Gemeinsam ist man besser dran
 - Sylvia Deloy - eBook

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8,99

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Liebesromane
350 Seiten
ISBN: 978-3-7517-1018-3
Ersterscheinung: 28.01.2022

Gemeinsam ist man besser dran

Roman

(34)

Tilda kann es nicht fassen: Erst soll ihr gemeinnütziger Flohmarkt dem noblen Neubaugebiet nebenan weichen, dann schnappt ihr Noah Berger, ehemaliger Soap-Darsteller und Möchtegernrapper, auch noch die neuen Räumlichkeiten vor der Nase weg, um dort ein Theater zu eröffnen. Doch so schnell gibt Tilda sich nicht geschlagen, erst recht nicht von einem schnöseligen Schauspieler! Bald jedoch zeigt sich, dass sie nur gemeinsam gewinnen können. Aber wie finden zwei Menschen zusammen, die rein gar nichts verbindet?

Rezensionen aus der Lesejury (34)

EvaG EvaG

Veröffentlicht am 21.03.2022

Tilda und die Rettung ihres Ladens - herzerwärmend schön!

Tilda ist 26 Jahre alt und fühlt sich sehr wohl in ihrem Laden, dem Flea Market. Dort kann sie mit ihrer Ausbildung als Schreinerin alte Möbel restaurieren, die sie über Haushaltsauflösungen bekommt. Doch ... …mehr

Tilda ist 26 Jahre alt und fühlt sich sehr wohl in ihrem Laden, dem Flea Market. Dort kann sie mit ihrer Ausbildung als Schreinerin alte Möbel restaurieren, die sie über Haushaltsauflösungen bekommt. Doch ihr Laden bringt auch vielen anderen Menschen etwas, denn sie beschäftigt Helga und Cem, die beide eher geringe Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben, aber bei ihr perfekt passen, und sie verkauft die Waren immer günstig, sodass auch ärmere Menschen sie sich leisten können. Nebenbei hat auch noch Tildas beste Freundin Kaja einen Vintage-Kleiderladen mit in der alten Knopffabrik, in der sich auch die Schreinerei und der Flea Market befinden, eröffnet. Doch dann kommt überraschend ihr Vermieter Herr Ziegler und eröffnet ihr, dass die alte Fabrik abgerissen werden soll und stattdessen viele neue Wohnhäuser entstehen sollen. Tilda und Kaja sind verzweifelt und beginnen nach einer neuen Immobilie zu suchen, was beinahe ein Ding der Unmöglichkeit ist, bei diesen hohen Preisen. Ein winziger Hoffnungsschimmer ist aber wieder da, als sie an das Südstadttheater direkt gegenüber der Knopffabrik denken und der Besitzer ihnen verspricht, darüber nachzudenken, ob er ihnen das Theater vermieten möchte. Leider schappt ihnen ein Ex-Promi das Theater vor der Nase weg und Tilda ist einfach nur noch sauer...

Sylvia Deloy hat einen tollen Schreibstil, der den Leser sofort mitreißt. Viele Situationen schildert sie sehr humorvoll und schafft es so, auch ernste Themen lustig zu verpacken. Die Protagonistin Tilda hat viele Eigenheiten und Erlebnisse aus ihrer Vergangenheit, die sie geprägt haben und macht es so dem Leser nicht immer ganz einfach, sie zu mögen. Trotzallem ist sie sympathisch, wie auch die anderen Charaktere.

Mir hat der Roman sofort sehr gut gefallen und ich habe voller Freude darin gelesen. Gerade die ersten Zusammentreffen von Noah und Tilda sind lustig, ebenso die Szenen, in denen Helga immer genau das sagt, was sie gerade denkt und so die anderen immer wieder in Verlegenheit bringt. Am tollsten und treffendsten finde ich das Zitat: "Man muss auch an sich selbst denken, um anderen etwas geben zu können."

