Die Jüdin von Magdeburg
 - Ruben Laurin - eBook

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9,99

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Historische Romane
559 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7325-9436-8
Ersterscheinung: 27.11.2020

Die Jüdin von Magdeburg

Historischer Roman

(23)

Magdeburg, 1275: Eine festliche Prozession gerät zur Katastrophe. Viele Menschen sterben, beinahe auch die junge Jüdin Esther, doch der Knappe Wolfram rettet sie. Eine zarte Liebe entsteht, doch der Geldverleiher Amos will seine Tochter keinem Christen zur Frau geben. Wolfram verlässt die Stadt und wird zu einem berühmten Ritter im Dienste des Markgrafen von Brandenburg. Zwei Jahre später kreuzen sich die Wege der Jüdin und des Christen erneut. Nun ist es Esther, die Wolfram retten kann …

Rezensionen aus der Lesejury (23)

kleinschorschi kleinschorschi

Veröffentlicht am 07.02.2021

Fesselnder, historischer Roman

Am Tag der heiligen Margareta im Juli 1275 passiert in Magdeburg ein Unglück, bei dem viele Menschen sterben. Der Knappe Wolfram von Hildesheim rettet dabei der jungen Jüdin Esther das Leben und kann sie ... …mehr

Am Tag der heiligen Margareta im Juli 1275 passiert in Magdeburg ein Unglück, bei dem viele Menschen sterben. Der Knappe Wolfram von Hildesheim rettet dabei der jungen Jüdin Esther das Leben und kann sie fortan nicht mehr vergessen. Eine zarte Liebe entsteht, doch Esthers Vater Amor will seine Tochter keinem Christen zur Frau geben, denn sie ist ihrem Oheim Elias versprochen und ehelicht diesen. Esthers und Wolframs Wege trennen sich vorerst. Er verlässt die Stadt und wird zu einem berühmten Ritter im Dienste des Markgrafen Otto von Brandenburg und kämpft nun gegen Magdeburg.

Zwei Jahre später wird Esthers Vater Amor gefangen genommen und sie und ihre Familie sind nun Gero von Greifenstein ausgesetzt. Um ihren Vater aus dem Kerker zu holen muss Esther für Gero als Sklavin arbeiten. Hier kreuzen sich nun die Wege von Esther und Wolfram erneut, nun ist es Esther, die Wolfram retten kann……

Fazit / Meinung:
Das Buch ist in zwei Bücher eingeteilt. Es Beginnt mit einem Prolog „Wie alles begann“, danach folgt Buch eins, es spielt im Juni / Juli 1275. Es hat 30 Kapitel, die allesamt eine Überschrift haben, die aussagt, um was es im einzelnen Kapitel geht, darunter ist dann immer noch der Ort und das Datum angegeben. Buch zwei spielt von Oktober 1276 bis Januar 1278, es hat 18 Kapitel und ein Nachwort. Insgesamt hat das Buch 559 Seiten.

Was mir sehr gut gefallen hat, ist am Anfang die Personenliste, die Zeittafel, einem Lageplan von Magdeburg sowie am Ende des Buches ein Glossar. So kann man immer mal nachlesen, um welche Person es sich gerade handelt, wer mit wem verwandt ist, etc.

Ein tolles Buch, welches sehr gut recherchiert und niedergeschrieben ist. Es war interessant zu lesen, wie es sich zur damaligen Zeit zugetragen hat, wie die Religionen untereinander umgegangen sind, wer sozusagen über wen geherrscht hat. Für jemand, der sich für solche historischen Romane interessiert, dem kann ich das Buch mit sehr gutem Gewissen weiterempfehlen.

