Killer City
 - Wolfgang Hohlbein - Taschenbuch

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12,00

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Taschenbuch
Thriller
494 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-404-17912-1
Ersterscheinung: 20.12.2019

Killer City

Thriller

(30)

Seine bevorzugte Waffe ist das Rasiermesser. Mit ihm nähert er sich leise aus der Dunkelheit. Er ist auf der Suche nach seinem nächsten Opfer, denn sein Impuls zu töten ist übermächtig ...
Thornhill hat schon viele Menschen getötet. Die kürzlich eröffnete Weltausstellung lockt Millionen von Besuchern nach Chicago. Dort kann er in der Masse der Touristen untertauchen. Bald jedoch entflammt sein Hunger nach dem berauschenden Gefühl des Tötens, der tief am Grunde seiner Seele lauert, erneut. Und wenn die Dunkelheit ruft, muss Thornhill dem Ruf folgen …

Rezensionen aus der Lesejury (30)

DaddyCool DaddyCool

Veröffentlicht am 14.03.2018

Ein weiteres tolles Buch des großen Meisters

Boy, ein 12jähriger Junge, wird in der Schlacht von Gettysburg schwer verletzt. Er überlebt durch einen sterbenden Indianers, der ihm den Großen Geist, den er selbst einst von einem Wendigo erhalten hat, ... …mehr

Boy, ein 12jähriger Junge, wird in der Schlacht von Gettysburg schwer verletzt. Er überlebt durch einen sterbenden Indianers, der ihm den Großen Geist, den er selbst einst von einem Wendigo erhalten hat, weitergibt. Boy kann sich von an seine verbleibende Lebenszeit verlängern, wenn er Menschen tötet. Denn dann geht die nicht gelebte Lebenszeit seines Opfers auf ihn über. Jahre später geht Boy, der sich nun Thornhill nennt, nach Chicago, wo zu der Zeit die Weltausstellung stattfindet. Er hofft, in den Menschenmengen unauffällig agieren zu können. Doch die Ereignisse überschlagen sich....

Dieses Buch hat mich restlos begeistert. Wie ich es erwartet habe, liegt hier ein Krimi mit mystischen Hintergrund vor. Ich mag es sehr, wenn wie hier alte Mythen und Legenden eine große Rolle spielen. Dadurch wird für mich eine ganz besondere Spannung erzeugt, die ein wenig gruseln läßt. Wolfgang Hohlbein hat es überzeugend geschafft, wahre Geschichte mit Fiktion zu verweben. Der geschichtliche Hintergrund Amerikas wird hier sehr schön aufgearbeitet und man merkt, daß der Autor sich intensiv damit beschäftigt hat. Ebenso gilt dies für den indianischen Mythos des Wendigo, der ja tatsächlich tief im Glauben der Indianer verankert ist. Durch die Wechsel zwischen den Zeiten wird die Spannung hier permanent hoch gehalten und mir ging es so, daß ich fast kein Ende fand. Ich mußte weiterlesen. Die Charaktere sind sehr gut dargestellt. Dadurch, daß das Buch aus der Sicht des Mörders geschrieben ist, kommt man dem Charakter des Thornhill sehr nahe und man bringt Verständnis für ihn auf, das man aus anderer Perspektive wohl nicht hätte.

Mit diesem Werk hat Wolfgang Hohlbein wieder ein Meisterwerk geschrieben!

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givemeabook givemeabook

Veröffentlicht am 13.03.2018

Stadt der Gewalt

Chicago, 1893: Die kürzlich eröffnete Weltausstellung lockt Millionen Besucher nach Chicago, auch Thornhill, der schon viele Menschen getötet hat. In Chicago hofft er, in der Masse der Touristen unterzutauchen. ... …mehr