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jamjam jamjam

Veröffentlicht am 15.03.2022

Ein herzerwärmender Roman über „das Reparieren von Scherbenhaufen und das Veredeln von Narben!“

„Wenn du deinen Scherbenhaufen wieder zusammenflicken willst“, erklärte sie, „dann brauchste nicht nur Goldlack, sondern auch eine helfende Hand. (…) Und diese helfende Hand, datt is bei uns die Tilda ... …mehr

„Wenn du deinen Scherbenhaufen wieder zusammenflicken willst“, erklärte sie, „dann brauchste nicht nur Goldlack, sondern auch eine helfende Hand. (…) Und diese helfende Hand, datt is bei uns die Tilda mit ihrem Flea Market, wo wir Arbeit gefunden haben. Und ein Zuhause.“

Kapitel 29



Ja, Helfen, datt is Tildas Ding. Doch jetzt könnte sie selber dringen Hilfe gebrauchen! Denn ihr Flea Market, in dem alte Dinge neuen Glanz und liebe Menschen eine zweite Chance bekommen, soll einem Wohnbauprojekt weichen. Leistbarer Ersatz in Köln? Ein Ding der Unmöglichkeit!

Oder doch nicht? Das leerstehende Theater gegenüber würde gut passen! Tja, wenn es sich nicht Möchtegernschauspieler Noah Berger unter den Nagel gerissen hätte. Kein Wunder, dass Tilda nicht gut auf ihn zu sprechen ist! Doch wie soll es jetzt weiter gehen?



Autorin Sylvia Deloy hatte mich ab der ersten Seite! Eine Schreinerin, die einen Markt auf die Beine stellt, in dem Leute, die es schwer hatten, mithelfen, alte Dinge wieder einem Nutzen zuzuführen, mit Liebe und Herz, da wars schon um mich geschehen! Selbst handwerklich geschickt fühlte ich mich mit ihr verbunden und dass sie Nachhaltigkeit liebt und nicht nur aus Notwendigkeit lebt, finde ich toll. Tilda ist einfach liebenswürdig und hilfsbereit bis zur Selbstaufgabe und vergisst trotzdem nicht, Spaß zu haben. Doch momentan vergeht ihr das Lachen, denn der Flea Market ist ihr Herzensprojekt und so wie es aussieht, steht er vor dem Ende. Und auch ihre kleine Schwester Mia, für die sie wie eine Mutter sorgt, macht ihr das Leben schwerer.

Doch Tilda wäre nicht Tilda, wenn sie aufgeben würde! Zusammen mit ihren MitbewohnerInnen und MitarbeiterInnen aus dem Flea Market lässt sie keine Chance ungenutzt, den Markt und die Knopffabrik, in der er beheimatet ist, doch noch vor dem Abriss zu bewahren!

Ihre Mitstreiter sind ebenso eigenständige wie eigenwillige Persönlichkeiten, wie die Helga von der Straße oder Cem, der leider-doch-nicht Fußballprofi. Aber auch der Vogelnerd Jonte, sie alle rund um Tilda haben sich in mein Herz geschlichen!

Denn Tilda kann nicht nur aus kaputten Dingen tolles zaubern sondern holt auch aus den Menschen das Beste heraus! Und so muss sie auch mit der Zeit erkennen, dass Noah ihr nichts Böses will, im Gegenteil! Er hilft ihr, wo er nur kann, doch noch eine Chance zu bekommen!

Schauplatz des Romans ist Köln, und ohne je dort gewesen zu sein, habe ich das Gefühl, mit den Protagonisten dort am Rhein gesessen zu sein, ein Gespür für das Leben und die Menschen dort bekommen zu haben!

Die Geschichte hat Tiefe, regt zum Nachdenken an, über Verletzungen und Heilung, Wertigkeiten und den Platz in der Gesellschaft, den man haben möchte. Dabei muss Tilda auch über sich hinauswachsen, sich ihrer Vergangenheit stellen und lernen, dass sie nicht immer alles für jeden retten kann.

Bezeichnend auch, dass aus einem der größten Fehler, die jemand in der Geschichte begangen hat, die endgültige Rettung des Flea Markets erwächst und ein schönes, rundes Ende für diese wunderbare Geschichte ergibt!

Und so wünsche ich euch gute Unterhaltung und - um es mit Helgas Worten zu sagen - „Datt Leben is und bleibt eins der schwersten. Kannste nur hoffen, datt dir der Goldlack nich ausgeht!“ !

