Die Tänzerin vom Moulin Rouge
 - Tanja Steinlechner - eBook

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4,99

inkl. MwSt.

Lübbe Belletristik
Saga
430 Seiten
Altersempfehlung: ab 16 Jahren
ISBN: 978-3-7517-0404-5
Ersterscheinung: 28.05.2021

Die Tänzerin vom Moulin Rouge

Roman

(31)

Paris 1882. Louise Weber wächst als Tochter einer Wäscherin in bitterer Armut auf. Doch sie brennt für den Tanz. Immer wieder schleicht sie sich heimlich fort, in die Bars und Cafés am Montmartre, und steigt, gefördert von Künstlern wie Renoir oder Toulouse-Lautrec, zum Star des Moulin Rouge auf. Als sie vor dem Schah von Persien tanzt, wird sie zur international gefeierten Königin des Cancan. Doch die Angst, wieder in die Armut abzugleiten, quält sie. Und so setzt sie alles aufs Spiel: Wohlstand, Glück - und die Liebe ihres Lebens ...

Rezensionen aus der Lesejury (31)

HEIDIZ HEIDIZ

Veröffentlicht am 05.06.2021

Das Leben der Louise Weber

Dieses Buch ist das wohl beste, was ich in den letzten Wochen gelesen habe - ich bin echt begeistert, wie toll die Moulin Rouge-Atmosphäre rüberkommt, die toll die Autorin die Entwicklung der Hauptpersonen ... …mehr

Dieses Buch ist das wohl beste, was ich in den letzten Wochen gelesen habe - ich bin echt begeistert, wie toll die Moulin Rouge-Atmosphäre rüberkommt, die toll die Autorin die Entwicklung der Hauptpersonen einfängt und an den Leser/die Leserin weiter gibt. Dass es nicht "nur" ein Roman ist bedeutet mir echt viel, es ist die Lebensgeschichte der eigentlich in Vergessenheit geratenen Louise Weber, die mich zwischen den beiden Buchdeckeln fasziniert hat.

Ich durfte das Buch sozusagen Probe lesen - habe das Manuskript erhalten und konnte es tatsächlich nicht zur Seite legen - es hat mich fasziniert, wie lebendig Tanja Steinlechner die Entwicklung der Hauptperson Louise darstellt, wie authentisch sie schreibt, wie mitfühlend und mitreißend.

Man fühlt sich echt in die Zeit und das Milieu versetzt - aus ärmlichen Verhältnissen kommend, Wäscherin mit ihrer Mutter - und kaum Geld, um zu überleben, wird sie zur Größe des Moulin Rouge - aber dann .... mehr möchte ich gar nicht verraten, lest selbst, die Geschichte ist anstecken. man lernt das Paris dieser Zeit kennen - fühlt sich von Beginn an in der Handlung wohl und eingebunden. Fesselnd geschrieben und flüssig zu lesen, kurzweilig, spannend und unterhaltsam !!!

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Loisi Loisi

Veröffentlicht am 29.05.2021

Die Königin des Cancans

Ich durfte den historischen Roman „Die Tänzerin vom Moulin Rouge" in einer Leserunde mit der Autorin Tanja Steinlechner kennenlernen und möchte mich als erstes herzlichst dafür bedanken und zugleich versichern, ... …mehr

Ich durfte den historischen Roman „Die Tänzerin vom Moulin Rouge" in einer Leserunde mit der Autorin Tanja Steinlechner kennenlernen und möchte mich als erstes herzlichst dafür bedanken und zugleich versichern, dass meine Meinung davon nicht beeinflusst wurde.
Es handelt sich zwar um einen historischen Roman, doch die Protagonistin Louise Weber gab es wirklich. Sie wurde von der einfachen Wäscherin zu einer der Königinnen des Cancans, bekam den Beinamen La Goulue und diente so manchen der großen französischen Künstler als Motiv. Ihre Gestalt ist eigentlich untrennbar mit dem Moulin Rouge verbunden. Es handelt sich bei dem vorliegenden Buch aber nicht um eine Biographie, die den Anspruch von Korrektheit erhebt, sondern um einen Roman, der Fakten und Fiktionen zu einem abwechslungsreichen und durchaus faszinierenden Roman verbindet. Louise ist mit ihrem Leben und ihren Aussichten unglücklich, sie träumt von der schillernden Gesellschaft rund um den Montmartre, vom Nachtleben, vom Tanzen, von der Künstlerszene. Und schließlich lässt sie ihr altes Leben zurück und fängt als Tänzerin in Moulin Rouge an. Doch wie lange kann sie sich in dieser harten Welt behaupten? Neid, Missgunst, Alkohol, Stress, Männer und die Angst wieder abzurutschen zehren an Louise. Ihr Weg an die Spitze war schon steinig und der Fall kann nur tief sein. Der Autorin Tanja Steinlechner gelingt es in diesem gut recherchierten Roman ein anschauliches Bild dieser Subkultur aus Schaustellern, Künstlern und Damen der Nacht zu zeichnen und konnte mich als Leserin ganz in diese Geschichte hineinziehen. Es ist jammern auf hohem Niveau, wenn ich beklage, dass es leider kein Personenregister gibt, das hätte für mich den Roman noch abgerundet.

