Abschied von der Heimat
 - Gabriele Sonnberger - eBook

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4,99

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Saga
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7517-1002-2
Ersterscheinung: 23.12.2021

Abschied von der Heimat

Eine böhmische Familiensaga
Roman
Band 1 der Reihe "Böhmen-Saga"

(23)

Was es bedeutet, von heute auf morgen seine Heimat zu verlieren, erzählt Gabriele Sonnberger fesselnd und einfühlsam in ihrer von wahren Begebenheiten inspirierten Saga um eine böhmische Familie. Es ist das Jahr 1929, und im Rheinland herrscht Hungersnot. Die fünfjährige Erika wird von ihren Eltern schweren Herzens zu ihrer Tante Mimi ins südböhmische Hohenfurth geschickt, ohne zu wissen, wann sie ihre Familie wiedersehen wird. In der Obhut der strengen Tante wächst Erika zu einer selbstbewussten jungen Frau heran und findet in ihren Schulkameradinnen Emmi und Oli Freundinnen fürs Leben. Mit der Besetzung des Sudetenlandes 1938 ist die vertraute Idylle in Hohenfurth plötzlich bedroht. Und doch scheint Erikas Traum von einer glücklichen Zukunft zum Greifen nahe, als sie sich in den feschen Marineoffizier Heinz verliebt. Bis eines Tages sämtliche deutschen Bewohner Hohenfurths den amtlichen Befehl erhalten, sofort das Land zu verlassen. Doch dieses Mal ist Erika fest entschlossen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen …

Rezensionen aus der Lesejury (23)

20Miglia 20Miglia

Veröffentlicht am 15.01.2022

Herzzerreisende geschichte einer starken jungen Frau, die nie aufgibt

"Abschied von der Heimat" hat mich ab der ersten Seite in seinen Bahn gezogen.

Das Buch ist sehr lebhaft und gut geschrieben, so dass man leicht in die Geschichte der anfangs kleinen Erika eintaucht und ... …mehr

"Abschied von der Heimat" hat mich ab der ersten Seite in seinen Bahn gezogen.

Das Buch ist sehr lebhaft und gut geschrieben, so dass man leicht in die Geschichte der anfangs kleinen Erika eintaucht und auch mitfühlt. Von Anfang an bekommt man vollsten Respekt vor der Kraft des 5-jährigen Mädchens, das das Beste aus der jeweiligen Situazion macht und nicht aufgibt, als es wirklich schlimmer als schlimm wird.Sie erlebt so viel Grausamkeit und steht trotzdem immer wieder auf.

Die Autorin beschreibt mit Hilfe der Protagonistin eine historisch stark relevante Zeit, die voller Grausamkeit in einer Gegend, von der ich nicht so viel wusste, spielt.
Ich kannte einige Sudetendeutsche, die als Kinder vertrieben worden waren. Sie erzählten oft, wie unbeliebt sie waren, als sie hier in Hessen ankamen und ich war so froh, dass ich als 10-Jährige aus Polen kommend, so gut aufgenommen wurde. Von ihrer Vertreibung aus ihrer Heimat und der Schwere der vorherigen Zeit, haben diese Menschen geschwiegen...wie als wollten sie diese Erinnerung auslöschen. Jetzt verstehe ich warum.

Im Buch lernt man sehr viele unterschiedliche Charaktäre kennen, die alle mit ihrem Schicksal auf unterschiedliche Weise klarkommen. Manchmal war es etwas schwierig beim lesen den Überblick über alle Charaktäre zu behalten und mache Stellen sind etwas unklar beschrieben.
An einigen Stellen werden Handlungen nicht wirklich geschrieben. Trotzdem erkennt man was geschehen ist und kann es beim lesen mit Hilfe der Fantasie bildlich vor sich sehen.

Ich freue mich bereits auf die Fortsetzung der Geschichte und Hoffe, dass manin dem Buch erfährt, was aus einigen Personen geworden ist...