Von mir gibt’s eine klare Leseempfehlung und 5 Sterne!!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Tauriel Tauriel

Veröffentlicht am 30.01.2021

Blütezeit der Ritter

Der Autor entführt mich mit dieser Lektüre in das lebhafte Magdeburg zum Ende des 13.Jahrhunderts.
Zu Anfang des Buches befindet sich eine Karte von Magdeburg und ein Personenregister,mit real existierenden ... …mehr

Der Autor entführt mich mit dieser Lektüre in das lebhafte Magdeburg zum Ende des 13.Jahrhunderts.
Zu Anfang des Buches befindet sich eine Karte von Magdeburg und ein Personenregister,mit real existierenden und fiktiven Personen,die im Roman vorkommen.
Eine Zeittafel gibt mir einen Überblick,so das Zusammenhänge schon vorab klarer werden.Durch die ausführliche Beschreibung der Personen und Örtlichkeiten finde ich mich gut zurecht.
Am Ende befindet sich ein Glossar,worin wichtige Wörter erklärt werden.
Durch den flüssigen und bildhaften Schreibstil des Autors wurde ich in diese spannende Epoche hineingesogen .
Es ist die Zeit Ottos des IV. der damalige Markgraf von Brandenburg . Er ist sehr bemüht,seinen Bruder Ernst auf den Erzbischof-Stuhl zu setzen , um dadurch auch die geistige Unterstützung seiner Macht zu erlangen. Otto lässt keine Gelegenheit aus,dieses Ziel auch durch geplante Feldzüge zu erreichen.

Der Autor wollte schon lange einen Ritterroman schreiben,und seine Figuren sind sehr gut ausgearbeitet und er zeigt die verschiedensten Lebensumstände auf.
Anhand des Protagonisten Wolfram von Hildesheim zeigt der Autor auf,wie sich Wolfram in der Blütezeit des Rittertums vom Knappen zum Ritter entwickelt.Der Autor zeichnet hier ein Idealbild eines Ritters.
Wolfram ist ein Multitalent,er kann lesen und schreiben ,was zu dieser Zeit nicht selbstverständlich ist und dichtet wunderschöne Lieder .Doch das wird ihm fast zum Verhängnis.
Er lernt die Jüdin Esther schon zu Beginn des Buches kennen ,doch nicht nur ihre Religion scheint sie zu trennen.
Durch tragische, spannende und unerwartete Entwicklungen wachsen beide Charaktere.

Auch andere Figuren ,sind mir schnell ans Herz gewachsen wie die Begine Mechthild und ihre Pflegetochter Genoveva.Von vielen Magdeburgern argwöhnisch beäugt und geduldet,oder der Schmied und Jäger Dostl,der eigentlich Theodorus heißt.Doch auch heftige Gegenspieler bevölkern diesen Roman ,wie Gero von Greifenstein und der Priestermönch Gallus von Trier,der immer eine Peitsche dabei hat und im Volksmund Peitschenmönch heißt!
Liebe,Intrigen und unerwartete Wendungen vor der Magdeburger Kulisse machen diesen historischen Roman zu meinem persönlichen Highlight
.Ich habe mich gut unterhalten gefühlt, dem Autor ist ein spannender und atmosphärisch dichter Ritterroman gelungen und gebe eine klare Leseempfehlung.

Fazit: Ein historischer , fiktiver spannender Roman zur Blütezeit des Rittertums.

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Smaragdeidechse Smaragdeidechse

Veröffentlicht am 20.01.2021

Unvergessliches Leseerlebnis


Ruben Laurin

Die Jüdin von Magdeburg

Historischer Roman


Worum es geht, Klappentext:

Magdeburg, 1275:
Eine festliche Prozession gerät zur Katastrophe.
Viele Menschen sterben, beinahe auch die junge ... …mehr


Ruben Laurin

Die Jüdin von Magdeburg

Historischer Roman


Worum es geht, Klappentext:

Magdeburg, 1275:
Eine festliche Prozession gerät zur Katastrophe.
Viele Menschen sterben, beinahe auch die junge Jüdin Esther,
doch der Knappe Wolfram rettet sie.
Eine zarte Liebe entsteht,
doch der Geldverleiher Amos
will seine Tochter keinem Christen zur Frau geben.
Wolfram verlässt die Stadt und
wird zu einem berühmten Ritter im Dienste
des Markgrafen von Brandenburg.
Zwei Jahre später kreuzen sich die Wege der Jüdin und
des Christen erneut.
Nun ist es Esther, die Wolfram retten kann ...


