haben. Der Twist in der Mitte des Romans Ava betreffend erscheint mir unglaubwürdig, da er zu sehr vom Himmel gefallen zu sein scheint. Dieser Twist ist für mich nicht wirklich nachvollziehbar und mit der Auflösung zum Ende des Romans erscheint er mir sogar eher unlogisch.
Auch die Auflösung, wer denn nun der Antagonist resp. die Antagonistin ist, hat mir nicht zugesagt. Denn diese Auflösung ist für mich leider zu offensichtlich gewesen und von mir schon lange vor Ende des Romans vermutet worden, da sie zu oft und zu deutlich angedeutet wurde. Insofern ist mir diese Auflösung zu mau gewesen und auch die Ausführungen zu Motivation und vorigen Morden des / der Antagonist(in) haben das für mich nicht herausgerissen.

Auch muss ich zugeben, dass ich noch nie einen Roman gelesen habe, in dem ich fast alle Charaktere derart unsympathisch fand. So sind mir sowohl Ava als auch Jade unsympathisch. Je mehr ich im Verlauf von "Flieh soweit du kannst" über Ava erfahren habe, desto schwerer ist es mir gefallen sie sympathisch zu finden. Und Jade ist von Beginn an ein schwieriger Typ gewesen.
Ich möchte die Handlung nicht unnötig spoilern, aber wie der englische Titel schon nahe legt, ist Ava nicht gerade die Ehrlichkeit in Person. Schwierig finde ich, dass von Naomi Joy Avas Unehrlichkeit mit der Schilderung eines großen Teils der Handlung aus Avas Perspektive kombiniert wird. Denn nicht nur Avas Umfeld ist von ihren Lügen überrascht, sondern auch der Leser. Denn diese finden sich in Avas Gedanken - abgesehen von einer Ausnahme - nicht wieder, bis sie denn von ihrem Umfeld aufgedeckt werden.
Da gefallen mir dann sogar die Teile der Handlung, die aus Jades Perspektive dargestellt werden, besser - auch wenn diese ihre Längen haben und Jade nicht nur unsympathisch, sondern auch ganz schön nervig und anstrengend sein kann. Denn letztlich sind diese Kapitel dann doch in sich schlüssiger und stimmiger, wie ich finde. Auch hat der Twist zur Mitte des Romans, der Jade betreffen würde, mir zugesagt.

Bei "Flieh soweit du kannst" hatte ich einen Thriller erwartet, der das Thema Stalking behandeln würde. Meine Erwartungen sind leider enttäuscht worden. Auch wenn dieser Roman von Naomi Joy im letzten Drittel mehr Thriller Elemente aufweist als zuvor und mit einem recht actionlastigen, spannenden Showdown im Finale aufwartet, so lässt das "Flieh soweit du kannst" noch lange nicht zu einem Thriller für mich werden.
Auch rückt das Thema Stalking nach einem starken Beginn leider schnell in den Hintergrund und kommt im weiteren Verlauf nur noch am Rande vor.

Zudem möchte ich eine Warnung aussprechen, dass "Flieh soweit du kannst" meiner Ansicht nach kein Roman für Zart Besaitete ist. Denn es gibt eine einzige Szene, die sich an Jades Vernehmung bei der Polizei anschließt, die wirklich heftig ist. Die Szene ist stark geschrieben und würde vermutlich jeden Horrorfan, der einen Film wie "Event Horizon" zu schätzen weiß, glücklich machen. Aber in "Flieh soweit du kannst" scheint mir diese Passage nicht hineinzupassen.

Ich denke, dass man aus "Flieh soweit du kannst" einen weit besseren Roman machen könnte, wenn unnötige Längen herausgekürzt werden würden. Dies würde etwa die nicht zum übrigen Roman passende, bereits erwähnte Horrorszene mit einschließen. Aber auch bei letztlich überflüssigen Nebenfiguren und -handlungen wie beispielsweise dem Launch Event, das viel Raum im Roman einnimmt, könnte gekürzt werden. Auch Redundanzen - wie Wiederholungen bestimmter Sätze, sich wiederholende Andeutungen, redundante Informationen in den Zeitungsartikeln - sind nicht nötig. Bei einer nach Kürzung weniger mäandernden, stattdessen stringenteren Handlung würde dann so richtig zum Tragen kommen, was für mich die große Stärke von Naomi Joy ist: ihr flüssiger, gut lesbarer Schreibstil, der vermutlich fast jeden überzeugen würde und einen dann wohl sogar über Schwächen in der Handlung hinwegsehen lassen könnte.