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Venatrix Venatrix

Veröffentlicht am 15.01.2022

Fesselnder Auftakt einer Familiengeschichte

Der Schauplatz dieses historischen Romans, der den Auftakt zu einer Trilogie bildet, ist der kleine idyllische Ort Hohenfurth nahe Bad Leonfelden an der Grenze zu Österreich. Einst hat es zu Böhmen und ... …mehr

Der Schauplatz dieses historischen Romans, der den Auftakt zu einer Trilogie bildet, ist der kleine idyllische Ort Hohenfurth nahe Bad Leonfelden an der Grenze zu Österreich. Einst hat es zu Böhmen und damit zu Österreich-Ungarn gehört. Jetzt, nach Ende des Ersten Weltkriegs heißt die Stadt Vyšší Brod und ist Teil der neu entstandenen Tschechoslowakei. Die Mehrheit der Bevölkerung spricht deutsch und sieht auf die Tschechen herab. Soweit, der geschichtliche Hintergrund.

Zum Inhalt:

Weil die Bevölkerung im entfernten Rheinland wegen der Reparationszahlungen an Frankreich seit Jahren hungert, entschließt sich Olga 1929, ihre fünfjährige Tochter Erika von Köln nach Hohenfurth zu ihrer Schwester Maria „Mimi“ Minich zu schicken, um sie dort aufzupäppeln. Was als temporäre Maßnahme gedacht war, entpuppt sich als einschneidender Eingriff in Erikas Leben. Die unverheiratete Tante ist herrisch, unnachgiebig und hat ihr eigenes (geheimes) Schicksal zu tragen. Nach und nach lebt sich Erika ein. Eine Rückkehr nach Köln weiß die Tante geschickt zu verhindern. Erika lebt das beinahe unbeschwerte Leben eines Teenagers und findet Freundinnen.

Mit der Besetzung des Sudetenlandes 1938 durch das NS-Regime erweist sich die kleinstädtische Idylle als trügerisch. Jetzt werden offen alte Rechnungen beglichen. Erika verliebt sich in Heinz, einem Offizier der Marine, träumt von Hochzeit und eigener Familie und wacht aus ihren Träumen jäh auf, als es 1945, nach der Niederlage des NS-Regimes heißt, alle deutschsprachigen Bewohner werden ausgewiesen.

Meine Meinung:

Ein gelungener Auftakt zu einer dreiteiligen Familien-Saga, die sich so oder ähnlich sicherlich häufiger als vermutet abgespielt haben kann.

Die Charaktere sind vielschichtig gestaltet. Maria Minich, die, so scheint es, ihre Nichte so selbstlos bei sich aufnimmt, ist einerseits eine egoistische intrigante Frau, der es in erster Linie um sich selbst, und nicht um das Wohl ihrer Nichte geht, und andererseits eine durch ihre (angedeutete) Andersartigkeit, vom Leben gezeichnete Person.

Erika hingegen ist durch die Trennung von Eltern und Geschwistern zu Beginn verunsichert, mausert sich dann zu einer starken Persönlichkeit, an der die Tante einen großen Anteil hat und sei es nur, dass Erika sich der einen oder anderen Anordnung der Tante widersetzt. Sie reift zu einer wachen Persönlichkeit, die Unrecht erkennt und dieses mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln bekämpft. Diese Kämpfernatur wird ihr vermutlich im nächsten Band sher nützlich sein.

Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und bildhaft. Er lässt die Zeit in Hohenfurth während der Jahre lebendig auferstehen. Die kleinen oder größeren Intrigen der Tante bzw. Das Zusammenleben im Ortsverband können sich die Leser gut vorstellen. Ich bin in diese Geschichte, die Elemente aus der Familiengeschichte der Autorin enthält, hineingekippt.

Fazit:

Ein fesselnder Auftakt einer Familien-Saga, der ich gerne 5 Sterne gebe und ungeduldig auf die Fortsetzung, die in Wien spielt, warte.