Meine Meinung:

Nach "Die Kathedrale des Lichts" und "Das weiße Gold der Hanse",
wieder eine wundervolle Geschichte aus der Feder des Autors,
Ruben Laurin.
Er versteht es hervorragend seine Leser an der Hand zu nehmen,
zu fesseln und in seinen Bann zu ziehen.
Einmal angefangen kann man sich seiner Wortmagie
nicht wieder entziehen.

Eindrucksvoll zeichnet der Autor ein farbenfrohes Bild der damaligen Zeit,
die durch Machtgier, Intrigen, Krieg und Katastrophen aber auch durch Glaube,
Hoffnung und Liebe geprägt ist.
Er macht es einem leicht, einzutauchen in das 13.Jahrhundert und mit seinen
Figuren mitzuleben, zu lieben und zu leiden.

Bestens recherchiert, meisterlich inszeniert und wortgewaltig geschrieben
ist das Buch mein persönliches Highlight im Dezember 2020 und Januar 2021.
Besonders gut gefiel mir auch die detaillierte und liebevoll
gestaltete Karte am Anfang des Romans.
Auch ein Personenverzeichnis, eine Zeittafel sowie ein Glossar am Ende
des Buches fehlen nicht, was es dem Leser noch zusätzlich
erleichtert durch die Geschichte zu navigieren.

Alles in Allem ein unvergessliches Leseerlebnis,
welches mich sogar den Lockdown,
mit all' seinen Beschränkungen und Risiken,
für ein paar wundervolle Stunden ausblenden und
vergessen lassen konnte.

5 funkelnde Sterne von mir!!!


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ech68 ech68

Veröffentlicht am 15.01.2021

Packender historischer Roman mit einer atmosphärisch dichten Geschichte, die im Magdeburg des 13. Jahrhunderts spielt

Mit diesem Buch legt der Autor Ruben Laurin einen packenden und atmosphärisch dichten historischen Roman vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte.

Hier spielt nach „Die Kathedrale des Lichts“ ... …mehr

Mit diesem Buch legt der Autor Ruben Laurin einen packenden und atmosphärisch dichten historischen Roman vor, der mich auf ganzer Linie überzeugen konnte.

Hier spielt nach „Die Kathedrale des Lichts“ zum zweiten Mal der Magdeburger Dom eine tragende Rolle in einem Buch von Ruben Laurin. Man kann beide Bücher aber unabhängig voneinander lesen, zumal zwischen den beiden Werken ein zeitlicher Abstand von 60 Jahren liegt. Einzig die historische Figur Mechthild von Magdeburg taucht in beiden Büchern auf.

Im Mittelpunkt der Geschichte stehen aber die Jüdin Esther, Tochter des Geldverleihers Amos, die mit ihrer Familie vor den Toren Magdeburgs lebt, und der Knappe Wolfram von Hildesheim. Als Wolfram im Jahr 1275 an der Seite des Ritters Adalbert von Stendal nach Magdeburg kommt und dort unter dramatischen Umständen auf Esther trifft, ist es schnell um die beiden geschehen. Doch hat ihre Liebe in politischen unruhigen Zeiten, in denen Otto IV., der Markgraf von Brandenburg, den Konflikt mit der Stadt Magdeburg sucht, um die Ernennung seines Bruders zum neuen Erzbischof durchzusetzen, wirklich eine Chance ?

Mit einem packenden Schreibstil und viel Liebe zum Detail konnte mich der Autor mit jeder Seite immer tiefer in den Bann der gut aufgebauten Geschichte ziehen. Getragen wird diese durch fein gezeichnete und vielschichtig angelegte Charaktere in Haupt- und vermeintlichen Nebenrollen, mit denen man beim Lesen gerne mitfiebert. Dabei hält sich der Autor eng an die historischen Fakten, wie eine Zeittafel am Beginn des Buches belegt, versteht es aber auch meisterhaft, die Lücken dazwischen mit viel Phantasie zu füllen, ohne das Gesamtbild zu verfälschen.