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Testsphaere Testsphaere

Veröffentlicht am 21.02.2021

Langatmig und mit wenig Spannungsmomenten

Zum Inhalt:
Ava arbeitet in einer Londoner Agentur und steigt dort die Karriereleiter nach oben. Privat geht es hier aber wesentlich schlechter, zum einen ist vor kurzem ihre gute Freundin und Kollegin ... …mehr

Zum Inhalt:
Ava arbeitet in einer Londoner Agentur und steigt dort die Karriereleiter nach oben. Privat geht es hier aber wesentlich schlechter, zum einen ist vor kurzem ihre gute Freundin und Kollegin Olivia an eine Überdosis gestorben, was umso verzwickter ist, weil Olivia die Tochter des Agenturchefs David war. Und auch in ihrer Beziehung läuft es rund, ihr Freund ist ein Kontrollfreak, der auch immer gewaltätiger wird. So entschließt sich Ava das Angebot Davids anzunehmen und vorübergehend in die Wohnung seiner verstorbene Tochter zu ziehen. Dabei ahnt sie nicht, dass David auch so das ein oder andere Geheimnis hütet.

Das Cover:
Das Cover finde ich gelungen, vor allem weil man nicht so ganz erkennt, welcher Gegenstand abgebildet ist. Ist es ein Dolch, ein Ornament von einem Gartenzaun oder doch ein Schmückstück. Erkennbar ist aber auf jeden Fall der rote Blutstropfen, der nach unten tropft. Die Farbe "rot" wird dann auch im Namen der Autorin aufgenommen. Insgesamt erzeugt das ganze Spannung und die Erwartung wird nach oben geschraubt.

Meine Meinung:
Um es gleich vorwegzunehmen: die Erwartung, die durch das Titelbild nach oben gesetzt werden, werden in keinem Punkt erfüllt. Zum einen fehlt ein Handlungsstrang, den man folgen kann. Anfangs ist das auch in Ordnung, da geht es um Avas Beziehnung und ihren gewaltätigen Freund, dann ist da das Leben und Arbeiten in der Agentur, voller Intrigen, einem Chef, dem man nicht ganz trauen kann und einer Kollegin, die sich zunehmend von einer Freundin zur Rivalin entwickelt. Die Todesfälle, die es in Davids Vergangenheit gab usw. Das alles läuft aber parallel und findet kaum oder wenn zu vorhersehbar zusammen. Die Charaktere sind wirklich durch die Bank unsympathisch. Das ist natürlich nicht immer ausschlaggebend, aber dann müsste dann die Entwicklung des "Bösen" konsequent erzählt werden, das Moment fehlt hier komplett, das Ende war für mich schon nach dem Lesen des ersten Kapitel klar, da fehlte komplett der Spannungsmoment.

Fazit:
Leider hat das Buch meine Erwartungen nicht erfüllt, vor allem weil es weder Thriller noch Charakterstudie ist. Einzig der Blick in die Psyche von Jade, einer Arbeitskollegin von Ava, war gut herausgearbeitet, das war mir aber insgesamt zu wenig.

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SummseBee SummseBee

Veröffentlicht am 21.02.2021

Hier hat scheinbar jeder ein Geheimnis

Nachdem sich Ava von ihrem gewalttätigen Freund Charlie getrennt hat, bekommt sie von ihrem Chef David das Angebot in die ehemalige Wohnung seiner kürzlich verstorbenen Tochter Olivia zu ziehen. Ava fühlt ... …mehr

Nachdem sich Ava von ihrem gewalttätigen Freund Charlie getrennt hat, bekommt sie von ihrem Chef David das Angebot in die ehemalige Wohnung seiner kürzlich verstorbenen Tochter Olivia zu ziehen. Ava fühlt sich alles andere als wohl bei dem Gedanken in die Wohnung einer Toten zu ziehen. Da sie aber keinen anderen Ausweg sieht, nimmt sie das durchaus großzügige Angebot an. Doch kurz darauf bekommt sie merkwürdige Textnachrichten und beängstigende Drohbriefe und sie fühlt sich in der Wohnung nicht sicher...