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Scratchy_loves_books Scratchy_loves_books

Veröffentlicht am 25.05.2021

Ein Quell an Gefühlen - authentisch und bewegend!

In „Die Tänzerin vom Moulin Rouge“ geht es um Louise Webers Leben und Schaffen und wir begleiten Louise auf ihrem Weg zum Erfolg und darüber hinaus.

Ich mag dabei besonders, dass Tanja Steinlechner nahe ... …mehr

In „Die Tänzerin vom Moulin Rouge“ geht es um Louise Webers Leben und Schaffen und wir begleiten Louise auf ihrem Weg zum Erfolg und darüber hinaus.

Ich mag dabei besonders, dass Tanja Steinlechner nahe an der Biografie Louise Webers geblieben ist und ihr mit einer ganz besonderen und künstlerischen Ausgestaltung wieder Leben eingehaucht hat.

Ich stelle mir das Aufbereiten einer Biografie vor wie eine Restaurierung einer nicht mehr vollständig erhaltenen Skulptur, der man die fehlenden Teile ohne Bildmaterial so passend wie möglich nachbaut. Und ich finde, dass dies Tanja Steinlechner auf eine raffinierte Weise gelungen ist.

Ich kann mir gut vorstellen, dass die Roman-Louise der einstmals echten Louise ziemliche nahe kommt. Mir ist wichtig zu erwähnen, dass ich mich in dieser Rezension aber immer auf die Louise aus dem Roman beziehe.

Für mich dreht sich das Buch nicht nur um Louise, es IST regelrecht Louise. Das Werk ist in sich stimmig, geradezu künstlerisch. Es sind dabei nicht nur die schönen Formulierungen und Sätze, die ich in der Art vorher noch nicht las. Sondern auch das Spiel mit der Perspektive und der zeitlichen Gestaltung, wodurch das Leben und die Persönlichkeit der „Goulue“ durch das Buch regelrecht gefühlt werden kann.

_„Wer leben wollte, was er wirklich war, musste einen Ort in der Welt finden, wo er sich nicht erklären musste, wo Ausreden nichts galten und ein Herz zum anderen sprach.“_

Man lernt Louise als Jugendliche kennen, eine sympathische, blutjunge Frau mit Träumen vom Tanzen, von Freiheit und dem Wunsch aus dem verarmten Viertel mit der verstockten Gesellschaft auszubrechen. Man ist nah an Louises Gefühlswelt, spürt ihren Lebensdurst, den Überdruss, die jugendliche Kraft und auch Leichtsinn.

Nachdem sie Renoir kennengelernt hat und mit ihm zu Paul Bacard gelangt ist, beginnt eine Phase in der die Autorin eine Distanz zu Louises Gefühlswelt aufbaut. Man wird mitgenommen zu den ersten Erlebnissen in Louises neuer Welt, taucht mit ihr in das schillernde Nachtleben ein und sieht zu, wie sie das Leben bei den Hörnern packt, ohne dabei viel über ihr Innenleben zu erfahren.

Dieses Gefühl der Distanz wurde im Fortschreiten der Geschichte noch verstärkt. Gleichzeitig fand ich mich mitten im pulsierenden Leben des Montmartre und spürte den stürmischen, haltlosen Einfluss dieses Lebens. Menschen zogen vorbei – davon auch verschiedene bekannte Personen aus der Zeit.
Unzählige Eindrücke wirkten ein, Konkurrenzdruck baute sich auf, Grenzen verschoben sich, stabile oder tiefere Beziehungen waren nebensächlich, Alkoholgenuss wurde zelebriert. Lust und Genuß, Spaß und vermeintliche Freiheit, Anerkennung und Ruhm waren Louises Lebensinhalt und das ohne Rücksicht auf Verluste. Auch nicht bei ihr selbst...