Neben der Zeittafel sind auch das Personenregister mit der Zusatzinformation, welche der Protagonisten historisch belegt sind, und eine Karte der Stadt Magdeburg sehr hilfreich, um sich in der komplexen Geschichte mit seinem doch recht hohen Personenaufgebot zurechtzufinden. Ein Nachwort, das Auskunft über Dichtung und Wahrheit gibt, und ein Glossar runden das Buch am Ende hervorragend ab und lassen endgültig keine Fragen mehr offen.

Einziger kleiner Kritikpunkt ist hier der Klappentext, der leider schon viel zu viel von der Geschichte vorwegnimmt. Daher kann ich hier nur den Rat geben, diesen einfach zu ignorieren und sich völlig unbefangen auf die tolle Geschichte einzulassen.

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HistoryCat HistoryCat

Veröffentlicht am 15.01.2021

Das mittelalterliche Magdeburg

Auf knapp 550 Seiten taucht man in die Geschichte von der Jüdin Esther und dem Knappen Wolfram ein, die den Leser bis zum Ende gefangen nimmt und mitfiebern lässt. Dies alles vor einer sehr gut recherchierten ... …mehr

Auf knapp 550 Seiten taucht man in die Geschichte von der Jüdin Esther und dem Knappen Wolfram ein, die den Leser bis zum Ende gefangen nimmt und mitfiebern lässt. Dies alles vor einer sehr gut recherchierten und leserfreundlich verpackten Kulisse des mittelalterlichen Magdeburg.

Bereits am Anfang begrüßt den Leser eine Chronik sowie eine Karte des damaligen Magdeburg mit allen Orten, die in dem historischen Roman eine Rolle spielen. Es wird herausgestellt, welche Personen fiktiv sind und welche wirklich gelebt und in Magdeburg damals gewirkt haben. So kann man sich gut auf die kommenden Ereignisse einstellen, doch nicht auf alle, denn der Autor zählt in der Übersicht nicht alles auf und so wird man hier und dort überrascht ;).

Bereits der Beginn der Geschichte nimmt einem wortwörtlich den Atem und das romantische Bild vom Mittelalter, was der eine oder andere heutzutage hat. Es geht mit Gewalt, Mord und Totschlag zu. Es zeigt, welche Macht und Willkür die Kirche damals ausgeübt hat und wie grausam ihre Anhänger gegen Andersdenkende vorgegangen sind. Inmitten dieser ganzen Kulisse entspringt jeweils die Geschichte von Esther, die auf ihrem Weg sehr viel Leid ertragen muss, bis sie endlich Frieden findet. Denn als Jude war man damals schon nicht beliebt... . Neben der Erzählung aus ihrer Sicht, begleitet man noch den jungen Knappen Wolfram, dessen großes Ziel es ist, ein Ritter zu werden sowie Genoveva, ein Mündel der Begine Mechthild, die damals gewirkt und gepredigt hat. All diese Personen haben im Verlauf des Buches Ungeheuerliches zu erdulden und zu bewältigen ... . Bis zum Schluss ist hier Spannung garantiert - von mir also eine klare Leseempfehlung und zwar nicht nur für Mittelalter Fans!

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Autor

Ruben Laurin

Ruben Laurin - Autor
© Stephan Cremer

Ruben Laurin ist das Pseudonym eines preisgekrönten Autors, der vor allem phantastische und historische Romane verfasst. Seine Faszination für die Geschichte der Stadt Magdeburg und die mittelalterliche Kirchenarchitektur brachten ihn auf die Idee, einen Roman über den Bau des Magdeburger Doms zu schreiben: Die Kathedrale des Lichts. Ruben Laurin lebt in der Nähe von Karlsruhe. Ruben Laurin wurde für „Das weiße Gold der Hanse“ mit dem goldenen Homer ausgezeichnet und ist somit der …

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