Chicago, 1893: Die kürzlich eröffnete Weltausstellung lockt Millionen Besucher nach Chicago, auch Thornhill, der schon viele Menschen getötet hat. In Chicago hofft er, in der Masse der Touristen unterzutauchen. Bald entflammt sein Hunger nach dem berauschenden Gefühl des Tötens, der tief im Grunde seiner Seele lauert.
Thornhill. Wie soll ein Kind inmitten des amerikanischen Bürgerkrieges mit dem blutigen Horror zurechtkommen? Boy, erst zwölf Jahre alt, hat keine Menschenseele, die ihm zur Seite steht. Er hat nicht einmal einen Namen. Der grauenvolle Krieg macht ihn zu Thornhill, er nennt sich nach seiner Umgebung aus Hügeln und Dornen. Er lernt den Wendigo kennen, einen Dämon, der ihm Kraft gibt. Kraft, die er durch töten erlangt.
Wolfgang Hohlbein erzählt Thornhills Geschichte in zwei Handlungssträngen und wechselt von der Vergangenheit in die Gegenwart und wieder zurück. Die Rückblicke in Thornhills tragischen Lebensweg erklären einige seiner Taten und erzeugen große Spannung beim Lesen. Trotz seiner Voreingenommenheit manchen Menschen gegenüber ist er meiner Meinung nach kein herzloses Monster, sondern hat durchaus Gefühle und einen Beschützerinstinkt. Es gab kaum eine Seite in dem Buch wo Thornhill nicht um sein Leben kämpfen musste, und kaum hat er einen Widersacher besiegt, steht er dem nächsten gegenüber. Ich konnte es manchmal kaum glauben, wie er aus chancenlosen Situationen einen Ausweg findet und sein Leben rettet.
Wolfgang Hohlbein hat das Chicago des Jahres 1893 wieder zum Leben erweckt. Ich fuhr mit der Hochbahn - dem Loop, zur Weltausstellung, ich habe zwei Umdrehungen mit dem Ferris Wheel gemacht und ich habe lebend aus dem Horrorhotel von Dr. H.H. Holmes ausgecheckt. Bekannte Begebenheiten erschienen mir plötzlich in einem völlig neuen Licht, und vor allem nach der Geschichte mit Lizzy Borden habe ich diese neue Sichtweise für durchaus möglich gehalten.
Wolfgang Hohlbein wirft mit Killer City ein ganz eigenes Bild auf historische Ereignisse der amerikanischen Geschichte. Gut recherchiert und kombiniert mit mörderischen Geschehnissen (vor allem am Ende wird es ziemlich grausam, nichts für empfindliche Seelen) hat mir Killer City ein abgerundetes Lesevergnügen beschert.

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Suzi Suzi

Veröffentlicht am 12.03.2018

Ein Thriller der anderen Art

Beurteilt wird hier der Thriller „Killer City“ von Wolfgang Hohlbein. Schon das Cover dieses Buches mit seiner Aufmachung in schwarz-weiß entspricht meiner Vorstellung von Chicago: düster, brutal und grausam. ... …mehr

Beurteilt wird hier der Thriller „Killer City“ von Wolfgang Hohlbein. Schon das Cover dieses Buches mit seiner Aufmachung in schwarz-weiß entspricht meiner Vorstellung von Chicago: düster, brutal und grausam. Und dies ist auch sehr gelungen in der Handlung umgesetzt, in der die Hauptperson Thornhill in dem jüngeren von zwei zeitlich versetzten jedoch parallel verlaufenden Handlungssträngen final in Chicago quasi um sein Überleben kämpft.