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Didi2256 Didi2256

Veröffentlicht am 13.01.2022

Die Geschichte der Heimatvertriebenen sehr gut in einen Roman verpackt

Da ich selbst ein Nachkommen Heimatvertriebenen aus dem Sudetenland bin, hat mich der Roman sehr interessiert.
Ich setzte große Erwartungen in den Roman von Gabriele Sonnberger und wurde nicht enttäuscht.
Wir ... …mehr

Da ich selbst ein Nachkommen Heimatvertriebenen aus dem Sudetenland bin, hat mich der Roman sehr interessiert.
Ich setzte große Erwartungen in den Roman von Gabriele Sonnberger und wurde nicht enttäuscht.
Wir gleiten in das Jahr 1929, wo im Rheinland, der Heimat Erikas großes Hungersnot herrscht. Schweren Herzen schicken die Eltern ihre damals 5 jährige Tochter zu Tante Mimi nach Südböhmen. Tante Mimi erzieht mit strenger Hand, doch Erika erduldet alles gehorsam. Als Jugendliche schließt sie sich dem Widerstand an und erlebt die Kriegswirren am Rande, bis sie selbst mittendrin ist.

Die Autorin beschreibt die damalige Situation bildlich und bringt dem Leser hautnah die Thematik näher. Zum Teil fühlt man sich selbst im Geschehen. Die Protagonisten sind glaubhaft und besonders Erika wird als kämpferische Person dargestellt. Durch die umfangreiche Recherchenarbeiten bekommt man einen Eindruck wie grausam der Krieg war und Jeder ums Überleben kämpfen musste. Ich habe viel über den Verlauf erfahren und mein Respekt vor den Goßeltern wurde noch mehr vertieft.
Ein Roman voller Tragik verpackt in einen fliessenden Schreibstil haben mich durch das Buch gleiten lassen. Mit Spannung erwarte ich den 2.Teil, der das eigentliche Thema der Vertreibung behandelt.

Volle Punktzahl und eine klare Weiterempfehlung.

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Lilofee Lilofee

Veröffentlicht am 11.01.2022

Sehr gelungener Auftakt einer Familiensaga

Rheinland 1929:

Die kleine Erika wird als fünfjährige von ihren Eltern zur Tante
nach Böhmen geschickt. Sie soll nur eine kurze Zeit dort bleiben.
Solange bis es der Familie wieder besser geht.
Das dauert ... …mehr

Rheinland 1929:

Die kleine Erika wird als fünfjährige von ihren Eltern zur Tante
nach Böhmen geschickt. Sie soll nur eine kurze Zeit dort bleiben.
Solange bis es der Familie wieder besser geht.
Das dauert viel länger als gedacht.
Erika wächst zu einer selbstbewussten jungen Frau heran.
Sie findet Freundinnen und hat viele Verehrer.

Südböhmen 1938:

Durch die Annexion des Sudetenlandes ändert sich alles.
Erika engagiert sich im Widerstand,
der Verrat eines falschen Freundes hat dramatische Folgen.
Als ihre Tante im Oktober 1945 den amtlichen Befehl erhält,
umgehend das Land zu verlassen, ist Erikas Zukunft mehr als ungewiss.

Meine Meinung:

Eine sehr lebendige und auch spannende Geschichte, die den Leser
in eine längst vergangene Zeit entführt.
Diese Geschichte um zwei Familien und ihr Schicksal ist sehr
einfühlsam und auch sehr spannend erzählt. Das Leben in Südböhmen
und die spätere Vertreibung. Überhaupt, was es bedeutet aus seinem
Leben gerissen zu werden. Wie die Stimmung kippt, antideutsch wird.
Die Charaktere sind wunderbar gewählt.
Z.b. Erika, die vom kleinen naiven Mädchen zur Widerstandskämpferin wird.
Ihre Verwandlung zu einer starken, mutigen und selbstlosen jungen Frau
auf der nun alle Hoffnungen der alten Tante liegen.
Die Autorin beherrscht die Kunst, zwei Familien in die historischen
Ereignisse dieser Zeit einzubinden. Dazu tragen ihre genausten
Recherchen und auch ihr wunderbarer Schreibstil bei.
Außerdem erhält dieser Roman sehr viel Lokalkolorit.
Die Orte sind sehr anschaulich und bildhaft beschrieben.
Überhaupt wird alles sehr detailliert dargestellt.