Fazit: Ein herzerwärmender Roman über „das Reparieren von Scherbenhaufen und das Veredeln von Narben!“ (Kapitel 39)

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Magyar2019 Magyar2019

Veröffentlicht am 07.03.2022

toller Roman mit ernstem Hintergrund

Das schön gestaltete Cover lädt zum schmöckern ein. Der Schreibstil ist toll und nimmt einen zu den Personen und an die Orte mit so dass man sich alles gut vorstellen kann.
Die Personen sind so nett dass ... …mehr

Das schön gestaltete Cover lädt zum schmöckern ein. Der Schreibstil ist toll und nimmt einen zu den Personen und an die Orte mit so dass man sich alles gut vorstellen kann.
Die Personen sind so nett dass man sie gerne kennen lernen würde.
Einen Fehler habe ich gefunden: S. 152 hat Cem keinen Führerschein - S. 163 trudelt Cem mit dem Transporter ein
Die Hintergrundinformationen die man zu Helga und Cem erhält finde ich sehr gut. Ich hoffe es macht auf die Problematik der Obdachlosigkeit aufmerksam und die Leser(innen) nehmen Anregungen mit.

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andreas77 andreas77

Veröffentlicht am 05.03.2022

Wieder ein sehr gutes Buch der Autorin

Tilda (26) betreibt „Flea Market“, eine Art Flohmarkt zu der eine Verkaufshalle, Secondhandlanden, Schreinerwerkstatt gehört. Zusammen mit ihren Helfern Kaja, Cem und Helga. Nebenbei kümmert sie sich auch ... …mehr

Tilda (26) betreibt „Flea Market“, eine Art Flohmarkt zu der eine Verkaufshalle, Secondhandlanden, Schreinerwerkstatt gehört. Zusammen mit ihren Helfern Kaja, Cem und Helga. Nebenbei kümmert sie sich auch um ihre Schwester Mia (18). Ihre Ware bekommen sie auch durch Haushaltsauflösungen und sind nicht auf Gewinnerzielung aus. Gemeinnützig, schwer vermittelbare Menschen beschäftigen (Helga kennt das Leben der Obdachlosen nur zu gut) und der ökologische Gedanke stehen im Vordergrund: Warum etwas wegwerfen, was andere noch verwenden könnten?

Leider hat der Vermieter mit dem Gelände andere Pläne und spricht die Kündigung aus. Doch wohin? Gegenüber steht ein altes Theater leer, doch der ehemalige Soap-Darsteller Noah schnappt es ihr quasi vor der Nase weg und will das Theater wieder beleben.

Das Buch ist unterhaltsam geschrieben, und auch wenn es mal das eine oder andere Problem gibt, dafür findet sich bestimmt eine Lösung. Besonders gut gefallen hat mir, dass das Buch auch so was wie multikulti ist und man diese Menschen nicht als Asoziale bezeichnen sollte. Nebenbei habe ich auch einiges über Waldohreulen und Krähen erfahren. Und ja, ich wusste dass letztere sehr intelligent sind und schon mal Nüsse von Autos knacken lassen.

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juli1997 juli1997

Veröffentlicht am 27.02.2022

Ein Herzensbuch!

Tilda ist verzweifelt, denn ihr gemeinnütziger Flohmarkt soll einem Wohn- und Einkaufskomplex weichen. Auf der Suche nach einem neuen Gebäude fällt ihr das alte Theater auf der anderen Straßenseite auf. ... …mehr

Tilda ist verzweifelt, denn ihr gemeinnütziger Flohmarkt soll einem Wohn- und Einkaufskomplex weichen. Auf der Suche nach einem neuen Gebäude fällt ihr das alte Theater auf der anderen Straßenseite auf. Blöd nur, dass dann Noah Berger bei ihr vorbeikommt und sich als neuer Mieter für genau dieses vorstellt!
So sehr sich Tilda auch bemüht Noah nicht zu mögen, will das einfach nicht klappen. Denn Noah ist freundlich, hilfsbereit und einfühlsam. Eigentlich zu gut um wahr zu sein. Aber ihre Probleme kann er auch nicht einfach so lösen. Oder etwa doch?

Meine Meinung:
Das Cover ist wunderschön gestaltet und passt perfekt zum Inhalt des Buchs. Ich hätte mir zwar Tilda auch noch auf dem Cover gewünscht, aber das macht keinen Unterschied.
Ich habe bisher noch kein Buch von Sylvia Deloy gelesen und weiß gar nicht, was der Grund dafür ist. Denn ihr Schreibstil hat mich schon nach wenigen Seiten in den Bann gezogen und ich habe das Buch innerhalb von 2 Tagen gelesen! Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar flüssig, tiefgründig und gleichzeitig humorvoll. Eine perfekte Kombination!