Inhalt:
Durch das indianische Geheimnis des sogenannten Wendigos wurde der Junge Boy zu Thornhill - mit der Fähigkeit ausgestattet, sein eigenes Leben durch die Lebensenergie anderer Menschen zu verlängern. Trotz dieser brutalen Eigenschaft, wählt sich Thornhill seine Opfer gemäß des gegebenem Versprechens nach festen Kriterien aus – keine Unschuldigen und keine Kinder. Fast wie ein Gerechtigkeitsapostel straft er die, die andere drangsalieren, quälen, demütigen und schänden oder einfach nur schlecht behandeln, indem er ihnen das Recht zu Leben nimmt.
Aber er reist nicht planlos durch die Welt und Zeit, sondern verfolgt sein Ziel: Rache zu nehmen, an Birdman der die Tötung und Schändung der zwei Frauen gestattet hatte, die ihm das Leben retten und wovon ihm das erste Mal in seinem Leben eine viel bedeutete. Nach 12 Jahren kurz vor dem Ziel jedoch rettet ein Deal mit seinem Zielobjekt ihnen beiden das Leben. Auch hier steht er wieder zu seinem Versprechen, Birdman nicht zu töten – ein Fehler wie er sehr viel später bemerkt, denn man sieht sich immer zweimal (mehrmals) im Leben.
Chicago 1893 wird sein Stolperstein, indem er unbeabsichtigt in etwas hineinrutscht, was ihm sowohl Justitia mit der Vermutung des Schmuggelns und Klüngeln mit chinesischen Clans als auch terrorisierende Jugendbanden, den Raptors, als Verfolger beschert. Sich aus der einen ungünstigen Situation befreiend schlingert er ungehindert in die nächste. Plötzlich findet er sich in der anderen Rolle: nicht er ist der Jäger der die Regeln bestimmt und tötet – sondern das Opfer…mit einem Gruß aus längst vergangen gedachter Zeit. Trotz aller Verletzungen, Fluchten und erneuten brenzligen Situationen kämpft er unbeirrt weiter für sein Ziel, Birdman zu vernichten und für sein neues Ziel: eine Frau zu retten. Spannungsgeladen und mit rasanter Geschwindigkeit zeichnet sich eine Tendenz für das Ende ab, welches dann doch eine - für mich überraschende - Wendung nimmt.

Bewertung:
Sehr gut gefällt mir die gesamte Stimmigkeit des Buches – die einzelnen Handlungsstränge finden zum Ende fast wie selbst und widerspruchslos zueinander. Gleiches gilt für die Verknüpfung zu realen geschichtlichen Ereignissen und Figuren, die allesamt schlüssig in diesen Roman eingearbeitet sind. Fast neigt man dazu dies alles als wahr anzusehen.
Es fällt mir sehr schwer, die Hauptperson als – prinzipiell – schlechten Menschen zu sehen – denn er nimmt das Kostbarste was man hat – das Leben – für seinen eigenen Vorteil. Oberflächlich betrachtet ist er ein Mörder – jedoch mordet er nicht grundlos. Und auch wenn Gewalt keine Antwort auf Gewalt ist, ein Mord einen anderen nicht sühnt, ist Thornhills Handeln durchaus nachvollziehbar zu erklären. Eine gewisse Sympathie für Thornhill kann ich nicht leugnen.
Der Schreibstil ist flüssig und leicht verständlich, das Geschehen wird so plastisch dargestellt, das ich mich sofort in die Zeit versetzt fühlte.

Fazit:
Das Buch fesselte mich von der ersten Seite an und dementsprechend zügig habe ich es auch verschlungen.
Die Handlung basierend auf dem für meine Begriffe gängigen Thrillerthema „gestörter Mensch“ (was nicht abwertend gemeint ist) kombiniert mit dem Hauch von Übersinnlichen habe ich so bisher noch nicht gelesen und fasziniert mich sehr, da es sich dadurch sehr von anderen Thrillern abhebt.

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dakotamoon dakotamoon

Veröffentlicht am 15.03.2018

Rasiermesserscharfe Geschichte eines Killers

Killer City von Wolfgang Hohlbein ist ein Thriller, der faszinierender Weise die Lebensgeschichte eines Killers erzählt – wie er dazu wurde und wie er sein Leben meistert. Der Protagonist Thornhill, diesen ... …mehr

Killer City von Wolfgang Hohlbein ist ein Thriller, der faszinierender Weise die Lebensgeschichte eines Killers erzählt – wie er dazu wurde und wie er sein Leben meistert. Der Protagonist Thornhill, diesen Namen legt er sich zu als er im Krieg von einem Sterbenden das Geschenk des Wendigo erhält und annimmt, obwohl es sich um einen Indianer handelt. Für ihn ist nur die eigene Rasse die richtige und trotzdem verliebt er sich in eine „Gelbe“ und nimmt für ihren Tod Rache. Mehr als einmal wird ihm von Menschen anderer Hautfarbe geholfen und er gerät mehr als einmal in Gefahr. Spannend wie es nur Hohlbein kann, wird die Geschichte mit geschichtlichen Fakten angereichert, die exzellent recherchiert sind. Hier kommt auch der schwarze Humor von Hohlbein durch, ganz besonders als Thornhill auf Wild Bill Hickock trifft.
Der düstere Einband passt zu dem Inhalt und das Buch hält was die Inhaltsangabe verspricht. Ab und an hätte ich mir allerdings ein wenig Ruhe im Handlungsstrang gewünscht. Dass Thornhill bis zum Ende seine rassistischen Gedanken beibehält, fand ich schade, ist aber wohl der Zeit, in der die Geschichte spielt, geschuldet. Für Fans von Hohlbein ist es ein Muss und für diejenigen, die Thriller lieben und ein wenig Brutalität ist es genau das Richtige. Das Ende ist überraschend, hat mir aber sehr gefallen.
Das Buch macht auf jeden Fall Lust auf mehr.