Die Geschichte wird abwechselnd aus Avas Sicht und der von Jade, einer ihrer Kolleginnen, erzählt. Die beiden waren wohl mal zusammen mit Olivia ein eingespieltes Team. Doch seit Olivias Tod hat sich einiges verändert und Jade missgönnt Ava den Job als Teamleiterin. Dem Leser wird gleich zu Beginn der Geschichte angedeutet, dass zwischen den beiden etwas vorgefallen ist, was sie nachhaltig verbindet und sie sich irgendwie gegenseitig in der Hand haben. Immer wieder fällt der Gedankensatz "Ich weiß was du getan hast" und dieser Satz hat mich am Ende schon etwas genervt, da man endlich wissen wollte worauf sich dies bezieht.

Zu Beginn der Geschichte wirkte Ava noch sehr symphatisch auf mich und sie tat mir sehr leid, da sie echt eine schlimme Zeit mit ihrem Exfreund Charlie hinter sich hat. Und die Großzügigkeit von ihrem Chef David wirkte auch eher so als würde sie von einer abhängigen Beziehung in die nächste rutschen. Bei David hatte ich von Anfang an ein schlechtes Gefühl.

Am spannendsten fand ich die Kapitel aus Jades Sicht. Sie kommt durch ihren Neid und ihre Missgunst gegenüber Ava eher unsymphatisch rüber. Doch mit der Zeit lernt man ihre Geschichte bessser kennen und die Unsymphatie wechselt mit Mitleid und mit jedem Kapitel wird deutlicher wie vielschichtig dieser Charakter und ihre Geschichte ist.

Mit dem Ende war ich zwar nicht wirklich zufrieden und ich hätte mir andere Ausgänge gewünscht. Dennoch kann ich dieses Buch jedem empfehlen, der gern spannend Geschichten liest, bei denen man einfach unbedingt wissen muss wie es weiter geht.

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S126 S126

Veröffentlicht am 19.02.2021

Falsche Erwartungen

*Inhalt:*
Ava arbeitet erfolgreich in einer Firma, die von dem superreichen Chef David Stein geführt wird. Nachdem sie sich kurzer Hand von ihrem Freund Charlie trennt, bietet David ihr die Möglichkeit ... …mehr

*Inhalt:*
Ava arbeitet erfolgreich in einer Firma, die von dem superreichen Chef David Stein geführt wird. Nachdem sie sich kurzer Hand von ihrem Freund Charlie trennt, bietet David ihr die Möglichkeit in das Haus seiner verstorbenen Tochter zu ziehen.
Doch auch dort wird Ava nicht glücklich, sie bekommt Drohbriefe und rutscht von einer Intrige und die nächste.
Auch ihre Kollegin Jade hat ein Auge auf sie geworfen, wollen doch beide eine Führungsposition in der Firma übernehmen.
Irgendwann befindet sie sich in Lebensgefahr... doch wer hat Ava entführt?


*Allgemein:*
Die Ich-Perspektive wechselt zwischen Ava und Jade. Beide Charaktere sind nicht ganz koscher, wobei Jade deutlich unsympathischer wirkt. Teilweise nervt sie geradezu mit ihren wirren Gedanken.
Die ersten beiden Drittel lesen sich zäh, es kommt keine Thriller-Spannung auf. Dafür geht es im letzten Drittel Schlag auf Schlag. Die Handlungen überschlagen sich, es wirkt teilweise gehetzt und es kommt zu einem abrupten Ende.

*Fazit:*
Meiner Meinung nach darf man das Buch nicht als Thriller betiteln. Man geht mit völlig falschen Erwartungen ans Lesen und wird aufgrund der mangelnden Spannung enttäuscht.
Die Story an sich ist ganz okay, auch wenn die Charaktere mich teilweise genervt haben.

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Autorin

Naomi Joy

Naomi Joy ist in Jersey, Großbritannien, geboren und aufgewachsen. Nach einem Studium der Englischen Literatur arbeitete sie in London über 10 Jahre als PR-Managerin. The Liars ist ihr erster Roman.

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