_„Nur Idioten kosten das Leben nicht in allen Facetten aus. Anmaßend ist, wer Maß hält und langweilig, wer nie Grenzen überschreitet.“_

Und so ziehen die Jahre, Menschen und Ereignisse vorbei bis wir uns, nach Jahren voll schillerndem Rausch aber auch voller harter Arbeit, mitten in der Welt des Moulin Rouge befinden. Ab dort taucht Tanja Steinlechner wieder tiefer in Louises Gefühls- und Gedankenwelt. Szenen werden nun zeitlich detaillierter dargestellt und wir steuern ungebremst auf den Höhepunkt zu. Der nicht angenehm ist, kein schönes Gefühl hinterlässt; nah und authentisch am Leben – die Komplexität dessen erfassend.

Ich fühlte mich hilflos, machtlos. Wünschte mir Louise an den Schultern packen oder an die Hand nehmen zu können. Auch jetzt noch, lange nach der Lektüre, bin ich zutiefst berührt von diesem Leben.

Im Dritten Teil des Buches, der direkt an den Höhepunkt anschließt, wurde ich überrumpelt mit Ereignissen, die wie aus heiterem Himmel wirkten. Ich war fassungslos, wie es soweit kam. Gleichzeitig war alles was zuvor geschah Erklärung genug.

Ich war anfangs unzufrieden über die plötzliche und langanhaltende emotionale Distanz, über die scheinbar wenig ausgearbeiteten Teile der Handlung. Und auch im dritten Teil kommt es zu einer zeitlichen Raffung, in der der Leser nur noch punktuell etwas mehr Einblick bekommt und Figuren, die Teil der Handlung waren, gänzlich verschwanden.

Doch genau DAS war Louises Leben und Persönlichkeit, wie sie von Tanja Steinlechner auf Grundlage der wenigen Überlieferungen interpretiert wurden. Und mit Abschluss des Buches gab alles, was ich vorher als Kritikpunkte empfand, einen Sinn, musste so sein.
Dadurch war es nicht einfach nur eine Erzählung, sondern transportierte die Gefühle, die das Leben und die Persönlichkeit der Gefräßigen ausmachten. Packend, sehnsuchtsvoll, verstörend, berührend, hoffnungsvoll, abstoßend sind dabei einige der Eigenschaften des Buches, die man auch auf Louise übertragen könnte.

*Fazit:*

Dieses Buch ist absolut kein Wohlfühlroman, sondern ein knallharter schonungsloser Roman, mit biografischen Anteilen, der mir sehr nahe ging. Für mich war dieses Buch ein Quell an Gefühlen, die größtenteils nicht angenehm waren. Und dennoch war es einfach grandios.
Packend und absolut mitreißend verschlingt dieses Buch seinen Leser, wie „La Goulue“ ihr Publikum verschlang.

Ich kann das Buch jedem empfehlen, der ohne Happy End klar kommt, sich gerne mit der Komplexität der menschlichen Psyche befasst und damit leben kann, dass die Protagonistin kein Sympathieträger ist und nicht alles einen Abschluss findet. Ganz so wie es im Leben auch allzuoft läuft.
Für dieses authentische, bewegende Werk gebe ich fünf Sterne!

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Gudrun67 Gudrun67

Veröffentlicht am 24.05.2021

sehr eindrückliche Bilder, die zeigen, wie das Leben so spielen kann

Das Cover hat mich gleich auf Anhieb "gehabt". Deutet es doch durch die passende Farbgebung, den Hintergrund und die Darstellung auf die damalige Zeit hin. Die Details stimmen gelungen ins Geschehen ein.
Der ... …mehr

Das Cover hat mich gleich auf Anhieb "gehabt". Deutet es doch durch die passende Farbgebung, den Hintergrund und die Darstellung auf die damalige Zeit hin. Die Details stimmen gelungen ins Geschehen ein.
Der Schreibstil konnte mich ebenfalls von der ersten Seite bis zur letzten packen. Anfangs wirkt alles noch eher wie eine leichtere Erzählung. Nach und nach baut sich jedoch der Tiefsinn auf. Dadurch wird das Leben der Protagonistin hervorragend in Szene gesetzt und ich konnte aufschlussreich nachvollziehen, wie das Eine zum Anderen geführt hat.
Die Charaktere werden sehr drastisch und eindrücklich dargestellt und dadurch kann man auch hier die Reaktionen und Gedankengänge wunderbar begreifen.
Das Lokalkolorit setzt das gewisse Etwas noch obendrauf.