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gwensleszeiten gwensleszeiten

Veröffentlicht am 25.03.2018

Ein gelungener Roman aus der Sicht eines Killers

Meine Meinung:

Ein tolles Cover, es passt perfekt zu der Düsternis des Romans. Der Schreibstil von Wolfgang Holbein ist wie immer super flüssig und locker, auch an Action fehlt es in diesem Buch nicht.
Zu ... …mehr

Meine Meinung:

Ein tolles Cover, es passt perfekt zu der Düsternis des Romans. Der Schreibstil von Wolfgang Holbein ist wie immer super flüssig und locker, auch an Action fehlt es in diesem Buch nicht.
Zu anfangs findet man sich in Chicago zur Zeit der Weltausstellung 1893, wieder. Wirklich gut hat mir der ständige Wechsel zwischen der Handlungsgegenwart und Thornhills Vergangenheit gefallen. So konnte man die Handlungsstränge und wie er zu dem geworden ist, der er jetzt ist, besser verstehen. Des Weitern hat Holbein die Story und die historischen Ereignisse sehr detailreich und realistisch beschrieben, so merkt man das der Autor gut recherchiert hat.
Ein Kritikpunkt ist, dass der Mittelteil sehr Action lastig ist und viele Informationen auf den Leser prasseln, wodurch man manchmal der Handlung nicht folgen konnte, da die Story ab und zu etwas unübersichtlich wurde.

Vielversprechend ist das man mal aus der Sicht eines Mörders liest anstatt des Opfers, so bekommt man einen guten Einblick in die Gedanken- und Gefühlswelt, des Hauptprotagonisten Thornhills und kann zumindest seine Motivation zum Töten nachvollziehen. Manchmal ist man jedoch von ihm etwas genervt, wenn er sich mal wieder seinen Selbstzweifeln hingibt. Aufgrund dessen, dass man auch viel von seiner Vergangenheit erfährt, in dem man aus der Sicht der 12-jährige Junge Boy liest, lernt man Thronhill richtig kennen und verstehen. Man entwickelt eine gewisse Sympathie für ihn und versteht auch seine Charakterzüge besser. Denn er ist weder Gut noch Böse.
Schade ist das die Protagonisten neben Thronhill im Hintergrund bleiben.


Fazit:

Letztendlich ist es eine gelungene und interessante Geschichte, Wolfgang Holbein konnte mal wieder durch seine detaillierten Beschreibungen und dem flüssigen Schreibstil überzeugen. Auch der Hauptprotagonist war gut ausgearbeitet. Leider muss ich einen Stern abziehen, da mir die Handlung ab und zu etwas zu schnell ging, wodurch man manchmal den Überblick verlor. Dennoch ist das Buch eine klare Leseempfehlung.

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Autor

Wolfgang Hohlbein

Wolfgang Hohlbein - Autor
© hohlbein.de

Wolfgang Hohlbein, am 15. August 1953 in Weimar geboren, lebt mit seiner Frau Heike und seinen sechs Kindern, umgeben von einer Schar Katzen, Hunde und anderer Haustiere, in der Nähe von Neuss. Mitte der fünfziger Jahre kam Hohlbeins Familie in den Westen und schlug ihr Domizil in Krefeld auf. In Krefeld absolvierte Wolfgang Hohlbein seine Schule und später eine Ausbildung zum Industriekaufmann. Zeitweise hielt er sich durch Nebenjobs, wie etwa als Nachtwächter, über Wasser.Wolfgang …

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