Tilda fand ich von Beginn an sympathisch. Sie ist eine junge Frau, die es nicht einfach hat und trotzdem niemals aufgibt. Ihr Flohmarkt und alles was dazugehört ist ein Herzensprojekt und das merkt man ihr auch zu jeder Zeit an. Ich mag ihre Denkweise und wie sie danach handelt, auch wenn sie es mit der Fürsorglichkeit ihrer Schwester gegenüber manchmal übertreibt.
Noah dagegen ist etwas lockerer drauf und lässt vieles einfach auf sich zukommen. Jedoch waren auch für ihn die letzten Jahre alles andere als einfach, denn es wurden ihm keine neuen Rollen mehr angeboten. Er hat sich deshalb aus dem Schauspielbusiness zurückgezogen, möchte nun aber das alte Theater übernehmen. Dass er damit Tilda in die Quere kommt, hatte er jedoch nicht erwartet. Und dass die Funkten zwischen ihnen nur so fliegen auch nicht!

Die Anziehung zwischen Tilda und Noah war von Anfang an da und hat sich durch die gesamte Handlung gezogen. Ich fand das sehr schön, denn jedes Mal wenn die Beiden aufeinander getroffen sind, hatte ich etwas zu lachen oder auch zu weinen.
Tilda und Noah sind wirklich toll zusammen und trotz aller Schwierigkeiten habe ich immer gehofft, dass sie zusammenfinden. Sie ergänzen sich gegenseitig und das habe ich besonders in der zweiten Hälft des Buchs gemerkt. Ich fand es toll, wie sich Tilda weiterentwickelt hat und immer lockerer und offener wurde. Auch Noah hat weiter an seinen Träumen gearbeitet und das sogar mit Tilda zusammen.

Was mir auch sehr gut gefallen hat, waren die vielen wundervollen Nebencharaktere. Besonders Tildas Angestellte Cem und Helga sind mir schnell ans Herz gewachsen. Sie sind Charaktere über die man normalerweise nicht so viel ließt. Personen aus Randgruppen, wie Obdachlose oder Arbeitslose. Die Botschaft, die Silvia Deloy mit in ihr Buch einfließen lässt ist klar: Alle Menschen sind gleich und alle verdienen eine (oder auch mehrere) Chancen. Diese Botschaft ist so wertvoll und wird in der Handlung perfekt umgesetzt!

Auch Tildas Wg, bestehend aus ihrer besten Freundin Kaja, Jonte und ihrer Schwester Mia hat mir gut gefallen. Sie haben nochmal Schwung in die Handlung gebracht und Tilda immer unterstützt. Mehr kann man sich doch gar nicht wünschen!

Das Ende war ebenfalls perfekt und ich hätte es mir gar nicht besser vorstellen können. Sowohl Noahs Theaterstück als auch der Ausgang des Flea Markets hätten nicht besser umgesetzt werden können. Ich habe das Ende geliebt und war wirklich traurig, dass es nicht mehr weiterging. Und mehr kann man sich von einem Buch doch gar nicht wünschen oder?

Mein Fazit:
Sylvia Deloy hat es geschafft ein tolles Buch mit einer wertvollen Botschaft zu schreiben. Ich habe das Buch um Tilda von Beginn an geliebt und konnte es gar nicht weglegen. Der Schreibstil, die Handlung und die Botschaft, dass jeder Mensch wichtig ist: Damit hat die Autorin ein ganz besonderes Buch erschaffen!

Diese Rezension stammt aus unserer Community Lesejury, in der lesebegeisterte Menschen Bücher vor allen anderen lesen und rezensieren können. Hier kannst du dich kostenlos registrieren.

Autorin

Sylvia Deloy

Sylvia Deloy - Autor
© Sergej Maingardt

Sylvia Deloy, Jahrgang 1967, wuchs in einer kleinen Stadt in Niedersachsen auf. Sie studierte Kommunikationswissenschaft, Germanistik und Marketing und arbeitete danach als Redakteurin und Autorin für unterschiedliche TV-Sendungen. Sie schrieb Drehbücher und Skripte für Comedy-Serien und erhielt 1999 gemeinsam mit einer Co-Autorin den zweiten Preis des Sat.1-Drehbuch-Wettbewerbs. 2011 veröffentlichte sie ihren ersten Liebesroman für Jugendliche mit dem Titel Sterne, Stress und …

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