Fazit:
Hier wird Zeitgeschichte spannend vermittelt.
Unprätentiös und lebensnah erzählt, sodass es nie rührselig oder kitschig wird.
Ein sehr gelungenes Buch, das zeigt, was eine Vertreibung aus der Heimat wirklich bedeutet.
So macht Geschichte Spaß.
Habe ich doch einiges erfahren, was ich bis heute nicht wusste.

Das Cover finde ich sehr schön und passend zum Inhalt.
In der vorderen Klappe befindet sich eine sehr schöne Zeichnung
von Böhmen um 1938.
Eine Zeittafel am Ende des Buches hätte mir sehr gefallen!

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lisbethsalander67 lisbethsalander67

Veröffentlicht am 11.01.2022

Sehr gelungener historischer Roman über das Thema der Vertriebenen

Gabriele Sonnberger hat mit "Abschied von der Heimat" einen sehr gelungenen spannenden Roman über das Thema der Vertriebenen am Ende des Zweitn Weltkrieges geschrieben. Im Mttelpunkt steht die kleine Erika, ... …mehr

Gabriele Sonnberger hat mit "Abschied von der Heimat" einen sehr gelungenen spannenden Roman über das Thema der Vertriebenen am Ende des Zweitn Weltkrieges geschrieben. Im Mttelpunkt steht die kleine Erika, die im zarten Alter von fünf Jahren von ihrer Familie im Rheinland Anfang der 30iger Jahre zu ihrer Tante Mimi, der Schwester ihrer Mutter, nach Böhmen geschickt wird, da ihre Eltern es aufgrund der schwierigen wirtschaftlichen Lage nicht schaffen, alle Kinder zu ernähren. Anfangs leidet Erika an starkem Heimweh, zumal ihre Tante nicht gerade herzlich und liebevoll erzieht, sondern eher mit viel Strenge und sehr klaren Strukturen, nicht immer der emotionalen Verfassung einer Fünfjährigen angemessen. Doch Erika gewöhnt sich trotz aller Widrigkeiten schnell ein, und findet mehrere enge Freundinnen, die sich als Gefährtinnen fürs Leben etablieren. In ihrer Jugend engagiert sich Erika im Widerstand gegen Hitler, nachdem sie Bekanntschaft eines jungen Tschechen, namens Jakub gemacht hat, auf den sie während eines Besuches in Prag getroffen war. Die sehr selbstbewusste und charakterstarke junge Frau bringt sich selbst oft in Gefahr, lässt sich aber durch nichts und niemanden von ihrem Weg abbringen. Sie kämpft für ihre Überzeugungen und die Menschen, die ihr am Herzen liegen. Gabriele Sonnberger hat einen extrem kurzweiligen Roman geschrieben, über die relevaten Themen wurde perfekt recherchiert, ich fühlte mich nicht nur sehr gut unterhalten, sondern habe nebenbei noch viel über die entsprechenden Thematiken lernen können. Alle handelnden Charaktere sind sehr authentisch geschildert, alle Schauplätze sehr gut skizziert, so dass man sich in alles perfekt hinein versetzen kann! Dafür von mir die volle Punktzahl und eine absolute Leseempfehlung! Schon jetzt freue ich mich auf den nächsten Band der Saga!

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Autorin

Gabriele Sonnberger

Gabriele Sonnberger - Autor
© Franziska Liehl Photography

Gabriele Sonnberger, geboren in Wien, ist studierte Lehrerin und Grafikdesignerin. Schon früh entdeckte sie ihr Talent fürs Schreiben, ABSCHIED VON DER HEIMAT ist nun ihr Debüt als Romanautorin. Die als Trilogie angelegte Saga um das Schicksal zweier Familien aus Hohenfurth ist inspiriert von der bewegenden Geschichte ihrer Mutter, die 1945 aus ihrer böhmischen Heimat vertrieben wurden. Gabriele Sonnberger ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Sie lebt als freie …

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