Mein Fazit: sehr eindrückliche Bilder, die zeigen, wie das Leben so spielen kann

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greatsiwu greatsiwu

Veröffentlicht am 29.05.2021

emotionale Achterbahnfahrt

„Die Tänzerin vom Moulin Rouge" ist in drei Abschnitte aufgeteilt, die den Ablauf von Louises Leben gut beschreiben. Der Aufstieg, der Höhenflug und der Fall der „Goulue" werden mit den Lesern durchlebt. ... …mehr

„Die Tänzerin vom Moulin Rouge" ist in drei Abschnitte aufgeteilt, die den Ablauf von Louises Leben gut beschreiben. Der Aufstieg, der Höhenflug und der Fall der „Goulue" werden mit den Lesern durchlebt. Durch die verschiedenen Teile passt sich der Schreibstil auch gut an. Der anfangs ruhige Schreibstil, wird im zweiten Teil rasant und emotional, während er im dritten Teil eher ernüchternd wirkt. Man durchlebt mit Louise ihren Aufstieg und lernt sie zu lieben, im Verlauf der Geschichte wendet sich der Leser jedoch von ihr ab und fängt an sie zu verachten.Tanja Steinlechner hat mit diesem historischen Roman, der sich an der Biografie der lebensechten Goulue hält, ein authentisches und emotionales Meisterwerk erschaffen. Sie hat der fast vergessenen Goulue wieder Leben eingehaucht und nimmt den Leser mit zurück ins 19. Jahrhundert in Paris. 
Sehr schön sind die Begegnungen mit bekannten Persönlichkeiten wie S.Freud und den Eröffnungen von wichtigen Bauwerken, wie dem Eiffelturm. So schafft Tanja Steinlechner die Nähe zur heutigen Zeit und die Authentizität der Geschichte. Die einzige Kleinigkeit, die ich anmerken muss, die mir nicht so zugesagt hat, ist, dass der zweite Teil der Geschichte wirklich sehr rasant ist und man manchmal nicht hinterherkommt. Genauso gibt es einen sehr großen Sprung zwischen dem Ende des zweiten Teils und dem Anfang des ersten Teils, der einen zwar erschrickt, aber nicht unbegründet ist! Was mir besonders gefallen hat, sind die sehr lebhaften Charaktere und die tollen Zitate! 

Fazit: ,,Die Tänzerin vom Moulin Rouge" ist auf jeden Fall ein Schmöker, für Zeiten in denen ihr einfach mal für ein paar Stunden in eine ferne Zeit und an einen fernen Ort reisen wollt und dabei von interessanten Fakten, inspirierenden Zitaten und einem Gefühlschaos begleitet werden wollt. Ihr werdet vermutlich nicht in den Rausch kommen, wo eure Augen an den Zeilen kleben und ihre die nase nicht mehr aus dem Buch nehmen könnt, aber es ist auch kein Roman, den man leichtfertig vergisst. Louise Weber wird euch ständig begleiten, bis ihr ihre ganze Geschichte gelesen habt. Ihr werdet in wenigen Stunden die hellen Seiten, sowie die Schattenseiten des Lebens und vor allem des Berühmtseins kennenlernen. 

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Autorin

Tanja Steinlechner

Tanja Steinlechner, 1974 in Heilbronn geboren, besuchte die Freiburger Schauspielschule im E-Werk. Sie hat an der Universität Hildesheim Kreatives Schreiben bei Dr. Hanns-JosefOrtheil studiert und war danach als Lektorin und Literaturagentin tätig. In einer Weiterbildung(Master School Berlin) zur Drehbuchautorin entwickelte sie ein Treatment für einen Filmstoff, der im Rahmen des Screenpitch-Wettbewerbes nominiert und im roten Salon der Volksbühne vorgestellt wurde.

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